Film, TV & Stream

Nur weil ein Film von Tim Burton ist, kommt er noch lange nicht ins Kino…

Kinoplakat "9"

Über den Ani­ma­ti­ons­film »9« hat­te ich in einer Nach­richt infor­miert. »9« basiert auf einem Kurz­film von Spe­cial-Effects-Zau­be­rer Shane Acker (LORD OF THE RINGS), der bei Tim Bur­ton der­art viel Inter­es­se fand, dass der vor­schlug, dar­aus ein abend­fül­len­des Werk für die Kino­lein­wand zu machen. Regie soll­te Acker selbst füh­ren, Bur­ton woll­te pro­du­zie­ren, wei­ter­hin hol­te man noch Timur Bek­m­am­be­tov ins Boot. Eigent­lich eine Mischung, die Erfolg garan­tie­ren und sowohl Bur­ton-Fans wie Ani­ma­ti­ons­freun­de in die Kinos locken soll­te.

In den USA star­te­te »9« bereits – wie pas­send – am 09.09.2009 – der hie­si­ge Kino­start soll­te erst fünf Mona­te spä­ter erfol­gen, schon hier run­zelt man ob die­ser Ver­zö­ge­rung die Stirn, denn das muss heut­zu­ta­ge schnel­ler gehen. Aber es kommt noch schlim­mer, denn tat­säch­lich fin­det der Kino­start in Deutsch­land von den Kino­be­su­chern fast unbe­merkt statt. Das liegt nicht dar­an, dass nie­mand Inter­es­se hat, es wur­de auch hier­zu­lan­de an den ein­schlä­gi­gen Stel­len aus­führ­lich über das Bur­ton-Pro­jekt berich­tet, denn der Regis­seur und Pro­du­zent hat auch in Deutsch­land eine nicht eben klei­ne Fan­ge­mein­de. Nein – der Grund liegt in der Tat­sa­che, dass »9« nur in einer ver­schwin­dend gerin­gen Anzahl von Licht­spiel­häu­sern gezeigt wird – der Kino­start fin­det nicht statt. Offen­bar war der Ver­lei­her nicht der Ansicht, dass man mit dem post­apo­ka­lyp­ti­schen Ani­ma­ti­ons­spek­ta­kel Besu­cher vor die Lein­wän­de locken kann. Oder hat­te man Sor­ge, dass ein wei­te­rer Bur­ton-Film (der ja streng genom­men ein Acker-Film ist) von ALICE ablen­ken wür­de?

Die inter­na­tio­na­le Rezep­ti­on des Strei­fens durch Kri­ti­ker und »nor­ma­le« Kino­be­su­cher ist durch­weg über­aus posi­tiv, man­che bezeich­nen »9« als Meis­ter­werk, das sich mit sei­ner Melan­cho­lie und den düs­te­ren Bil­dern wohl­tu­end vom Dau­er-Kla­mauk ande­rer Ani­ma­ti­ons­fil­me abhebt, aber den­noch eine ver­söhn­li­che und posi­ti­ve Bot­schaft ver­mit­telt. Da fragt man sich ins­be­son­de­re ange­sichts des sonst übli­chen deut­schen Wahns in Sachen »Anspruch« umso mehr, war­um gera­de die­ser Film nicht in die Kinos gebracht wird?

Kino­pla­kat »9«: Copy­right 2009 Uni­ver­sal

VAMPIRE HUNTER D – Realfilm?

DVD-Cover: VAMPIRE HUNTER D: BLOODLUST

VAMPIRE HUNTER D ist eine auch im Wes­ten über­aus belieb­te und lang­le­big erfolg­rei­che Rei­he von Ani­més und Man­gas des Japa­ners Hidey­u­ki Kiku­chi. Wie das kana­di­sche Hor­ror­ma­ga­zin RUE MORGUE und die Sei­te Comic​Book​Mo​vie​.com jetzt über­ein­stim­mend berich­ten, plant die­ser wohl die Umset­zung der Geschich­ten um Vam­pir­jä­ger in einen Real­film.

Aus­schlag­ge­bend dafür war wohl der über­ra­schen­de Erfolg der Real­fas­sung von BLOOD – THE LAST VAMPIRE, den man aktu­ell auch bei uns kau­fen kann – aller­dings erst, wenn man voll­jäh­rig ist, denn die Dar­stel­lun­gen sind … recht pla­ka­tiv.

Kiku­chi hat sich für die Umset­zung des Vam­pir­jä­gers mit den Pro­du­zen­ten der RESIDENT EVIL-Rei­he von Kon­so­len­spie­len zusam­men getan.

Das ers­te Man­ga aus der Rei­he erschien im Jahr 1983, bereits 1985 folg­te die ers­te Umset­zung als Ani­mé. Über die Jah­re blieb das Inter­es­se an der Serie erhal­ten, im Jahr 2000 wur­de in den USA VAMPIRE HUNTER D: BLOODLUST ver­öf­fent­licht; das Beson­de­re an die­ser Pro­duk­ti­on war die Tat­sa­che, dass der Film in eng­lisch pro­du­ziert und erst nach­träg­lich ins Japa­ni­sche über­setzt wur­de. VAMPIRE HUNTER D zeich­net sich durch Gewalt­dar­stel­lun­gen aus, des­we­gen ist abzu­war­ten ob eine Real­fas­sung hier­zu­lan­de geschnit­ten wird, oder man eine Ver­si­on ab 18 anbie­tet.

Hopkins in THE RITE

Anthony Hopkins

Sir Antho­ny Hop­kins ist aktu­ell in diver­sen Gen­re-Pro­jek­ten zu fin­den, sei es in WOLFMAN oder in der Rol­le des Odin in der THOR-Ver­fil­mung. Und auch ein wei­te­rer jetzt ange­kün­dig­ter Film bewegt sich im Bereich Hor­ror oder zumin­dest Gru­sel.

New Line pro­du­ziert einen neu­en über­na­tür­li­chen Thril­ler mit dem Titel THE RITE und es wur­de bereits bestä­tigt, dass Hop­kins dar­in eine wich­ti­ge Rol­le spielt. Das Dreh­buch, ver­fasst von Micha­el Petro­ni, basiert auf dem gleich­na­mi­gen Roman von Matt Baglio. Regie führt Mika­el Håf­ström (ZIMMER 1408), Chris­ty Flet­cher pro­du­ziert.

Plot: Die Hand­lung basiert (angeb­lich) auf wah­ren Ereig­nis­sen und berich­tet über die Erleb­nis­se eines des­il­lu­sio­nier­ten ame­ri­ka­ni­schen Stu­den­ten eines Pries­ter­se­mi­nars, der die Exor­zis­mus-Schu­le des Vati­kans besucht und sei­nen Glau­ben durch Kon­fron­ta­tio­nen mit dämo­ni­schen Kräf­ten fin­det. Hop­kins wird einen Pries­ter spie­len der ein Exper­te in Sachen Exo­zis­men ist und des­sen Metho­den man nicht unbe­dingt »tra­di­tio­nell« nen­nen kann.

Bild. Antho­ny Hop­kins 2009, aus der Wiki­pe­dia

Trailer: »V« Returns

Die Neu­auf­la­ge der außer­i­di­schen Besu­cher ließ sich uner­war­tet gut an und mach­te tat­säch­lich Spaß. Am 30. März kehrt die Serie »V« aus der Win­ter­pau­se zurück. Auch dazu ein Trai­ler:

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V Returns – powered by Mania​.com

Trailer: mehr ALICE

Der Kino­start von Tim Bur­tons ALICE IN WONDERLAND rückt näher (US-Pre­miè­re ist am 5. März) und des­we­gen steigt auch der Trai­ler-Out­put. Hier der letz­te Vor­gu­cker:

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STARGATE WORLDS-Entwickler insolvent

Logo STARGATE WORLDS

Seit Jah­ren war­tet die Fan­ge­mein­de der ver­schie­de­nen STARGATE-Inkar­na­tio­nen auf das MMORPG STARGATE WORLDS, das vom Ent­wick­ler­stu­dio Che­yenne Moun­tain Enter­tain­ment erstellt wer­den soll­te. Eben­so seit Jah­ren fehl­ten die vor­zeig­ba­ren Fort­schrit­te, so dass manch ein Spöt­ter bereits von Vapor­wa­re sprach.

Tat­säch­lich hat sich das eher unbe­kann­te Stu­dio aus Mesa, Ari­zo­na mit der Lizenz offen­bar über­nom­men, denn wie heu­te bekannt wur­de, hat man vor einem US-Gericht Insol­venz­an­trag gestellt. Im Rah­men des »Chap­ter 11″-Ver­fah­rens kann das Unter­neh­men ver­su­chen, sei­ne Fir­men­fi­nan­zen unter der Auf­sicht eines Gerichts zu reor­ga­ni­sie­ren.

Der offen­bar letz­te Ver­such, noch an etwas Geld zu kom­men, war die Ver­öf­fent­li­chung des eher simp­len Mul­ti­play­er-Spiels STARGATE RESISTANCE für 15 Dol­lar über die Steam-Platt­form, das war aber offen­sicht­lich nicht von Erfolg gekrönt. Wei­ter­hin gibt es Berich­te, dass das Stu­dio selbst sowie Inves­to­ren auf­grund ver­schie­de­ner »Unre­gel­mä­ßig­kei­ten« zivil­recht­li­che Schrit­te gegen den ehe­ma­li­gen Unter­neh­mens­chef und ‑Inha­ber Gary Whiting ein­ge­lei­tet haben.

Trotz der Insol­venz mel­de­ten Ent­wick­ler des Spiel in Foren, dass es wei­ter­ge­hen sol­le mit STARGATE WORLDS, ob dar­an etwas Wah­res ist, muss man wohl abwar­ten.

Damit ist offen­bar ein wei­te­rer Kan­di­dat für den Markt der SF-MMORPGs aus dem Ren­nen, Nutz­nie­ßer dürf­ten EVE ONLINE, STAR TREK ONLINE und STAR WARS – THE OLD REPUBLIC sein.

Logo STARGATE WORLDS Copy­right Che­yenne Moun­tain Enter­tain­ment

Nebula Awards – die Nominierten

Logo Nebula Awards

Die Sci­ence Sci­ence Fic­tion and Fan­ta­sy Wri­ters of Ame­ri­ca Inc. (SFWA) ver­gibt seit 1965 all­jähr­lich den Nebu­la Award für her­aus­ra­gen­de Ver­öf­fent­li­chun­gen im Bereich Phan­tas­tik. Im Jahr 2000 hat man das Pro­ze­de­re ver­än­dert, so dass nur noch Wer­ke aus dem Vor­jahr wähl­bar sind.

Ver­ge­ben wer­den die Nebu­las in die­sem Jahr am Wochen­en­de vom 14. bis 16. Mai im Rah­men der Con­ven­ti­on »Nebu­la Weekend« in Cape Cana­ve­ral.

Teil der Nebu­las sind auch der Ray Brad­bu­ry Award, der für gelun­ge­ne SF- und Fan­ta­sy im Bereich Film ver­ge­ben wird, sowie der And­re Nor­ton Award für Jugend­bü­cher.

Für mich ist die Nomi­nier­ten­lis­te in jedem Jahr Anlass, mir die genann­ten SF- und Fan­ta­sy­ro­ma­ne mal genau­er anzu­se­hen und ggfs. neu­en Lese­stoff zu bestel­len – und das unab­hän­gig vom Gewin­ner, denn in aller Regel fin­det sich hier wirk­lich Lesens­wer­tes, das man über­se­hen hat.

Die voll­stän­di­ge Lis­te der Nomi­nier­ten im erwei­ter­ten Arti­kel.

Neuauflage: RECORD OF LODOSS WAR

DVD-Cover RECORD OF LODOSS WAR

Die DVDs der Ani­mé-OVA RECORD OF LODOSS WAR sind schon rela­tiv lan­ge »out of print«, bei Ama­zon fin­det man zwar noch Ver­sio­nen, dabei han­delt es sich aller­dings meist um die hie­si­gen Vari­an­ten und die deut­sche Sprach­fas­sung will man sich nicht wirk­lich antun. Auch tech­nisch waren die­se DVDs nicht auf dem neu­es­ten Stand – um es mal vor­sich­tig aus­zu­drü­cken.

Den Fan wird es des­we­gen erfreu­en, dass Media Blas­ters die Ver­öf­fent­li­chungs­rech­te erwor­ben haben und ankün­di­gen, die OVA noch in die­sem Jahr neu auf den Markt brin­gen zu wol­len. Man kann sich aus­rech­nen, dass es neben der DVD-Ver­si­on auch eine Blu­Ray-Vari­an­te geben dürf­te.

RECORD OF LODOSS WAR erschien ursprüng­lich im Jahr 1990; es han­delt sich um eine »klas­si­sche« Fan­ta­sy-Sto­ry, die deut­li­che Anlei­hen bei DUNGEONS & DRAGONS nahm (tat­säch­lich soll es sich um die Gescheh­nis­se einer Rol­len­spiel­kam­pa­gne han­deln, die in ein Dreh­buch ver­wan­delt wur­den), Ani­mé-typisch aber uner­war­te­te und unge­wöhn­li­che Hand­lungs­ver­wick­lun­gen auf­wies, wei­ter­hin zeich­ne­ten sich die Prot­ago­nis­ten durch für das Gen­re erstaun­li­che Cha­rak­ter­dich­te aus. Auch der orches­tra­le Sound­track ist sehr hörens­wert (die OST-CD wird bei Ama­zon inzwi­schen für über 100 Euro gehan­delt).

Nach der OVA wur­de auch eine TV-Serie pro­du­ziert, die aber lan­ge nicht die Qua­li­tät und Tie­fe des Ori­gi­nals auf­wei­sen konn­te. Auch die­se Serie soll neu auf­ge­legt wer­den.

Die Eröff­nungs­se­quenz:

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ALICE (UNDERGROUND)

Es han­delt sich um eine Pre­miè­re hier auf Phan­ta­News: zum ers­ten Mal stel­le ich ein Musik­vi­deo vor. Der Bezug zum Sei­ten­the­ma ist natür­lich gege­ben, denn es han­delt sich um den Song zu Tim Bur­tons ALICE IN WONDERLAND. Er heißt (wie­der der Arti­kel­ti­tel schon ver­rät) ALICE (UNDERGROUND) und stammt von Avril Lavi­gne.

Ich hal­te das unter ande­rem auch des­we­gen für erwäh­nens­wert, weil der Stil des Vide­os an die guten, alten 80er erin­nert… :o)

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Trailer: THE ANACHRONISM – Steampunk-Kurzfilm

THE ANACHRONISM ist ein kana­di­scher Steam­punk-Kurz­film der im Jahr 2009 bereits ein paar Prei­se ein­heim­sen konn­te und der der brei­te­ren Öffent­lich­keit im April vor­ge­stellt wird.

Der Kurz­film spielt in der vik­to­ria­ni­schen Zeit. Zwei Kin­der ent­de­cken an einer Küs­te eine Art Robo­ter in Form einer Kra­ke – eine Begeg­nung die ihr Leben für immer ver­än­dern wird…

Cool!

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