RUNES OF MAGIC: Frogster verklagt Fanseite

Der MMO-Publisher Frogs­ter fällt immer mal wie­der durch ein Ver­hal­ten auf, das man vor­sich­tig nur als »eigen­ar­tig« bezeich­nen kann. Seit Jah­ren kla­gen deut­li­che Tei­le der Spie­ler­schaft über schlech­te Lei­tun­gen im Sup­port oder tech­ni­sche Pro­ble­me. Wird in den offi­zi­el­len Sup­port­fo­ren Kri­tik dar­an geäu­ßert, wer­den sol­che Threads von den Mit­ar­bei­tern schnell geschlos­sen ent­fernt. Das ist ein nicht unge­wöhn­li­ches Ver­hal­ten in der Bran­che, zumin­dest bei Fir­men die mit tech­ni­schen oder per­so­nel­len Pro­ble­men zu kämp­fen haben wird ver­sucht, die schlech­te Außen­wir­kung wenigs­tens in den offi­zi­el­len Foren zu mini­mie­ren (wo dann nur noch die Fan­bo­is zu Wort kom­men). Das führt aller­dings in aller Regel zu noch schlech­te­rer Pres­se anders­wo im Web.

Nun star­tet Frogs­ter eine Offen­si­ve gegen die MMO-Sei­te elitepvpers.de, die sich neben RUNES OF MAGIC auch noch mit ande­ren Spie­len des Gen­res beschäf­tigt. Die Fan­sei­te wur­de ver­klagt, weil man sich angeb­lich dar­an »geschäfts­mä­ßig berei­che­re«, dass Foren­teil­neh­mer Spiel­ac­counts und Ingame-Gold ver­kau­fen oder tau­schen. Zudem sol­len Cheat-Pro­gram­me ver­brei­tet wor­den sein.

Ein Blick ins Forum zeigt, dass dort tat­säch­lich Spie­ler Gold und Accounts anbie­ten (für ande­re Spie­le, der ROM-Bereich wur­de der­zeit auf­grund des Rechts­streits aus­ge­blen­det), mir erscheint das aber in keins­ter Wei­se »geschäfts­mä­ßig«, hier tren­nen sich Spie­ler von Res­sour­cen, die sie nicht mehr benö­ti­gen, das sieht in mei­nen Augen aus wie ein »Klein­an­zei­gen­markt« und nicht wie pro­fes­sio­nel­les Gold­sel­ling. Wirft man einen Blick ins Impres­sum der eli­tepv­pers erkennt man aller­dings, dass die Sei­te von einer Fir­ma betrie­ben wird.

Ich ver­mu­te, Frogs­ter beruft sich auf sei­ne Geschäfts- bzw. Nut­zungs­be­din­gun­gen und genau hier könn­te es pas­sie­ren, dass man sich mit die­ser Kla­ge mög­li­cher­wei­se ins eige­ne Fleisch schnei­det. War­um? Ein­fach: Die Nut­zungs­be­din­gun­gen vie­ler MMOs sind in hohem Maße ver­brau­cher­feind­lich und hal­ten mei­ner Ansicht nach  genaue­ren rich­ter­li­chen Unter­su­chun­gen nicht stand. Frogs­ter kann (wie alle ande­ren) zwar den Han­del mit Gold und Accounts oder die Nut­zung von Dritt­pro­gram­men in den Nut­zungs­be­din­gun­gen ver­bie­ten, dadurch wird dar­aus aber noch lan­ge kein gül­ti­ges deut­sches Recht.

Eben­falls zu klä­ren wäre end­lich mal, wel­che Rech­te der Kun­de an den von ihm zum Teil sehr zeit­auf­wän­dig und lan­ge gespiel­ten Cha­rak­te­ren (und ihrer Aus­rüs­tung) oder erspiel­ter vir­tu­el­ler Wäh­rung hat, immer­hin hat er dafür in aller Regel über einen lan­gen Zeit­raum eine Men­ge Geld inves­tiert.

Es ist lan­ge über­fäl­lig, dass die Rech­te der spie­len­den Kun­den hier deut­lich gestärkt wer­den – und wenn das geschieht, dann hat das weit­rei­chen­de Aus­wir­kun­gen für die Bran­che und bei den Anbie­tern dürf­te das gro­ße Heu­len und Zäh­ne­klap­pern los­ge­hen…

Frogs­ter weiß ins­be­on­de­re in die­sem Fall auch offen­sicht­lich nicht genau was sie tun, denn kurz vor der Kla­ge bot man dem Forum noch eine Zusam­men­ar­beit im Zusam­men­hang mit einem Release an – weiß das Mar­ke­ting nicht, was die Rechts­ab­tei­lung gera­de aus­kocht? Zudem fragt man sich, ob vor einer Kla­ge nicht erst ein­mal ein freund­li­cher Hin­weis aus­ge­reicht hät­te, dass man Pro­ble­me sieht.

Eben­falls bezeich­nend: Frogs­ter ant­wor­tet auf Anfra­gen renom­mier­ter Web­sei­ten wie bei­spiels­wei­se Golem oder GamesIndustry.biz zu die­sem The­ma nicht und hüllt sich lie­ber in Schwei­gen. Kei­ne Ant­wort ist auch eine Ant­wort…

Die nächs­te MMO-Hoff­nung TERA wird in Euro­pa von Frogs­ter ver­trie­ben – für mich nach allem was im Zusam­men­hang mit Frogs­ter so in den letz­ten Jah­ren gesche­hen ist ein Grund davon abzu­se­hen, es zu spie­len. Man muss sich näm­lich ernst­haft fra­gen, ob Frogs­ter in der Lage sein wird, brauch­ba­ren Sup­port für ein AA-MMO zu leis­ten und das Aus­pa­cken der Kla­ge-Keu­le sorgt (zumin­dest bei mir) auch nicht eben für Ver­trau­en…

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AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit natür­li­cher Affi­ni­tät zu Pixeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online dar­über.

14 Kommentare for “RUNES OF MAGIC: Frogster verklagt Fanseite”

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Camo

sagt:

Hmmm… du weißt aber, dass Frogs­ter nicht ganz unrecht hat, was Eli­tePV­Pers betrifft?
Selbst in dem recht öffent­li­chen Teil wer­den Cheats, Bots und der­glei­chen ange­bo­ten und gera­de auch in Sachen Kon­fi­gu­ra­ti­on und Ein­satz unter­stützt. Das ist aber nur der Klein­kram, im »inne­ren Zir­kel« geht es noch bes­ser zur Sache, die gan­zen »guten« Sachen fin­det man da. Ist nur nicht ganz ein­fach, ohne Kon­tak­te da Zugang zu bekom­men. Ich hat­te ihn mal und weiß, wovon ich rede, fürch­te ich.
Eli­tePV­Pers eine »Fan­sei­te« zu nen­nen ist im End­ef­fekt eine Ver­nied­li­chung, da dort pri­mär die Chea­ter und Bot­ter her­um­lau­fen. Wobei ich mein schöns­tes Lob als MMO-GM dort bekam, näm­lich als man mir beschei­nig­te, dass ich nicht auf die (eben­falls dort ver­brei­te­ten) Aus­re­den her­ein­fal­len wür­de und man nicht davon­kom­men wür­de, wenn man Mist gebaut hät­te.

Ich ken­ne die Sei­te län­ger, genau wie jeder ande­re Mit­ar­bei­ter des Spie­le­sup­ports, der einen Schuss Pul­ver wert ist. Sie balan­cie­ren nur meist auf einem recht schma­len Grat, der noch zuläs­sig ist. Aber nun hat man anschei­nend den Schritt ent­deckt, der zu weit ging.

Sor­ry, dir hier wider­spre­chen zu müs­sen, aber ein Vor­ge­hen gegen Eli­tePV­Pers bedeu­tet nicht, dass eine Fir­ma gegen ihre Fans vor­geht. Ganz im Gegen­teil, ich per­sön­lich wür­de mich freu­en, wenn die­se Bot­ter­gru­be end­lich aus­ge­ho­ben wird. Hab mehr als genug Stress mit ihren »Pro­duk­ten« gehabt. Wobei zumin­dest ich Wert dar­auf lege, nicht mit Chea­tern und Bot­tern zusam­men­zu­spie­len. Aber von Eli­tePV­Pers kommt wenig ande­res.

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Stefan Holzhauer

sagt:

Es ist mir ehr­lich gesagt völ­lig egal, ob sich dort im inter­nen Bereich die »Chea­ter« und »Bot­ter« tum­meln.

Erst­mal geht es mir dar­um, dass diver­se Pas­si in den Nut­zungs­be­din­gun­gen fast aller Anbie­ter frag­wür­dig sind und es mei­ner Ansicht nach kei­ne recht­li­che Hand­ha­be gegen Gold- oder Account­han­del gibt. Streng genom­men auch nicht gegen den Ein­satz von Bots oder ande­ren Pro­gram­men. Was soll­ten das auch für Hand­ha­ben sein? Wie ich bereits schrieb sind Nut­zungs­be­din­gun­gen kei­ne Geset­ze und als geschlos­se­ner Ver­trag auch nur dann in allen Punk­ten gül­tig, wenn sie rechts­kon­form sind. Das bezweif­le ich bei so ziem­lich allen Anbie­tern sehr deut­lich.

Dass der Ein­satz von Cheat­soft­ware und Bots gegen­über den ande­ren Spie­lern nicht fair ist und auch ich als Spie­ler kei­ne ande­ren Spie­ler möch­te, die sich durch den Ein­satz von Soft­ware Vor­tei­le ver­schaf­fen steht auf einem ande­ren Blatt – aber das ist nicht Kern der Aus­sa­ge mei­nes Arti­kels. Ich bezweif­le nach­drück­lich, dass es zivil- oder straf­recht­lich rele­vant ist, Per­so­nen eine Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form zur Ver­fü­gung zu stel­len, um sich über Pro­gram­me aus­zu­tau­schen. Der Nut­zer uner­wünsch­ter Soft­ware ver­stößt gegen die Nut­zungs­be­din­gun­gen, nicht der Betrei­ber einer Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form.

Mei­ne Kri­tik rich­tet sich auf­grund hin­läng­lich bekann­ten Ver­hal­tens gegen Frogs­ter sowie die Prak­ti­ken ande­rer Anbie­ter.

Ich den­ke (und hof­fe) dass Frogs­ter mit der Kla­ge ein böses Eigen­tor geschos­sen hat und die Nut­zungs­be­din­gun­gen end­lich mal abge­klopft wer­den, nach­dem die Ver­brau­cher­zen­tra­le ja offen­sicht­lich kein Inter­es­se dar­an hat (und denen wahr­schein­lich auch die Exper­ti­se fehlt).

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Camo

sagt:

Die Nut­zungs­be­din­gun­gen… ehr­lich gesagt haben sie genau den sel­ben Sta­tus wie z.B. Foren­re­geln oder die guten alten Haus­re­geln.

Man hält sich dran oder man wird vor die Tür gesetzt. Der Haus­herr (oder hier der Betrei­ber) bestimmt die Regeln. Und wenn sie vor­her bekannt waren sind sie nach aktu­el­ler Recht­spre­chung auch gül­tig. Denn die Gerich­te haben sich durch­aus schon öfter mit der­ar­ti­gen Din­gen befasst. Die Ent­schei­dun­gen fie­len immer zu Guns­ten der Betrei­ber.
Im End­ef­fekt kann jeder vor­her sehen auf was er sich ein­lässt und dann frei ent­schei­den ob er sich dem unter­wer­fen möch­te oder nicht.

Dem­zu­fol­ge kann ein Betrei­ber auch fest­le­gen, dass kein ande­rer real an sei­nem Pro­dukt ver­die­nen soll durch Gold- oder Account­ver­kauf. Man weiß es vor­her, also hält man sich ent­we­der dran oder man tut es nicht. Aber im letz­te­ren Fall soll­te man sich nicht dar­über wun­dern, wenn einem die Tür gewie­sen wird.

Neben­bei tun das alle Betrei­ber. WoW, HdRO, RoM, auch die klei­ne­ren Betrei­ber haben der­ar­ti­ge Regeln. Foren haben der­ar­ti­ge Regeln auch, zumin­dest zum Groß­teil. Und über­all heißt es »Hal­te dich dran oder du fliegst raus«.
Was zu einem nicht klei­nen Teil auch im Sin­ne der Spie­ler ist. Gold­ver­käu­fer… hast du eine Ahnung, wie viel Pro­test von Spie­lern kommt, wenn die­se »Geschäfts­leu­te« auf einem Ser­ver auf­schla­gen? Ich weiß aus Erfah­rung, dass der Groß­teil der Spie­ler dann Sturm läuft. Eben­so in Sachen Account­ver­kauf.
Ich habe es mal mit­er­lebt, dass ein Betrei­ber den Account­ver­kauf gedul­det hat. Einen der­ar­ti­gen Shit­s­torm der Spie­ler habe ich sel­ten erlebt, ganz ehr­lich. Selbst ein Ser­ver­down war dage­gen harm­los.

Aber wie dem auch sei… die »recht­li­che Hand­ha­be« zumin­dest im Spiel ist das Haus­recht, das bekann­ter­ma­ßen auch im Inter­net gilt.
Das es sich nur schwer­lich dar­auf bezieht, eine Sei­te wie Eli­tePV­Pers anzu­ge­hen ist bekannt, aber da ich mir nicht vor­stel­len kann, dass deren Rechts­ab­tei­lung kom­plett unfä­hig ist, schei­nen sie einen Ansatz­punkt gefun­den zu haben.
Inves­tier­tes Geld kann aber nie dazu füh­ren, dass auf­ge­stell­te Regeln nicht mehr gel­ten. Oder haben Daim­ler­fah­rer mehr Rech­te im Stra­ßen­ver­kehr? Ich den­ke nicht ;)
War­um also soll­te ein Spie­ler anders behan­delt wer­den, nur weil er Geld in etwas gesteckt hat? Zumal Gold­ver­käu­fer pri­mär über Testac­counts agie­ren bzw. kein Geld in ein Spiel ste­cken. Bot­ter auch nur in Aus­nah­me­fäl­len.
Der durch AGBs geschlos­se­ne Ver­trag könn­te nur nich­tig wer­den, wenn die AGBs nicht vor­her ein­seh­bar waren oder es kön­nen sit­ten­wid­ri­ge bzw. Geset­zen wider­spre­chen­de Tei­le unwirk­sam wer­den. Was bis­her mei­nes Wis­sens nicht vor­ge­kom­men ist, ehr­lich gesagt. Und ich beschäf­ti­ge mich mit der­lei Din­gen doch schon etwas län­ger und – durch mei­ne lang­jäh­ri­ge Tätig­keit im Sup­port ver­schie­de­ner Fir­men – aus­führ­li­cher.

Ich mag da vor­ein­ge­nom­men sein, aber ich per­sön­lich hof­fe, dass Eli­tePV­Pers end­lich das bekommt, was sie ver­die­nen. Die­se »Fan­sei­te« rich­tet schon seit vie­len Jah­ren erheb­li­chen Scha­den an… und geht durch­aus wei­ter als nur eine Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form zu bie­ten. Und zwar erheb­lich. Wobei Frogs­ter der­zeit genau das tut, was sich vie­le ehr­li­che Spie­ler seit Jah­ren wün­schen, näm­lich die­sen Hafen der unehr­li­chen Spie­ler zu ent­fer­nen. Und die­sen Sumpf als Auf­hän­ger zu neh­men, um Frogs­ter als böse hin­zu­stel­len fin­de ich etwas gewagt. Wobei ich zu viel von Eli­tePV­Pers weiß, um die als Fan­sei­te anzu­se­hen und das Gan­ze damit als einen Angriff auf unschul­di­ge Spie­ler zu sehen.

Ich kri­ti­sie­re auch ger­ne Betrei­ber, wenn sie Mist bau­en. Und das tun sie oft genug. Aber ich weiß auch, dass »die Spie­ler« mehr als genug Dreck am Ste­cken haben. Und EPVP ist nur das schil­lernds­te Bei­spiel davon, dage­gen ver­blasst in mei­ner Erfah­rung jeder Betrei­ber, fürch­te ich.

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Stefan Holzhauer

sagt:

Ich bin deut­lich ande­re Ansicht als Du, was die Nut­zungs­be­din­gun­gen angeht – und nicht nur ich übri­gens. Denn es han­delt sich hier­bei um soge­nann­te »Shrink Wrap«-Bedingungen oder ‑EULAs, von denen man beim Kauf des Pro­duk­tes kei­ne Kennt­nis hat­te und die des­we­gen recht­lich äußerst umstrit­ten sind.

Plus: Nur wenn Du anführst, dass bis­lang noch kei­ne der Nut­zungs­be­din­gun­gen recht­lich ange­foch­ten wur­den, schließt das im Umkehr­schluss kei­nes­falls aus, dass die­se kei­ne rechts­wid­ri­gen Pas­si ent­hal­ten.

Zitat von iRights.info:

All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen müs­sen hier­nach für den Durch­schnitts­kun­den ver­ständ­lich for­mu­liert sein, der Kun­de muss bei Ver­trags­schluss deut­lich auf sie hin­ge­wie­sen wer­den, sie dür­fen kei­ne über­ra­schen­den Klau­seln ent­hal­ten (also Rege­lun­gen, mit denen der Ver­brau­cher nicht hät­te rech­nen müs­sen) und sie dür­fen den Ver­brau­cher auch nicht unan­ge­mes­sen benach­tei­li­gen. Ent­spre­chen all­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen die­sen Anfor­de­run­gen nicht, sind sie unwirk­sam.

Der obi­ge Link zu iRights.info zeigt auf den Arti­kel, der die recht­li­che Situa­ti­on detail­lier­ter beleuch­tet, dann muss ich das hier nicht wie­der­ho­len. :)

Mich wun­dert im Übri­gen nicht, dass kei­ner der ande­ren Anbie­ter bis­her irgend­wel­che Schrit­te ein­ge­lei­tet hat, sei es nun gegen eli­tepv­pers oder ande­re Sei­tem noch nicht mal gegen sol­che, die auf Ebay Gold ver­kau­fen. Es gibt näm­lich kei­ne recht­li­che Hand­ha­be dage­gen und wenn man hier zu viel Staub auf­wir­belt, kann das übel ins Auge gehen, des­sen sind sich Bliz­zard & Co. mit Sicher­heit bewusst. Des­we­gen auch der Hin­weis, dass Frogs­ter mög­li­cher­wei­se ein Eigen­tor schießt.

Wie fähig die Rechts­ab­tei­lung ist wird sich raus­stel­len… :)

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Camo

sagt:

Hmmm… aber du weißt, dass Blizz den ers­ten Pro­zess gegen Gold­sel­ler schon geführt hat? Ich mei­ne sogar, sie haben gewon­nen, zumin­dest meint das mei­ne Erin­ne­rung. War in den Staa­ten, aber man müss­te even­tu­ell mal die Urteils­be­grün­dung ein­se­hen.

Wobei die AGBs der meis­ten MMOs online ein­seh­bar sind, der Shrink-Wrap-Para­graph also nicht greift. Das Teil setzt aber die AGBs auch nicht außer Kraft… man kann damit nur die Ware zurück­ge­ben.
Auch der Teil mit »über­ra­schen­de Klau­seln« greift nicht bei bran­chen­ty­pi­schen Ansät­zen, wie mir ein Jurist glaub­haft ver­si­cher­te.

Wobei eigent­lich die meis­ten MMO vor dem ers­ten Spie­len, meist sogar beim Instal­lie­ren, auf die AGB hin­wei­sen und man die­se akzep­tie­ren muss. Das ist ein wis­sent­li­cher Akt, der nicht ein­fach weg­dis­ku­tiert wer­den kann mit »Ich hab ein­fach geklickt, aber nicht gele­sen«.

Und so unum­strit­ten, wie das in dem Arti­kel dar­ge­stellt wird, ist es eigent­lich nicht. Zumal die ers­ten Urtei­le in Deutsch­land zum The­ma »Ich hat­te einen Pre­mi­um-Account (sprich hab Geld für Sachen bezahlt) und er wur­de mir dann wegen Ver­sto­ßes gegen die Regeln weg­ge­nom­men, das geht aber nicht« schon da sind… und nicht zu Guns­ten der Spie­ler aus­fal­len. Das Akten­zei­chen ist aber mit mei­nem alten Rech­ner gen Val­hal­la gefah­ren, fürch­te ich.

Fazit wird aber sein: Im Spiel gel­ten die Regeln der Betrei­ber. Es gibt kein ver­bind­li­ches Recht, die Ser­ver benut­zen zu kön­nen, damit wird im Ernst­fall ein gro­ber Regel­ver­stoß mit dem Aus­schluss sprich Accountent­zug geahn­det wer­den. So wie jeder Mensch einen Besu­cher raus wer­fen darf, der sich nicht so benimmt wie man das möch­te.
Denn soll­te es z.B. ein »Recht auf Teil­nah­me am Spiel« geben, wer wür­de dann noch ein Spiel betrei­ben? Die­ses Recht wür­de dann näm­lich auch beinhal­ten, dass der Betrei­ber nicht mal im Ver­lust­fall die Ser­ver abschal­ten darf.
Ähn­lich wird es sich aber auch ver­hal­ten, wenn ein deut­sches Gericht gewis­se Regeln und AGB-Tei­le abspricht. Dann könn­ten durch­aus die Ser­ver her­un­ter­ge­fah­ren wer­den, weil näm­lich in den meis­ten Fäl­len der Betrei­ber haf­tet, wenn etwas pas­siert.
Wobei bis­her die Sach­la­ge der­art war, dass bei Betrugs­fäl­len bei Account- oder Gold­ver­kauf (was durch­aus nicht sel­ten vor­kommt) der Betrei­ber sagt »Das ist ver­bo­ten, damit hast du sel­ber Schuld« und damit wenig Angst vor den Anwäl­ten des Betro­ge­nen haben muss. Wäre das erlaubt, wäre die Sach­la­ge anders. Und du meinst wirk­lich, dem set­zen sich die Fir­men frei­wil­lig aus?

Was mich aber am meis­ten wun­dert… war­um tut man sich der­ar­ti­ge Sachen an, wenn man mit den Rah­men­be­din­gun­gen nicht ein­ver­stan­den ist? Ich sehe das ein klein wenig wie beim Auto­fah­ren: Nur weil mein Auto 220 Sachen schafft, darf ich trotz­dem nicht im Stadt­ver­kehr schnel­ler als 50 fah­ren, oder? War­um also das Argu­ment »Das ist mein Account, damit darf ich machen, was ich will«? Zumal die Besitz­ver­hält­nis­se an Accounts auch noch nicht geklärt sind.

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Stefan Holzhauer

sagt:

Ich möch­te gar nicht mehr detail­liert dar­auf ein­ge­hen, da man über die recht­li­chen Hin­ter­grün­de stun­den­lang dis­ku­tie­ren könn­te und wahr­schein­lich auch drei Rechts­ver­dre­her dazu fünf Mei­nun­gen hät­ten. Ich muss aller­dings zuge­ben, dass ich iRights.info die not­wen­di­ge Kom­pe­tenz zuge­ste­he.

An der Rea­li­tät vor­bei geht auch »war­um tut man sich das an?«. Die Rea­li­tät dürf­te sein, dass so gut wie nie­mand sich die EULAs von MMOs voll­stän­dig durch­liest – das ist auch irrele­vant, weil wie im ver­link­ten Arti­kel beschrie­ben, die Spra­che ohne­hin oft­mals für den »nor­ma­len« Nut­zer nicht ver­ständ­lich ist.

Und: Ver­such mal ein Pro­dukt zurück zu geben, weil man nach dem Öff­nen, Instal­lie­ren und nach­träg­li­chem Durch­le­sen der EULA mit die­ser nicht ein­ver­stan­den ist. Viel Glück!

In den meis­ten Nut­zer­be­din­gun­gen von MMOs ste­hen Din­ge drin wie: »Du bezahlst zwar, aber wenn Du kei­nen Zugriff hast ist das Dein Pro­blem und Du hast kei­nen Anspruch auf Kom­pen­sa­ti­on. Wenn wir die Ser­ver abschal­ten ist das Dein Pro­blem. Wenn unse­re Soft­ware Dei­nen Rech­ner abschießt ist das Dein Pro­blem.« Und so wei­ter und so fort…
Davon sind etli­che nicht halt­bar. Nur weil wegen eines MMOs noch kei­ner geklagt hat, heißt das noch lan­ge nicht, dass die Bedin­gun­gen den gesetz­li­chen Vor­ga­ben in Deutsch­land ent­spre­chen.

Quel­len zu Urtei­len wür­den mich aber tat­säch­lich bren­nend inter­es­sie­ren.

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Hal­lo,

wenn Anbie­ter den Han­del mit den spiel­ei­ge­nen vir­tu­el­len Items aus­schlies­sen muss das noch nicht das letz­te Wort sein was in der Hin­sicht gespro­chen ist.

Fra­gen die auf­kom­men wären zum Bei­spiel:
-> Kommt der Anbie­ter damit am Kar­tell­recht vor­bei?
-> Vor allem, wenn es eine nach­weis­lich gro­ße Nach­fra­ge für den »Sekun­där­markt« (Han­del mit Gold, Items und Accounts) gibt?
-> Die Spiele­be­trei­ber neh­men jugend­li­che Spie­ler aus. Nicht nur der Sucht­fak­tor spielt eine Rol­le (der in meh­re­ren Stu­di­en the­ma­ti­siert und bewie­sen wird), son­dern auch der finan­zi­el­le Teil (nach­weis­lich muss man für F2P Games mehr Geld inves­tie­ren um das »Ende« des Spiels zu errei­chen, als für P2P Games). Darf man es einem Jugend­li­chen in der Hin­sicht ver­weh­ren, nach dem »bösen Erwa­chen« (Sucht­fak­tor, finan­zi­el­ler Teil), also der Been­di­gung des Spiels, den finan­zi­el­len Scha­den durch den Ver­kauf von Gold und Accounts zu redu­zie­ren?

Das sind eini­ge Din­ge die auch beleuch­tet wer­den soll­ten. Über­dies ist die gan­ze Sache an sich nciht so tri­vi­al wie man­che es viel­leicht ger­ne hät­ten. Wir haben unglaub­lich vie­le Daten über Frogs­ter, Gamef­or­ge und Per­so­nen die damit in Ver­bin­dung ste­hen, die min­des­tens mora­lisch frag­wür­dig sind. Alles wird nach und nach von uns an die Pres­se wei­ter­ge­ge­ben. Heu­te steht eine gro­ße Ver­öf­fent­li­chung ins Haus. Win­fu­ture und Gul­li sind bereits mit der Prü­fung der Doku­men­te die ihnen zuge­schickt wur­den beschäf­tigt. Sie ste­hen auch in engem Kon­takt zu ihren Rechts­an­wäl­ten – denn was heu­te ans Licht kommt ist hei­kel. Aber es wird kom­men – und dann unter­hal­ten wir uns noch­mal dar­über wer böse und wer gut ist.

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Stefan Holzhauer

sagt:

Dan­ke für den Kom­men­tar.

Hier aber pau­scha­li­sier­te Wer­be-Aus­sa­gen ohne kon­kre­te Quel­len zu ver­brei­ten wer­de ich nicht unkom­men­tiert ste­hen las­sen.

Kri­tisch betrach­te ich die wer­be­wirk­sa­men Hin­wei­se auf »Nach­weis­li­ches«.

-> »Nach­weis­lich muss man für F2P mehr Geld inves­tie­ren«
Quel­le?
Nach einer Erhe­bung des Hei­se-Ver­lags ist das nicht der Fall, bei einem Spiel­ver­hal­ten ana­log zu dem eines durch­schnitt­li­chen Abon­nen­ten ent­ste­hen unge­fähr die­sel­ben monat­li­chen Kos­ten.

-> »Sucht­fak­tor wur­de in meh­re­ren Stu­di­en the­ma­ti­siert und bewie­sen«
Quel­le?
Tat­säch­lich gibt es bis­lang kei­ne wirk­lich wis­sen­schaft­lich gesi­cher­ten Ergeb­nis­se zu die­sem The­ma und abge­se­hen von nebu­lö­sen Aus­sa­gen bestimm­ter Poli­ti­ker auch kei­ne Nach­wei­se. Ich gehe davon aus, dass es Spiel­süch­ti­ge gibt, Zah­len sind aller­dings nicht bekannt und ich gehe von weni­gen Per­so­nen aus, ver­gleich­bar zu ande­ren Medi­en und poten­ti­ell sucht­er­zeu­gen­den Waren und Dienst­leis­tun­gen.

-> »Spiele­be­trei­ber neh­men jugend­li­che Spie­ler aus«
Das kann man objek­tiv nicht so ste­hen las­sen, denn »aus­neh­men« liegt im Auge des Betrach­ters und ist kein fest­ste­hen­der recht­lich rele­van­ter Begriff. Somit pure Pole­mik. Wem die Preis­ge­stal­tung eines F2P-Anbie­ters nicht gefällt, der kann das Spie­len ja las­sen. Ich weiß, jetzt kann man wie­der mit den »Süch­ti­gen« argu­men­tie­ren – geschenkt.

-> »böse oder gut«
Mei­ne Güte, fla­cher geht´s nim­mer, oder? :P

Über­haupt erschei­nen mir die­se Argu­men­ta­tio­nen sehr frag­wür­dig und fast schon bigott, wenn sie dazu benutzt wer­den, den Han­del mit ingame-Wäh­rung (auch den Drit­ter) oder die Unter­stüt­zung von Cheat­soft­ware begrün­den zu wol­len, denn wer­den damit nicht gera­de die Süch­ti­gen bedient und wird damit nicht mit dem F2P-Modell des Betrei­bers gear­bei­tet?

Mir geht es in ers­ter Linie dar­um, dass Frogs­ter die freie Kom­mu­ni­ka­ti­on und den Aus­tausch in einem pri­va­ten Forum unter­bin­den möch­te und sowohl frag­wür­di­ge AGBs hat wie auch mög­li­cher­wei­se ein unpro­fes­sio­nel­les Ver­hal­ten in Sachen Sup­port an den Tag legt. Wei­ter­hin dar­um, dass hier erneut ver­sucht wird, einen Foren­be­trei­ber für Inhal­te sei­ner User haft­bar machen zu wol­len – wobei über­haupt mal zu klä­ren wäre, ob der Tausch von vir­tu­el­ler Wäh­rung und das Reden über sowie das Ver­brei­ten von Soft­ware über­haupt recht­lich belang­bar ist. Und dass Frogs­ter sich mit die­ser Kla­ge kei­ne Freun­de in der Sze­ne machen wird.

Es geht mir weder um »Wer­bung« für eli­tepv­pers noch für die Wisotz­ki Group. Von einer Bera­tungs­fir­ma mit Schwer­punkt Inter­net hät­te ich mir mehr erwar­tet als die­sen Kom­men­tar, der mit All­ge­mein­plät­zen und Wort­hül­sen agiert – sor­ry wegen der offe­nen Wor­te.

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sagt:

Ich bezog mich damit auf einen vor­an­ge­gan­ge­nen Bei­trag in dem die Nut­zungs­be­din­gun­gen und deren Wirk­sam­keit dis­ku­tiert wur­den. Das soll­te kei­nes­falls die gan­ze Sache pau­schal anspre­chen. Den­noch möch­te ich hier die Links nach­rei­chen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Computerspielsucht (bzugl. der Stu­di­en – Ergeb­nis: MMO als Spit­zen­rei­ter.) MMOs ten­die­ren dazu die Spiel­sucht auf­grund ihrer Lang­läu­fig­keit eher zu för­dern als Sin­gel­play­er-Games oder kon­ven­tio­nel­le Mul­ti­play­er­spie­le. Aus­nah­me hier­bei ist Coun­ter-Strike.

Dass F2P Spie­le teu­rer sind als P2P Spie­le (wenn man sie wirk­lich bis zum »Ende« hin genie­ßen will!) ist die logi­sche Kon­se­quenz wenn man sich die Din­ge aus­rech­net. Bei­spiel:

World of War­craft: 13 EUR / Monat und ich kann alles errei­chen, so oft rai­den wie ich möch­te, etc. – Allods online zum Ver­gleich, hier eine Rech­nung der Com­mu­ni­ty: http://allods-forum.gpotato.com/viewtopic.php?f=5&t=8826 – mar­kant ist dabei, dass man für 10 Stun­den Raid (bei WoW sind es ähn­lich vie­le Stun­den *in der Woche*) 13 USD bezah­len soll. Ich habe mir den Ingame Shop auch ange­se­hen und zah­le für die anfäng­li­che Cha­rak­ter­aus­stat­tung (Mount, Taschen, etc.) schon mehr als zwei Monats­a­bos für World of War­craft.

Dar­aus resul­tiert natür­lich auch mei­ne Aus­sa­ge »Spiele­be­trei­ber neh­men jugend­li­che Spie­ler aus«. Wel­che Bezahl­ver­fah­ren wer­den ange­bo­ten? Kre­dit­kar­te, weil es nur an Erwach­se­ne gerich­tet ist, oder aber Pay-by-Call, Pay-by-SMS, Pay­safe­card und sogar Spon­sor­pay, wo die Jugend­li­chen dann gleich mal Ver­trä­ge abschlies­sen und Ihre Daten im Inter­net für die Teil­nah­me an Gewinn­spie­len ver­ju­beln. Ent­schul­di­gung, aber das ist für mich »aus­neh­men«.

Hin­sicht­lich der übri­gen Argu­men­ta­ti­on müss­te man die recht­li­che Kom­po­nen­te aus­führ­lich prü­fen, gera­de bzgl. des Kar­tell­rechts. Dar­über kann ich hier jetzt kei­nen Roman ver­fas­sen – zumal die Ansich­ten da auch unter Rechts­an­wäl­ten extrem aus­ein­an­der­ge­hen.

Ich habe im Vor­feld auch über­legt ob ich das »anonym« schrei­ben soll, dach­te mir aber ich ver­ste­cke mich nicht davor. Außer­dem wur­de es schon begrüßt, dass ich zu diver­sen Dis­kus­sio­nen Stel­lung genom­men habe. Ich bit­te also davon abzu­se­hen, das als Wer­bung zu dekla­rie­ren.

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Stefan Holzhauer

sagt:

Dan­ke für den auf­klä­ren­den Kom­men­tar.

Im ers­ten Absatz in dem von Ihnen ver­link­ten Wiki­pe­dia-Arti­kel fin­det man des Satz:

»Unge­klärt ist, ob exzes­si­ves Nut­zen von Com­pu­ter­spie­len als Krank­heit im Sin­ne von Miss­brauch und Abhän­gig­keit gel­ten kann.«

Wei­ter:

Dass F2P Spie­le teu­rer sind als P2P Spie­le (wenn man sie wirk­lich bis zum »Ende« hin genie­ßen will!) ist die logi­sche Kon­se­quenz wenn man sich die Din­ge aus­rech­net. Bei­spiel:

World of War­craft: 13 EUR/Monat und ich kann alles errei­chen, so oft rai­den wie ich möch­te, etc. – Allods online zum Ver­gleich, hier eine Rech­nung der Com­mu­ni­ty: http://allods-forum.gpotato.com/viewtopic.php?f=5&t=8826 – mar­kant ist dabei, dass man für 10 Stun­den Raid (bei WoW sind es ähn­lich vie­le Stun­den *in der Woche*) 13 USD bezah­len soll. Ich habe mir den Ingame Shop auch ange­se­hen und zah­le für die anfäng­li­che Cha­rak­ter­aus­stat­tung (Mount, Taschen, etc.) schon mehr als zwei Monats­a­bos für World of War­craft.

Die­se pau­scha­lier­te Rech­nung lässt diver­se Fak­to­ren völ­lig außer acht.

Bei­spie­le:

-> Anschaf­fungs­prei­se für Retail­bo­xen und Erwei­te­run­gen.

-> Man kann diver­se F2P-Spie­le mona­te­lang spie­len ohne auch nur einen Cent aus­zu­ge­ben, dazu gehö­ren auch bei­spiels­wei­se ROM, Allods oder LOTRO – ich habe dies und diver­se ande­re gespielt und weiß vovon ich rede. Auch die­se voll­stän­di­ge Kos­ten­frei­heit muss man in die Rech­nung »teu­rer oder nicht« mit ein­be­zie­hen. Dass Hard­core­spie­ler inner­halb weni­ger Tage auf Max leveln und dann im End­ga­me nur noch wei­ter­kom­men, wenn sie hau­fen­wei­se rea­les Geld inves­tie­ren ist nicht der Maß­stab – der Maß­stab sind »nor­ma­le« Spie­ler.

-> Spie­ler die nicht rai­den wol­len, son­dern wegen des PvE dabei sind (und das ist kei­ne Min­der­heit), müs­sen für Raids nichts bezah­len. Nicht alle ste­hen auf End­ga­me. Wenn ich meh­re­re Mona­te bei nor­ma­lem Spiel­ver­hal­ten spie­len kann ohne auch nur einen Cent aus­ge­ben zu müs­sen, muss das in eine sol­che Rech­nung mit ein­ge­hen.

Was die Rechts­the­men angeht stim­me ich zu, die Recht­spre­chung ist hier unein­heit­lich – wohl auch des­we­gen, weil die Rich­ter ver­mut­lich nicht so recht ver­ste­hen, wor­um es geht, schon gar nicht in Ham­burg…

Ich bit­te also davon abzu­se­hen, das als Wer­bung zu dekla­rie­ren.

Ich habe aus­schließ­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass mei­ne Bericht­erstat­tung nicht als Wer­bung für die bei­den Genann­ten zu ver­ste­hen ist.

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Stefan Holzhauer

sagt:

Nach­trag: die Prei­se in dem ver­link­ten Foren­post zum The­ma Allods ent­beh­ren jeg­li­cher Grund­la­ge, hier eine rea­lis­ti­sche­re Lis­te:

http://ninjalooter.de/2010/03/allods-online-deutsche-itemshop-preise-und-zahlungsoptionen-samt-gpotato-rabattaktionen/

Hier noch ein Arti­kel zum The­ma bei buffed.de:
http://www.buffed.de/Allods-Online-PC-232278/News/Allods-Online-Der-Itemshop-ist-da-UPDATE-Deutsche-Preise-sind-guenstiger-als-in-den-USA-779866/

Im Ver­gleich:

-> 20 Par­füm im von Denis Wisotz­ki ver­link­ten Thread: USD 12,50 (~ EUR 9,01 zum heu­ti­gen Kurs)

-> 20 Par­füm im von mir ver­link­ten Bei­trag: EUR 2,50 (bzw. EUR 2,00 wenn man die Lis­te von buf­fed annimmt, das ent­spricht mei­nen Erfah­run­gen im Spiel)

Erkennt man den Unter­schied? :)

Ich fra­ge mich, war­um hier mit für den hie­si­gen Markt offen­sicht­lich irrele­van­ten Zah­len agiert wer­den muss (die mög­li­cher­wei­se auch noch falsch sein könn­ten)?

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sagt:

Hal­lo

Ich spie­le ROM nun seit etwa 1 3/4 Jah­ren. Mei­ner Erfah­rung nach ist der Begriff Sup­port in Ver­bin­dung mit Frogs­ter eine Frech­heit. Ich habe sel­ten erlebt, wie sich ein Sup­port so Ver­lo­gen und Inkom­pe­tent outen kann.
Kri­tik wird in den Foren gelöscht, berech­tig­te »For­de­run­gen nach wie­der­gut­ma­chung« nach Ser­ver­crash 31.08.2010 -> 01.09.2010 mit Mate­ri­al und Gold­schwund beim Char wird mit Schutz­be­haup­tung nach 4 Wochen war­ten abge­lehnt.

Ich spie­le den Char noch in wenig wei­ter, da ich viel Ener­gie und Zeit inves­tiert habe.
Für mich steht aber jetzt schon fest, das Frogs­ter als Publisher unge­eig­net ist und in mei­ner wei­te­ren Spiel­zu­kunft kei­ne Rol­le mehr spie­len wird.
Vor die­sen Hin­der­grund kann ich durch­aus auch ver­ste­hen, das eini­ge ihre Accounts aus Frust ver­kau­fen. Die Ing­ame­be­schwer­den sind ja täg­lich nach­zu­le­sen.
Inso­fern passt ja der Kla­ge­ver­such von Frogs­ter ins Bild und zeigt den »Cha­rak­ter« von Frogs­ter deut­lich.

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