Ewigkeiten lag dieser Film in den Regalen. Erst meldete MGM seinen Bankrott an. Nachdem alle Rechte geklärt waren, wollte das Studio den Film unbedingt für 3‑D konvertieren. Dagegen liefen die Filmemacher Sturm, zum Glück, und so gingen drei Jahre ins Land, weil ja letztlich auch ein geeignetes Startwochenende gefunden werden wollte. Und hier ist endlich Joss Whedons selbst so betitelter »liebender Hassbrief« an das Horrorgenre. Joss Whedon ist der Typ, der immer wieder mit Fernsehserien wie FIREFLY oder BUFFY mächtig viel Staub aufwirbelt, und mit MARVELS AVENGERS den besten Mainstream-Popcorn-Film der letzten Jahre machte. Auch CABIN IN THE WOODS ist dann zum dem geworden, was Whedon mit Kollaborateur Drew Goddard erreichen wollte, nämlich eine Spiel mit neu gemischten Karten. Und es ist der erneute Beweis, dass wenn sich jemand im jeweiligen Genre auskennt und es verinnerlicht hat, am intelligentesten damit umgehen und variieren kann. So dürfte Joss Whedon nicht nur tosender Applaus entgegenschlagen, wenn sich andere Filmemacher zweifellos kräftig auf die Füße getreten fühlen.
Nein, wir haben hier bei PhantaNews das Themengebiet nicht auf stachelige Säugetiere erweitert. IGEL ist die Abkürzung für »Initiative gegen ein Leistungschutzrecht« – der Name sagt im Prinzip schon exakt, worum es geht. Als »Mission Statement« findet man folgenden kurzen Text auf der Webseite des Projekts:
IGEL wurde in erster Linie aufgrund der Erkenntnis initiiert, dass es für ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger weder eine Notwendigkeit noch eine Rechtfertigung gibt. Ein solches Recht wird einerseits nicht benötigt und hat andererseits – unabhängig von dessen Ausgestaltung – zwangsläufig sehr bedenkliche Auswirkungen auf die Interessen Dritter und das Gemeinwohl.
Jede Menge weitere Informationen zu den Zielen der Initiative und auch zum geplanten Leistungsschutzrecht der lobbyhörigen Bundesregierung findet der geneigte Leser auf der IGEL-Webseite. Warum ich gegen das Leistungschutzrecht bin, habe ich bereits mehrfachthematisiert. Kurzfassung: es würde die freie Meinungsäußerung, den Journalismus und die Netzkultur übermäßig zugunsten einer Verlegerschaft einschränken, die sich völlig unangemessene Vorteile einräumen lassen will, statt ihr nicht mehr zeitgemäßes Geschäftsmodell an die Gegebenheiten anzupassen.
Seit heute ist PhantaNews ein offizieller Unterstützer der IGEL. Ich hoffe, dass auch ich insbesondere Personen auf die Problematik mit dieser ungerechten und ungerechtfertigten Klientelgesetzgebung aufmerksam machen kann, die ansonsten vielleicht nicht darüber gestolpert wären.
Frank hat Migräne und eine geschiedene Frau. Seine Tochter hasst ihn, und die Nachbarn nerven mit ihrer haltlosen Ignoranz. Ach, und dann wird bei Frank noch ein inoperabler Hirntumor diagnostiziert. Das hebt nicht seine Stimmung,
aber seinen Scharfsinn. Frank ist krank und entdeckt sich dabei als exemplarisches Sinnbild einer kranken Nation. Eine noch minderjährige Dame namens Chloe, die sich in einer Reality-TV-Show als extrem undankbares Miststück erweist, soll ebenso als ein exemplarisches Sinnbild dienen, von denen man die kranke Nation für eine Genesung befreien sollte. Bevor Frank sich selbst sein miserables Leben nehmen will, befreit er die Welt von einem Ballast wie Chloe, in einem unüberlegten, aber am Ende wirkungsvollen Mord. Leider wird Frank dabei von der sechzehnjährigen Roxy beobachtet. Und von allen psychopathischen Gestalten im Kino der jüngsten Zeit, ist sie die Schlimmste.
Es gibt ein paar neue Genre-Serien, die in diesem Herbst – also in Kürze – im US-Fernsehen starten, sowie einige weitere, die fortgesetzt werden. Hier eine Übersicht.
Die neuen Serien:
666 PARK AVENUE (ABC, Start: 30.09.2012)
Eine serie über ein verfluchtes Appartmenthaus in einer exklusiven Nachbarschaft in Manhattan. Basiert auf einem Roman von Gabriella Pierce und eine der Hauptrollen spielt Terry O´Quinn aus LOST. PhantaNews-Bericht.
ARROW (The CW, Start: 10.10.2012)
Es handelt sich hierbei um eine weitere DC-Comic-Adaption, diesmal vom Bogenschützen GREEN ARROW alias Oliver Queen. Diese neue Serie hat nichts mit dem gleichnamigen Protagonisten aus SMALLVILLE zu tun. PhantaNews-Berichte.
BEAUTY AND THE BEAST (The CW, Start: 11.10.2012)
Eine Neuauflage der Serie mit Ron Perlman als in der Kanalisation lebendes Biest und Linda Hamilton; Catherine wird diesmal gespielt von Kristin Kreuk. Letzteres könnte eventuell auch der einzige Grund sein, sich die Serie anzusehen, sie wirkt arg wie »schöne Menschen die Gutes tun«. PhantaNews-Berichte.
ELEMENTARY (CBS, Start: 27.09.2012)
Sherlock Holmes in den heutigen USA. Könnte ein müder US-Abklatsch der britischen Kultserie SHERLOCK werden, allerdings ist ein Lichtblick, dass Frau Dr. Watson von Lucy Liu gespielt wird. PhantaNews-Bericht.
LAST RESORT (ABC, Start: 27.09.2012)
ABC zeigt die Geschichte der Besatzung eines US-U-Boots, die einen Atomschlag verweigert, daraufhin von ihrer eigenen Regierung gejagt wird und einen autonomen Staat ausruft. PhantaNews-Bericht.
REVOLUTION (NBC, Start: 17.09.2012)
J. J. Abrams liefert eine postapokalyptische Serie in der sich eine Art neues Mittelalter erhebt, nachdem kein einziges elektrisches Gerät der Erde mehr funktioniert. Eine kleine Gruppe von Protagonisten sucht nach Antworten und Gründen, in der Hoffnung, die Energie zurück zu bekommen und die Zivilisation wiederherzustellen. PhantaNews-Bericht.
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Wer wie ich PERRY RHODAN seit der frühesten Jugend gelesen hat, der ist mit seinen Titel- und Innenillustrationen der SF-Serie aufgewachsen: Johnny Bruck steuerte bis zu seinem viel zu frühen Tod 1995 alle Titelbilder der Reihe bei und erstellte zudem zahllose Innenillustrationen der Heftromane. Die Druckauflage aller Werke mit Illustrationen des Künstlers soll bei über einer Milliarde Exemplaren liegen.
Ende Oktober erscheint beim Marlon-Verlag ein Sachbuch über Johnny Bruck. Aus dem Klappentext:
Der große Erfolg der Perry Rhodan-Serie ist auch sein Verdienst: Johnny Brucks Illustrationen waren oft der erste Kontakt des Lesers zu Perry Rhodan. Das Gesamtwerk des Künstlers wird auf mehr als fünftausend farbige Arbeiten geschätzt. Bruck malte Titelbilder für Felix Graf Luckners Seeteufel über Soldatengeschichten, Jörn Farrow, Billy Jenkins, Moewig Kriminalroman, Tarzan, Conan und Karl-Herbert Scheers ZBV-Serie wie auch für die Serien Utopia und später für Terra und die Atlan-Serie. Brucks Hauptwerk ist die wöchentliche Perry Rhodan-Romanserie, die er 35 Jahre lang illustrierte. Schon zu Lebzeiten war Johnny Bruck, der 1995 an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls starb, eine Legende. Seine zeitgeistgeprägten retrofuturistischen Darstellungen haben heute Kultstatus.
Verfasst wurde das unter dem Titel PERRY RHODAN ILLUSTRATOR JOHNNY BRUCK erscheinende Werk von Frank G. Gerigk, herausgegeben hat es Eckhard Schwettmann. Ab dem 31. Oktober 2012 ist das DIN-A4 große, 320 Seiten starke, Werk zum Preis von 39,95 Euro überall im Buchhandel und bei den Onlinehändlern zu erhalten.
Cover PERRY RHODAN ILLUSTRATOR JOHNNY BRUCK Copyright Merlon-Verlag
Drei Jahre nach dem ersten Weltkrieg. Millionen Engländer haben ihr Leben verloren. Wenn es eine Zeit für Geister gab, dann diese. Florence Cathcart ist eine emanzipierte Frau, Autorin und Expertin für vorgetäuschte Geistererscheinungen. Mit Seancen und spirituellen Hokuspokus ist in dieser Zeit in England viel Geld zu verdienen.
Florence Carthcart unterstützt die Polizei bei deren Bemühungen, Scharlatane und Kriegsgewinnler in Sachen Geister und Kontakten zur Zwischenwelt zu entlarven. Florence muss aber auch feststellen, dass viele Hinterbliebene lieber betrogen werden und mit falscher Hoffnung ihr Seelenheil suchen, anstatt sich über den gut bezahlten Unfug aufklären zu lassen. Anders bei Lehrer Robert Mallory von einem Internat in Rookford/England, der genau diese Expertin an der Schule braucht, um den Fall eines verstorbenen Schülers zu klären. Denn dessen Geist versetzt die anderen Schüler in panische Angstzustände.
Vor einiger Zeit hatte ich schonmal auf HANSEL AND GRETEL: WITCH HUNTERS hingewiesen. Jeremy Renner und Gemma Arterton spielen die Geschwister, die 15 Jahre nach ihren Erlebnissen am Lebkuchenhaus ein Team von Kopfgeldjägern geworden sind, und die auf der ganzen Welt Hexen jagen. Im Film bekommen sie es mit einer mächtigen Zauberin zu tun, der sie das Handwerk legen müssen, bevor diese alle Kinder der Gegend ihren dunklen Künsten opfert.
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In der Ausgabe 585 von Erik Schreibers Phantastischem Bücherbrief finden sich nicht ganz überraschend … Rezensionen. :) Darunter bespielsweise Andreas Thomas´ ENGELSPAKT oder Johann Peters´ DIE GRABRÄUBER VON THEBEN, erschienen bei Acabus. In Sachen ausländischer Phantastik finden sich unter anderem VORTEX von Robert Charles Wilson, Joe Haldemans HERR DER ZEIT oder CLOCKWORK PRINCE von Cassandra Clare. Auch Heftromane werden betrachtet, sowohl die Erstauflage des SF-Urgesteins PERRY RHODAN, wie auch die Spinoff-Serie NEO sowie ein Heft der inzwischen von Bastei als eingestellt gemeldete STERNENFAUST.
Die Einführung bildet diesmal ein Nachruf auf den kürzlich leider verstorbenen US-amerikanischen Science Fiction-Autor Harry Harrison.
Der Phantastische Bücherbrief 585 liegt im PDF-Format vor und hat einen Umfang von ca. 300 kB
VHS ist ein raffinierter Versuch, dem Found-Footage-Thriller eine Metaebene zu verleihen. Ein Konglomerat von Filmemachern tut sich zusammen, und bastelt eine Found-Footage-Geschichte um viele kleine Filmchen der gleichen Machart.
So ähnlich wie Truffauts AMERIKANISCHE NACHT, nur moderner, und vielleicht blutiger, dafür mit Schock-Elementen. Schade nur, dass die Macher von sich selbst so überzeugt sind, dass das Konzept einfach nicht aufgehen will. Sie sind davon überzeugt, dass man mit genug Spannung, einigen Splatter-Effekten und etlichen durchs Bild kreischenden Schocks, das Publikum bei Laune halten kann. Kann man eben nicht, was man spätestens beim bitteren Ende dieser Anthologie feststellen muss. VHS ist ein raffinierter Versuch, der daran scheitert, dass die Macher das Format bezwingen möchten, ohne dieses überhaupt verstanden zu haben.
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