Am FreiÂtag kam er endÂlich, der lanÂge erwarÂteÂte KarÂton mit dem OcuÂlus Rift DeveÂloÂper Kit 2. Von UPS ĂĽber den Kanal aus EngÂland gebracht, dank der guten VorÂarÂbeit von OcuÂlus VR ohne jegÂliÂche ProÂbleÂme mit Zoll oder ähnÂliÂchem. Und auch nur mit einer gerinÂgen VerÂspäÂtung, ursprĂĽngÂlich war Juli aviÂsiert worÂden, dass es dann MitÂte August wurÂde, damit kann ich wohl gut leben.
Als ersÂtes fällt natĂĽrÂlich auf, dass der staÂbiÂle PlasÂtikÂkofÂfer der DK1 gegen einen PappÂkarÂton ausÂgeÂtauscht wurÂde. Na gut, es mĂĽsÂsen wohl KosÂten gespart werÂden, allerÂdings finÂde ich das angeÂsichts der MilÂliÂarÂden, die FaceÂbook in das ProÂjekt gepumpt hat, etwas merkÂwĂĽrÂdig. Der PappÂkarÂton ist aber schön staÂbil und entÂhält eine SchaumÂstoffÂeinÂlaÂge, die alle releÂvanÂten TeiÂle aufÂnimmt, sodass man die BrilÂle auch damit gut herÂumÂtraÂgen kann. VielÂleicht sollÂte man Regen allerÂdings besÂser verÂmeiÂden.
Im FebruÂar 2013 hatÂte ich die BranÂchenÂplattÂform buch​han​del​.de besucht und einem Test unterÂzoÂgen. Die ErgebÂnisÂse dieÂses natĂĽrÂlich rein subÂjekÂtiÂven Tests sind mit »ernĂĽchÂternd« nur sehr unzuÂreiÂchend zu umschreiÂben.
Damals hieß es kurz danach auf boer​sen​blatt​.net:
Wir wolÂlen geÂmeinÂsam mit dem BuchÂhanÂdel die PlattÂform in den nächsÂten MoÂnaÂten komÂplett ĂĽberÂarÂbeiÂten. Das beÂtrifft zum EiÂnen die DarÂstelÂlung, die SuÂche und den BestellÂproÂzess …
Da ich heuÂte dank eines BackÂlinks nochÂmal ĂĽber meiÂnen ArtiÂkel gestolÂpert bin, dachÂte ich, ich könnÂte doch mal nachÂseÂhen, was sich da inzwiÂschen getan hat, es sind ja immerÂhin fast 16 MonaÂte verÂganÂgen. Mehr als genug Zeit, um die PlattÂform wie angeÂkĂĽnÂdigt zu verÂbesÂsern.
Und was sehen meiÂne Augen? Die SeiÂte ist in exakt demÂselÂben trauÂriÂgen Zustand wie zum ZeitÂpunkt meiÂnes Tests. Es gibt keiÂnerÂlei VerÂbesÂseÂrung oder auch nur miniÂmalsÂte VerÂänÂdeÂrunÂgen an der Suche. GeänÂderÂte BedinÂgunÂgen bei der BestelÂlung kann ich ebenÂfalls nicht festÂstelÂlen. Auch das Design ist exakt dasÂselÂbe wie weiÂland, also altÂbaÂcken und an den linÂken Rand gequetscht.
Ich habe mal die »norÂmaÂle«, also nicht die ProÂfiÂsuche, verÂwenÂdet und nach »Alan Dean FosÂter« gesucht. Da gibt es tatÂsächÂlich TrefÂfer. FĂĽnf StĂĽck. Wenn ich dieÂse Suche bei AmaÂzon einÂgeÂbe, zeiÂgen mir die 714 TrefÂfer, die sich auch wirkÂlich alle auf den US-Autor bezieÂhen.
BahnÂbreÂchend. Mit dieÂser ArbeitsÂverÂweiÂgeÂrung will man gegen AmaÂzon anstinÂken?
Ich erspaÂre mir jeden weiÂteÂren KomÂmenÂtar.
Ich war zugeÂgeÂbeÂnerÂmaÂĂźen erst einÂmal ein wenig euphoÂrisch, als ich las, dass AmaÂzon fĂĽr Prime-KunÂden einen Video-StreaÂming-Zugang freiÂschalÂtet, der Zugriff auf hauÂfenÂweiÂse FilÂme und SeriÂen ermögÂliÂchen wĂĽrÂde. 49 Euro sollÂte das im Jahr kosÂten, das sind geraÂde mal 20 Euro mehr fĂĽr ein angebÂlich zum bisÂheÂriÂgen AngeÂbot erweiÂterÂtes LoveÂfilm-KonÂto, also fĂĽr ungeÂfähr 1,67 Euro im Monat belieÂbig Video On Demand.
Als ich das dann tatÂsächÂlich zu nutÂzen verÂsuchÂte, legÂte sich die EuphoÂrie allerÂdings schnell.
Ihr mĂĽsst jetzt ganz stark sein, lieÂbe Leser. DieÂsen Test erträgt nur, wer extrem geisÂtesÂstark oder völÂlig besofÂfen ist. Oder sein Hirn groĂźÂzĂĽÂgig notÂleiÂdenÂden ZomÂbies gespenÂdet hat. You have been warÂned!
HerÂeinÂspaÂziert, herÂeinÂspaÂziert, meiÂne sehr geehrÂten Damen und HerÂren, in unseÂre einÂmaÂliÂge Show der AbsonÂderÂlichÂkeiÂten! Hier sehen Sie abstoÂĂźenÂde MonsÂtren ebenÂso, wie verÂwachÂseÂne Freaks, hier bleibt kein Auge troÂcken und hier erbliÂcken Sie DinÂge, die man andersÂwo totÂschlaÂgen wĂĽrÂde!
BisÂher konnÂte man in dieÂsem Test von OnlineÂshops halbÂwegs brauchÂbaÂre ErgebÂniss ebenÂso finÂden, wie manÂgelÂhafÂte oder durchÂwachÂseÂne. Aber was libreÂka!, der von MVB – und damit vom BörÂsenÂverÂein des BuchÂhanÂdels, MVB heisst »MarÂkeÂting- und VerÂlagsÂserÂvice des BuchÂhanÂdels GmbH« – betrieÂbeÂne BuchÂlaÂden im Web bieÂtet, ist so haneÂbĂĽÂchen, dass das oben zu lesenÂde Intro seiÂne BerechÂtiÂgung hat. Denn ich habe vor lauÂter »an den Kopf fasÂsen« (neuÂdeutsch: FaceÂpalms) wähÂrend des Tests jetzt hauÂfenÂweiÂse deutÂliÂche GriffstelÂlen im Gesicht und – um bei der FreakÂshow zu bleiÂben: dieÂser Shop muss aus LeiÂchenÂteiÂlen mumiÂfiÂzierÂter BörÂsenÂverÂeins-ZomÂbies zusamÂmenÂgeÂsetzt worÂden sein, anders lässt sich das, was mir begegÂnet ist, nicht erkläÂren.
InsÂbeÂsonÂdeÂre sind die gleich folÂgenÂden ErkenntÂnisÂse dann witÂzig, wenn man sich vor Augen fĂĽhrt, wie MVB unter einem ȟber libreka!«-Link groĂźÂspuÂrig angibt:
libreÂka! ist die groÂĂźe E‑Book-PlattÂform fĂĽr den deutschÂspraÂchiÂgen Raum – mit einem umfasÂsenÂden LeisÂtungsÂanÂgeÂbot, das von der InforÂmaÂtiÂon ĂĽber die MögÂlichÂkeit zum ReinÂleÂsen in BĂĽcher bis zum Kauf von E‑Books und gedruckÂten BĂĽchern reicht. 1.947.526 BĂĽcher aus ĂĽber 1.763 VerÂlaÂgen mit ĂĽber 50 MilÂlioÂnen BuchÂseiÂten steÂhen fĂĽr die Suche zur VerÂfĂĽÂgung und652.937 E‑Books zum Kauf bereit. Wer als Leser BĂĽcher sucht, ist bei libreÂka! an der richÂtiÂgen AdresÂse.
Den letzÂten Satz möchÂte ich aber sowas von bezweiÂfeln. Wer als Leser BĂĽcher sucht (insÂbeÂsonÂdeÂre engÂliÂsche Print- oder eBooks), der ist in einem tĂĽrÂkiÂschen GemĂĽÂseÂlaÂden besÂser aufÂgeÂhoÂben, als bei libreÂka. Da kann man wenigsÂtens die InhaltsÂstofÂfe der Sucuk von der VerÂpaÂckung ableÂsen, manchÂmal sogar in engÂlisch.
MerÂket auf, lieÂbe BesuÂcher der FreakÂshow, wenn ich euch den degeÂneÂrierÂtesÂten und verÂwachÂsensÂten OnlineÂshop in Sachen »ich kauf´ im InterÂnet« vorÂstelÂle, den ich je geseÂhen habe. BĂĽhÂne frei fĂĽr: libreÂka! UnseÂre gedunÂgeÂnen Clowns werÂden jetzt noch schnell ValiÂum verÂteiÂlen, damit es nicht zu HyperÂvenÂtiÂlaÂtiÂon kommt.
Auf den ersÂten Blick ist man noch argÂlos und erfreut sich an der ĂśberÂsichtÂlichÂkeit und dem halbÂwegs hĂĽbÂschen und moderÂnen Anblick der SeiÂte. Das zeigt allerÂdings, dass man auch aus einem hirnÂloÂsen ZomÂbie mit ein wenig Make Up und neuÂen DesiÂgner-KlaÂmotÂten zuminÂdest äuĂźerÂlich einen SuperÂstar machen kann (ähnÂliÂches betreiÂben PriÂvatÂsenÂder seit JahÂren und auch öffentÂlich-rechtÂliÂche könÂnen das inzwiÂschen ganz gut, aber das ist doch dieÂses … FernÂseÂhen … iiiiihhhh!).
Aber ich schweiÂfe ab. Erfreut nimmt man erst einÂmal ein horiÂzonÂtaÂles HauptÂmeÂnĂĽ zur KenntÂnis, das nicht nur eBooks und BĂĽcher, sonÂdern auch »Audio«, »Video/​DVD« (»BluÂRay« ist verÂmutÂlich zu modern fĂĽr den … äh … traÂdiÂtiÂonsÂbeÂwussÂten BörÂsenÂverÂein), »SoftÂware« und »WeiÂteÂre MediÂen« feil bieÂtet. Wobei ich mir auf Anhieb unter »WeiÂteÂre MediÂen« so gar nix vorÂstelÂlen konnÂte. Also der NeuÂgier nachÂgeÂkomÂmen und mal darÂauf geklickt.
Ahja. Unter »WeiÂteÂre MediÂen« finÂde ich … BĂĽcher. Das ist ja oriÂgiÂnell. WarÂum sind die nicht unter »BĂĽcher«? Weil man unbeÂdingt einen weiÂteÂren MenĂĽÂpunkt brauchÂte, um wichÂtiÂger zu wirÂken? Oder besÂser sorÂtiert? Das MenĂĽ mussÂte voll werÂden? Man könnÂte annehÂmen, dass die SchlauÂberÂger, die das PorÂtal verÂbroÂchen haben, nach dem hasÂtiÂgen Genuss einer FlaÂsche HörnÂerÂtee mögÂliÂcherÂweiÂse dachÂten »Hach, wir machen den ĂĽberÂflĂĽsÂsiÂgen MenĂĽÂpunkt ganz nach rechts. Mit dem Titel und dem Namen klickt da eh nie jemand drauf!« Doch: ich. UnfassÂbar. VerÂlasÂsen wir schnell dieÂsen Ort, denn hier lauÂert der WahnÂsinn der »GroÂĂźen Alten« des BörÂsenÂverÂeins und ihrer nichtÂeuÂkliÂdiÂschen NaviÂgaÂtiÂon. Mir ist schon ganz schwummÂrig,
Mal abgeÂseÂhen davon, dass sich der Inhalt auch hier lieÂbeÂvoll an die linÂke SeiÂte des BrowÂserÂfensÂters schmiegt, sieht die Front des HauÂses eigentÂlich ganz gut aus. TopÂmeÂnĂĽ mit HauptÂnaÂviÂgaÂtiÂon, man könnÂte sich fraÂgen, warÂum im HeaÂder »BĂĽcher und eBooks« steht, in der NaviÂgaÂtiÂon jedoch eBooks vor BĂĽchern angeÂordÂnet sind. Ist man sich seiÂner PrioÂriÂtäÂten nicht ganz sicher? GrĂĽn als domiÂnanÂte FarÂbe soll einen EinÂdruck von FriÂsche erzeuÂgen. An der linÂken SeiÂte zeiÂgen sich theÂmaÂtiÂsche UnterÂteiÂlunÂgen, kliÂcke ich auf BelÂleÂtrisÂtik, stelÂle ich erstaunt fest, dass als »TheÂmen« unter andeÂrem »FanÂtasÂtiÂsche LiteÂraÂtur«, »FanÂtaÂsy«, »SciÂence FicÂtion« und »FanÂtaÂsy & SciÂence FicÂtion« aufÂtauÂchen. Das sind keiÂne KateÂgoÂrien, wie auf den bisÂher getesÂteÂten SeiÂten, sonÂdern FilÂter, die die angeÂzeigÂten InhalÂte (erstÂmal irgendÂwie alles) einÂschränÂken. EigentÂlich ganz pfifÂfig gemacht. WähÂle ich irgendÂwas davon kann ich sogar gezielt nach SpraÂchen filÂtern und sogar nach PreisÂrahÂmen. Bei diverÂsen BĂĽchern wird mir die OptiÂon »reinÂleÂsen« angeÂzeigt, damit also eine MögÂlichÂkeit, die ganz ähnÂlich der »Blick ins Buch«-Funktion bei AmaÂzon ist.
Mal im Ernst und auĂźerÂhalb meiÂner SpotÂteÂreiÂen weiÂter oben: wer ausÂschlieĂźÂlich auf der Hatz nach deutÂschen MainÂstream-BĂĽchern ist, wird hier verÂmutÂlich ganz gut bedient, denn eigentÂlich ist das KonÂzept der Suche mit nachÂfolÂgenÂder FilÂteÂrung durchÂaus schlĂĽsÂsig und das FilÂtern auch ganz gut umgeÂsetzt (die eigentÂliÂche Suche aber nicht). Von der völÂlig unbeÂdienÂbaÂren ergoÂnoÂmiÂschen KataÂstroÂphe, die libreÂka! vor dem Relaunch war, ist das tatÂsächÂlich LichtÂjahÂre entÂfernt. MVB hat in Sachen BedieÂnung offenÂbar besÂseÂre LeuÂte als beim letzÂten Mal fĂĽr die UmsetÂzung einÂgeÂkauft – das ist aber auch wahrÂlich nicht schwer. Zu den unentÂschuldÂbaÂren TĂĽcken der Suche (merÂke: Suche ist nicht gleich FilÂteÂrung) komÂmen wir gleich.
Nur: ich möchÂte gern engÂliÂsche BĂĽcher erwerÂben, sei es in TotÂholz- oder in elekÂtroÂniÂscher Form – dazu komÂmen wir jetzt und es wird kleinÂkaÂriert und komisch, denn zuminÂdest dieÂser Teil der HĂĽtÂte bröÂckelt hinÂter der aufÂgeÂstylÂeÂten FasÂsaÂde ziemÂlich hefÂtig.
Die Suche nach BLOOD RITES mit einer nachÂfolÂgenÂden FilÂteÂrung »EngÂlish« bringt den gesuchÂten Roman auf den ersÂten drei SeiÂten (also dreiÂĂźig SuchÂergebÂnisÂsen) nicht ans TagesÂlicht. DesÂweÂgen die VerÂfeiÂneÂrung mit dem AutorenÂnaÂmen »ButÂcher«, das hat bisÂher auf den andeÂren Shops fast immer funkÂtioÂniert. Hier jedoch: insÂgeÂsamt vier ErgebÂnisÂse (der EngÂlisch-FilÂter ist noch aktiv), keiÂnes (!) davon ist der gesuchÂte HarÂry DresÂden-Roman.
Na gut, verÂsuÂche ich also mal den im NovemÂber erschieÂneÂnen neuÂen Roman COLD DAYS. Auch hier finÂde ich auf den ersÂten ErgebÂnisÂseiÂten den gesuchÂten Titel nicht, die SuchÂmaÂschiÂne behaupÂtet zwar, nach »ReleÂvanz« zu sorÂtieÂren, was das fĂĽr eine ReleÂvanz sein könnÂte, geht mir allerÂdings auch nach einer ausÂgieÂbiÂgen MediÂtaÂtiÂon auf meiÂnem DaniÂel DĂĽsenÂtrieb-KisÂsen nicht auf. MarÂkiert sind bei den TrefÂfern die einÂzelÂnen WorÂte »cold« und »days«, eine Suche nach beiÂden BegrifÂfen zusamÂmen scheint nicht prioÂriÂsiert nach ReleÂvanz sorÂtiert zu werÂden. Wer proÂgramÂmiert so etwas? In einÂwöÂchiÂgem LehrÂgang zur IT-Kraft umgeÂschulÂte MVB-ManaÂger? Auch wenn ich COLD DAYS in AnfĂĽhÂrungsÂzeiÂchen setÂze, eine ĂĽbliÂche VorÂgeÂhensÂweiÂse um SuchÂbeÂgrifÂfe zusamÂmen zu fĂĽgen: FehlÂanÂzeiÂge; ebenÂso, wenn ich den Titel um den AutorenÂnaÂmen ergänÂze: dann gibt es neun engÂliÂsche TrefÂfer, keiÂner davon ist der gesuchÂte Roman – es ist noch nicht einÂmal ein einÂziÂger davon von Jim ButÂcher.
Noch ein letzÂter VerÂsuch mit CHANGES. Ăśber 30000 TrefÂfer in »engÂliÂsche BĂĽcher« – ah ja … VerÂfeiÂneÂrung mit dem AutorenÂnaÂmen: kein TrefÂfer auf den ersÂten paar SeiÂten der SuchÂergebÂnisÂse. ErnĂĽchÂternd.
Unter dem »Finden«-Button der SuchÂfunkÂtiÂon entÂdeÂcke ich einen kleiÂnen Link: »ErweiÂterÂte Suche«. Hier kann ich den Titel und den AutorenÂnaÂmen einÂzeln einÂgeÂben. Ich tue dies fĂĽr beiÂde vorÂsteÂhenÂden RomaÂne und zusätzÂlich noch fĂĽr CHANGES, das ErgebÂnis ist jedesÂmal dasÂselÂbe:
Ihre SuchÂanÂfraÂge nach * und Titel »ChanÂges« und Autor »ButÂcher« lieÂferÂte keiÂne ErgebÂnisÂse. BitÂte verÂsuÂchen Sie es mit einem andeÂren SuchÂbeÂgriff.
»ErbärmÂlich« ist wieÂder einÂmal das einÂziÂge Wort, das mir dazu einÂfällt. Nein, das stimmt nicht, mir falÂlen noch ganz andeÂre WorÂte ein, aber die sind hier nicht wieÂderÂgaÂbeÂfäÂhig, das verÂbieÂtet mir meiÂne ErzieÂhung. VerÂmutÂlich nutÂze ich wieÂder eine Art und WeiÂse des Suchens, die nicht mit den VorÂstelÂlunÂgen der MVB-EntÂwickÂler ĂĽberÂeinÂstimmt, was zuläsÂsiÂge oder valiÂde SuchÂanÂfraÂgen sind (sieÂhe die LachÂnumÂmer auf buch​han​del​.de). VielÂleicht sollÂten die ein HandÂbuch zur Suche herÂaus geben. Man wĂĽrÂde das nur verÂmutÂlich auf der SeiÂte nicht finÂden.
Die Suche nach REDSHIRTS lieÂfert drei TrefÂfer. Der ersÂte ist die HeyÂne-AusÂgaÂbe, zwei und drei muss man sich auf der ZunÂge zerÂgeÂhen lasÂsen, das ist verÂmutÂlich wieÂder dieÂse okkulÂte MVB-»Relevanz«:
AugenÂbliÂcke einer WeltÂreiÂse, HelÂge NegeÂle
The PulitÂzer PriÂce ArchiÂve. A HistoÂry And AnthoÂloÂgy …
Man sieht: höchst beeinÂdruÂckend, was dieÂse SuchÂmaÂschiÂne leisÂtet … EngÂliÂsche AusÂgaÂben von REDSHIRTS sowohl als eBook wie auch als PrintÂbuch: nix ist.
Die Suche nach Alan Dean FosÂter förÂdert ebenÂso wie eine nach »FosÂter, Alan Dean« und einer EinÂschränÂkung auf engÂliÂsche BĂĽcher geraÂde mal 13 TrefÂfer zutaÂge, davon ist nicht ein einÂziÂger von Alan Dean FosÂter. Eine VerÂtipÂper-Suche nach »Alan Dearn FosÂter« lieÂfert wie erwarÂtet: … nix.
Ihre SuchÂanÂfraÂge nach »alan« »dearn« »fosÂter« lieÂferÂte keiÂne ErgebÂnisÂse. BitÂte verÂsuÂchen Sie es mit einem andeÂren oder allÂgeÂmeiÂneÂren SuchÂbeÂgriff.
DanÂke, aber ich verÂsuÂche es lieÂber mit Bol, OsiÂanÂder oder eben doch wieÂder AmaÂzon. Und: Bei diverÂsen BĂĽchern fehÂlen die CoverÂabÂbilÂdunÂgen.
EigentÂlich habe ich an dieÂser StelÂle des Tests schon gar keiÂnen Bock mehr, mich weiÂter mit dieÂsem halbÂverÂgamÂmelÂten UntoÂten ausÂeinÂanÂder zu setÂzen, aber ich beisÂse die ZähÂne zusamÂmen, verÂsuÂche mich in einen stoiÂzisÂtisch-masoÂchisÂtiÂschen GeisÂtesÂzuÂstand zu verÂsetÂzen, der mich dieÂse Freak-WebÂseiÂte weiÂterÂhin ertraÂgen lässt, und mache weiÂter. Ne PulÂle LeberÂkleisÂter wäre vielÂleicht auch eine HilÂfe geweÂsen.
Wobei: eigentÂlich könnÂte ich mir die Tests in Sachen eBooks tatÂsächÂlich spaÂren, denn bei den vorÂgeÂnannÂten SuchÂergebÂnisÂsen wurÂden auch immer die eBooks mit angeÂzeigt und sind filÂterÂbar. DesÂweÂgen in aller KĂĽrÂze:
Die Suche nach ICERIGGER förÂdert tatÂsächÂlich ein ResulÂtat herÂvor, was ist denn jetzt los? Die gesamÂte TriÂloÂgie in einem eBook, herÂausÂgeÂgeÂben von Open Road fĂĽr EUR 14,20. Die hat AmaÂzon nicht. Die EinÂzelÂbänÂde gibt es bei libreÂka nicht, bei den AmaÂzoÂnen allerÂdings schon. Das mit ICERIGGER war jedoch ein ZufallsÂtrefÂfer. Charles Stross´ HIDDEN FAMILY: FehlÂanÂzeiÂge. ScalÂzis REDSHIRTS: FehlÂanÂzeiÂge. Und sogar die beiÂden BestÂselÂler THE HUNGER GAMES und A DANCE WITH DRAGONS: FehlÂanÂzeiÂge.
VerÂsuÂchen wir noch schnell einen KlasÂsiÂker: MOUNTAINS OF MADNESS von H. P. LoveÂcraft. Und der wird tatÂsächÂlich als eBook in einer AusÂgaÂbe von RanÂdom House gefunÂden, der Preis beträgt ĂĽppiÂge 21,31 Euro, bei AmaÂzon gibt es verÂschieÂdeÂne AusÂgaÂben, die preisÂwerÂtesÂten davon kosÂten … 89 Cent, allerÂdings habe ich die RanÂdom House-AusÂgaÂbe auf AmaÂzon nicht gefunÂden. Ein groÂĂźer Teil der WerÂke LoveÂcrafts sind ĂĽbriÂgens seit 2007 gemeinÂfrei … 21,31 Euro … ohne WorÂte … ich habe fĂĽr eine LoveÂcraft-GesamtÂausÂgaÂbe fĂĽr den KindÂle 99 Cent bezahlt …
Man kann konÂstaÂtieÂren: eklaÂtanÂte PreisÂunÂterÂschieÂde gibt es desÂweÂgen nicht, weil die ach so tolÂle eBook-PlattÂform des BörÂsenÂverÂeins in Sachen engÂliÂscher eBooks extrem schlecht sorÂtiert ist, zuminÂdest was den Bereich PhanÂtasÂtik angeht.
Ich bin ja gar nicht so, gebe ihnen bei deutÂschen BĂĽchern eine ChanÂce, suche nochÂmal nach Alan Dean FosÂter und beschränÂke diesÂmal nicht auf »engÂlisch«. Nach der EinÂschränÂkung auf »BĂĽcher« und »BelÂleÂtrisÂtik« erhalÂte ich 34 TrefÂfer. Ja, das könnÂte hinÂkomÂmen. AllerÂdings sind nur 12 davon tatÂsächÂlich von ihm der Rest ist von irgendÂwem. Noch eins? Gern: Ich suche nach »GeorÂge R. R. MarÂtin« und schränÂke auf »BĂĽcher« ein, BelÂleÂtrisÂtik bieÂtet mir der FilÂter gar nicht an. ErgebÂnis: vier GraÂphic Novels nach MarÂtin, dann ein Buch ĂĽber PferÂdeÂsport im NatioÂnalÂsoÂziaÂlisÂmus (nein, kein Scherz!), eine Götz GeorÂge-BioÂgraÂfie, erst dann die ersÂten beiÂden RomaÂne aus der LIED VON EIS UND FEUÂER-ReiÂhe. Dann ein Buch ĂĽber DesignÂmeÂthoÂden und eins ĂĽber MarÂtin GroÂpiÂus. Auf der zweiÂten ErgebÂnisÂseiÂte kein andeÂres Bild, da wunÂdert man sich nicht, dass 2475 TrefÂfer gemelÂdet werÂden. Und so geht es weiÂter. An dieÂser StelÂle hätÂte ich, um ein hysÂteÂriÂsches GekiÂcher zu unterÂdrĂĽÂcken, erneut die bereits bemĂĽhÂte FlaÂsche LeberÂkleisÂter zum EinÂsatz komÂmen lasÂsen mĂĽsÂsen. Ergo: auch bei der RecherÂche in der KernÂkomÂpeÂtenz »deutschÂspraÂchiÂge BĂĽcher« sind die ErgebÂnisÂse dieÂser SuchÂmaÂschiÂne mit »subÂterÂran« noch sehr freundÂlich umschrieÂben.
LieÂbe LeuÂte von MVB: Lucene/​Solr ist eine Open Source-SuchÂmaÂschiÂne unter Ă„giÂde des ApaÂche-ProÂjekts und lieÂfert schon unkonÂfiÂguÂriert besÂseÂre ErgebÂnisÂse als euer ProÂgramÂmieÂrer-EjaÂkuÂlat!
SchauÂen wir noch auf die AGBs und LieÂferÂbeÂdinÂgunÂgen der BörÂsenÂverÂeinsÂzomÂbieÂseiÂte:
Aus irgendÂwelÂchen nicht nachÂvollÂziehÂbaÂren GrĂĽnÂden bleiÂben gekaufÂte eBooks nur zwei JahÂre lang herÂunÂterÂladÂbar. Das muss in ZeiÂten der Cloud einÂfach deutÂlich besÂser gehen, warÂum hier nicht ein zeitÂlich unbeÂgrenzÂter Zugriff auf die zumeist mit DRM verÂseuchÂten WerÂke ermögÂlicht wird, ist nicht nachÂvollÂziehÂbar. Man sollÂte an dieÂser StelÂle jedoch fairÂnessÂhalÂber anmerÂken, dass es bei libreÂka! auch eBooks gibt, die nur mit Soft-DRM verÂseÂhen oder völÂlig frei von KopierÂschutzÂmeÂchaÂnisÂmen sind. MeiÂne VerÂmuÂtung ist, dass man sich darÂĂĽber im KlaÂren ist, dass auch dieÂse SeiÂte demÂnächst wieÂder ĂĽber Bord gekippt wird und man dann keiÂnen Bock hat, die KunÂdenÂdaÂten und ‑eBook-LizenÂzen zu migrieÂren.
Bei der LieÂfeÂrung von BĂĽchern und den PreiÂsen hierÂfĂĽr dann der KlopÂper: hier wird man auf die SeiÂte buch​han​del​.de verÂwieÂsen, die ich an andeÂrer StelÂle bereits als völÂlig untaugÂlich getesÂtet hatÂte; Man weist nur darÂauf hin, dass man sich die Waren dann an einen BuchÂhändÂler der Wahl senÂden lasÂsen kann – oder eben gegen einen OboÂlus nach HauÂse. WarÂum das keiÂne OptiÂon ist, kann man in meiÂnem ArtiÂkel zu buch​han​del​.de nachÂleÂsen. DieÂse VorÂgeÂhensÂweiÂse ist natĂĽrÂlich völÂlig sinnÂfrei, denn warÂum leisÂtet man sich eine zweiÂte, redÂunÂdanÂte PlattÂform, wenn von da wieÂder nur auf die ersÂte geleiÂtet wird und beschränkt libreÂka nicht, wie ursprĂĽngÂlich gedacht, ausÂschlieĂźÂlich auf eBooks?
Fazit: Geht gar nicht. Zwar netÂte FilÂterÂmögÂlichÂkeiÂten (die Idee sollÂte DokÂtor FranÂkenÂstein in einen andeÂren PatiÂenÂten transÂplanÂtieÂren), aber eine komÂplett untaugÂliÂche SuchÂfunkÂtiÂon. WeiÂterÂhin gähÂnenÂde LeeÂre bei engÂliÂschen PrintÂbĂĽÂchern und eBooks aus dem Bereich PhanÂtasÂtik.
VölÂlig indisÂkuÂtaÂbel. Man kann nur hofÂfen, dass dieÂse oberÂflächÂlich geschminkÂte ZomÂbie-SeiÂte schnell von Rick GriÂmes mit einer groĂźÂkaÂliÂbriÂgen FeuÂerÂwafÂfe von ihren LeiÂden erlöst wird.
Was? Es ist immerÂhin die SeiÂte einer TochÂterÂfirÂma des »BörÂsenÂverÂeins des TeutÂschen PuchÂhanÂdels« und die muss gar keiÂne engÂliÂschen SchmöÂker vorÂhalÂten? Was fĂĽr ein Unsinn, AusÂwahl und GenÂreÂkomÂpeÂtenz sind die StichÂworÂte, die von AmaÂzon bedient werÂden – und hier sollÂte geraÂde eine BuchÂhanÂdelsÂseiÂte wenigsÂtens verÂsuÂchen gegen zu halÂten. InsÂbeÂsonÂdeÂre, wenn engÂliÂsche BĂĽcher expliÂzit als AusÂwahl zur VerÂfĂĽÂgung steÂhen, dann muss man auch gänÂgiÂge ExemÂplaÂre oder minÂdesÂtens BestÂselÂler finÂden könÂnen. Wer glaubt, AmaÂzon eine solÂche maxiÂmal halbÂgaÂre SeiÂte mit maxiÂmal ungaÂrer Suche entÂgeÂgen setÂzen zu könÂnen, der gehört wirkÂlich in die einÂgangs erwähnÂte FreakÂshow. Am besÂten auf einem hohen ElfenÂbeinÂturm, denn um dieÂse Freaks zu sehen, wĂĽrÂde zuminÂdest ich kein Geld ausÂgeÂben wolÂlen.
Mir ist zudem nicht wirkÂlich klar, wie sich die graÂvieÂrenÂde DisÂkreÂpanz zwiÂschen der geniaÂlen FilÂterÂfunkÂtiÂon und der grotÂtiÂgen SuchÂmaÂschiÂne erkläÂren lässt. Das fĂĽhlt sich an, als hätÂten unterÂschiedÂliÂche EntÂwickÂler darÂan gearÂbeiÂtet und nicht mitÂeinÂanÂder komÂmuÂniÂziert. Und als hätÂten die an der SuchÂmaÂschiÂne im GegenÂsatz zu denen am FilÂterÂsysÂtem keiÂne Ahnung von der MateÂrie gehabt. Oder kann es sein, dass man auf irgendÂeiÂne vorÂhanÂdeÂne, alte TechÂnik zurĂĽck griff und die FilÂterÂnumÂmer nur dranÂgefÂriÂckelt hat? Wir werÂden es wohl nie erfahÂren.
Da libreÂka! allerÂdings wie buch​han​del​.de von MVB betrieÂben wird, wunÂdert mich hier – ehrÂlich gesagt – gar nichts.
[cc]
DisÂclaiÂmer: wer SatiÂre oder SarÂkasÂmus finÂdet liegt nicht ganz falsch und darf sie behalÂten.
Ich stellÂte mir um ZusamÂmenÂhang mit der AmaÂzon-DisÂkusÂsiÂon die FraÂge: gibt es gangÂbaÂre AlterÂnaÂtiÂven zu AmaÂzon fĂĽr mich? Ja, ich bezieÂhe dieÂse FraÂge auf mich, der ich gern PhanÂtasÂtik, sowie engÂlischÂspraÂchiÂge OriÂgiÂnaÂle lese, und der ich auf eBooks steÂhe. Und obwohl ich auch regelÂmäÂĂźig ElekÂtroÂnik oder Games bei AmaÂzon ordeÂre, habe ich dieÂse Waren ausÂgeÂlasÂsen, um halbÂwegs ChanÂcenÂgleichÂheit herÂzuÂstelÂlen. Unter dieÂsen AspekÂten (aber auch in HinÂsicht auf KunÂdenÂfreundÂlichÂkeit und VerÂsandÂkosÂten) habe ich deutÂsche OnlineÂshops mit SchwerÂpunkt »BĂĽcher« unterÂsucht und in vieÂlen FälÂlen GruÂseÂliÂges entÂdeckt. Ich wunÂdeÂre mich bereits lanÂge nicht mehr, warÂum AmaÂzon mit den hieÂsiÂgen AnbieÂtern einer träÂgen und konÂserÂvaÂtiÂven BranÂche den Boden wischt – nach den ErgebÂnisÂsen meiÂner Tests schon gar nicht mehr …
Die ArtiÂkel (wird ergänzt, wenn neue Tests hinÂzu komÂmen):
Via GoogÂle+ wurÂde ich auf bol​.de hinÂgeÂwieÂsen. Bol​.de und buch​.de gehöÂren zum selÂben AnbieÂter (nämÂlich der buch​.de interÂnetsÂtoÂres AG). DesÂweÂgen zeigÂte sich bei StichÂproÂben, dass das AngeÂbot naheÂzu idenÂtisch ist, ich wĂĽrÂde mal davon ausÂgeÂhen, dass beiÂde PorÂtaÂle auf dieÂselÂben DatenÂbanÂken zurĂĽck greiÂfen und nur das FrontÂend unterÂschiedÂlich gestalÂtet wurÂde. Ich habe mich desÂweÂgen bei meiÂnem Test auf bol​.de beschränkt.
Auf den ersÂten Blick fällt mir auf der StartÂseiÂte auf, dass die HauptÂnaÂviÂgaÂtiÂon nach KateÂgoÂrien, die man oben horiÂzonÂtal finÂdet, an der linÂken SeiÂte verÂtiÂkal nochÂmal wieÂderÂholt wird. Das wirkt seltÂsam redÂunÂdant. Wenn man allerÂdings eine KateÂgoÂrie anklickt, erscheint innerÂhalb des gewählÂten KonÂtexts links eine SubÂnaÂviÂgaÂtiÂon – und das macht natĂĽrÂlich Sinn. Die GestalÂtung der StartÂseiÂte ist … hm … miniÂmaÂlisÂtisch und auch hier finÂdet man den gesamÂten ConÂtentÂblock an die linÂke BrowÂserÂseiÂte gekuÂschelt. WarÂum das heuÂte noch derÂart vieÂle SeiÂtenÂbeÂtreiÂber so machen, ist mir völÂlig unverÂständÂlich.
Auf der StartÂseiÂte werÂden diverÂse MediÂen vorÂgeÂstellt, jeweils drei unter den Labels »Tipps der RedakÂtiÂon«, »AktuÂelÂles« und »BestÂselÂler«. Das geht völÂlig in OrdÂnung und ist auch immer eine gute Idee, um VerÂkäuÂfe zu geneÂrieÂren, wennÂgleich auch hier die Tipps der RedakÂtiÂon jegÂliÂche BegrĂĽnÂdung fehÂlen lasÂsen, warÂum es sich geraÂde bei dieÂsem ArtiÂkel um eine EmpÂfehÂlung hanÂdelt.
Die HauptÂmeÂnĂĽÂpunkÂte klapÂpen in Form eines sogeÂnannÂten »MegamenĂĽs« auf und offenÂbaÂren ihre SubÂkaÂteÂgoÂrien. Das ist bequem. ErfreuÂliÂcherÂweiÂse gibt es sowohl unter »BĂĽcher« wie auch unter »eBooks & eReaÂder« den EinÂtrag »SciÂence FicÂtion & FanÂtaÂsy« (unter eBooks heisst der witÂziÂgerÂweiÂse »FanÂtaÂsy & SciÂence-FicÂtion«, warÂum hier die ReiÂhenÂfolÂge eine andeÂre ist, weiĂź verÂmutÂlich bei Bol keiÂner). Wählt man eine der HauptÂkaÂteÂgoÂrien, öffÂnet sich links eine SubÂnaÂviÂgaÂtiÂon, die mehr EinÂträÂge umfasst als das eben angeÂsproÂcheÂne MegamenĂĽ. Ă„uĂźerst ĂĽberÂsichtÂlich und so oder ähnÂlich muss das gemacht werÂden.
Das »Megamenü«
Höchst erfreuÂlich ist, dass es hier sogar mehÂreÂre UnterÂkaÂteÂgoÂrien gibt, nämÂlich »FanÂtaÂsy«, »nach ReiÂhen«, »SciÂence FicÂtion«, »VamÂpirÂroÂmaÂne« (seufz) und »Nach Autoren«. Das ist vorÂbildÂlich. WeiÂterÂhin besteht die MögÂlichÂkeit, die angeÂzeigÂten ErgebÂnisÂse nach verÂschieÂdeÂnen KriÂteÂriÂen neu zu sorÂtieÂren: »besÂte TrefÂfer«, »»aufÂsteiÂgend nach VerÂkaufsÂrang«, »absteiÂgend nach ErscheiÂnungsÂjahr«, »auf- und absteiÂgend nach Preis« sowie »»auf- und absteiÂgend alphaÂbeÂtisch«. Das sind OptioÂnen, wie ich sie auf den andeÂren ShopÂseiÂten bisÂher verÂgebÂlich gesucht habe und das erinÂnert alles schon sehr deutÂlich an AmaÂzon – man hat sich zweiÂfelÂlos an dieÂsem VorÂbild oriÂenÂtiert.
SeiÂtenÂmeÂnĂĽ
WähÂle ich die SubÂkaÂteÂgoÂrie »fremdÂspraÂchiÂge BĂĽcher« verÂänÂdert sich erneut das SeiÂtenÂmeÂnĂĽ und ich kann zwiÂschen verÂschieÂdeÂnen SpraÂchen wähÂlen. Ich kliÂcke auf »EngÂliÂsche BĂĽcher« – und bin verÂblĂĽfft, denn sogar hier werÂden nochÂmals UnterÂkaÂteÂgoÂrien angeÂzeigt. Das wäre fĂĽr mich angeÂsichts der andeÂren getesÂteÂten PlattÂforÂmen an dieÂser StelÂle fast ein Grund, eine FlaÂsche SchamÂpus aufÂzuÂmaÂchen und zu feiÂern, nur leiÂder, leiÂder verÂmisÂse ich hier die KateÂgoÂrie »SF & FanÂtaÂsy«. Doch halt … Nach einem Klick auf »BelÂleÂtrisÂtik« erscheint nochÂmals ein SubÂmeÂnĂĽ und dort gibt es auch einen EinÂtrag dafĂĽr. Okay, her mit dem SchamÂpus und das obwohl es jetzt keiÂne UnterÂteiÂlung zwiÂschen den beiÂden GenÂres mehr gibt. UnterÂhalb der HauptÂnaÂviÂgaÂtiÂon finÂde ich sogar einen sogeÂnannÂten »BreadÂcrumb«, der mir anzeigt, wie tief und wo in der NaviÂgaÂtiÂonsÂstrukÂtur ich mich befinÂde – bei denen scheint es sich obwohl sie bei der NutÂzung von komÂpleÂxen WebÂseiÂten ĂĽberÂaus hilfÂreich sind, um eine arkaÂne oder okkulÂte Kunst zu hanÂdeln, denn sie inzwiÂschen selÂten irgendÂwo zu finÂden.
Aber im Ernst: das ist bisÂher bei WeiÂtem die besÂte Lösung, die ich bis jetzt geseÂhen habe und sie ist höchst ergoÂnoÂmisch und bequem. Durch die MenÂge an SubÂkaÂteÂgoÂrien kann man sich relaÂtiv schnell genau dortÂhin hanÂgeln, wohin man möchÂte. AndeÂre AnbieÂter sollÂten sich hier schnell ein paar plaÂneÂtenÂgroÂĂźe ScheiÂben abschneiÂden, denn es zeigt, was mögÂlich ist, wenn man jemanÂden beaufÂtragt, der sich mit sowas ausÂkennt und das Wort »UsaÂbiÂliÂty« nicht fĂĽr eine selÂteÂne ErbÂkrankÂheit hält. Ich bin an dieÂser StelÂle äuĂźerst gepannt, ob der posiÂtiÂve EinÂdruck so bestehen bleiÂben wird.
Auch hier ist wieÂder die ersÂte Suche die nach BLOOD RITES von Jim ButÂcher. Es gibt mehÂreÂre TrefÂfer, das Orbit-TaschenÂbuch, sowie Soft- und HardÂcoÂver von Roc. Das Roc-TaschenÂbuch wird als SonÂderÂanÂgeÂbot mit »-10%« angeÂprieÂsen, damit kosÂtet es mit 7,10 Euro genau soviel wie bei AmaÂzon; es ist lieÂferÂbar. Das HardÂcoÂver ist mit 19,20 sogar preisÂwerÂter als bei AmaÂzon, dort werÂden 20,99 Euro angeÂsagt. Ich wäre schwer beeinÂdruckt, leiÂder ist es bei Bol aber nicht sofort lieÂferÂbar, sonÂdern erst in »1 – 2 Wochen«. SchaÂde. AmaÂzon kann lieÂfern.
WeiÂter mit CHANGES, auch hier muss ich aufÂgrund der vieÂlen TrefÂfer das SuchÂergebÂnis mit dem AutorenÂnaÂmen verÂfeiÂnern. GefunÂden wird nur ein TaschenÂbuch, das von Roc, der Preis beträgt 7,40 Euro, es ist sofort lieÂferÂbar. Bei AmaÂzon werÂden 7,20 Euro angeÂsagt, da ist es ebenÂfalls lieÂferÂbar und die haben zudem das HardÂcoÂver.
Im VerÂgleich zu den bisÂheÂriÂgen Shops fällt mir ĂĽbriÂgens auf, dass ich bei den engÂliÂschen BĂĽcher bei jedem einÂzelÂnen CoverÂbilÂder angeÂzeigt bekomÂmen habe, das ist deutÂlich besÂser als bei den andeÂren AnbieÂter, wo es zu oft nur PlatzÂhalÂter zu sehen gibt. Ich wĂĽrÂde gern ĂĽber irgend etwas motÂzen, aber bisÂher ist alles in OrdÂnung bis gut.
Die Suche nach REDSHIRTS förÂdert Soft- und HardÂcoÂver von Tor Books und GolÂlanÂcz ans Licht des BildÂschirms, lieÂferÂbar ist leiÂder keiÂnes davon. Das trĂĽbt das ErgebÂnis, denn REDSHIRTS ist ein durchÂaus aktuÂelÂler Roman. Die PreiÂse sind wie folgt:
GolÂlanÂcz HardÂcoÂver: 17,40 EUR
GolÂlanÂcz SoftÂcoÂver: 9,30 EUR
Tor HardÂcoÂver: 18,30 EUR
Tor SoftÂcoÂver: 11,00 EUR
Zum VerÂgleich die PreiÂse bei AmaÂzon:
GolÂlanÂcz HardÂcoÂver: 17,00 EUR
GolÂlanÂcz SoftÂcoÂver: 9,00 EUR
Tor HardÂcoÂver: 17,90 EUR
Tor SoftÂcoÂver: 10,70 EUR
Hier also nur miniÂmaÂle UnterÂschieÂde beim Preis, allerÂdings kann AmaÂzon lieÂfern, Bol nicht. Nicht lieÂferÂbar ist hier ĂĽbriÂgens in beiÂden FälÂlen die TaschenÂbuchÂausÂgaÂbe bei GolÂlanÂcz, aber das ist kein WunÂder: die erscheint erst im Mai.
Eine Suche nach »Alan Dean FosÂter« funkÂtioÂniert genauÂso gut wie eine nach »Alan Dearn FosÂter«, die SuchÂmaÂschiÂne kann also »fuzÂzy«. Bei einer EinÂschränÂkung auf engÂlischÂspraÂchiÂge BĂĽcher muss man leiÂder festÂstelÂlen, dass der größÂte Teil nicht sofort lieÂferÂbar ist. Die PreiÂse sind im direkÂten VerÂgleich zum KonÂkurÂrenÂten im groÂĂźen und ganÂzen in OrdÂnung.
KomÂmen wir zu den eBooks.
Die auf engÂliÂsche eBooks beschränkÂte Suche nach Alan Dean FosÂter bringt nur fĂĽnf ErgebÂnisÂse, das ist bei einem derÂart fleiÂĂźiÂgen Autor ziemÂlich erbärmÂlich. FĂĽr ICERIGGER in der GateÂway-AusÂgaÂbe soll man 10,99 Euro berapÂpen, AmaÂzon sagt dafĂĽr nur 6,49 Euro an (ICERIGGER stammt ĂĽbriÂgens aus dem Jahr 1974 … wie die bei Bol auf dieÂse PreiÂse komÂmen, weiĂź wohl nur der Q). Charles Stross´ HIDDEN FAMILY wird nicht gefunÂden, ebenÂso wenig wie ScalÂzis REDSHIRTS. Der BestÂselÂler THE HUNGER GAMES von SuzanÂne CollÂins kosÂtet 8,99 Euro, bei AmaÂzon nur 5,65. GeorÂge R. R. MarÂtins A DANCE WITH DRAGONS wird fĂĽr 27,79 angeÂboÂten, hier ist der Preis bei AmaÂzon mit 13,99 Euro schon hoch. Das TaschenÂbuch bekommt man dort ĂĽbriÂgens fĂĽr verÂgleichsÂweiÂse läpÂpiÂsche 5,99 Euro, das ist derÂselÂbe Preis wie bei Bol.
Es sind hier auch ein paar sehr preisÂwerÂte Lizenz-eBooks zu finÂden, wie beiÂspielsÂweiÂse WORLD OF WARCRAFT: DAWN OF THE ASPECTS PART I fĂĽr 2,70, das ist beim KonÂkurÂrenÂten allerÂdings auch fĂĽr 2,21 zu haben.
Bei den eBooks sind dieÂPreisÂunÂterÂschieÂde nicht ganz so krass wie auf manch andeÂren PorÂtaÂlen, aber immer noch deutÂlich und dieÂse beweÂgen sich in vieÂlen FälÂlen um den dopÂpelÂten Preis herÂum. ErfreuÂlich ist, dass auch Bol​.de im eBook-Bereich gemeinÂfreie KlasÂsiÂker kosÂtenÂlos im ProÂgramm hat, das ist die ersÂte PlattÂform neben AmaÂzon, die so etwas anbieÂtet. DauÂmen hoch.
ZwiÂschenÂdurch sei angeÂmerkt, dass bei der TitelÂdeÂtailÂanÂsicht wie bei AmaÂzon VorÂschläÂge im Stil von »KunÂden die dies kaufÂten, haben auch das erworÂben« einÂgeÂblenÂdet werÂden. Das ist aus meiÂner Sicht zuerst einÂmal sehr angeÂnehm und hilfÂreich, allerÂdings war die QuaÂliÂtät dieÂser VorÂschläÂge durchÂwachÂsen. Man könnÂte natĂĽrÂlich arguÂmenÂtieÂren, dass Bol nichts dafĂĽr kann, wenn die KunÂden so erraÂtisch einÂkauÂfen … ;)
Zum VerÂsand: BĂĽcher werÂden innerÂhalb DeutschÂlands verÂsandÂkosÂtenÂfrei gelieÂfert, das ist angeÂnehm. AllerÂdings gilt das wirkÂlich nur fĂĽr reiÂne BuchÂbeÂstelÂlunÂgen. Bei soeÂgannnÂten MischÂbeÂstelÂlunÂgen (also Buch und noch was andeÂres) falÂlen unter 20 Euro BestellÂwert drei Euro VerÂsandÂkosÂten an, BĂĽroÂbeÂdarf wird erst ab 45 Euro ohne VerÂsandÂkosÂten verÂschickt. Das ist weniÂger schön. Als LieÂferÂfrist wird »ein bis drei Tage« angeÂgeÂben, also norÂmaÂle PostÂlaufÂzeit. Ein Grund, warÂum MischÂsenÂdunÂgen nicht ebenÂfalls kosÂtenÂfrei ausÂgeÂlieÂfert werÂden, will mir nicht einÂfalÂlen.
GröÂĂźeÂre AbsonÂderÂlichÂkeiÂten in den AllÂgeÂmeiÂnen GeschäftsÂbeÂdinÂgunÂgen sind mir nicht aufÂgeÂfalÂlen, allerÂdings ist es schon ein starÂkes StĂĽck, dass man VerÂsandÂkosÂten nachÂzahÂlen soll, wenn aufÂgrund einer StorÂnieÂrung oder eines WiderÂrufs der BestellÂbeÂtrag unter die PorÂtoÂfreiÂgrenÂze fällt. AuĂźerÂdem sollÂte man bei Bol​.de die AGBs mal auf FehÂler in der ZeiÂchenÂcoÂdieÂrung ĂĽberÂprĂĽÂfen, ein paar der UmlauÂte werÂden mal nicht korÂrekt darÂgeÂstellt, mal schon.
Alles in allem wird auf Bol​.de eine MenÂge besÂser gemacht als auf den andeÂren bisÂlang getesÂteÂten PlattÂforÂmen. Auch hier sind allerÂdings die engÂliÂschen eBooks deutÂlich teuÂrer als bei AmaÂzon und auch hier sind zahlÂloÂse engÂlischÂspraÂchiÂge BĂĽcher nicht vorÂräÂtig (oder gar nicht erst gelisÂtet) und könÂnen erst nach »ein bis zwei Wochen« verÂsandt werÂden. Eine echÂte AlterÂnaÂtiÂve in Bezug auf engÂlischÂspraÂchiÂge BĂĽcher und eBooks ist also trotz vieÂler posiÂtiv zu bewerÂtenÂder PunkÂte auch Bol​.de nicht, allerÂdings in allen andeÂren PunkÂten durchÂaus, zumal man hier auch beiÂspielsÂweiÂse ComÂpuÂter- und KonÂsoÂlenÂspieÂle oder DVDs und BluÂRays bekommt. Die allerÂdings nicht verÂsandÂkosÂtenÂfrei – das gilt jedoch auch fĂĽr AmaÂzon, es sei denn, man ist dort Prime-KunÂde.
AuĂźerÂdem sollÂte man bedenÂken: wer eine AlterÂnaÂtiÂve zu AmaÂzon sucht, weil man Angst vor MonoÂpoÂlen oder interÂnaÂtioÂnal agieÂrenÂden GroĂźÂkonÂzerÂnen hat, der treibt mit Bol mögÂliÂcherÂweiÂse den TeuÂfel mit dem BeelÂzeÂbub aus, denn dahinÂter stand ursprĂĽngÂlich zu 100% der MediÂenÂrieÂse BerÂtelsÂmann, der sich immer wieÂder aus den verÂschieÂdensÂten GrĂĽnÂden KriÂtik ausÂgeÂsetzt sieht. Zwar wurÂde die PlattÂform 2002 an die »buch​.de interÂnetsÂtoÂres AG« verÂkauft, BerÂtelsÂmann hält jedoch immer noch AnteiÂle von 26,7 %. Mit dem gleichÂnaÂmiÂgen nieÂderÂlänÂdiÂschen InterÂnetÂhändÂler bol​.com hat bol​.de ĂĽbriÂgens trotz des idenÂtiÂschen Logos nichts zu tun, denn der HolÂlänÂder gehört zu HoltzÂbrinck und WeltÂbild. Den werÂde ich mir allerÂdings evenÂtuÂell ebenÂfalls einÂmal anseÂhen, denn auch er hat engÂlischÂspraÂchiÂge (und sogar deutÂsche) BĂĽcher (A DANCE WITH DRAGONS: 10,99 Euro, THE HUNGER GAMES allerÂdings mit 9,99 Euro sogar teuÂrer als bei bol​.de)
DemÂnächst mehr.
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NachÂtrag: ich bin geraÂde aufÂgrund posiÂtiÂver RĂĽckÂmelÂdunÂgen auf die Idee verÂfalÂlen, mir das AdvenÂture-Spiel NI NO KUNI fĂĽr die PlayÂstaÂtiÂon 3 zu kauÂfen. bol​.de: EUR 58,99. AmaÂzon: 49,99 … (GameÂStop: 59,99, OsiÂanÂder: 59,99, LehÂmanns: 59,99, KohÂliÂbri: 59,99, buch​han​del​.de: nicht vorÂhanÂden).
KĂĽrzÂlich hat ein ARD-BeiÂtrag die KunÂden verÂschreckt. Von unhaltÂbaÂren ArbeitsÂbeÂdinÂgunÂgen beim Online-VerÂsenÂder AmaÂzon war die Rede. Es erhob sich ein SchreiÂen und WehÂklaÂgen und gar vieÂle verÂspraÂchen hoch und heiÂlig, nie wieÂder beim AntiÂchrisÂten zu kauÂfen. KleinÂverÂlaÂge erhoÂben scheinÂbar mutig ihr Haupt und verÂlieÂĂźen laut lamenÂtieÂrend die ReiÂhen derÂjeÂniÂgen, die ihre Ware bei Darth Bezos feil boten.
Jetzt mal KlarÂtext: Acht Euro fuffÂzich ist fĂĽr HilfsÂarÂbeiÂter ein Traum-StunÂdenÂlohn; die Mär, dass AmaÂzon schlecht bezahlt mag aus der Sicht eines fest angeÂstellÂten AkaÂdeÂmiÂkers so sein. AusÂgeÂbilÂdeÂte FachÂkräfÂte wie FriÂseuÂrinÂnen oder BäckeÂreiÂfachÂverÂkäuÂfeÂrinÂnen habe einen gerinÂgeÂren VerÂdienst – dank des von der SPD durch Hartz IV geschafÂfeÂnen und von der CDU gehätÂschelÂten BilÂligÂlohnÂsegÂments des ArbeitsÂmarkÂtes. Der geraÂde von der CDU angeÂsagÂte angeÂpeilÂte MinÂdestÂlohn liegt bei 8,50 Euro. Noch FraÂgen? Die im ARD-Bericht darÂgeÂstellÂte SpaÂnieÂrin sagt inzwiÂschen, dass ihre AusÂsaÂgen aus dem ZusamÂmenÂhang gerisÂsen und verÂfälscht wurÂden. Sogar verÂdi-FunkÂtioÂnäÂre (!) sagen aus, dass das alles ĂĽberÂzoÂgen darÂgeÂstellt worÂden sei. Auf konÂkreÂte AnfraÂgen hin hält sich der HesÂsiÂsche RundÂfunk bedeckt. Aber alle kauÂfen dem ach so neuÂtraÂlen öffentÂlich-rechtÂliÂchen SenÂder die ProÂpaÂganÂda ab, ohne mal eine SekunÂde nachÂzuÂdenÂken oder die angebÂliÂchen FakÂten zu hinÂterÂfraÂgen. Und es entÂsteht der ShitÂsÂtorm des maniÂpuÂlierÂten FernÂsehÂviehs, der SymÂptoÂme verÂteuÂfelt, statt in der PoliÂtik die AusÂlöÂser zu kriÂtiÂsieÂren.
Sicher ist bei AmaÂzon nicht alles toll. Im GegenÂteil. Aber man sollÂte auf tatÂsächÂliÂche ProÂbleÂme hinÂweiÂsen, nicht welÂche erfinÂden und nicht in RTL-Manier mit draÂmaÂtiÂscher Musik unterÂleÂgen und reiÂĂźeÂrisch ProÂbleÂme erfinÂden oder aufÂbauÂschen, wo es gar keiÂne gibt.
DenÂnoch stellÂte ich mir in dieÂsem ZusamÂmenÂhang die FraÂge: kann es gangÂbaÂre AlterÂnaÂtiÂven zu AmaÂzon fĂĽr mich geben? Ja, ich bezieÂhe dieÂse FraÂge auf mich, der ich gern PhanÂtasÂtik, sowie engÂlischÂspraÂchiÂge OriÂgiÂnaÂle lese, und der ich auf eBooks steÂhe. Und obwohl ich auch regelÂmäÂĂźig ElekÂtroÂnik oder Games bei AmaÂzon ordeÂre, habe ich dieÂse Waren ausÂgeÂlasÂsen, um halbÂwegs ChanÂcenÂgleichÂheit herÂzuÂstelÂlen. Unter dieÂsen AspekÂten (aber auch in HinÂsicht auf KunÂdenÂfreundÂlichÂkeit und VerÂsandÂkosÂten) habe ich deutÂsche OnlineÂshops mit SchwerÂpunkt »BĂĽcher« unterÂsucht und in vieÂlen FälÂlen GruÂseÂliÂges entÂdeckt. Ich wunÂdeÂre mich schon lanÂge nicht mehr, warÂum AmaÂzon mit den hieÂsiÂgen AnbieÂtern einer träÂgen und konÂserÂvaÂtiÂven BranÂche den Boden wischt – nach den ErgebÂnisÂsen meiÂner Tests schon gar nicht mehr …
Die ArtiÂkel (wird ergänzt, wenn neue Tests hinÂzu komÂmen):
EbenÂfalls völÂlig unbeÂkannt war mir die Online-BuchÂhandÂlung leh​manns​.de, die ich mir an dieÂser StelÂle vorÂgeÂnomÂmen habe. Auf den ersÂten Blick ist die StartÂseiÂte ĂĽberÂsichtÂlich, erscheint allerÂdings auf mich altÂbaÂcken und konÂserÂvaÂtiv. WebÂdeÂsign geht so seit ca. 10 JahÂren nicht mehr, wirkÂlich anspreÂchend wirkt das nicht. Das könnÂte man mit ein wenig css-Fu leicht verÂbesÂsern.
Ein Blick ins MenĂĽ an der linÂken SeiÂte zeigt, dass dieÂser Shop offenÂbar einen SchwerÂpunkt auf Sach- und FachÂliÂteÂraÂtur legt, denn dieÂse beiÂden KateÂgoÂrien nehÂmen die ersÂten PlätÂze in der NaviÂgaÂtiÂonsÂstrukÂtur ein. Die HauptÂpunkÂte sind als sogeÂnannÂte AkkorÂdeÂons ausÂgeÂlegt, die ihre UnterÂpunkÂte offenÂbaÂren, wenn man darÂauf klickt. Erfreut stelÂle ich fest, dass es hier eine AbteiÂlung »FanÂtaÂsy /​ SciÂence FicÂtion« gibt. Folgt man dieÂsem Link, entÂdeckt man oberÂhalb des Inhalts eine weiÂteÂre UnterÂteiÂlung in »FanÂtaÂsy« und »SciÂence FicÂtion«. Im PrinÂzip sehr schön und so, wie ich das in andeÂren OnlineÂshops gern gehabt hätÂte. ErgoÂnoÂmisch völÂliÂger MumÂpitz ist in meiÂnen Augen allerÂdings die ZerÂsplitÂteÂrung der MenĂĽÂfĂĽhÂrung: oben auf der SeiÂte eine AusÂwahl fĂĽr die MediÂen (also Buch, eBook, HörÂbĂĽÂcher und so weiÂter), links die KateÂgoÂrieÂunÂterÂteiÂlung und dann noch ein weiÂteÂres MenĂĽ mit SubÂkaÂteÂgoÂrien oberÂhalb des ConÂtents? Das gehört links mit in die HauptÂnaÂviÂgaÂtiÂon. Die beiÂden kleiÂnen Links oben hätÂte ich fast ĂĽberÂseÂhen.
Auf der SF & F‑Startseite finÂden sich ein paar BeiÂspieÂle, da sie jeweils eigeÂne Titel haben, hanÂdelt es sich offenÂbar um eine Art EmpÂfehÂlunÂgen, angeÂnehm finÂde ich, dass es hier scheinÂbar keiÂne Anspruchs-StanÂdesÂdĂĽnÂkel gibt, denn auch ein SachÂbuch zu STAR WARS ist darÂunÂter. Links fĂĽhÂren nicht nur zu den PrintÂausÂgaÂben, sonÂdern auch zu den eBooks der BĂĽcher (falls vorÂhanÂden).
Ein Klick auf »SciÂence FicÂtion« fĂĽhrt zu einer ĂśberÂsicht, die ist angebÂlich nach »ReleÂvanz« sorÂtiert (sagt mir ein DropÂdown am obeÂren Rand), was hier die ReleÂvanzÂkriÂteÂriÂen sind, erschlieĂźt sich mir allerÂdings nicht. ImmerÂhin kann man auch nach »Autor«, »Titel« und »Jahr« sorÂtieÂren. Die Suche finÂdet nicht nur PrintÂverÂsioÂnen, sonÂdern auch eBooks. DritÂter TrefÂfer ist John ScalÂzis REDSHIRTS, das ich in meiÂnen Tests immer als BeiÂspiel verÂwenÂdet habe, doch dazu weiÂter unten mehr.
Die ersÂte Suche starÂte ich wie immer mit dem Begriff BLOOD RITES, dem Titel eines HarÂry DresÂden-Romans von Jim ButÂcher. In der erscheiÂnenÂden LisÂte ist der ersÂte TrefÂfer erst weiÂter unten, desÂweÂgen verÂfeiÂneÂre ich die Suche, indem ich den AutorenÂnachÂnaÂmen anhänÂge. Das klappt besÂser, es gibt fĂĽnf TrefÂfer. Auch hier werÂden nicht bei allen TrefÂfern CoverÂbilÂder angeÂzeigt, gefunÂden werÂden Soft- und HardÂcoÂver von Roc und Orbit, allerÂdings auch die von James MarstÂers einÂgeÂsproÂcheÂnen HörÂbĂĽÂcher. Zu den PreiÂsen: das Roc-TaschenÂbuch kosÂtet 8,22 Euro, der AmaÂzon-Preis liegt bei 7,10 Euro – AmaÂzon kann sofort lieÂfern, LehÂmanns ebenÂfalls. Beim Roc-HardÂcoÂver sagt LehÂmanns 21,36 an, AmaÂzon liegt bei 20,99, das wäre ein okay-Preis, leiÂder kann LehÂmanns nicht lieÂfern, AmaÂzon hat auf Lager.
WeiÂter mit CHANGES, auch hier muss ich die Suche mit dem AutorenÂnaÂmen erweiÂtern, auch hier komÂmen mehÂreÂre ErgebÂnisÂse, die meisÂten ohne CoverÂbild, die Roc-TaschenÂbuchÂausÂgaÂbe fehlt ebenÂso wie das HardÂcoÂver, das Orbit-TaschenÂbuch kosÂtet 11,13, Euro und ist nicht lieÂferÂbar. Bei AmaÂzon zahlt man 10,99 Euro und kann es sofort bekomÂmen. Nimmt man die Roc-AusÂgaÂbe ist man sogar mit nur 7,00 Euro dabei. AnmerÂkung zwiÂschenÂdurch: Die DresÂden-RomaÂne erscheiÂnen bei Roc und Orbit, ĂĽbliÂcherÂweiÂse sind die Roc-AusÂgaÂben deutÂlich preisÂwerÂter als die des andeÂren VerÂlags, desÂweÂgen fokusÂsieÂre ich ĂĽbliÂcherÂweiÂse auf dieÂse.
Die RecherÂche nach John ScalÂzis REDSHIRTS förÂdert sowohl die deutÂschen wie auch die engÂliÂschen AusÂgaÂben zutaÂge. Das SoftÂcoÂver von Tor Books wird fĂĽr 12,34 Euro angeÂboÂten, ist aber wieÂder mal nicht lieÂferÂbar. Beim KonÂkurÂrenÂten kosÂtet die 10,70 Euro und ist – ich möchÂte fast anmerÂken: wie immer – lieÂferÂbar. Cover gibt es manchÂmal, manchÂmal nicht.
Bevor ich das verÂgesÂse: ich kann in der SeiÂtenÂleisÂte nach einer durchÂgeÂfĂĽhrÂten Suche dieÂse einÂschränÂken, beiÂspielsÂweiÂse nur auf engÂliÂsche BĂĽcher. Das ist genau das, was ich möchÂte und wäre ein granÂdioÂses FeaÂture – nur leiÂder steht bei gefĂĽhlÂten 90% der BĂĽcher, dass sie »in zehn bis 20 Tagen lieÂferÂbar« sind. Und das schmäÂlert die FreuÂde doch ganz erhebÂlich. Beim KonÂkurÂrenÂten kann ich die WerÂke sofort bekomÂmen.
Eine Suche nach »Alan Dean FosÂter« ist äuĂźerst erfolgÂreich, auch nach einer EinÂschränÂkung auf engÂliÂsche BĂĽcher. Wenn ich den AutorenÂnaÂmen falsch einÂgeÂbe, finÂdet die SuchÂmaÂschiÂne gar nichts. Das ist schlapp. Beim korÂrekt einÂgeÂgeÂbeÂnen Namen exisÂtieÂren zwar beeinÂdruÂckenÂde 504 TrefÂfer, allerÂdings ist leiÂder so gut wie keiÂner davon mit einem Cover geschmĂĽckt. Da ich BĂĽcher die ich bereits besitÂze auch am Cover erkenÂne, ist das wenig hilfÂreich.
Ich bemĂĽÂhe die erweiÂterÂte Suche fĂĽr eine RecherÂche nach »Alan Dean FosÂter« im MediÂenÂbeÂreich »ebooks«, denn jetzt möchÂte ich erneut der FraÂge nachÂgeÂhen, ob ich hier engÂliÂsche eBooks erwerÂben kann. Es werÂden hauÂfenÂweiÂse elekÂtroÂniÂsche BĂĽcher gefunÂden. Der halbÂwegs neue Roman »HUMAN BLEND« in der Del Rey-AusÂgaÂbe kosÂtet – und ich traue meiÂnen Augen kaum – 21,32 Euro. Hier muss man allerÂdings zugeÂben, dass AmaÂzon den ĂĽberÂhaupt nicht als eBook lieÂfern kann. TrotzÂdem ist der Preis lachÂhaft.
Bei Charles Stross´ HIDDEN FAMILY bestäÂtigt sich die BefĂĽrchÂung: engÂliÂsche eBooks sind auch hier geraÂdeÂzu aasÂgeieÂrig teuÂer, denn es wird ein Preis von unverÂschämÂten 12,36 Euro angeÂsagt. DafĂĽr wird dann aber auch mal vorÂsichtsÂhalÂber kein Cover angeÂzeigt. AmaÂzon bieÂtet eine UmschlagÂabÂbilÂdung und sagt nur 4,37 Euro an, also nur ungeÂfähr ein DritÂtel des LehÂmanns-PreiÂses. Auch hier sind die engÂlischÂspraÂchiÂgen eBook-VerÂsioÂnen durch die Bank weg viel zu teuÂer, zum Teil muss man deutÂlich mehr als den dopÂpelÂten Preis bezahÂlen. WĂĽrÂfeln die ihre PreiÂse alle aus? Es kann mir nieÂmand erzähÂlen, dass AmaÂzon die US-VerÂlaÂge derÂart unter Druck setzt, dass die ePub-PreisÂanÂgaÂben um soviel höher ausÂfalÂlen, als die der KindÂle-FasÂsunÂgen. Zudem lieÂgen die PreiÂse fĂĽr die elekÂtroÂniÂschen VerÂsioÂnen der BĂĽcher sogar deutÂlich ĂĽber denen der PrintÂausÂgaÂben. Dass hier etwas ganz und gar nicht stimÂmen kann, sollÂte sogar jemanÂdem aufÂfalÂlen, der glaubt, dass man die BildÂzeiÂtung fĂĽr mehr als Fische einÂwiÂckeln gebrauÂchen kann.
VerÂblĂĽfft musst ich zwiÂschenÂdurch einen »zuletzt angesehen«-Balken entÂdeÂcken. Das ist ja mal ein FeaÂture. Nur leiÂder werÂden hier falÂsche HoffÂnunÂgen geweckt, denn es gab PreisÂanÂgaÂben von null Euro. Oh, dachÂte ich, gibt es hier etwa ProÂmoÂtiÂon-AngeÂboÂte fĂĽr lau?
Doch beim DurchÂkliÂcken zu PULSARNACHT fand ich:
Oder bei REDSHIRTS:
War also nix mit ProÂmo-AngeÂboÂten, es hanÂdelÂte sich um irgendÂein techÂniÂsches ProÂblem.
Auch bei LehÂmanns sind selbstÂverÂständÂlich, wie in der BranÂche bis auf löbÂliÂche AusÂnahÂmen ĂĽblich, alle eBooks mit AdoÂbe-DRM verÂseucht.
Noch ein Blick auf die VerÂsandÂkosÂten: innerÂhalb DeutschÂlands lieÂfert LehÂmanns BĂĽcher, CDs, SoftÂware und »VideÂos« verÂsandÂkosÂtenÂfrei, beim VerÂkauf an EndÂkunÂden bleibt das VerÂsandÂriÂsiÂko bis zum EinÂgang beim KunÂden beim VerÂsenÂder. IrgendÂwelÂche »schräÂgen« ForÂmuÂlieÂrunÂgen in den AGB finÂde ich nicht, leiÂder auch keiÂne AngaÂben zur VerÂsandÂdauÂer.
Fazit: techÂnisch ganz gut gelöst, auch wenn die SuchÂfunkÂtiÂon ein wenig besÂser sein könnÂte, was VerÂtipÂper angeht. Das SorÂtiÂment ist durchÂaus umfangÂreich und auch älteÂre engÂliÂsche BĂĽcher werÂden gelisÂtet, ebenÂso wie verÂschieÂdeÂne engÂliÂsche VerÂlagsÂvaÂriÂanÂten. LeiÂder ist LehÂmanns fĂĽr mich aus zwei GrĂĽnÂden denÂnoch nicht einÂmal ansatzÂweiÂse eine AlterÂnaÂtiÂve: zum einen sind so gut wie keiÂne engÂliÂschen TaschenÂbĂĽÂcher sofort lieÂferÂbar, alle StichÂproÂben waren es bei AmaÂzon. Zum andeÂren sind auch hier die MondÂpreiÂse fĂĽr engÂliÂsche eBooks mit »UnverÂschämtÂheit« noch äuĂźerst zuvorÂkomÂmend umschrieÂben. FĂĽr mich trotz guter AnsätÂze keiÂnesÂfalls eine AlterÂnaÂtiÂve.
NachÂtrag: ich wurÂde auf GoogÂle+ von Ron MĂĽlÂler darÂauf hinÂgeÂwieÂsen, dass es sich bei LehÂmanns priÂmär um eine FachÂbuchÂhandÂlung mit SpeÂziaÂliÂsieÂrung auf wisÂsenÂschaftÂliÂche FachÂliÂteÂraÂtur hanÂdelt. DesÂweÂgen seiÂen die Suchen auĂźerÂhalb ihrer FachÂkomÂpeÂtenz. Das mag korÂrekt sein, ich steÂhe allerÂdings auf dem StandÂpunkt: wenn man eine BelÂlestrisÂtik-AbteiÂlung vorÂhält, dann sollÂte man dieÂse auch ernstÂhaft betreiÂben – sonst könnÂte der EinÂdruck entÂsteÂhen, man wolÂle das SegÂment »noch eben« mitÂnehÂmen.
Um der FachÂbuchkomnpeÂtenz nachÂzuÂgeÂhen, habe ich mich zu ein paar StichÂproÂben im FachÂbuchÂbeÂreich entÂschlosÂsen (auch hier wieÂder engÂlischÂspraÂchig, da VerÂgleiÂche mit deutÂschen BĂĽchern aufÂgrund der BuchÂpreisÂbinÂdung keiÂnen Sinn machen):
DEFINITIVE GUIDE TO HTML5
LehÂmanns: nicht lieÂferÂbar, EUR 42,46
AmaÂzon: lieÂferÂbar, EUR 33,80
ADOBE PHOTOSHOP CS6 CLASSROOM IN A BOOK
LehÂmanns: lieÂferÂbar, EUR 53,59
Amazon:lieferbar, EUR 36,95
LehÂmanns kann bei engÂlischÂspraÂchiÂgen FachÂbĂĽÂchern offenÂbar eine AlterÂnaÂtiÂve sein, die letzÂten beiÂden BeiÂspieÂle zeiÂgen allerÂdings, dass man in Sachen Preis vorÂsichÂtig sein sollÂte.
Osi​an​der​.de hatÂte ich ĂĽberÂhaupt nicht auf dem Schirm, noch nie davon gehört, desÂweÂgen danÂke fĂĽr den HinÂweis.
Die StartÂseiÂte wirkt auf mich auf den ersÂten Blick sehr ĂĽberÂsichtÂlich, dass ein paar NeuÂerscheiÂnunÂgen gelisÂtet werÂden geht in OrdÂnung, ebenÂso wie der Slider, obwohl der aufÂgrund seiÂner GeschwinÂdigÂkeit nervt. Etwas verÂblĂĽfft bin ich darÂĂĽber, dass in der obeÂren, horiÂzonÂtaÂlen MenĂĽÂleisÂte nur die Rede von »Neue BĂĽcher« ist. Kann ich hier etwa keiÂne älteÂren BĂĽcher bekomÂmen? Eine schnelÂle Suche ĂĽberÂzeugt mich vom GegenÂteil, denÂnoch halÂte ich die ForÂmuÂlieÂrung fĂĽr unglĂĽckÂlich.
Nach einem Klick auf »Neue BĂĽcher -> LiteÂraÂtur« öffÂnet sich links ein neuÂes, verÂtiÂkaÂles MenĂĽ mit SubÂkaÂteÂgoÂrien. Das gefällt mir, ist ĂĽberÂsichtÂlich, so muss das gehen. Und hier finÂde ich dann auch zum ersÂten Mal bei meiÂnen Tests eine KateÂgoÂrie namens »SciÂence FicÂtion | FanÂtaÂsy«. Ich kann mein GlĂĽck kaum fasÂsen, es hält allerÂdings nicht lanÂge an, denn eine weiÂteÂre UnterÂteiÂlung sucht man ebenÂso verÂgebÂlich, wie die MögÂlichÂkeit, nach KriÂteÂriÂen zu sorÂtieÂren. Eine UnterÂscheiÂdung minÂdesÂtens zwiÂschen SF und FanÂtaÂsy wäre zu begrĂĽÂĂźen, weiÂteÂre UnterÂkaÂteÂgoÂrien noch viel mehr. ErfreuÂlich ist, dass an den gelisÂteÂten BĂĽchern VerÂmerÂke darÂauf hinÂweiÂsen, ob es ein Werk auch als eBook gibt. Das ist vorÂbildÂlich. Die ReiÂhenÂfolÂge der AufÂlisÂtung scheint mir nach ErscheiÂnungsÂdaÂtum zu sein.
Dann suchen wir mal nach BLOOD RITES. In der Suche kann ich speÂziÂfiÂzieÂren, in welÂcher SubÂkaÂteÂgoÂrie ich forÂschen möchÂte, beiÂspielsÂweiÂse alle, Buch, eBook, SoftÂware, aber nicht nach engÂliÂschen BĂĽchern. ErstÂmal Print. ErfreuÂliÂcherÂweiÂse werÂden mehÂreÂre VariÂanÂten des Romans gefunÂden, sowohl engÂliÂsche wie auch deutÂsche, dass bei den engÂliÂschen Titeln auch noch der deutÂsche Name genannt wird, lässt mich darÂan glauÂben, aus VerÂseÂhen in einem ParÂalÂlelÂuniÂverÂsum angeÂkomÂmen zu sein. GranÂdiÂos. Die TaschenÂbuchÂfasÂsung kosÂtet 8,55 Euro, bei AmaÂzon 7,10 Euro, hier also ein ähnÂliÂcher Preis wie bei KohÂliÂbri. Eine Suche nach CHANGES, dem vorÂletzÂten HarÂry DresÂden-Roman zeigt mir eine MenÂge Zeug, aber nicht das GesuchÂte, also verÂfeiÂneÂre ich die Suche: »CHANGES Jim ButÂcher«, das hilft. Die preisÂwerÂtesÂte FasÂsung ist die von Roc fĂĽr 8,01 Euro, die kosÂtet bei AmaÂzon 7,00 Euro. Das HardÂcoÂver wird fĂĽr 22,95 Euro feil geboÂten, beim KonÂkurÂrenÂten 20,99 Euro. Die PreiÂse gehen im PrinÂzip in OrdÂnung, könnÂten aber besÂser sein.
An den BĂĽchern wird ĂĽbriÂgens angeÂzeigt, ob sie auf Lager sind und sofort verÂsandt werÂden könÂnen oder nicht, auch das sollÂte lobend erwähnt werÂden. LeiÂder brinÂgen ein paar Suchen nach andeÂren engÂliÂschen TaschenÂbĂĽÂchern zu Tage, dass man hier allÂzuÂoft lesen muss »LieÂferÂzeit eine Woche oder mehr«, VerÂgleiÂche mit AmaÂzon zeiÂgen dort eine LagerÂhalÂtung.
Der SuchÂbeÂgriff REDSHIRTS förÂdert diverÂse TrefÂfer ans Licht, sowohl die HeyÂne-AusÂgaÂbe als Print und HardÂcoÂver, sowie verÂschieÂdeÂne engÂliÂsche FasÂsunÂgen. Die GolÂlanÂcz-VerÂsiÂon wird fĂĽr 9,99 Euro angeÂboÂten, beim KonÂkurÂrenÂten kosÂtet die 9,00 Euro. LeiÂder ist das TaschenÂbuch bei OsiÂanÂder nicht sofort lieÂferÂbar (»länÂger als eine Woche«), bei AmaÂzon aber schon. Das engÂliÂsche eBook ist nicht zu finÂden. Ich verÂmuÂte den Grund darÂin, dass ScalÂzi den VerÂleÂgern vorÂgeÂschrieÂben hat, auf DRM zu verÂzichÂten – und das mag man hierÂzuÂlanÂde eben nicht.
Beim EinÂtipÂpen von »Alan Dean FosÂter« verÂtipÂpe ich mich, es wird »Alan DieÂan FosÂter« darÂaus. OsiÂanÂder zeigt sofort wie es gehen muss, denn ich werÂde gefragt: »meinÂten Sie Alan Dean FosÂter?« und bieÂtet den Namen gleich verÂlinkt an. AllerÂdings ist der Link nicht als solÂcher gekennÂzeichÂnet und ich stelÂle das erst fest, als ich verÂseÂhentÂlich mit der Maus darÂĂĽber fahÂre – trotzÂdem: fast alles richÂtig gemacht! Erneut bin ich verÂblĂĽfft, denn ich muss festÂstelÂlen, dass ausÂschlieĂźÂlich engÂliÂsche RomaÂne gelisÂtet werÂden – darÂunÂter sind zu meiÂnem ErstauÂen sogar engÂliÂsche eBooks! Und: die TaschenÂbĂĽÂcher sind alle lieÂferÂbar. Kann doch alles gar nicht wahr sein, erstÂmal einen KafÂfee und dabei meiÂne sicheÂre VerÂbinÂdung zur ReaÂliÂtät ĂĽberÂprĂĽft. Nein, alles noch gut, ich bin offenÂbar nicht aus VerÂseÂhen in ein andeÂres UniÂverÂsum gerutscht.
NochÂmal die GegenÂproÂbe: die SuchÂausÂwahl auf »eBooks« gestellt und »Charles Stross« einÂgeÂgeÂben – und tatÂsächÂlich erscheiÂnen reichÂlich engÂliÂsche eBooks im ePub-ForÂmat vom gesuchÂten Autoren.
Ich könnÂte jetzt glĂĽckÂlich sein, und OsiÂanÂder mein Geld hinÂwerÂfen. Alles hätÂte so schön sein könÂnen, doch dann kommt der unverÂmeidÂliÂche Absturz: im VerÂgleich zu andeÂren AnbieÂtern sind die PreiÂse der eBooks leiÂder deutÂlich zu hoch. Stross´ HIDDEN FAMILY kosÂtet als engÂliÂsches ePub 9,51 Euro, fĂĽr den KindÂle nur 4,37 Euro. Das ist ein UnterÂschied, der sich gewaÂschen hat: mehr als dopÂpelt so teuÂer und damit leiÂder völÂlig inakÂzepÂtaÂbel. Noch ein VerÂsuch mit engÂliÂschen eBooks: THE APOCALYPSE CODEX, auch von CharÂlie Stross: OsiÂanÂder sagt ĂĽberÂzoÂgeÂne 11,35 Euro an, im VerÂgleich dazu ruft AmaÂzon 5,99 Euro auf. Es hätÂte so schön sein könÂnen …
An dieÂser StelÂle kann ich resuÂmieÂren: in Sachen AngeÂbot, TechÂnik und PräÂsenÂtaÂtiÂon um LänÂgen besÂser als die beiÂden zuvor getesÂteÂten Shops, es sind sogar verÂblĂĽfÂfenÂderÂweiÂse engÂlischÂspraÂchiÂge eBooks vorÂhanÂden. Nur leiÂder kann man deren PreiÂse nur mit der BezeichÂnung »Wucher« beleÂgen. Oder auch RaubÂritÂterÂtum. Oder WegeÂlaÂgeÂrei. Es hätÂte also alles wirkÂlich schön sein könÂnen, die Pflicht absolÂviert, bei der KĂĽr aber leiÂder gestĂĽrzt.
WerÂfen wir noch einen Blick auf die VerÂsandÂkosÂten:
InnerÂhalb DeutschÂlands lieÂfern wir porÂtoÂfrei. LedigÂlich bei SenÂdunÂgen, die das MaĂź 120 cm x 60 cm ĂĽberÂschreiÂten oder schweÂrer als 31,5 kg sind, mĂĽsÂsen wir einen SperrÂgutÂzuÂschlag von 20 Euro berechÂnen.
DarÂan ist nichts ausÂzuÂsetÂzen. Im GegenÂteil. Bei einem schnelÂlen Blick ĂĽber die AGB finÂde ich keiÂne keiÂne fragÂwĂĽrÂdiÂgen PasÂsi.
Als Fazit: hier wird eine ganÂze MenÂge richÂtig gemacht, sogar fast alles, und ich könnÂte mir durchÂaus vorÂstelÂlen, den Shop hin und wieÂder zu nutÂzen. LeiÂder wird der gute EinÂdruck dadurch deutÂlich geschmäÂlert, dass zum einen etliÂche engÂliÂsche TaschenÂbĂĽÂcher nicht vorÂräÂtig sind und keiÂne konÂkreÂten AngaÂben zur LieÂferÂzeit gemacht werÂden. Was als masÂsiv negaÂtiv einÂgeÂstuft werÂden muss und den Shop fĂĽr mich im Bereich eBooks dann wieÂder inakÂzepÂtaÂbel macht, sind zum andeÂren die völÂlig aus der Luft gegrifÂfeÂnen MondÂpreiÂse fĂĽr engÂliÂsche eBooks im VerÂgleich mit den KindÂle-FasÂsunÂgen. VorÂteilÂhaft wäre, wenn der Bereich SF & FanÂtaÂsy noch in die beiÂden GenÂres aufÂgeÂteilt werÂden wĂĽrÂde.
Aber im VerÂgleich zu den beiÂden andeÂren bisÂher getesÂteÂten Shops fragÂlos »DauÂmen hoch«. Ich stelÂle mir allerÂdings die FraÂge, warÂum Osi​an​der​.de nicht deutÂlich bekannÂter ist, verÂdient hätÂten sie es.
OffenÂsichtÂliÂche KateÂgoÂrien suche ich erst einÂmal verÂgebÂlich, erst nach ein wenig KliÂcken finÂde ich dieÂse links im MenĂĽ – und dann auch nur verÂgleichsÂweiÂse groÂbe – unter dem MenĂĽÂpunkt »LiteÂraÂtur«. DafĂĽr sind PunkÂte wie »KalenÂder«, »KunstÂbĂĽÂcher & Musik« oder »FilÂme, DVD und FilmÂbĂĽÂcher« gleich oben im MenĂĽ zu finÂden (ähnÂlich der »AnordÂnung« in einer BuchÂhandÂlung, es fehÂlen nur DuftÂkerÂzen. AllerÂdings im Web als PräÂsenÂtaÂtiÂon irgendÂwie merkÂwĂĽrÂdig). Der ersÂte NaviÂgaÂtiÂonsÂpunkt trägt den Titel »AusÂzeichÂnunÂgen und PreiÂse«, warÂum da nicht »LiteÂraÂtur« oder »BelÂleÂtrisÂtik« steht, erschlieĂźt sich mir nicht. WarÂum sollÂten irgendÂwelÂche von irgendÂwem verÂlieÂheÂnen PreiÂse eine AusÂwirÂkung auf mein KaufÂverÂhalÂten haben? MögÂliÂcherÂweiÂse ist man der Ansicht, dass eine PreisÂverÂleiÂhung ein Buch besonÂders kauÂfensÂwert macht – nach meiÂnen ErfahÂrunÂgen ist dem allerÂdings nicht so, eher im GegenÂteil.
Unter dem Punkt »LiteÂraÂtur« verÂmisÂse ich jegÂliÂchen EinÂtrag zu SciÂence FicÂtion und FanÂtaÂsy. Das erinÂnert mich an diverÂse BuchÂhandÂlunÂgen im reaÂlen Leben, wo ich ebenÂfalls den EinÂdruck verÂmitÂtelt bekomÂme, ich komiÂscher Freak soll doch bitÂte meiÂne schräÂgen FetiÂsche woanÂders suchen … Man könnÂte sich fast wie zu HauÂse fĂĽhÂlen … Auch einen konÂkreÂten MenĂĽÂeinÂtrag fĂĽr engÂliÂsche BĂĽcher suche ich verÂgeÂbens, dabei sind die neben SF&F mein vorÂranÂgiÂges InterÂesÂse. SieÂhe oben: Freak und so … Aber ich verÂheimÂliÂche ja nicht, dass ich fĂĽr mich eine AlterÂnaÂtiÂve suche und nicht fĂĽr ZDF-ZomÂbies oder PerÂsoÂnen, die mit dem ausÂtauschÂbaÂren AngeÂbot der PubliÂkumsÂverÂlaÂge tooootÂal zufrieÂden sind.
ZurĂĽck zum TheÂma: auf dieÂsem Wege kann ich also nicht im von mir gewĂĽnschÂten AngeÂbot stöÂbern, benutÂzerÂfreundÂlich geht anders. Dann eben ĂĽber die Suche (natĂĽrÂlich kann ich nur StichÂproÂben durchÂfĂĽhÂren).
Hier kann ich ausÂwähÂlen, ob ich nach »Allem«, »Autor« oder »Titel« suchen möchÂte. AnaÂlog zum letzÂten Test suche ich nach BLOOD RITES von Jim ButÂcher. TatÂsächÂlich, der zweiÂte TrefÂfer ist der gesuchÂte Roman um HarÂry DresÂden. Zum Preis von 8,55 Euro, bei AmaÂzon bekomÂme ich das Buch fĂĽr 7,10 Euro. Jetzt könnÂte man natĂĽrÂlich ĂĽberÂleÂgen, ob man den MehrÂbeÂtrag aufÂwenÂden möchÂte, um nicht bei AmaÂzon kauÂfen zu mĂĽsÂsen.
KliÂcke ich »Titel« an und suche erneut, wird das SuchÂergebÂnis witÂziÂgerÂweiÂse deutÂlich schlechÂter, wenn man die SuchÂkriÂteÂriÂen in dieÂser Form einÂschränkt, sollÂten die angeÂzeigÂten ErgebÂnisÂse eigentÂlich besÂser werÂden. SollÂte man annehÂmen, aber aus meiÂnen berufÂliÂchen ErfahÂrunÂgen mit xt:commerce weiĂź ich, dass das ShopÂsysÂtem nicht geraÂde … na sagen wir mal: die techÂniÂsche SpitÂze der VerÂkaufsÂplattÂforÂmen im Web darÂstellt.
NeuÂer VerÂsuch: der Titel des letzÂten HarÂry DresÂden-Romans lauÂtet COLD DAYS. Den kann ich aber leiÂder im AngeÂbot gar nicht finÂden, was ich fĂĽr auĂźerÂorÂdentÂlich bedauÂerÂlich halÂte, immerÂhin erschien er schon im NovemÂber, also ausÂreiÂchend Zeit, ihn ins ProÂgramm aufÂzuÂnehÂmen. Beim … äh … MitÂbeÂwerÂber konnÂte ich den Roman schon ein dreiÂvierÂtel Jahr vor dem ErscheiÂnungsÂterÂmin vorÂbeÂstelÂlen. ĂśbriÂgens ist bei keiÂnem der von mir gesichÂteÂten engÂliÂschen RomaÂne der VerÂlag verÂmerkt, es gibt aber beiÂspielsÂweiÂse bei den DresÂden-BĂĽchern zwei AnbieÂter, die sich im Preis zum Teil deutÂlich unterÂscheiÂden. VielÂleicht meint man bei KohÂliÂbri ja, ich mĂĽssÂte die VerÂlaÂge an der ISBN erkenÂnen könÂnen …
Ich bin ja nicht so, also nochÂmal: eine Suche nach REDSHIRTS bringt zwar den ScalÂzi-Roman ans TagesÂlicht, allerÂdings leiÂder nur die deutÂsche FasÂsung – und die interÂesÂsiert mich nicht.
DiverÂse weiÂteÂre Suchen zeiÂgen an ersÂter StelÂle immer wieÂder mal BĂĽcher, die mit »unseÂre EmpÂfehÂlung« gekennÂzeichÂnet sind. WarÂum die empÂfohÂlen werÂden, steht allerÂdings nicht dabei, das macht dieÂse EmpÂfehÂlung irgendÂwie sehr sinnÂlos, ein AlleinÂstelÂlungsÂmerkÂmal ist das nicht. Die BeschreiÂbung zum Charles Stross-Roman THE APOCALYPSE CODEX lauÂtet:
AutorenÂporÂtrait:
Charles Stross ist der ShooÂting Star unter den ameÂriÂkaÂniÂschen SF-Autoren und wird schon heuÂte in eine ReiÂhe mit den legenÂdäÂren MeisÂtern des GenÂres, Arthur C. ClarÂke, Robert A. HeinÂlein und PhilÂip K. Dick, gestellt.Charles Stross was born in Leeds, EngÂland, in 1964. He has workÂed as a pharÂmacist, softÂware engiÂneer and freeÂlanÂce jourÂnaÂlist, but now wriÂtes full-time.
Ach? Das ist ja interÂesÂsant, wussÂte ich aber dumÂmerÂweiÂse schon, eine InhaltsÂanÂgaÂbe des Romans wäre mir deutÂlich lieÂber geweÂsen, um einÂzuÂschätÂzen ob er mich interÂesÂsiert. AmaÂzon hat da deutÂlich mehr zu bieÂten – nämÂlich eine InhaltsÂanÂgaÂbe. DieÂse PrakÂtik, statt des WaschÂzetÂtels sich wieÂderÂhoÂlenÂde StateÂments zu Autoren zu lieÂfern, finÂde ich öfter. InterÂesÂsant bei Stross der PreisÂverÂgleich: KohÂliÂbri sagt 11,35 Euro an, AmaÂzon geraÂde mal 8,70 Euro. Mich wĂĽrÂde interÂesÂsieÂren, wie dieÂser deutÂliÂche PreisÂunÂterÂschied zustanÂde kommt oder begrĂĽnÂdet werÂden soll. Ich verÂmuÂte: keiÂnen Bock die PreiÂse anzuÂpasÂsen.
Eine Suche nach »PerÂry RhoÂdan« bringt verÂblĂĽfÂfenÂde 467 TrefÂfer. Ich bin stumm vor GlĂĽck. LeiÂder kann ich in der SorÂtieÂrung keiÂnerÂlei Logik erkenÂnen. WeiÂterÂhin fehÂlen im Shop ĂĽbriÂgens MögÂlichÂkeiÂten, eine ErgebÂnisÂmenÂge neu zu sorÂtieÂren (Preis, BeliebtÂheit, MediÂum, also beiÂspielsÂweiÂse TaschenÂbuch und HardÂcoÂver) – das wäre wirkÂlich hilfÂreich. GinÂge alles, auch mit xt:commerce.
Bis hierÂher wĂĽrÂde ich das ErgebÂnis des Tests der Suche maxiÂmal und mit einer MenÂge guten WilÂlens als »durchÂwachÂsen« bezeichÂnen, kein VerÂgleich mit der elaÂboÂrierÂten und ĂĽberÂsichtÂliÂchen, vielÂfach gestafÂfelÂten KateÂgoÂriÂsieÂrung bei AmaÂzon. Dass die BereiÂche SF & FanÂtaÂsy sowie engÂlischÂspraÂchiÂge PrintÂbĂĽÂcher komÂplett fehÂlen (obwohl sie da sind!) ist fĂĽr mich im PrinÂzip in Sachen »stöÂbern« bereits ein AusÂchlussÂkriÂteÂriÂum und macht die SeiÂte schwer erträgÂlich. Ich habe das unbeÂstimmÂte GefĂĽhl, dass man mich gänÂgeln möchÂte.
Da expliÂzit auch eBooks angeÂboÂten werÂden, suche ich nach einiÂgen engÂliÂschen RomaÂnen. VollÂstänÂdiÂge FehlÂanÂzeiÂge, der Shop ist nicht in der Lage, solÂche zu lieÂfern. Ich fraÂge mich, was das soll? Aber auch in Sachen deutÂsche eBooks kann das AngeÂbot nicht ĂĽberÂzeuÂgen: nach einem Klick auf »LiteÂraÂtur« im MenĂĽ werÂden mir geraÂde mal drei (in ZahÂlen: 3!) elekÂtroÂniÂsche BĂĽcher angeÂzeigt. Der MenĂĽÂpunkt »Thrill me!« lieÂfert sage und schreiÂbe 37 eBooks. SciÂence FicÂtion und FanÂtaÂsy auch hier im MenĂĽ komÂpletÂte FehlÂanÂzeiÂge.
AufÂfalÂlend sind zwei DinÂge: zum einen wird man in einen andeÂren Bereich des Shops geleiÂtet, wenn man auf der StartÂseiÂte »eBooks»anklickt. Hier ist die NaviÂgaÂtiÂon eine andeÂre (und es verÂschwinÂden die Meta-Links, beiÂspielsÂweiÂse zum ImpresÂsum). An den eBooks sucht man die vorÂgeÂschrieÂbeÂnen HinÂweiÂse auf eine DRM-VerÂseuÂchung verÂgebÂlich. WarÂum das so ist, wird aber klar, wenn man tatÂsächÂlich mal bei einem ProÂdukt auf »DownÂload« klickt. Dann wird man nämÂlich nochÂmal in einen ganz andeÂren Shop umgeÂleiÂtet, diesÂmal sogar unter einer andeÂren URL: https://kohlibri.e‑bookshelf.de. Man möge mir verÂgeÂben, aber das HerÂumÂschiÂcken zwiÂschen ShopÂunÂterÂseiÂten und andeÂren WebÂpräÂsenÂzen wirkt wie hilfÂlos zusamÂmenÂgeÂstopÂpelt. Hier finÂdet man dann allerÂdings am eBook nicht nur HinÂweiÂse zum KopierÂschutz, sonÂdern auch eine KateÂgoÂrie namens »SciÂence FicÂtion, FanÂtaÂsy« – und man kann nach verÂschieÂdeÂnen KriÂteÂriÂen sorÂtieÂren. Was die umständÂliÂche HamÂpeÂlei mit norÂmaÂler Shop -> eBook-Shop -> noch ein eBook-Shop soll, erschlieĂźt sich mir jedoch nicht.
Ich wollÂte dann noch einen Blick auf die VerÂsandÂkosÂten werÂfen und da fand ich – und man kann es nicht anders umschreiÂben – UnfassÂbaÂres. Man kann zuerst einÂmal scheinÂbar PosiÂtiÂves lesen:
Wir lieÂfern porÂtoÂfrei nach Ihrer Wahl an alle PostÂanÂschrifÂten in der BunÂdesÂreÂpuÂblik DeutschÂland.
Doch dann kommt das dicke Ende:
Die Gefahr geht auf den BestelÂler ĂĽber, sobald die LieÂfeÂrung den Betrieb von KohÂliÂbri verÂlasÂsen hat, und zwar auch dann, wenn TeilÂlieÂfeÂrunÂgen erfolÂgen.
Das ist nun nicht nur verÂblĂĽfÂfend, sonÂdern meiÂner MeiÂnung nach ein eklaÂtanÂter VerÂstoĂź gegen deutÂsche VerÂbrauÂcherÂrechÂte, denn im BGB kann man fĂĽr einen KonÂsuÂmenÂtenÂkauf bei einem gewerbÂliÂchen AnbieÂter (und dabei hanÂdelt es sich bei KohÂliÂbri fragÂlos) einÂdeuÂtig lesen:
§ 474 – Begriff des VerÂbrauchsÂgĂĽÂterÂkaufs
(1) Kauft ein VerÂbrauÂcher von einem UnterÂnehÂmer eine bewegÂliÂche Sache (VerÂbrauchsÂgĂĽÂterÂkauf), gelÂten ergänÂzend die folÂgenÂden VorÂschrifÂten. Dies gilt nicht fĂĽr gebrauchÂte Sachen, die in einer öffentÂliÂchen VerÂsteiÂgeÂrung verÂkauft werÂden, an der der VerÂbrauÂcher perÂsönÂlich teilÂnehÂmen kann.
(2) Auf die in dieÂsem UnterÂtiÂtel gereÂgelÂten KaufÂverÂträÂge ist § 439 Abs. 4 mit der MaĂźÂgaÂbe anzuÂwenÂden, dass NutÂzunÂgen nicht herÂausÂzuÂgeÂben oder durch ihren Wert zu ersetÂzen sind. Die §§ 445 und 447 sind nicht anzuÂwenÂden.
Ich bin nun kein Anwalt, aber die AusÂsaÂge des GesetÂzes ist meiÂner Ansicht nach einÂdeuÂtig. Zudem: Das LG LandÂau (Urteil vom 17.02.2006, HK O 977/​05) hat die von einem Online-HändÂler gegenÂĂĽber einem VerÂbrauÂcher verÂwenÂdeÂte AGB-KlauÂsel »VerÂsand auf RisiÂko des KäuÂfers« expliÂzit als unzuÂläsÂsig und wettÂbeÂwerbsÂwidÂrig einÂgeÂstuft. Das LG SaarÂbrĂĽÂcken (Urteil v. 15.9.2006, 7 I O 94/​06) hatÂte entÂschieÂden, dass es irreÂfĂĽhÂrend ist, einen unverÂsiÂcherÂten und verÂsiÂcherÂten VerÂsand zur Wahl anzuÂbieÂten, wenn nicht einÂdeuÂtig klar gemacht wird, dass der VerÂkäuÂfer unabÂhänÂgig von Art des VerÂsanÂdes das RisiÂko trägt. Dass das in den AGB dieÂses Shops denÂnoch anders komÂmuÂniÂziert wird, halÂte ich – gelinÂde gesagt – fĂĽr eine UnverÂschämtÂheit. Der HinÂterÂgrund ist klar: man möchÂte schön preisÂwert als BĂĽcherÂsenÂdung verÂschiÂcken und die ist nicht verÂsiÂchert – wenn futsch, dann futsch. Und deses RisiÂko soll dem KunÂden aufÂgeÂdrĂĽckt werÂden. Oder sollÂte es irgendÂwelÂche – echÂten oder einÂgeÂbilÂdeÂten – SonÂderÂrechÂte fĂĽr den OnlineÂbuchÂhanÂdel geben? Ich glauÂbe kaum.
FĂĽr mich als KunÂden ist ein solÂches GeschäftsÂgeÂbaÂren ein KO-KriÂteÂriÂum.
Fazit: keiÂne AlterÂnaÂtiÂve, weder von der ErgoÂnoÂmie her, erst recht nicht aufÂgrund der AusÂwahl, schon gar nicht in Sachen KunÂdenÂfreundÂlichÂkeit, denn die NumÂmer mit dem VerÂsandÂriÂsiÂko wĂĽrÂde ich sogar fĂĽr abmahnÂfäÂhig halÂten (das ImpresÂsum, in dem jegÂliÂche AngaÂben zum DatenÂschutz fehÂlen, ist es ohneÂhin, witÂziÂgerÂweiÂse steht da auch: »PreisÂstand: 1.7.2010« – hochÂakÂtuÂell!), eine DreisÂtigÂkeit ist das alleÂmal. Ein HändÂler, der mich als KunÂden auf dieÂse Art hinÂters Licht zu fĂĽhÂren verÂsucht, hat, und man möge mir verÂgeÂben, dass ich es so offen sagen muss: verÂschisÂsen.
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