STAR TREK: Nicholas Meyer arbeitet an Khan-Miniserie

STAR TREK: Nicholas Meyer arbeitet an Khan-Miniserie

Au­tor, Pro­du­zent und Re­gis­seur Ni­cho­las Mey­er, der so­eben an der neu­en STAR TREK-Se­rie DIS­CO­VERY mit­ar­bei­tet, hat­te be­reits an­ge­deu­tet, dass er mit ei­nem wei­te­ren Pro­jekt um das Fran­chise be­fasst ist, zu dem am da­ma­li­gen Zeit­punkt noch nichts sa­gen durf­te. Jetzt kommt lang­sam Licht in die Sa­che.

Of­fen­bar ar­bei­tet Mey­er an ei­ner Mi­ni­se­rie, die das Schick­sal von Khan Noo­ni­en Singh und sei­ner Crew be­leuch­tet, nach­dem die­se von Kirk auf Ceti Al­pha V aus­ge­setzt wur­den. Mög­li­cher­wei­se sieht man auch Rück­blicke auf Khans Zeit wäh­rend der Eu­ge­ni­schen Krie­ge. Dass man Mey­er mit der Kon­zep­ti­on und Rea­li­sie­rung ei­ner sol­chen Se­rie be­traut er­gibt ins­be­son­de­re des­we­gen viel Sinn, weil er Re­gie bei ei­nem der be­sten STAR TREK-Fil­me über­haupt ge­führt hat: STAR TREK II – THE WRATH OF KHAN (1979).

Ge­naue­re De­tails feh­len na­tür­lich noch, laut Geek Ex­chan­ge ist das Gan­ze aber kein Ge­rücht, son­dern Tat­sa­che. Wei­ter­hin ar­bei­tet man im Zuge von STAR TREK DIS­CO­VERY mög­li­cher­wei­se an wei­te­ren STAR TREK-Pro­jek­ten.

Die Rol­le des Khan wur­de in der Ori­gi­nal­se­rie und im Ki­no­film von Ri­car­do Mon­tal­ban ge­spielt, in ei­ner spä­te­ren In­kar­na­ti­on der Kel­vin-Zeit­li­ne über­nahm den Cha­rak­ter Be­ne­dict Cum­ber­batch.

Pro­mo­fo­to DER ZORN DES KHAN Co­py­right Pa­ra­mount (Uni­ver­sal Pic­tures)

STAR TREK: KHAN

STAR TREK: KHAN

Cover "Star Trek: Khan"Als die ori­gi­na­le STAR TREK-Se­rie in den 1960ern ent­stand, war die Mit­te der 1990er noch 30 Jah­re ent­fernt – eine lan­ge Zeit. Und so er­fand man für den Ge­gen­spie­ler Khan Noo­ni­en Singh als Pseudo­hi­sto­rie die Eu­ge­ni­schen Krie­ge, die Mit­te der Neun­zi­ger ge­tobt ha­ben soll­ten und in de­ren Rah­men der Kriegs­ver­bre­cher Khan über gro­ße Tei­le der Erde ge­herrscht hat­te. Trotz des iko­ni­schen Cha­rak­ters, der es schon zu TOS-Zei­ten in eine Epi­so­de und so­gar ei­nen Ki­no­film ge­bracht hat­te, woll­te man spä­ter ir­gend­wie nicht mehr so recht et­was von die­sen Eu­ge­ni­schen Krie­gen wis­sen: in ei­ner VOYA­GER-Dop­pel­fol­ge be­sucht ein Teil der Crew die Erde der Neun­zi­ger – und die sah aus wie bei uns, kei­ne Spur von Gen-Krie­gen.

Durch den ak­tu­el­len STAR TREK-Film INTO DARKNESS ist Khan wie­der in al­ler Mun­de. Was es aber ge­nau mit den Eu­ge­ni­schen Krie­gen auf sich hat, wis­sen wir im­mer noch nicht. Un­ter der Ägi­de von Dreh­buch-Co­au­tor Ro­ber­to Orci (der ver­mut­lich über­wacht, ob die De­tails der Sto­ry zum neu­en Uni­ver­sum pas­sen) ent­wickeln Mike John­son und Clau­dia Bal­bo­ni ge­ra­de die Co­mi­c­rei­he STAR TREK: KHAN, wel­che im Ok­to­ber in sechs Tei­len bei IDW er­schei­nen soll. Und dar­in gibt es die uns be­kann­ten Neun­zi­ger nicht.

Wer­be­text:

By 1993, a wave of the ge­ne­tic »su­per­men« in­clu­ding Khan, had si­mul­ta­neous­ly as­su­med con­trol of more than 40 of Earth’s na­ti­ons. From 1992 to 1996, Khan was ab­so­lu­te ru­ler of more than one-quar­ter of Earth’s po­pu­la­ti­on, in­clu­ding re­gi­ons of Asia and the Midd­le East. Con­s­i­de­red »the best of ty­rants«, he se­verely curtail­ed the free­doms of his sub­jects, but his reign was an ex­cep­ti­on to si­mi­lar cir­cum­stan­ces in Earth hi­sto­ry – lacking mas­sa­c­res or in­ter­nal war.

Ich fin­de es sehr lo­bens­wert, dass hier auf Ge­scheh­nis­se der ori­gi­na­len Zeit­li­nie zu­rück ge­grif­fen wird und bin ge­spannt, wel­che Sto­ry die Au­to­ren sich aus­ge­dacht ha­ben. Auf ein­mal ist da­durch der Re­boot nä­her am klas­si­schen STAR TREK als die »ca­non-Fern­seh­se­ri­en«. Als Vor­bild für Khan hält aber im neu­en Co­mic ver­ständ­li­cher­wei­se Be­ne­dict Cum­ber­batch her.

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Co­ver STAR TRK: KHAN Co­py­right IDW Pu­bli­shing

Simon Pegg: Es ist nicht Khan!

Die letz­te In­for­ma­ti­on zu Be­ne­dict Cum­ber­batchs Rol­le im näch­sten STAR TREK-Film war, dass es sich um Khan han­deln soll. Das ver­brei­te­te sich schnell und auch hier auf Phan­ta­News gab es das zu le­sen. Stimmt das aber mög­li­cher­wei­se gar nicht und han­delt es sich da­bei um eine groß an­ge­leg­te Täu­schungs­ak­ti­on oder schlicht um eine Fehl­in­for­ma­ti­on? Im Film­be­reich wäre eine Ente nichts Neu­es, ähn­li­che fal­sche Kö­der wur­den ins­be­son­de­re bei Block­bu­stern im­mer wie­der mal aus­ge­legt. Die Zwei­fel schürt der bri­ti­sche Ko­mi­ker Si­mon Pegg (SHAWN OF THE DEAD, PAUL), der die Rol­le von Scot­ty spielt. Der sag­te näm­lich ge­gen­über dem Te­le­graph:

Es ist nicht Khan. Das ist nur ein My­thos. Je­der be­haup­tet es, aber es stimmt nicht. Ich glau­be, es will ein­fach nur je­der eine Ex­klu­siv­mel­dung ha­ben. Das är­gert mich – es ist ein­fach über­trie­ben, stän­dig ir­gend­wel­che Spoi­ler auf­spü­ren zu wol­len umd dann zu ver­su­chen, der er­ste zu sein, der sie ver­brei­tet.

It’s not Khan. That’s a myth. Everyone’s say­ing it is, but it’s not. I think peop­le just want to have a scoop. It an­noys me — it’s beyond the point to just fer­ret around for spoi­lers all the time to try to be the first to break them.

Auf der an­de­ren Sei­te ist Pegg für sei­ne Späß­chen be­kannt. Be­ne­dict Cum­ber­batch (SHER­LOCK), äu­ßert sich in ei­nem In­ter­view auf Trek­Mo­vie erst gar nicht zur Rol­le:

[STAR TREK war] groß­ar­tig. Das ge­hör­te zu den be­sten vier Jah­re mei­nes Le­bens. Es war ein­fach so­li­der, au­ßer­or­dent­li­cher Spaß von An­fang bis zum Ende. J. J. Ab­rams ist ein Gott. Und der Rest der Be­set­zung und was wir im Film tun soll­ten ist ein­fach nur bril­li­ant. Es war ein Aben­teu­er wie eine Ach­ter­bahn und ich kann gar nicht dar­auf war­ten, dass die Welt den Film zu se­hen be­kommt. Ich kann euch nichts dar­über er­zäh­len, noch nicht ein­mal, wel­che Rol­le ich ge­spielt habe. Es gibt jede Men­ge Spe­ku­la­tio­nen über di­ver­se Cha­rak­te­re. Es wäre den Spaß für alle ver­der­ben, wenn ich ir­gend et­was dar­über ver­öf­fent­li­chen wür­de. Des­we­gen ver­las­se ich euch jetzt mit ei­nem Lä­cheln im Ge­sicht.

[STAR TREK was] ama­zing. One of the best four mon­ths of my life. It was just so­lid ex­tra­or­di­na­ry fun from be­gin­ning to end. JJ Ab­rams is a god. And the rest of the cast and what we were as­ked to do in the film is blin­din­gly bril­li­ant. I ado­re them all. It was a huge rol­ler-co­a­ster ad­ven­ture and I can’t wait for the world to see the film. I can’t tell you any­thing about it, even what part I am play­ing. The­re is all sorts of spe­cu­la­ti­on about all sorts of cha­rac­ters. It would be kind of spoi­ling it for ever­yo­ne if I cla­ri­fied any­thing. So I am go­ing to lea­ve it with a smi­le.

Was wird es sein? Khan oder nicht Khan – das ist hier die Fra­ge!

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Bild Be­ne­dict Cum­ber­batch von RanZag, aus der Wi­ki­pe­dia, CC-BY

STAR TREK 12: Khan!

Nach di­ver­sen Ge­rüch­ten ist die Kat­ze nun aus dem Sack: Be­ne­dict Cum­ber­batch spielt im zwölf­ten STAR TREK-Film tat­säch­lich die Rol­le des ge­ne­tisch ver­bes­ser­ten Khan Noo­ni­en Singh. Ur­sprüng­lich wur­de die­ser Cha­rak­ter in der Fern­seh­se­rie und ei­nem Ki­no­film (DER ZORN DES KHAN) von Ri­car­do Mon­tal­bán ge­spielt, für die ak­tu­el­le Um­set­zung war Be­ni­cio del Toro nicht nur im Ge­spräch son­dern hat­te be­reits vor­ge­spro­chen. Die Rol­le ging dann aber tat­säch­lich an den SHER­LOCK-Dar­stel­ler Cum­ber­batch – wie Ab­rams sag­te, nach »ei­nem sehr kraft­vol­len Vor­spre­chen«.

Wie Trek­Mo­vie (von de­nen die Be­stä­ti­gung stammt) eben­falls mel­den, wird die Hand­lung des Films al­ler­dings nicht auf SPACE SEED (DER SCHLA­FEN­DE TI­GER) ba­sie­ren, je­ner STAR TREK-Fol­ge, in der Khan zum er­sten Mal in Er­schei­nung trat.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen: Leo­nard Ni­moy soll noch ein­mal als »Spock Prime« in Er­schei­nung tre­ten, ob­wohl er nach ei­ge­nen Aus­sa­gen ei­gent­lich die Schau­spie­le­rei voll­stän­dig an den Na­gel ge­hängt hat­te. Sei­ne Sze­nen sind je­doch of­fen­bar nur kurz und be­reits ab­ge­dreht. Das ist sein ach­ter Auf­tritt in ei­nem STAR TREK-Film, Wil­liam Shat­ner bringt es »nur« auf sie­ben. Wei­ter­hin sol­len die Klin­go­nen im Film in Er­schei­nung tre­ten. Die wa­ren be­reits für das Re­boot ge­plant, gin­gen aber auf dem Schnei­de­tisch ver­lo­ren. Die­ses Mal sol­len sie »zu wich­tig für die Sto­ry sein, als dass man sie au­ßen vor las­sen kann«.

Der­zeit ist man ge­ra­de da­bei die Dreh­ar­bei­ten ab­zu­schlie­ßen. Ihre Rol­len aus STAR TREK 11 über­neh­men er­neut Chris Pine, Za­cha­ry Quin­to, Zoe Saldana, Si­mon Pegg, An­ton Yel­chin, Karl Ur­ban und John Cho. Wei­ter­hin schau­spie­lern un­ter an­de­rem Ali­ce Eve, Pe­ter Wel­ler und Noël Clar­ke. US-Start von STAR TREK 12 ist am 17. Mai 2013.

Ich möch­te an die­ser Stel­le dar­auf hin­wei­sen, dass man alle In­for­ma­tio­nen in die­ser noch recht frü­hen Pro­duk­ti­ons­pha­se nach wie vor mit Vor­sicht ge­nie­ßen soll­te …

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Bild Be­ne­dict Cum­ber­batch von RanZag, aus der Wi­ki­pe­dia, CC-BY

Quel­le: Trek­Mo­vies, Va­rie­ty

»Khan«-Gerüchte sind hartnäckig

Nestor CarbonellEs ist kein Ge­heim­nis, dass STAR TREK un­ter der Re­gie von J. J. Ab­rams mit welt­weit ein­ge­spiel­ten 384,9 Mil­lio­nen Dol­lar für strah­len­de Au­gen bei Pa­ra­mount sorg­te und dass man des­we­gen beer­eits 2011 ei­nen Nach­fol­ger in die Ki­nos brin­gen möch­te.

Sehr schnell nah­men die er­sten Fans und In­si­der das Wort »Khan« in den Mund, kein Wun­der, han­delt es sich doch bei dem ur­sprüng­lich von Ri­car­do Mon­tal­bán dar­ge­stell­ten Wi­der­sa­cher wahr­schein­lich um den be­lieb­te­sten Bö­se­wicht des TREK-Uni­ver­sums. Kein Wun­der: Im Ge­gen­satz zu vie­len an­de­ren Ant­ago­ni­sten hat­te der nicht nur eine nach­voll­zieh­ba­re Mo­ti­va­ti­on son­dern wur­de auch viel­schich­tig dar­ge­stellt, statt platt. Eben­falls Fans wi­der­um wa­ren der An­sicht, dass man Mon­talb­ans Dar­stel­lung des Khan Noo­ni­an Singh eh nicht über­tref­fen kön­ne und ho­ben ent­spre­chen­de Ge­rüch­te schnell ins Reich der Hä­re­sie.

John Cho (Sulu) hat nun ge­stern wäh­rend ei­ner Pro­mo-Ver­an­stal­tung für die DVD zum letz­ten STAR TREK-Film die Bom­be plat­zen las­sen: Der Cha­rak­ter Khan spielt tat­säch­lich eine Rol­le in der näch­sten Ver­fil­mung. Co­m­ingSo­on be­stä­tig­te das heu­te nicht nur, son­dern ga­ben wei­ter­hin an, dass sie auch be­reits wis­sen, wer die Rol­le über­neh­men wird: Ne­stor Car­bonell (Ri­chard Al­pert in LOST) soll den Des­po­ten aus den Eu­ge­ni­schen Krie­gen dar­stel­len.