Gesellschaft

Trailer: NYDENION

Nach dem bereits eini­ge Zeit vor­han­de­nen Teaser gibt es nun auch einen Trai­ler zum deut­schen »Fan­film« (kann man auf­grund der Qua­li­tät eigent­lich nicht mehr so bezeich­nen) NYDENION. Und das sieht ver­teu­felt gut aus!

In fer­ner Zukunft hat die Mensch­heit mit Hil­fe revo­lu­tio­nä­rer Raum­schiff-Antrie­be unbe­kann­te Tei­le des Welt­alls besie­delt.

Eine die­ser Kolo­nien hat sich im Lau­fe weni­ger Gene­ra­tio­nen zu einem rie­si­gen Ster­nen­reich ent­wi­ckelt.

Die­ses Reich, das Sykon Impe­ri­um, liegt im Krieg mit der Kon­fö­de­ra­ti­on Frei­er Wel­ten.

Die Aus­ein­an­derst­zung dau­ert seit 57 Jah­ren an und hat schon Mil­li­ar­den Opfer gefor­dert. Frie­den ist seit lan­gem ver­ges­sen und die Erde nur noch eine Legen­de…

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst. Damit gelten die Datenschutzerklärungen der externen Abieter.

Darmstädter Spacedays 2010

Am letz­ten Wochen­en­de fan­den zum sieb­ten Mal die Darm­städ­ter Spa­ce­days statt. Die Spa­ce­days sind seit der Pre­miè­re im Jah­re 2000 die ein­zi­ge Modell­bau­aus­stel­lung, die aus­schließ­lich dem fan­tas­ti­schen Gen­re gewid­met ist.

Der Ort war – wie schon die Jah­re zuvor – der Lud­wig-Engel-Saal (von den Ein­hei­mi­schen oft Schwa­nen­saal genannt) in Darm­stadt-Eber­stadt. Und wie die Jah­re zuvor, waren auch dies­mal jede Men­ge Model­le zu sehen, aus den Berei­chen Fan­ta­sy, Sci­ence-Fic­tion und Raum­fahrt. Die meis­ten Stän­de waren, was Gen­res betraf, bunt gemischt. So stand z. B. an einem Stand ein Modell von Per­ry Rhodans Rake­te »Star­dust« direkt neben einem der Saturn V, mit der Apol­lo 11 zur ers­ten Mond­lan­dung auf­brach.

Wei­ter­le­sen

Vergeben: Die Hugos

Am gest­ri­gen Sonn­tag wur­den auf dem Aus­sie­Con im Mel­bourne Con­ven­ti­on and Exhi­bi­ti­on Cent­re die Hugos 2010 ver­lie­hen. Host der Ver­an­stal­tung war der aus­tra­li­sche Best­sel­ler-SF-Autor Garth Nix.

Beim bes­ten Roman gab es eine Über­ra­schung, näm­lich ein Unent­schie­den, so dass der Preis zwei­mal ver­ge­ben wur­de. Erneut räum­te Chi­na Mié­ville mit THE CITY AND THE CITY einen »bes­ten Roman« ab. Hier die voll­stän­di­ge Lis­te der Gewin­ner:

BEST NOVEL
Tie:
The City & The City by Chi­na Mié­ville (Del Rey; Macmil­lan UK)
The Win­dup Girl by Pao­lo Baci­g­alu­pi (Night Sha­de)

BEST NOVELLA
»Palim­psest« by Charles Stross (Wire­less; Ace; Orbit)

BEST NOVELETTE
»The Island« by Peter Watts (The New Space Ope­ra 2; Eos)

BEST SHORT STORY
»Bri­de­sic­le« by Will McIn­tosh (Asimov’s 1/​09)

BEST RELATED WORK
This is Me, Jack Van­ce! (Or, More Pro­per­ly, This is »I«) by Jack Van­ce (Sub­ter­ra­ne­an)

BEST GRAPHIC STORY
Girl Geni­us, Volu­me 9: Aga­tha Hete­ro­dy­ne and the Heirs of the Storm Writ­ten by Kaja and Phil Foglio; Art by Phil Foglio; Colours by Che­yenne Wright (Air­ship Enter­tain­ment)

BEST DRAMATIC PRESENTATION – LONG FORM
Moon Screen­play by Nathan Par­ker; Sto­ry by Dun­can Jones; Direc­ted by Dun­can Jones (Liber­ty Films)

BEST DRAMATIC PRESENTATION – SHORT FORM (282 nomi­na­ting bal­lots)
Doc­tor Who: »The Waters of Mars« Writ­ten by Rus­sell T Davies & Phil Ford; Direc­ted by Grae­me Har­per (BBC Wales)

BEST EDITOR, LONG FORM
Patrick Niel­sen Hay­den

BEST EDITOR, SHORT FORM
Ellen Dat­low

BEST PROFESSIONAL ARTIST
Shaun Tan

BEST SEMIPROZINE
Clar­kes­world edi­ted by Neil Clar­ke, Sean Wal­lace, & Cheryl Mor­gan

BEST FAN WRITER
Fre­de­rik Pohl

BEST FANZINE
Star­Ship­So­fa edi­ted by Tony C. Smith

BEST FAN ARTIST
Brad W. Fos­ter

THE JOHN W. CAMPBELL AWARD FOR BEST NEW WRITER
Seanan McGui­re

Update: Hier noch­mals ein Link zur voll­stän­di­gen Lis­te der Nomi­nier­ten (auch bei den­je­ni­gen die nicht gewon­nen haben, kann man ja poten­ti­ell les­ba­re Schät­ze fin­den…).

Cover THE WINDUP GIRL Copy­right 2010 Nights­ha­de Books, Quel­le der Gewin­ner­lis­te: Hugo Award Web­sei­te

Midichlorian Rhapsody

Es gibt hier­zu nichts wei­ter zu sagen, als: Bril­li­ant!

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst. Damit gelten die Datenschutzerklärungen der externen Abieter.

via Ju

Zwei Rollenspielcons in NRW: KrähenCon und RatCon

In nächs­ter Zeit fin­den in Nord­rhein-West­fa­len zwei Rol­len­spiel­cons statt.

Da wäre zum einen der Krä­hen­Con in Kre­feld, der vom Ver­ein Krä­hen­Netz am Sams­tag den 4. bis Sonn­tag den 5. Sep­tem­ber non­stop durch­ge­führt wird. Auf dem Pro­gramm ste­hen nicht nur zahl­rei­che Rol­len­spiel­run­den und Händ­ler, als beson­de­rer Gast­star wird der Kre­fel­der Fan­ta­sy-Autor Bern­hard Hen­nen aus sei­nen Wer­ken lesen.
Der Krä­hen­Con star­tet am Sams­tag um 11:00 Uhr und endet am Sonn­tag gegen 17:00, der Ein­tritts­preis für bei­de Tage beträgt EUR 5,00, für ein­zel­ne Tage je EUR 3,00. Die Adres­se lau­tet: Köl­ner Str. 190, 47805 Kre­feld, alle wei­te­ren Details auf der Web­sei­te der Ver­an­stal­tung.

Zum zwei­ten fin­det vom 10.09. – 12.09.2010 in Dort­mund der von Ulis­ses ver­an­stal­te­te Rat­Con statt. Gebo­ten wird hier ein umfang­rei­ches Pro­gramm rund ums Rol­len­spiel, es wer­den diver­se Autoren und Illus­tra­to­ren anwe­send sein, es gibt Musik, ein »DSA-Mini-LARP«, Mit­tel­al­ter­markt und vie­les mehr. Auch hier fin­den sich wei­te­re Infor­ma­tio­nen auf der offi­zi­el­len Web­sei­te.
Der Rat­Con fin­det statt im Fritz-Henß­ler-Haus/Haus der Jugend, Geschwis­ter-Scholl-Str. 33–37, 44135 Dort­mund. Die Ein­tritts­kar­te für alle drei Tage kos­tet 12 Euro und kann über den Ulis­ses-Shop oder an der Tages­kas­se erwor­ben wer­den.

Rat­Con-Logo Copy­right Ulis­ses

Erschienen: PHASE X – Ausgabe 7

Soeben erschien im Atlan­tis-Ver­lag die Aus­ga­be Nume­ro sie­ben des Maga­zins für Phan­tas­tik unter dem Titel PHASE X. Dies­mal steht es unter dem The­ma »Phan­tas­ti­sches für die Ohren« und bie­tet neben Bei­trä­gen über Hör­spie­le von Lausch, dem Phä­no­men Filk und Rick Wak­em­ans musi­ka­li­scher Aus­ein­an­der­set­zung mit der REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE, auch noch wie gewohnt Inter­views und Kurz­ge­schich­ten.

Erwer­ben kann man das Maga­zin beim Ver­lag oder auch ein­fach bei Ama­zon.

Das voll­stän­di­ge Inhalts­ver­zeich­nis:

Arti­kel:

  • Das Welt­all ist nicht stumm
  • Die Phan­tas­ti­schen Hör­spiel­wel­ten von Lausch
  • Phan­tas­ti­sches unge­kürzt
  • Ver­lags­um­fra­ge
  • Filk
  • A night at the ope­ra
  • Rosa Laub
  • Rick Wak­e­man – Rei­se zum Mit­tel­punkt der Erde
  • Taiko­star Galac­ti­ca
  • Peter Vuji­ca – Der ver­ges­se­ne Wolf­kind
  • Fan­ny Mor­wei­ser – Die Magie der Außen­sei­ter
  • Der Thrill des Pod­cast-Königs

Inter­views mit:

  • Andre­as Masuth
  • Sean McMullen
  • Kirs­tin Tan­ger
  • Aino Laos
  • Bear McCrea­ry
  • Scott Sig­ler

Kurz­ge­schich­ten:

  • Das Radio-Gym­na­si­um
  • Sean McMullen – Lauf zum Voll­mond

PHASE X – Aus­ga­be 7
Chef­re­dak­ti­on: Ulrich Blo­de, Hol­ger M. Pohl & Ralf Stein­berg
Titel­bild: Chris Schlicht
Paper­back – ca. 120 Sei­ten – 6,90 EUR
ISBN 978–3‑941258–15‑0
Atlan­tis-Ver­lag

[cc]

Copy­right Cover 2010 Atlan­tis Ver­lag

Mittelalterspektakel auf Schloss Burg – gewandete Besucher unerwünscht!

Auf Schloss Burg in Solin­gen fin­den immer wie­der Ver­an­stal­tun­gen statt, die ver­su­chen, das Mit­tel­al­ter in der selbst­ver­ständ­lich sehr geeig­ne­ten Kulis­se auf­er­ste­hen zu las­sen. Ange­bo­ten wer­den ver­schie­de­ne Vari­an­ten vom Markt bis zum Rit­ter­spiel. Auch an die­sem Wochen­en­de ruft man wie­der Inter­es­sier­te auf das Gelän­de, gebo­ten wer­den soll die Dar­stel­lung mit­tel­al­ter­li­chen Lebens.

Auf der Web­sei­te von Schloss Burg sprang mich aller­dings eine For­mu­lie­rung an, die ich mehr als bedenk­lich und höchst frag­wür­dig fin­de – vor­sich­tig aus­ge­drückt:

Aus gege­be­nem Anlass bit­ten wir alle Besu­cher dar­um, in moder­ner Beklei­dung die Ver­an­stal­tung zu besu­chen. Ree­nac­ter und Gewan­de­te haben an den bei­den Ver­an­stal­tungs­wo­chen­en­den ohne vor­he­ri­ge Anmel­dung und Erlaub­nis kei­nen Zutritt zur Burg.

Ich fra­ge mich, was der Hin­ter­grund hier­für sein könn­te? »Gewan­dungs­dik­ta­tur« der ver­an­stal­ten­den Grup­pe? Arro­ganz? Was für einen Grund könn­te es geben, inter­es­sier­te Besu­cher auf­zu­for­dern, in vor­ge­schrie­be­ner Klei­dung zu erschei­nen oder es blei­ben zu las­sen? Mal ganz davon abge­se­hen, dass ich in Deutsch­land immer noch anzie­hen kann, was ich will…

Wei­ter­hin fra­ge ich mich, was mit den­je­ni­gen ist, die die Ver­an­stal­tung gewan­det auf­su­chen, ohne sich vor­her auf der Web­sei­te infor­miert zu heben? Die wer­den dann ein­fach wie­der weg­ge­schickt, obwohl sie zah­len­de Gäs­te wären?

Unfass­bar!

Ich habe beim Betrei­ber per Email wegen einer Stel­lung­nah­me ange­fragt, wenn die kommt, wer­de ich hier berich­ten.

Bild: Ein­gang Schloss Burg, aus der Wiki­pe­dia

[cc]

Neue Physik-Engine: Lagoa Multiphysics 1.0

Thia­go Cos­ta hat eine neue Phy­sik-Engi­ne namens Lagoa Mul­ti­phy­sics 1.0 ent­wi­ckelt, die rea­le Vor­gän­ge fast schon erschre­ckend rea­lis­tisch im Rech­ner abbil­det. Glaubt ihr nicht?

Hier eine beein­dru­cken­de Demo­re­el:

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst. Damit gelten die Datenschutzerklärungen der externen Abieter.

»Spiele töten keine Menschen«

Bei die­sem Arti­kel han­delt es sich um einen Text von jun​ge​-pira​ten​.de, ver­fasst von Simon G. Der Text steht unter CC-BY-SA 2.0, wes­we­gen ich ihn hier wie­der­ge­ben kann. Ich tue das, weil die Schluss­fol­ge­run­gen, die dar­in gezo­gen wer­den, kor­rekt sind und For­de­run­gen nach Ver­bo­ten von Spie­len sich fern­ab jeg­li­cher nach­voll­zieh­ba­rer Logik bewe­gen. Es han­delt sich um rei­nen Popu­lis­mus, der von den wah­ren Pro­ble­men ablen­ken soll und Tat­sa­chen ver­zerrt. Wenn es Mil­lio­nen fried­li­che Gamer gibt, war­um soll­ten ein­zel­ne Irre ein Grund für Spiel­ver­bo­te sein?

Die Tole­ranz behielt nicht lan­ge die Ober­hand: Noch kurz vor Weih­nach­ten des letz­ten Jah­res hat­te das Akti­ons­bünd­nis Amok­lauf Win­nen­den (auch bekannt als Stif­tung gegen Gewalt an Schu­len) zusam­men mit dem VDVC (Ver­band für Deutsch­lands Video- und Com­pu­ter­spie­ler) ver­kün­det, von einem all­ge­mei­nen Ver­bot für PC- und Video­spie­le, die die Dar­stel­lung von Gewalt beinhal­ten, abzu­rü­cken.

Davon kann nun kei­ne Rede mehr sein: In einem offi­zi­el­len Appell an den Bun­des­tag for­dert das Akti­ons­bünd­nis ein gene­rel­les »Ver­bot von Kil­ler­spie­len, die dazu die­nen, vir­tu­ell Men­schen zu ermor­den«.

Jeg­li­che Hoff­nun­gen, dass die­ses Akti­ons­bünd­nis, das ein an sich wich­ti­ges Ziel ver­folgt, sich nicht von Pseu­do-Kau­sa­li­tä­ten täu­schen lässt, son­dern tat­sa­chen­ori­en­tiert arbei­tet, sind damit zunich­te. In der Tat sind direk­te Bezie­hun­gen zwi­schen Com­pu­ter­spie­len mit Gewalt­in­hal­ten und Gewalt­ta­ten in der Rea­li­tät nicht her­zu­stel­len. Es ist absurd, sich vor­zu­stel­len, dass »First Per­son Shoo­ter« etwas ande­res trai­nie­ren als bes­ten­falls Reak­ti­on und Hand-Augen-Koor­di­na­ti­on. Die Idee, dass damit das Töten von Men­schen oder auch nur der Umgang mit der Waf­fe trai­niert wer­den könn­te, ent­behrt jeder Grund­la­ge.

Die­se Erkennt­nis muss­te unlängst die US-Armee machen, die in einem Bericht zu dem Schluss kam, über­mä­ßi­ger Kon­sum von Com­pu­ter­spie­len set­ze die kör­per­li­chen Fähig­kei­ten im Umgang mit der Waf­fe maß­geb­lich her­ab. Inhal­te gan­zer Lehr­gän­ge müss­ten umge­stellt wer­den, um sich den neu­en Gege­ben­hei­ten anzu­pas­sen.

Das Akti­ons­bünd­nis Amok­lauf Win­nen­den hat von die­sen Tat­sa­chen offen­bar noch kei­ne Kennt­nis genom­men. Sie füh­ren wei­ter­hin Com­pu­ter­spie­le mit Gewalt­in­hal­ten als teil­kau­sal für Amok­läu­fe an und set­zen sich nicht mit der Rea­li­tät aus­ein­an­der, dass nicht Com­pu­ter­spie­le es sind, die Aggres­sio­nen her­vor­ru­fen und för­dern, son­dern ein aus­gren­zen­des sozia­les Umfeld und mensch­li­che Ver­ein­sa­mung. Die­se Sym­pto­me kön­nen nicht mit Ver­bo­ten von Kul­tur­gü­tern bekämpft wer­den. Viel­mehr muss die Betreu­ung von Schü­le­rin­nen und Schü­lern im Vor­der­grund ste­hen, die Maschen des sozia­len Net­zes enger gefloch­ten wer­den, damit Jugend­li­che erst gar nicht in die Situa­ti­on kom­men, einen Amok­lauf als letz­ten Aus­weg ihrer Hilf­lo­sig­keit zu sehen.

Natür­lich ist jeder ein­zel­ne Amok­lauf unsag­bar schlimm. Aber wenn ein Mensch psy­chisch so krank ist, dass er die Gren­zen zwi­schen Rea­li­tät und Fik­ti­on nicht mehr wahr­neh­men kann, dann ist ihm nicht durch den aus­sichts­lo­sen Ver­such zu hel­fen, ihn von jeg­li­chen fik­ti­ven Inhal­ten fern­zu­hal­ten. Ein Ver­bot der Fik­ti­on ist nicht nur sinn­los, son­dern auch unmög­lich – dar­über hin­aus scha­det es allen ande­ren Mit­glie­dern der Gesell­schaft. Die Nach­ah­mung fik­ti­ver Gewalt­ta­ten ist immer nur ein Ven­til, das Feh­len eines Vor­bilds ver­hin­dert nicht den Gewalt­aus­bruch.

Das Akti­ons­bünd­nis schlägt hier einen gefähr­li­chen Weg ein. Die Kri­mi­na­li­sie­rung von gro­ßen Tei­len der Jugend trägt nicht dazu bei, sie für ein sozia­les Mit­ein­an­der zu sen­si­bi­li­sie­ren. Im Gegen­teil muss die Medi­en­kom­pe­tenz von Jugend­li­chen geför­dert wer­den. Anstatt Com­pu­ter­spie­le zu dämo­ni­sie­ren, muss ein ver­ant­wor­tungs­vol­ler Umgang statt­fin­den, die Gren­zen zwi­schen Rea­li­tät und Fik­ti­on ein­deu­tig gezo­gen wer­den. Allen Betei­lig­ten muss klar sein, dass es eben nur ein Spiel ist und mit dem Ver­hal­ten in der Rea­li­tät nichts zu tun hat. Im Gegen­satz zu so man­chen selbst­er­nann­ten Jugend­schüt­zern ist die­se Ein­stel­lung in den Köp­fen der meis­ten Com­pu­ter­spie­ler auch tief ver­an­kert.

Es bleibt zu hof­fen, dass das Akti­ons­bünd­nis Amok­lauf Win­nen­den zu der Ein­sicht kommt, dass es sei­nen Zie­len durch die For­de­rung nach einem all­ge­mei­nen Ver­bot mehr scha­det als nützt. Die Ver­hin­de­rung wei­te­rer Amok­läu­fe, ob an Schu­len oder anders­wo, ist eine wich­ti­ge Auf­ga­be und es ist gut, dass ein so enga­gier­tes Bünd­nis aus Eltern sich die­ser Auf­ga­be annimmt. Solan­ge aber die Ent­mün­di­gung von Jugend­li­chen und nicht deren Erzie­hung zum erwach­se­nen und selbst­be­stimm­ten Men­schen im Vor­der­grund der Bestre­bun­gen ste­hen, trägt das Bünd­nis nichts zur Lösung des Pro­blems bei.

Gra­fik »Gam­ing Is Not A Crime« von mir, unter CC-BY-SA 2.0 frei­ge­ge­ben

»Whom Shall You Telegram?«

Der klas­si­sche GHOSTBUSTERS-Wer­be­spot im Stumm­film-Steam­punk-Stil der »League Of S.T.E.A.M.«. Groß­ar­tig :o)

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst. Damit gelten die Datenschutzerklärungen der externen Abieter.
Nach oben scrollen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.

Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.

Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.

* genauer: eingebettete Tweets, eingebundene jQuery-Bibliotheken, Amazon Artikel-Widgets, Youtube-Videos, Vimeo-Videos

Schließen