TERA-Launchtermin: 1. Mai 2012

TERA ON­LINE (TERA ist ein Akro­nym für »The Exi­led Re­alm Of Ar­bo­rea«) hat ei­nen Launch­ter­min. Laut Ent­wick­ler Blue­Ho­le Stu­dio soll das MMO am 1. Mai 2012 star­ten. Bei TERA han­delt es sich im Ge­gen­satz zu vie­len an­de­ren Gen­re-Ver­tre­tern (viel­leicht so­gar den mei­sten) um ein so­ge­nann­tes »non targeting«-System. Bei an­de­ren Spie­len, muss man den Geg­ner an­klicken und er ist dann das Ziel und bliebt es auch, üb­li­cher­wei­se kann man mit der Tab-Ta­ste durch die Geg­ner schal­ten. Bei TERA muss man zie­len, der Ent­wick­ler be­zeich­net es als »true ac­tion MMO«.

Blue­Holes MMO setzt wie (viel zu­vie­le) an­de­re auch auf ein Fan­ta­sy-Set­ting mit Asia-An­lei­hen, was man be­son­ders am Out­fit der weib­li­chen Ava­ta­re und an ei­ner knuf­fe­li­gen Nicht­men­schen­ras­se ab­le­sen kann. Ich konn­te das Spiel zwei­mal te­sten und auch wenn die Gra­fik toll aus­sieht, konn­ten mich zum ei­nen die Ava­ta­re nicht über­zeu­gen (die weib­li­chen lau­fen, als hät­ten sie sich in die Hose ge­macht, das soll wohl Ten­na­ger-mä­ßig »nied­lich« aus­se­hen), zum an­de­ren wirk­te das Quest-Sy­stem und die Prä­sen­ta­ti­on eher alt­backen. Im di­rek­ten Ver­gleich liegt bei­spiels­wei­se der di­rek­te Kon­kur­rent GUILD WARS 2 weit vor­ne.

Er­schwe­rend kommt hin­zu, dass TERA in Eu­ro­pa von Frog­ster ver­trie­ben wird, der Pu­blisher ist in Spie­ler­krei­sen für ei­nen nicht eben gu­ten Sup­port be­kannt, des­we­gen muss man in Fra­ge stel­len, ob er in der Lage sein wird, ei­nen AAA-Ti­tel im MMO-Be­reich zu stem­men.

Wer sich ei­nen Über­blick über das Spiel ver­schaf­fen möch­te: ich habe be­reits mehr­fach be­rich­tet.

[Up­date:] Laut Frog­ster ist der Eu­ro­pa­start am 3. Mai 2012.

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Screen­shot TERA Co­py­right Blue­Ho­le Stu­di­os

Mehr Pandas! ELIGIUM

Bliz­zard ist nicht der ein­zi­ge Pu­blisher, der auf Pan­das als Ava­ta­re setzt. Auch in Frog­sters neu­estem MMO-Ver­such ELI­GI­UM ste­hen ne­ben den üb­li­chen leicht ab­ge­grif­fe­nen Spe­zi­es wie Men­schen und El­fen (ziel­grup­pen­ori­en­tiert üb­li­cher­wei­se halb­nack­te, sie­he un­ten) auch Mar­ti­al-Arts-Pan­das zur Ver­fü­gung. Ein Schelm, wer Üb­les da­bei denkt, zum Bei­spiel Ab­ge­kup­fe­re (tat­säch­lich ist das aber ent­wickelt wor­den, als Bliz­zard noch nicht mal den Be­griff »Pan­a­dria« ge­schützt hat­te – und Gro­ße Pan­das sind an sich kein sel­te­nes Mo­tiv in asia­ti­schen Spie­len).

Die Pan­das – Ma­sters of Mar­ti­al Arts

Be­ru­hi­ge Dei­nen Geist, su­che dar­in die in­ne­re Ruhe, fin­de den Frie­den und nut­ze den durch Dei­nen Kör­per flie­ßen­den Chi. So sieht der Pfad aus, den die Pan­das ge­wählt ha­ben. Das in sei­nen Grund­zü­gen fried­vol­le Volk hat die Kunst des Chi Kung in­ner­halb der si­che­ren Mau­ern der Klö­ster per­fek­tio­niert – bis der Krieg aus­brach. Vor­über sind nun die Tage der Ab­ge­le­gen­heit und Ver­bor­gen­heit. Auf der Su­che nach Weis­heit und Er­leuch­tung ha­ben sich die as­ke­ti­schen Krie­ger­mön­che un­er­schrocken in die wei­te Welt hin­aus­ge­wagt und sind so­mit zu ei­ner ech­ten Schutz­wehr ge­gen die räu­be­ri­schen Trup­pen der dä­mo­ni­schen Ober­her­ren ge­wor­den.

Sieht man sich ELI­GI­UM et­was ge­nau­er an, dann scheint es sich um das ge­fühlt tau­send­ste Asia-MMO zu han­deln, das mal eben schnell für den eu­ro­päi­schen Markt ad­ap­tiert wur­de, um es als free-2-play-Spiel mit Item­shop an­zu­bie­ten. Auch wenn es gra­fisch ganz hübsch scheint, stel­len sich wie im­mer bei sol­chen Spie­len zwei Fra­gen: wird es ein üb­les Ge­grin­de und lohnt sich das Spie­len über­haupt, wenn Frog­ster das Game er­fah­rungs­ge­mäß bei mä­ßi­gen Spiel­er­zah­len nach kur­zer Zeit wie­der ein­stellt?

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Co­py­right Logo und Screen­shots Frog­ster

Frogster: »Das Internet ist kein rechtsfreier Raum«

 

Wenn ein In­ter­view mit ei­nem PR-Mann von Frog­ster In­ter­ac­tive mit ei­ner in­halts­lee­ren Wort­hül­se über­schrie­ben ist, wie man sie sonst nur von blei­stift­schub­sen­den und in­ter­net­aus­drucken­den Po­li­ti­kern kennt, dann kann man sich die Lek­tü­re die­ses Ar­ti­kels ei­gent­lich gleich spa­ren…

Frog­sters PR-Chef Axel Schmidt äu­ßer­te die­sen sach­lich be­kann­ter­ma­ßen völ­lig un­sin­ni­gen Satz (denn das In­ter­net ist kein rechts­frei­er Raum und kann auch kei­ner sein – im Ge­gen­teil. Der Spie­gel zer­pflückt den dum­men Spruch in ei­nem Ar­ti­kel sehr ein­deu­tig) in ei­nem In­ter­view mit gamesindustry.biz. Zi­tat:

Das In­ter­net ist je­doch kein rechts­frei­er Raum und Frog­ster wird auch in der Zu­kunft il­le­ga­le Ver­kaufs- und Be­trugs­ak­ti­vi­tä­ten so weit wie mög­lich ein­däm­men, um sei­nen treu­en und ehr­li­chen Spie­lern ein mög­lichst un­be­ein­träch­tig­tes Spiel­erleb­nis zu bie­ten.

Wie das im Zu­sam­men­hang mit dem Fall ste­hen soll, er­schließt sich mir al­ler­dings eben­so we­nig, wie der Hin­weis auf die an­geb­li­che Ab­we­sen­heit von Recht im Netz. All­ge­mei­ne Ge­schäfts­be­din­gun­gen, auf die er ver­weist, ha­ben hier­zu­lan­de kei­nen Ge­set­zes­sta­tus (wäre auch noch schö­ner) und im­mer wie­der wer­den AGBs von Ge­rich­ten als rechts­wid­rig ein­ge­stuft – des­we­gen sind dar­in auch im­mer sal­va­to­ri­sche Klau­seln zu fin­den, da­mit durch ei­nen feh­ler­haf­ten Ab­satz nicht die ge­sam­te AGB nich­tig wird. Als PR-Mann soll­te man so et­was wis­sen.

[Up­date:] Was heißt ei­gent­lich in die­sem Zu­sam­men­hang »il­le­gal«? Il­le­ga­li­tät be­deu­tet ei­nen Ver­stoß ge­gen gel­ten­des Recht. AGBs ha­ben kei­nen Rechts­sta­tus. Kom­mu­ni­ka­ti­on per se ist de­fi­ni­tiv nicht »illegal«.[/Update]

Wei­ter­hin gel­ten die All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen oder die Nut­zungs­be­din­gun­gen nur zwi­schen Par­tei­en, die ei­nen Ver­trag ge­schlos­sen ha­ben, also zwi­schen Frog­ster als An­bie­ter und den Spie­lern. Auf wel­cher Grund­la­ge möch­te Frog­ster also Drit­ten die in kei­ner­lei Ver­trags­ver­hält­nis zu ih­nen ste­hen ver­bie­ten, sich über Pro­gram­me aus­zu­tau­schen? Oder eine Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form ver­bie­ten, weil sich die Nut­zer dar­über un­ter­hal­ten, ihre Spiel­kon­ten zu tau­schen? Deut­sche Ge­rich­te ha­ben die Stö­rer­haf­tung von Fo­ren­be­trei­bern im­mer wie­der ver­neint, wenn es um ein­deu­tig Rechts­wid­ri­ges ging. Hier geht es aber nur um vor­geb­li­che Ver­stö­ße ge­gen Nut­zungs­be­din­gun­gen, da liegt kein rechts­staat­li­ches In­ter­es­se an ei­ner Ent­fer­nung vor.
Of­fen ist auch nach wie vor, auf wel­cher Rechts­grund­la­ge Frog­ster den Han­del mit ingame-Gold oder Spie­ler­kon­ten ver­bie­ten möch­te, ab­ge­se­hen von den Pas­si in den Nut­zungs­be­din­gun­gen – die wie ich oben er­läu­ter­te kei­nen Ge­set­zes­sta­tus ha­ben und drin­gend von Ver­brau­cher­schüt­zern un­ter die Lupe ge­nom­men wer­den soll­ten. Und wenn wir über Recht im Netz spre­chen, soll­te man Herrn Schmidt auch auf das Recht der frei­en Mei­nungs­äu­ße­rung und das Recht auf Kom­mu­ni­ka­ti­on bzw. das Recht auf freie Wahl sei­ner Kom­mu­ni­ka­ti­ons­quel­len hin­wei­sen. Wenn das In­ter­net kein rechts­frei­er Raum ist, dann gilt das selbst­ver­ständ­lich auch für Frog­ster.

Quint­essenz: Bla.

Ich möch­te an die­ser Stel­le noch­mals aus­drück­lich dar­auf hin­wei­sen, dass ich eben­falls nichts von Chea­tern hal­te. Mei­ner An­sicht nach geht Schmidts Ar­gu­men­ta­ti­on in­halt­lich je­doch mei­len­weit am ei­gent­li­chen The­ma vor­bei.

Frog­ster-Logo Co­py­right Frog­ster In­ter­ac­tive Pic­tures, Nut­zung auf­grund der An­ga­ben auf der Pres­se­sei­te

RUNES OF MAGIC: Frogster verklagt Fanseite

Der MMO-Pu­blisher Frog­ster fällt im­mer mal wie­der durch ein Ver­hal­ten auf, das man vor­sich­tig nur als »ei­gen­ar­tig« be­zeich­nen kann. Seit Jah­ren kla­gen deut­li­che Tei­le der Spie­ler­schaft über schlech­te Lei­tun­gen im Sup­port oder tech­ni­sche Pro­ble­me. Wird in den of­fi­zi­el­len Sup­port­fo­ren Kri­tik dar­an ge­äu­ßert, wer­den sol­che Threads von den Mit­ar­bei­tern schnell ge­schlos­sen ent­fernt. Das ist ein nicht un­ge­wöhn­li­ches Ver­hal­ten in der Bran­che, zu­min­dest bei Fir­men die mit tech­ni­schen oder per­so­nel­len Pro­ble­men zu kämp­fen ha­ben wird ver­sucht, die schlech­te Au­ßen­wir­kung we­nig­stens in den of­fi­zi­el­len Fo­ren zu mi­ni­mie­ren (wo dann nur noch die Fan­bo­is zu Wort kom­men). Das führt al­ler­dings in al­ler Re­gel zu noch schlech­te­rer Pres­se an­ders­wo im Web.

Nun star­tet Frog­ster eine Of­fen­si­ve ge­gen die MMO-Sei­te elitepvpers.de, die sich ne­ben RU­NES OF MA­GIC auch noch mit an­de­ren Spie­len des Gen­res be­schäf­tigt. Die Fan­sei­te wur­de ver­klagt, weil man sich an­geb­lich dar­an »ge­schäfts­mä­ßig be­rei­che­re«, dass Fo­ren­teil­neh­mer Spiel­ac­counts und Ingame-Gold ver­kau­fen oder tau­schen. Zu­dem sol­len Cheat-Pro­gram­me ver­brei­tet wor­den sein.

Ein Blick ins Fo­rum zeigt, dass dort tat­säch­lich Spie­ler Gold und Ac­counts an­bie­ten (für an­de­re Spie­le, der ROM-Be­reich wur­de der­zeit auf­grund des Rechts­streits aus­ge­blen­det), mir er­scheint das aber in kein­ster Wei­se »ge­schäfts­mä­ßig«, hier tren­nen sich Spie­ler von Res­sour­cen, die sie nicht mehr be­nö­ti­gen, das sieht in mei­nen Au­gen aus wie ein »Klein­an­zei­gen­markt« und nicht wie pro­fes­sio­nel­les Gold­sel­ling. Wirft man ei­nen Blick ins Im­pres­sum der eli­tepv­pers er­kennt man al­ler­dings, dass die Sei­te von ei­ner Fir­ma be­trie­ben wird.

Ich ver­mu­te, Frog­ster be­ruft sich auf sei­ne Ge­schäfts- bzw. Nut­zungs­be­din­gun­gen und ge­nau hier könn­te es pas­sie­ren, dass man sich mit die­ser Kla­ge mög­li­cher­wei­se ins ei­ge­ne Fleisch schnei­det. War­um? Ein­fach: Die Nut­zungs­be­din­gun­gen vie­ler MMOs sind in ho­hem Maße ver­brau­cher­feind­lich und hal­ten mei­ner An­sicht nach  ge­naue­ren rich­ter­li­chen Un­ter­su­chun­gen nicht stand. Frog­ster kann (wie alle an­de­ren) zwar den Han­del mit Gold und Ac­counts oder die Nut­zung von Dritt­pro­gram­men in den Nut­zungs­be­din­gun­gen ver­bie­ten, da­durch wird dar­aus aber noch lan­ge kein gül­ti­ges deut­sches Recht.

Eben­falls zu klä­ren wäre end­lich mal, wel­che Rech­te der Kun­de an den von ihm zum Teil sehr zeit­auf­wän­dig und lan­ge ge­spiel­ten Cha­rak­te­ren (und ih­rer Aus­rü­stung) oder er­spiel­ter vir­tu­el­ler Wäh­rung hat, im­mer­hin hat er da­für in al­ler Re­gel über ei­nen lan­gen Zeit­raum eine Men­ge Geld in­ve­stiert.

Es ist lan­ge über­fäl­lig, dass die Rech­te der spie­len­den Kun­den hier deut­lich ge­stärkt wer­den – und wenn das ge­schieht, dann hat das weit­rei­chen­de Aus­wir­kun­gen für die Bran­che und bei den An­bie­tern dürf­te das gro­ße Heu­len und Zäh­ne­klap­pern los­ge­hen…

Frog­ster weiß ins­be­on­de­re in die­sem Fall auch of­fen­sicht­lich nicht ge­nau was sie tun, denn kurz vor der Kla­ge bot man dem Fo­rum noch eine Zu­sam­men­ar­beit im Zu­sam­men­hang mit ei­nem Re­lease an – weiß das Mar­ke­ting nicht, was die Rechts­ab­tei­lung ge­ra­de aus­kocht? Zu­dem fragt man sich, ob vor ei­ner Kla­ge nicht erst ein­mal ein freund­li­cher Hin­weis aus­ge­reicht hät­te, dass man Pro­ble­me sieht.

Eben­falls be­zeich­nend: Frog­ster ant­wor­tet auf An­fra­gen re­nom­mier­ter Web­sei­ten wie bei­spiels­wei­se Go­lem oder GamesIndustry.biz zu die­sem The­ma nicht und hüllt sich lie­ber in Schwei­gen. Kei­ne Ant­wort ist auch eine Ant­wort…

Die näch­ste MMO-Hoff­nung TERA wird in Eu­ro­pa von Frog­ster ver­trie­ben – für mich nach al­lem was im Zu­sam­men­hang mit Frog­ster so in den letz­ten Jah­ren ge­sche­hen ist ein Grund da­von ab­zu­se­hen, es zu spie­len. Man muss sich näm­lich ernst­haft fra­gen, ob Frog­ster in der Lage sein wird, brauch­ba­ren Sup­port für ein AA-MMO zu lei­sten und das Aus­packen der Kla­ge-Keu­le sorgt (zu­min­dest bei mir) auch nicht eben für Ver­trau­en…

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Logo eli­tepv­pers Co­py­right He­roic Stu­di­os UG

RUNES OF MAGIC im Browser

Be­trei­ber Frog­ster und der Brow­ser­spiel-En­gi­ne-Spe­zia­list Ka­ly­do ha­ben heu­te in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung ver­lau­ten las­sen, dass das MMO RU­NES OF MA­GIC dem­nächst auch im Brow­ser lau­fen soll, statt ei­nen de­zi­dier­ten Cli­ent zu be­nö­ti­gen.

Das Spie­len im Brow­ser aber bei­spiels­wei­se auch als Face­book-App soll be­reits ab dem 2. Quar­tal 2011 er­mög­licht wer­den, mit Prio­ri­tät auf die Ein­bin­dung auf dem so­zia­len Netz­werk. Spiel­bar sein soll ROM ent­we­der im Fen­ster- oder im Voll­bild­mo­dus, Frog­ster be­haup­tet sehr voll­mun­dig, dass das im Ver­gleich zur Cli­ent-ba­sier­ten Ver­si­on ohne Ein­schrän­kun­gen funk­tio­nie­ren soll.

Da­mit käme RU­NES OF MA­GIC mög­li­cher­wei­se aus der Cloud und wäre nutz­bar, ohne dass vor dem Spie­len ein Gi­ga­byte-gro­ßer Cli­ent-Down­load not­wen­dig wür­de; es ist nach mei­nen Er­fah­run­gen mit Brow­ser-ba­sier­ten Ga­mes al­ler­dings mög­li­cher­wei­se da­von aus­zu­ge­hen, dass es zu Ein­bu­ßen bei der Gra­fik­qua­li­tät kom­men könn­te – sie­he zum Bei­spiel BATT­LE­STAR GA­LAC­TICA ON­LINE, al­ler­dings kommt da­bei eine an­de­re Tech­nik zum Ein­satz, näm­lich Uni­ty, also im Prin­zip wie­der ein Cli­ent, der im Brow­ser läuft. Auch Ka­ly­dos Tech­nik setzt auf eine En­gi­ne, hier heisst die­se  Ga­me­bryo.

Er­ste De­mos wol­len Frog­ster und Ka­ly­do auf der Game De­ve­l­o­pers Con­fe­rence in San Fran­cis­co zei­gen, die vom 28. Fe­bru­ar bis 4. März 2011 statt­fin­det.

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Pro­mo-Gra­fik RU­NES OF MA­GIC Co­py­right Frog­ster In­ter­ac­tive

Die kom­plet­te Pres­se­mel­dung im voll­stän­di­gen Ar­ti­kel.
wei­ter­le­sen →

Gameforge will Frogster übernehmen

Der Ent­wick­ler und Pu­blisher für Brow­ser- und Cli­ent-ba­sier­te MMOs Gamef­or­ge (ME­TIN 2) hat 60 Pro­zent der Ak­ti­en des di­rek­ten Kon­kur­ren­ten Frog­ster er­wor­ben. Zu­dem will man auch den Rest der An­tei­le kau­fen und hat den Ei­gen­tü­mern ein An­ge­bot über­mit­telt, das vom 16. Au­gust bis zum 20. Sep­tem­ber Gül­tig­keit hat, zu­min­dest laut In­for­ma­tio­nen sei­tens Gamef­or­ge. Die Über­nah­me er­folgt über die Gamef­or­ge-Toch­ter Ru­bin 66.

Das Un­ter­neh­men er­hofft sich aus ei­ner Über­nah­me eine bes­se­re Markt­po­si­ti­on im in­ter­na­tio­na­len Be­reich On­line-Spie­le. Frog­sters be­schäf­tigt mehr als 200 Mit­ar­bei­ter und er­ziel­te im Jahr 2009 ei­nen Um­satz von 14 Mil­lio­nen Euro. Flagg­schiff ist das MMORPG RU­NES OF MA­GIC, erst vor Kur­zem wur­de öf­fent­lich, dass die Fir­ma auch die eu­ro­päi­sche Ver­mark­tung des Pre­mi­um-MMOs TERA über­neh­men soll­te. Bei Fans kam letz­te­res nicht gut an, da sei­tens der Spie­ler Pro­ble­me mit dem Sup­port, Zen­sur des of­fi­zi­el­len ROM-Fo­rums und Ac­count-Si­cher­heits­pro­ble­me mo­niert wur­den (letz­te wur­de erst in der letz­ten Wo­che laut Aus­sa­gen von Frog­ster an­geb­lich be­ho­ben).

Es bleibt ab­zu­war­ten, ob es zu die­ser Über­nah­me kommt und was das für die Spie­le – auch die zu­künf­ti­gen – bei Frog­ster be­deu­ten wird.

Logo Gamef­or­ge Co­py­right Gamef­or­ge

Frogster wird Europa-Publisher von TERA

Ge­ra­de wur­de an­ge­kün­digt, dass Frog­ster In­ter­ac­tive für Eu­ro­pa als Pu­blisher des MMOs TERA auf­tre­ten wird. Da­mit küm­mert sich die Fir­ma hin­ter RU­NES OF MA­GIC un­ter an­de­rem um den Auf­bau ei­ner Ser­ver-In­fra­struk­tur und des Kun­den­sup­ports.

Die Re­ak­tio­nen eu­ro­päi­scher Spie­ler im of­fi­zi­el­len Fo­rum sind zwie­späl­tig bis ab­leh­nend, of­fen­bar ha­ben et­li­che mit dem bis­he­ri­gen Ver­hal­ten von Frog­ster ihre Pro­ble­me. Mo­niert wird bei­spiels­wei­se, dass kri­ti­sche Bei­trä­ge in Frog­ster-Fo­ren zen­siert wer­den, oder der of­fen­bar man­gel­haf­te Kun­den­dienst. Eine zen­tra­le und oft ge­äu­ßer­te Furcht ist, dass das eher auf ein er­wach­se­nes Pu­bli­kum aus­ge­rich­te­te TERA für Deutsch­land zen­siert wer­den könn­te, um es auch der Ziel­grup­pe 12+ ver­kau­fen zu kön­nen.

Frog­ster Pro­duct Ma­nage­ment Di­rec­tor Da­ni­el Ull­rich hat zwar zu ei­ni­gen der Sor­gen Stel­lung ge­nom­men, konn­te aber die Be­den­ken der Spiel­er­ge­mein­de nicht aus­räu­men. Das ist auch ver­ständ­lich, liest man State­ments wie (Her­vor­he­bun­gen von mir):

2. Questi­ons about pos­si­ble cen­sor­ship / PEGI +13 / USK 12+
It’s not our goal to cut or re­du­ce the TERA ex­pe­ri­ence in Ger­ma­ny or any other coun­try whe­re Frog­ster holds the rights to pu­blish TERA. We won’t cen­sor so­m­e­thing if we are al­lo­wed to keep it in. We love TERA just the way it is, just like you do. We don’t want to chan­ge a sin­gle pi­xel of this gre­at game. But I am sure you can un­der­stand that we have to stick to the exi­sting law in Ger­ma­ny and other Eu­ropean coun­tries like any other pu­blisher. We will keep you up­dated on this to­pic, but so far we be­lie­ve that not­hing has to be chan­ged for Eu­ro­pe.

Nach al­lem, was ich bis­her von dem Spiel ge­se­hen habe, gibt es kei­nen nach­voll­zieh­ba­ren Grund, TERA auf­grund ir­gend­wel­cher an­geb­li­chen Ge­set­zes­pro­ble­me in Deutsch­land zu be­schnei­den. Das trotz­dem schon­mal vor­ab si­cher­heits­hal­ber als Grund vor­zu­schie­ben hin­ter­lässt ei­nen scha­len Nach­ge­schmack.

Das ge­sam­te State­ment liest sich oh­ne­hin wie von der Mar­ke­ting-Ab­tei­lung dik­tiert…

Es bleibt ab­zu­war­ten, wel­che Ver­trä­ge die TERA-Her­stel­ler mit Frog­ster ab­schlie­ßen, um si­cher zu stel­len, dass ein Pre­mi­um-pay-to-play-Spiel wie die­ses auch eine an­ge­mes­se­ne Eu­ro­pa-Un­ter­stüt­zung er­hält. Be­trach­tet man ne­ben den oben be­schrie­be­nen Pro­ble­men das Schick­sal von CHRO­NI­CLES OF SPELL­BORN, das von Frog­ster nach nicht ein­mal ei­nem Jahr auf­ge­ge­ben wur­de (ob­wohl es zu­vor als Re­tail-Box ver­kauft wor­den ist), kann man die Be­den­ken man­cher po­ten­ti­el­ler Kun­den gut nach­voll­zie­hen.

Et­li­che Spie­ler ha­ben be­reits an­ge­kün­digt, das Spiel nicht zu kau­fen, soll­te Frog­ster der Eu­ro­pa-Dis­tri­bu­tor wer­den, die Fra­ge, ob man von Eu­ro­pa aus auch auf den US-Ser­vern spie­len kön­nen wird, oder ob das eine IP-Sper­re ver­hin­dert, wur­de bis­lang nicht be­ant­wor­tet.

Logo TERA und »Ca­sta­ni­an Wo­man« (aus dem Fan­site-Kit) Co­py­right En Mas­se En­ter­tain­ment und & Blue­ho­le Stu­dio

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