Neuland …

* Facettenreich: SlavCon 2013 in Bratislava – Nina Horvath berichtet und war überrascht!
* Ein deutscher Manga: Wie aus Fan-Fiction ALL ABOUT LOVE wird – ein Interview mit der Texterin Melina Coniglio
* IRON MAN 3: Marvel geht in Phase 2 zurück zum Beginn
Weiterhin finden sich im Heft:
Der Fanzine-Kurier, Science-Fiction-Neuigkeiten, Rezensionen und aktuelle Conneuigkeiten.
Den FO 288 gibt es wie immer auf der Webseite des Projektes als PDF zum kostenlosen Download.
Cover FO 288 Copyright Fandom Observer
STAR TREK CONTINUES ist eine neue Webserie von Fans, die die Abenteuer des klassischen Raumschiffs Enterprise und seiner Crew weiter führt. Und das tun sie mit verblüffender Qualität, die Farbgebung, Kameraführung und Effekte sind fast schon sklavisch übereinstimmend mit dem Original TOS. Zusätzlich wurde die Serie im Format 4:3 realisiert. Grandios. Gedreht hat man in den Kulissen der Serie STARSHIP FARRAGUT.
In der ersten Folge PILGIRM OF ETERNITY trifft die Enterprise auf einen alten Bekannten, sogar gespielt vom selben Schauspieler wie »damals«. Es gibt sogar noch einen weiteren Gastauftritt: ohne hier zu viel verraten zu wollen, dürften BATTLESTAR GALACTICA-Fans ein bekanntes Gesicht finden. Der Knüller: Scotty wird von Chris Doohan gespielt, dem Sohn von James Doohan. Alles in allem ganz großes Kino und für TOS-Fans eine Offenbarung.

Mit dem Begriff Fan-Fiction bezeichnet man schriftstellerische (meistens, es können aber beispielsweise auch Comics sein) Werke, die sich auf Bücher anderer Autoren oder auf Filme und Fernsehserien beziehen. Zum größten Teil bewegen sich diese von Fan verfassten Werke in einer urheberrechtlichen Grauzone, denn streng genommen, liegen die Rechte an Universen und Charakteren bei den Urhebern, also Schöpfern von Büchern, Filmen, Fernsehserien oder Comics. Der Großteil der Fan-Fiction findet deswegen in nicht besonders sichtbaren Foren statt, wo die Fans sich austauschen und ihre Geschichten bewerten und darüber diskutieren. Natürlich findet sich im Bereich FanFic eine Menge unleserlicher Mist, aber es sind auch sehr gut geschriebene Geschichten darunter, die sich nicht verstecken müssten.
Amazon hat nun die Plattform »Kindle Worlds« gestartet, um auch mit Fan-Fiction Geld verdienen zu können. Amazon beschreitet hierbei einen schlauen Weg: der Onlinekonzern lizensiert bestimmte IPs und wird dadurch in die Lage versetzt, Werke darum veröffentlichen zu können. Auf der Seite für Autoren zu »Kindle Worlds« erfährt man Details:
Man behält sich zudem vor, Werke nicht zu veröffentlichen, die qualitativ schlecht sind:
Poor Customer Experience: We don’t accept books that provide a poor customer experience. Examples include poorly formatted books and books with misleading titles, cover art, or product descriptions. We reserve the right to determine whether content provides a poor customer experience.
Ob es vorab inhaltliche Prüfungen gibt, oder ob man die Kunden entscheiden lässt, was »schlecht« ist und es dann wieder entfernt, ist noch offen.
Im Moment hält Amazon für solche Veröffentlichungen die Rechte an VAMPIRE DIARIES, GOSSIP GIRL und PRETTY LITTLE LIARS, es ist davon auszugehen, dass dieses Portfolio zügig erweitert werden wird. Die FanFiction-Werke werden ausschließlich in eBook-Form erscheinen.
Ich gehe davon aus, dass Amazon mit diesem vermutlich durch SHADES OF GREY (das war usprünglich mal TWILIGHT-FanFic) inspirierten Stunt wieder einmal die klassischen Verlage kalt erwischen wird. Das Konzept ist aber auch zu genial: man kauft die IP und danach lehnt man sich zurück und schaut zu, wie die schreibenden Fans für klingelnde Kassen sorgen …
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Logo Kindle Worlds Copyright Amazon

Auch im Jahr 2013 – genauer gesagt am 1. und 2, Juni – findet auf dem Messegelände Köln wieder die Role Play Convention (kurz RPC) statt. Die Veranstaltung verbindet die verschiedenen Facetten des Themas Rollenspiel – LARP, Pen & Paper und Computerspiele ebenso unter einem Dach, wie verwandte Gebiete, beispielsweise phantastische Literatur. Dazu kommt ein von Mittelaltermärkten inspiriertes Außengelände, auf dem haufenweise Händler ihre Ware feilbieten, seien es nun Larpwaffen, Gewandung oder Magenfüller und Getränke. Auf einer Bühen spielen zudem Bands. Dazu kommen Workshops, Vorträge und Autorenlesungen (das vollständige Programm findet sich in Kürze auf der Webseite der RPC).
Weiterhin wird auf der Role Play Convention der RPC Award vergeben werden. Interessierte konnten bis zum 1.Mai in folgenden Kategorien abstimmen: Comic/Manga Graphic Novel, Gesellschaftsspiele, Pen & Paper-Rollenspiele, Tabletop & Miniaturenspiele, Literatur, Digitale Games. Die Gewinner werden auf der Veranstaltung bekannt gegeben.
Die Öffnungszeiten sind im Jahr 2013 wie folgt:
- Samstag, 01. Juni 2013: 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr
– Sonntag, 02. Juni 2013: 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Betreten kann man die RPC über den West- und Südeingang der Kölnmesse.
Nach den Erfahrungen der letzten Jahre ein Termin, den man sich keinesfalls entgehen lassen sollte! Für Rollenspieler inzwischen weitaus interessanter als die Messe Essen, die uns seit Jahren nur noch als notwendiges Übel sieht.
Impressionen von 2012:
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Logo RPC Copyright Enjoy Event Marketing GmbH

Ich kann meine Frage von gestern nur wiederholen: habt ihr sie noch alle?
Unter anderem die Anbieter von Adblock Plus haben Vorschläge gemacht, wie es möglich wäre Werbung zu zertifizieren, damit sie nicht nervig ist und somit eine Positivwertung bekommen könnte – und dann angezeigt wird. Diese Vorschläge wurden von den Werbetreibenden aber bisher fast komplett ignoriert. Merkt ihr, woher der Wind weht? Die wollen zwar, dass wir die Adblocker ausschalten (oder die hosts-Datei leeren), aber für weniger aufdringliche Werbung wollen sie nicht sorgen, lehnen eine solche Idee wie Adblock Plus´ Acceptable Ads sogar als weltfremd ab. Ein Statement der Adblock Plus-Macher spricht eine deutliche und weitestgehend korrekte Sprache:
Die Online-Werbeindustrie ist aber leider zu einem großen Teil noch nicht innovationsfreundlich genug, um sich auf Alternativen zu blinkenden Bannern einzulassen. Der Grund ist, dass viele das Internet nicht verstanden haben und einfach das Konzept der TV-Werbung (maximale Aufmerksamkeit erzeugen) kopieren. Das Internet aber ist ein demokratisches Medium: Nutzer lassen sich hier nichts aufzwingen und User können mit Hilfe von Tools wie Adblock Plus selbst entscheiden, wann und welche Art von Werbung sie bereit sind zu akzeptieren.
Ich bleibe dabei: mein Adblocker bleibt an.
Allerdings denke ich aufgrund dieser arroganten Aktion der »Großen« und der Leistungsschutzeinforderer darüber nach, diese Handhabung für kleine und kleinste Webseiten, die mit viel Herzblut und Enthusiasmus gemacht werden, und die mir keinen Werbeoverkill aufnötigen, zu lockern und den Blocker dort zu deaktivieren.
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Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Fan der Fernsehserie FRINGE bin. Einer der Gründe hierfür ist die grandiose Darstellung des Doktor Walter Bishop durch den australischen Mimen John Noble, dessen schauspielerische Fähigkeiten auch noch aus mittelmäßigen Episoden Glanzstücke machen konnten. Wer die Serie nur in deutscher Sprache betrachtet, wird das niemals nachvollziehen können.
Hier ein Kurzfilm mit dem Titel FRIEND, der erneut zeigt, was ich meine. Regie führte David Geddes, geschnitten hat Ari Margolis, produziert wurde er von Jess und John Noble, Jess schrieb auch das Drehbuch. Die Musik stammt von Jeremy Little. FRIEND könnte auch eine Vignette aus FRINGE sein. Ganz, ganz großes Kino!

Mal ehrlich: Habt ihr sie noch alle?
Ich habe grundsätzlich nichts gegen Werbung, schon gar nicht, wenn sie kontextsensitiv ist, also sich um den Artikel dreht, den ich gerade bei euch lese. Oder um Themen die auch die Webseite beackert. Doch was bekomme ich auf den weitaus allermeisten werbefinanzierten Webseiten? Aufdringliches Geflacker, Geblinke, knallebunte, nervige Bilder, Popups und Popunders bis mir die Augen bluten und der Rechner leise stöhnt. Und das nimmt dann alles auch noch meist deutlich mehr Platz ein, als der eigentliche Content. Und hat mit diesem nix, aber auch gar nix zu tun. Von den Adservern, die regelmäßig Malware großflächig im Web verstreuen, noch gar nicht gesprochen. Und auch nicht vom Tracking durch die Werbebilder.
Ihr seid es doch selbst schuld! Hättet ihr mit diesem aufdringlichen Scheiß niemals angefangen, hätten Adblocker auch nicht eine solche Verbreitung gefunden. Fahrt das wieder auf ein vernünftiges Maß zurück und wir können reden. Vorher nicht. Und wenn Seiten mit Spielchen anfangen wie »ihr seht unsere Videos nur noch, wenn ihr den Adblocker deaktiviert«, dann antworte ich: »Und tschüss!« Es gibt mehr als genug alternative Angebote im Web.
Fazit: hört auf uns zu nerven, fangt an, vernünftige Werbung in vernünftigem Maß zu zeigen und wir hören auf, die zu blocken.
Bis dahin finde ich euer Gewimmer armselig, realitätsfern und vor allem: arrogant.
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Illu von mir. CC BY-NC-SA
SPACE ODDITY. Auf der ISS. Gesungen vom schwerelosen Chris Hadfield. Besser geht wahrscheinlich nicht mehr …
- SFX – Günther Freunek über das englische Genremagazin
- Evolver – Verleger Peter Hiess im Interview
- Radium – das Wundermittel der 20er Jahre
Weiterhin findet sich folgender Inhalt im PDF:
Armin Möhles Fanzine-Kurier stellt neue Fanzines vor, Peter Herfurth-Jesse bespricht Kim Stanley Robinsons 2312, Bettina Petrik über HITCHCOCK, SONG FOR MARION, IRON MAN 3 und OBLIVION, Andreas Nordiek über Alan Dean Foster und Matthias Falke.
Der leider vom Aussterben bedrohte FANDOM OBSERVER kann wie immer auf der Projektseite kostenlos im Format PDF herunter geladen werden.
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* genauer: eingebettete Tweets, eingebundene jQuery-Bibliotheken, Amazon Artikel-Widgets, Youtube-Videos, Vimeo-Videos