Gestoppt: Guillermo del Toros PINOCCHIO

Gestoppt: Guillermo del Toros PINOCCHIO

Regis­seur und Pro­du­zent Guil­ler­mo del Toro woll­te Car­lo Col­lo­dis klas­si­schen Kin­der­buch-Stoff PINOCCHIO in einen com­pu­ter­ani­mier­ten Film umset­zen – und das in einer für ihn typi­schen düs­te­ren Fas­sung. Das Pro­jekt ist bereits seit eini­ger Zeit irgend­wie im Gan­ge – und es wur­de jetzt weg­ge­axt.

In einem Inter­view anläss­lich der zwei­ten Staf­fel sei­ner Net­flix-Serie TROLLHUNTERS gab er zu Pro­to­koll, dass er Pinoc­chi­os Sto­ry im faschis­ti­schen Ita­li­en der Mus­so­li­ni-Zeit ansie­deln woll­te, mit einem Fokus dar­auf, ob es ange­sichts sol­cher Zustän­de bes­ser sei, eine Pup­pe oder ein Mensch zu sein. Und er sag­te, dass das Pro­jekt ein­deu­tig ein­ge­stellt ist, wobei er Abset­zun­gen als »den natür­li­chen Zustand der meis­ten Fil­me« bezeich­ne­te und dass so etwas eben pas­siert.

Wei­ter­hin füg­te er hin­zu, dass er sich nach dem Ende sei­nes aktu­el­len Pro­jekts THE SHAPE OF WATER im nächs­ten Jahr eine krea­ti­ve Pau­se gön­nen wol­le, um dar­über nach­zu­den­ken, was er danach alles machen will. Er bezeich­ne­te die Mög­lich­keit, sich solch eine Aus­zeit zu neh­men als gro­ßes Pri­vi­leg. Man darf gespannt sein, mit wel­chem Pro­jek­ten er nach sei­nem Sab­bat­jahr 2018 aus der sprich­wört­li­chen Höh­le kom­men wird.

Bild Guil­ler­mo del Toro von Gage Skid­mo­re, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA

Weggeaxt: STAR WARS ATTACK SQUADRONS

Weggeaxt: STAR WARS ATTACK SQUADRONS

Star Wars Attack Squadrons

Seit der Über­nah­me der STAR WARS-Rech­te durch Dis­ney sieht es für Com­pu­ter­spie­le im Uni­ver­sum von Han Solo und Darth Vader nicht gut aus. Zuerst kam das Aus für den ami­ni­tio­nier­ten Shoo­ter STAR WARS 1313, der Erwach­se­ne als Ziel­grup­pe hat­te und damit mög­li­cher­wei­se nicht ins Port­fo­lio des Micky Maus-Kon­zerns pass­te.

Jetzt hat es den Mul­ti­play­er-PvP-Shoo­ter STAR WARS ATTACK SQUADRONS erwischt. Vor erst weni­gen Mona­ten war das brow­ser­ba­sier­te Game ange­kün­digt wor­den, bei dem man in den aus der ers­te Tri­lo­gie bekann­ten X-Wings oder TIE-Figh­tern gegen­ein­an­der hät­te antre­ten sol­len.

Bereits vor dem Ende der Beta-Pha­se wur­de nun die Pro­duk­ti­on ein­ge­stellt. Das dürf­te dar­an lie­gen, dass aus Krei­sen der Beta­tes­ter zu hören war, das Spiel sei schlecht. Zu deut­lich auf Casu­al Gamer aus­ge­legt und offen­bar durch die brow­ser­ba­sie­rung qua­li­ta­tiv min­der­wer­tig. Man darf davon aus­ge­hen, dass der Stöp­sel gezo­gen wur­de, weil man aus Image­grün­den kein schlech­tes Spiel auf die Fans los­las­sen woll­te.

Damit ist die Chan­ce auf einen coo­len Space-Shoo­ter im STAR WARS-Uni­ver­sum im Stil der damals bahn­bre­chen­den X-WING, TIE-FIGHTER oder X-WING: ALLIANCE mal wie­der auf Null gesun­ken. Naja, was solls, wenn STAR CITIZEN und ELITE: DANGEROUS erfolg­reich sein wer­den, wird ver­mut­lich auch bei Lucas­Film und dem Maus-Haus wie­der der Wunsch ent­ste­hen, bei Space-Shoo­tern mit­ver­die­nen zu wol­len.

Pro­mo­fo­to Copy­right The Walt Dis­ney Con­pa­ny und Lucas­Film

Games For Windows Live wird eingestellt

Games For Windows Live wird eingestellt

gfwl

Mit Games For Win­dows Live woll­te Micro­soft eine Platt­form ähn­lich Steam eta­blie­ren, auf der man Spie­le kau­fen und regis­trie­ren, sowie gegen har­tes Geld Zusatz­in­hal­te erwer­ben konn­te. Wirk­lich funk­tio­niert hat das nie, denn GFWL war eine ergo­no­mi­sche und tech­ni­sche Kata­stro­phe, ein Sup­port aber qua­si nonexis­tent, wie ich bei Pro­ble­men mit der Platt­form auch per­sön­lich fest­stel­len konn­te muss­te. Zusam­men­ge­fasst: ein erbärm­li­ches Scheiß­ding.

Jetzt mel­det Micro­soft über­ra­schend, dass der Dienst ein­ge­stellt wird. Man lässt sich auch kei­ne lan­ge Zeit damit, bereits am 22. August 2013 ist Schluss mit der Platt­form. Angeb­lich sol­len alle bis dato gekauf­ten Spie­le wei­ter funk­tio­nie­ren, aller­dings muss man even­tu­ell erwor­be­nes Gut­ha­ben bis zu die­sem Tag aus­ge­ge­ben haben. Bleibt was über, wird es auf ein XBox Live- oder Win­dows Pho­ne-Kon­to über­tra­gen. Was mit Spie­len geschieht, die für gewis­se Aspek­te zwin­gend eine Ver­bin­dung mit GFWL benö­ti­gen, ist unklar, ver­mut­lich wer­den Online-Modi nicht mehr nutz­bar sein.

Einen Grund für die Schlie­ßung der 2005 gestar­te­ten Platt­form gibt Micro­soft nicht an, nicht ganz uner­hab­lich dürf­te aller­dings gewe­sen sein, dass sie auf­grund der tech­ni­schen Unzu­läng­lich­kei­ten und der mise­ra­blen Hand­ha­bung von Spie­lern zuletzt regel­recht gehasst wur­de. So ver­hin­der­te bei­spiels­wei­se eine Peti­ti­on Mit­te 2012, dass das Rol­len­spiel DARK SOULS über GFWL aus­ge­lie­fert wur­de, das ging statt­des­sen zu Steam. Ob Micro­soft Plä­ne für einen Nach­fol­ger hat, ist unbe­kannt, aller­dings wur­de vor Kur­zem Jason Holt­man ein­ge­stellt, der war lan­ge bei Val­ve und gilt als einer der Köp­fe hin­ter Steam.

[Update 11:20:] Gama­su­tra schreibt:

The mar­ket­place clo­sure will have no effect on Games for Win­dows Live authen­ti­ca­ti­on or mul­ti­play­er ser­vers for the time being.

[Update 2: 20.08.13, 9:50]

Laut Cinem­ablend wird GFWL am 1. Juli 2014 kom­plett abge­schal­tet. Damit haben sich spä­tes­tens zu die­sem Zeit­punkt alle Online­spie­le erle­digt.

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Disney axt STAR WARS 1313 weg – LucasArts wird aufgelöst

Disney axt STAR WARS 1313 weg – LucasArts wird aufgelöst

Wie WIRED ges­tern berich­te­te, wird die Arbeit am STAR WARS-Spiel für eine erwach­se­ne Ziel­grup­pe ein­ge­stellt – und das, obwohl es bereits weit gedie­hen war. Doch damit nicht genug: offen­bar wird die berühm­te Mar­ke Lucas­Arts kom­plett ein­ge­stellt.

Lucas­Arts war ver­ant­wort­lich für etli­che berühm­te Spiele­klas­si­ker wie die MONKEY ISLAND-Rei­he, INDIANA JONES-Adven­tures, MANIAC MANSION oder DAY OF THE TENTACLE. In neue­ren Jah­ren konn­ten sie aller­dings kei­ne neu­en Hits mehr lan­den, auch das MMO THE OLD REPUBLIC, an dem sie zusam­men mit Bio­Wa­re arbei­te­ten, ern­te­te schlech­te Kri­ti­ken und kam nicht gut an, so dass es kurz­fris­tig auf ein free-2-play-Modell umge­stellt wer­den muss­te.

In Sachen STAR WARS 1313 hat man wohl noch ver­sucht, einen exter­nen Publisher für das Pro­jekt zu inter­es­sie­ren, das jedoch lei­der erfolg­los. Des­we­gen ist es im Moment also mehr als unwahr­schein­lich, dass das Spiel noch jemals das Licht des Tages erbli­cken wird. Äußerst scha­de.

Uner­war­tet kommt das Ende von Lucas­Arts jedoch nicht, denn Dis­ney hat­te so etwas bereits beim Lucas­Film-Kauf im letz­ten Jahr ange­kü­digt. Wei­te­re Pro­duk­te um Lucas­Film-Fran­chises wer­den in Zukunft nur noch von Dritt­fir­men erstellt wer­den, denen ent­spre­chen­de Lizen­zen ver­ge­ben wer­den sol­len. Durch die Auf­lö­sung wer­den hun­der­te Ange­stell­te ihren Job ver­lie­ren.

Für STAR WARS 1313 ist das eine äußerst schlech­te Nach­richt. Für Fans der alten Spie­le viel­leicht eher eine gute, denn alle Mit­ar­bei­ter, die für die frü­he­ren Lucas­Arts-Hits ver­ant­wort­lich waren, sind lan­ge nicht mehr dort, son­dern haben Fir­men wie Tell­ta­le Games oder Dou­ble Fine gegrün­det. Und die sind durch­aus erfolg­reich, Tell­ta­le kauft sogar Lizen­zen wie THE WALKING DEAD, um dar­aus Adven­tures im klas­si­schen stil zu ent­wi­ckeln – und ver­kauft gut.

Hier noch­mal ein bedau­ern­der Blick dar­auf, was uns erwar­tet hät­te:

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Kon­zept­gra­fik STAR WARS 1313 Copy­right Lucas­Arts / & The Walt Dis­ney Cor­po­ra­ti­on