Spiel

STAR TREK ONLINE – Die erste »diplomatische« Mission: epic fail!

Um die groß ange­kün­dig­ten Neue­run­gen der »Sea­son 2« von Cryp­tics Möch­te­gern-MMO STAR TREK ONLINE zu tes­ten, hat­te ich wie bereits ange­kün­digt, mein Abo noch­mal ver­län­gert. Da Cryp­tic nach wie vor dar­auf besteht, bei der Abwick­lung via Pay­Pal zu teu­er zu sein, hat­te ich über Ama­zon eine Game­Time­Card geor­dert (die war gera­de im Ange­bot), damit kommt das Abo deut­lich preis­wer­ter.

Sea­son 2 ist auf dem Haupt­ser­ver mit dem Namen »Holo­deck« noch nicht online, des­we­gen habe ich einen mei­ner Cha­rak­te­re auf den Test­ser­ver »Tribb­le« trans­fe­riert. Auf der Suche nach dem Quest­ge­ber vom »Diplo­ma­ti­schen Corps der Ster­nen­flot­te« lief ich dann ein wenig über die Raum­sta­ti­on im Erd­or­bit, fand ihn dann nicht ganz uner­war­tet im Büro des Admi­rals. Die Mis­si­on besag­te, »flieg ins Kha­zan Clus­ter, da haben wir so eine neue Ras­se gefun­den. Nimm diplo­ma­ti­schen Erst­kon­takt mit denen auf.« Also schnell hin­ge­warpt.

Um es kurz zu machen: Die Mis­si­on stell­te sich als schlech­ter Scherz her­aus. Der Bot­schaf­ter der neu­en Ali­en­ras­se hat­te drei Sub­al­ter­ne dabei, mit denen man sich kurz via Aus­wahl­lis­te an Fra­gen unter­hal­ten konn­te, war das abge­wi­ckelt (was weni­ge Minu­ten dau­ert) muss­te man dem Bot­schaf­ter eini­ge Fra­gen auf­grund der vor­he­ri­gen Gesprä­che beant­wor­ten, das geschah über eine recht kur­ze Aus­wahl­lis­te, die einem STO zur Ver­fü­gung stell­te.

Ori­gi­na­li­tät: Null
Anspruch: Null
STAR TREK-Fee­ling: 1 (auf einer Ska­la von 1 bis 10)
Dau­er: kei­ne fünf Minu­ten (ohne Flug­zeit, die war län­ger)

Eine wei­te­re Mis­si­on bot mir der Quest­ge­ber vom Diplo­ma­ti­schen Corps danach nicht an.

Fazit: Das kann nicht deren Ernst sein…

Als nächs­tes wer­de ich mir mal ein paar der Ming­ames anse­hen, ob die ähn­lich arm­se­lig aus­ge­fal­len sind. Viel­leicht fin­de ich ja auch noch ein paar »diplo­ma­ti­sche Mis­sio­nen«…

Am Ran­de: der neue Chef­ent­wick­ler Dani­el Stahl spe­ku­liert inzwi­schen ganz offen dar­über, ob man STO in ein free-to-play-Spiel mit kos­ten­pflich­ti­gen Pre­mi­um-Inhal­ten umbau­en könn­te. Anders­wo führt man das auf wei­ter­hin sin­ken­de Spie­ler­zah­len zurück…

Logo STAR TREK ONLINE Copy­right 2009 Cryp­tic & Ata­ri

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TERA – Trailer Numero vier

Zum mög­li­cher­wei­se neu­en Stern am MMO-Him­mel – TERA ONLINE – ist wie­der ein­mal ein neu­er Trai­ler erschie­nen, der auch ingame-Sze­nen zeigt. Sieht beein­dru­ckend aus, kei­ne Fra­ge, aber wir haben schon vie­le gehyp­te MMOs kom­men und schnell wie­der gehen sehen… Hof­fen wir das Bes­te.

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Allods Online – Erweiterung OFFENBARUNGEN VON GIPAT

Beim free-to-play MMO ALLODS ONLINE gab es bereits am 6. Juli zahl­rei­che Ver­än­de­run­gen. Obwohl offi­zi­ell immer noch in der Open Beta-Pha­se wur­de die Spiel­welt (oder in dem Fall viel­leicht bes­ser die Spiel­wel­ten) um ein kom­plett neu­es Gebiet erwei­tert, den Kon­ti­nent Gipat, in dem sich die Spie­ler ab sofort umtun kön­nen. Zudem – und lang erwar­tet – gibt es nun Reit­tie­re.

Zusätz­lich zum umfang­rei­chen Inhalts­up­date und den Mounts gab es wei­ter­hin fol­gen­de Ver­än­de­run­gen:

  • 150 neue Quests
  • Erhö­hung der Maxi­mal­stu­fe auf 42 (Hand­werk­stu­fe auf 420)
  • Neue Skills, neu­er Loot und neue Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de
  • »Furcht vor dem Tod«-Penalty wur­de aus dem Spiel ent­fernt
  • statt­des­sen »Ver­fluch­te Gegenstand«-Mechanik
  • Eine neue heroi­sche Raid­in­stanz
  • Raid­in­hal­te für die Dämo­nen­stadt
  • Astral­in­sel »Hei­mat von Zaleska­ya« wie­der ver­füg­bar
  • Ände­run­gen beim Runen­sys­tem
  • Halt­bar­keits­dau­er für Ver­brauchs­ge­gen­stän­de
  • Ver­bes­se­run­gen am Benut­zer-Inter­face
  • Ab sofort ist es den Spie­lern mög­lich Addons zu pro­gram­mie­ren
  • Inspek­ti­on der Aus­rüs­tung ande­re Spie­ler
  • voll­stän­di­ge Lis­te der Ände­run­gen

Kon­tro­vers dis­ku­tiert wird die Ein­füh­rung des Todes-Nach­teils »ver­fluch­ter Gegen­stand«, hier­bei kehrt sich der Bonus-Wert eines Gegen­stands beim Tod des Spie­lers ins Gegen­teil um (aus +8 Stär­ke wird bei­spiels­wei­se ‑8 Stär­ke). Um das schnell wie­der los­zu­wer­den kann es not­wen­dig sein, im Item-Shop gegen ech­te Euros ent­flu­chen­de Gegen­stän­de zu erwer­ben.

Per­sön­lich sei mir die Anmer­kung gestat­tet, dass ich bis­her auch nach wochen­lan­gem Spiel auf den nied­ri­ge­ren Stu­fen noch nichts von den »Todes­stra­fen« bemerkt habe und die­se offen­bar eher hoch­ran­gi­ge Spie­ler betref­fen. Wenn man nicht power­le­veln möch­te und mit weni­gen Taschen­plät­zen leben kann, gibt es eigent­lich lan­ge kei­nen Grund, den Item­shop gegen rea­le Devi­sen zu nut­zen. Ich habe ihn noch nie ver­wen­den müs­sen. Dafür bekommt man lan­ge kos­ten­lo­sen Spiel­spaß und eine sehr hüb­sche Spiel­welt, da stimmt die Leis­tung deut­lich eher als bei con­tent­lo­sen Abo-Spie­len.

Eigent­lich gibt es kei­ne Aus­re­de, sich den Cli­ent nicht mal run­ter zu laden und ALLODS aus­zu­pro­bie­ren

ALLODS ONLINE-Logo Copy­right Astrum Nival

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Selbstversuch: STAR TREK ONLINE SEASON 2 (Update)

Es grenzt an Maso­chis­mus, aber den­noch wer­de ich den Selbst­ver­such wagen: Mor­gen geht das nächs­te gro­ße Con­tent-Update für das MMO STAR TREK ONLINE live. Bei Cryp­tic nimmt man den Mund ziem­lich voll und ver­spricht hau­fen­wei­se Neue­run­gen, dar­un­ter von den Spie­lern lan­ge gefor­der­te kos­me­ti­sche, wie bei­spiels­wei­se mehr Varia­tio­nen beim Brü­cken­de­sign, aber auch angeb­lich mehr Mis­sio­nen, ins­be­son­de­re für die klin­go­ni­sche Frak­ti­on, Minig­a­mes, mehr Schif­fe und der­glei­chen. Wich­tigs­ter Punkt für mich ist aber das »Diplo­ma­ti­sche Korps der Föde­ra­ti­on«, das Mis­sio­nen ver­ge­ben soll, die sich nicht aus­schließ­lich auf Gebal­ler beschrän­ken, son­dern Diplo­ma­tie und Erst­kon­takt beinhal­ten sol­len.

Man möge mir nach mei­nen bis­he­ri­gen Erfah­run­gen mit Cryp­tic mei­ne Skep­sis ver­ge­ben, aber ich kann mir nicht vor­stel­len, dass sich an der Vor­ge­hens­wei­se des Publishers viel ändern wird: so erwar­te ich auch bei den Diplo­ma­tie­mis­sio­nen hin­ge­schlu­der­ten und sich stän­dig mit mini­ma­len Varia­tio­nen wie­der­ho­len­den Con­tent. Als mir vor ca. einem Monat ange­bo­ten wur­de, doch noch­mal ein Wochen­en­de test­wei­se kos­ten­frei zu spie­len, hat­te sich trotz gegen­tei­li­ger Beteue­run­gen sei­tens des Publishers nichts zum Bes­se­ren ver­än­dert. Dafür erhielt ich im Forum sofort eine Ver­war­nung, als ich auf mei­ne Rezen­si­on des Spie­les hin­wies… Mit Kri­tik kann man bei Cryp­tic halt nicht so umge­hen. :o)

Im Hin­ter­kopf behal­ten soll­te man bei all dem selbst­ver­ständ­lich auch, dass Craig ??Zin­kie­vich, der bis­he­ri­ge Chef­ent­wick­ler von STO, vor knapp zwei Wochen bei Cryp­tic in den Sack gehau­en hat, und sich ab sofort »sei­ner Fami­lie und sei­nen Bie­nen wid­men will«. Wie immer in sol­chen Fäl­len gab es dazu eine durch­kon­stru­ier­te Pres­se­mit­tei­lung in der er sich dar­über aus­läßt, wie toll der Job war, dass er den Schritt bedau­ert, die Arbeit in den letz­ten zwei Jah­ren groß­ar­tig aber immens war und er jetzt mal drin­gend einer Aus­zeit bedür­fe. Kann man zwar alles nach­voll­zie­hen, aber hät­te es ein aus­ge­dehn­ter Urlaub nicht auch getan? Dass er sofort alles hin­schmeisst und Cryp­tic ver­lässt, gibt einem schon zu den­ken, was den lang­fris­ti­gen Bestand von STO angeht.  Nach­fol­ger als Chef­ent­wick­ler ist der seit CHAMPIONS ONLINE in Fan­krei­sen eher berüch­tig­te Dani­el Stahl.

Wie auch immer: Ich wer­de die neu­en Inhal­te tes­ten und dann hier berich­ten. Könn­te spa­ßig wer­den…

[Update:] Ange­kün­digt war SEASON 2 für heu­te, dar­aus wird nichts – ich hat­te es erwar­tet – nun spricht man von »gegen Ende des Monats«. Zusätz­lich zu den oben ange­spro­che­nen Fea­tures soll es dann auch »wöchent­li­che Epi­so­den« geben, das bedeu­tet, man will in jeder Woche eine neue Mis­si­on ein­patchen. Das soll an die wöchent­li­chen Fern­seh-Epi­so­den erin­nern. Aha. Wenn man den gesam­ten Con­tent durch hat (zwei bis sechs Wochen ab Instal­la­ti­on von STO) darf man danach also immer eine Woche war­ten, bevor es etwas Neu­es zu tun gibt?

Cover STAR TREK ONLINE Copy­right 2009 Cryptic/​Atari

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WOW: Ein Blick auf die Änderungen im Menschen-Startgebiet

Beckett Mas­si­ve Online Gamer hat­te in der letz­ten Woche kurz das Start­ge­biet der Goblins in der nächs­ten WOW-Erwei­te­rung CATACLYSM vor­ge­stellt und ich konn­te mit Befrie­di­gung fest­stel­len, dass man sich beim Markt­füh­rer offen­bar Gedan­ken über Abwechs­lung und Neue­run­gen bei den Ques­ten gemacht hat.

In die­ser Woche tes­tet der Rezen­sent das Start­ge­biet der Men­schen, den Elwynn Forest und Goldshire. Auch hier hat sich offen­bar eini­ges getan, der Katak­lys­mus mit sei­nen mas­si­ven Umwäl­zun­gen hat Spu­ren hin­ter­las­sen und damit haben sich auch die dort ange­bo­te­nen Ques­ten zum Teil deut­lich ver­än­dert, wohin­ge­gen ande­re doch eher nach wie vor bekannt vor­kom­men. Die Defi­as sind ver­schwun­den, dafür hat man es mit Orks zu tun; spon­tan frag­te ich mich, was in West­fall pas­siert und wer jetzt in den Todes­mi­nen sit­zen mag… Erhal­ten blieb offen­bar Hog­ger, die alte Mist­krö­te, äh, Mis­thyä­ne.

Wer sich noch an das elen­de Geren­ne zwi­schen dem East­va­le Holz­fäl­ler­camp und Goldshire bzw. Storm­wind erin­nern kann (man ver­ge­be mir die Angli­zis­men, ich spie­le WOW wegen der grus­li­gen Über­set­zung in Eng­lisch), der wird sich dar­über freu­en, dass bei­de Loka­tio­nen einen Grei­fen­meis­ter beschert bekom­men und die Zwer­ge in ihrem Vier­tel in Storm­wind haben sich offen­bar eman­zi­piert und sowohl eine Bank als auch ein Auk­ti­ons­haus gebaut.

An ande­rer Stel­le hat­te ich bereits ver­nom­men, dass die Gno­me ein eige­nes Start­ge­biet bekom­men – in Gno­me­re­gan.

Ursprüng­lich hat­te ich etwas Sor­ge wegen der grund­le­gen­den Ver­än­de­run­gen jah­re­lang bekann­ter und lieb gewon­ne­ner Gebie­te – ins­be­son­de­re was die Start­ge­bie­te angeht. Inzwi­schen muss ich sagen, dass die­se »Über­ar­bei­tung« und teil­wei­se Erneue­rung doch sehr erfri­schend sein dürf­ten, nach­dem man in den alten Anfän­ger-Gegen­den inzwi­schen jeden Stein und Mur­loc mit Namen anre­den konn­te… Man kann nur hof­fen, dass sich die­se Ver­än­de­run­gen nicht auf die Start­ge­bie­te beschrän­ken, son­dern auch die wei­te­ren Gegen­den von Kalim­dor und den Öst­li­chen König­rei­chen wie­der inter­es­sant gestal­ten.

Logo CATACLYSM Copy­right 2009 Bliz­zard

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Blizzard macht Rückzieher: Keine Realnamen

Nach­dem Bliz­zard ange­kün­digt hat­te, dass man nur noch unter dem Real­na­men in den Foren pos­ten kön­ne (sie­he auch vori­ger Arti­kel), ent­lud sich ein (Schnee-)Sturm des Pro­tests über der Fir­ma hin­ter WORLD OF WARCRAFT, wie es ihn bis­lang noch nicht gege­ben hat­te (fast fünf­zig­tau­send Posts in einem Thread plus laut einem Foren­teil­neh­mer unge­fähr 5000 von Bliz­zard gelösch­te Threads zu die­sem The­ma). Das hat sogar bei der in die­ser Hin­sicht sonst lern­re­sis­ten­ten Fir­ma offen­bar zu Nach­den­ken geführt, denn CEO und Fir­men­mit­grün­der Micha­el »Mike« Mor­hai­me schrieb im offi­zi­el­len Forum, dass man von die­sen Plä­nen abge­gan­gen sei. Selbst­ver­ständ­lich ver­öf­fent­lich­te er das unter Pseud­onym…

Das ging ja merk­wür­dig schnell, viel­leicht hat­te man Sor­ge, dass die erbos­ten Spie­ler wei­te­re inti­me Daten von Bliz­zard-Mit­ar­bei­tern ver­öf­fent­li­chen wür­den. Ich kann mir aller­dings nicht vor­stel­len, dass Dro­hun­gen die Accounts zu kün­di­gen dazu geführt haben, denn sol­cher­lei igno­riert Bliz­zard ansons­ten völ­lig.

Bild Micha­el Mor­hai­me auf dem Blizz­Con 2007 aus der Wiki­pe­dia

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Blizzard zwingt Nutzer zur Preisgabe des Realnamens

Wer bis­her Bliz­zards Foren genutzt hat, tat dies unter einem Pseud­onym. Im Fal­le von WORLD OF WARCRAFT bei­spiels­wei­se unter dem Namen eines der Cha­rak­te­re im Spiel. Irgend­wel­che Schlau­mei­er beim Publisher haben aber jetzt offen­bar nach dem has­ti­gen Genuss einer Fla­sche Jack Dani­els erson­nen, dass dem­nächst statt­des­sen die Real­na­men dort ange­ge­ben wer­den, die Begrün­dung war unge­fähr »um das Foren­kli­ma zu ver­bes­sern«.

Dass man es bei Bliz­zard mit dem Daten­schutz nicht so eng sieht, erkann­te man schon, als in der Armory unge­fragt zu jedem Cha­rak­ter ein Feed eta­bliert wur­de, mit dem man nach­voll­zie­hen konn­te, wann man spielt und was man im Spiel getan hat. Trotz laut­star­ker Pro­tes­te wur­de die­ses »Fea­ture« bis heu­te nicht wie­der deak­ti­viert – es wur­de auch nicht die Mög­lich­keit für die Spie­ler geschaf­fen, das Feed abzu­schal­ten.

Die­ser neu­er­li­che hane­bü­che­ne Ver­stoß gegen den Daten­schutz wirkt aber fast schon gro­tesk ange­sichts der ein­deu­ti­gen Rechts­la­ge hier­zu­lan­de, beson­ders hilf­reich sind Bli­cke ins Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz und ins Tele­me­di­en­ge­setz, hier ins­be­son­de­re § 13. Da fin­det man deut­li­che Hin­wei­se zur Nut­zung von Pseud­ony­men. Dum­mer­wei­se resi­diert Bliz­zard Euro­pe in Frank­reich, so dass sich hie­si­ge Daten­schutz­be­auf­trag­te nicht zustän­dig füh­len und an die fran­zö­si­schen Pen­dants ver­wei­sen (ich habs ver­sucht).

Die Spieler-»Gemeinde« reagiert bereits: um zu zei­gen, dass das alles doch nicht so schlimm ist, hat ein Bliz­zard-Mit­ar­bei­ter, der im Forum bis­lang unter dem Pseud­onym »Bashiok« bekannt war, sei­nen Real­na­men preis gege­ben. Dar­auf­hin haben ande­re Foren­teil­neh­mer im Netz inner­halb von weni­gen Minu­ten eine gan­ze Men­ge an Infor­ma­tio­nen über ihn her­aus­ge­fun­den und sofort öffent­lich bekannt gege­ben, dar­un­ter die Tele­fon­num­mer, sei­nen Lebens­lauf, die Lieb­lings­mu­sik, wie und wo er wohnt, sein Alter sowie Namen von Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen und die Schu­le der Kin­der.

Der fand das dann offen­sicht­lich doch nicht so »unpro­ble­ma­tisch« und hat inzwi­schen sei­nen Twit­ter­ac­count gelöscht und die Tele­fon­num­mer sper­ren las­sen. Ob die Akti­on Kon­se­quen­zen für Bliz­zards Ent­schei­dung hat, ist noch nicht bekannt.

Cover WORLD OF WARCRAFT Copy­right Bliz­zard

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»Spiele töten keine Menschen«

Bei die­sem Arti­kel han­delt es sich um einen Text von jun​ge​-pira​ten​.de, ver­fasst von Simon G. Der Text steht unter CC-BY-SA 2.0, wes­we­gen ich ihn hier wie­der­ge­ben kann. Ich tue das, weil die Schluss­fol­ge­run­gen, die dar­in gezo­gen wer­den, kor­rekt sind und For­de­run­gen nach Ver­bo­ten von Spie­len sich fern­ab jeg­li­cher nach­voll­zieh­ba­rer Logik bewe­gen. Es han­delt sich um rei­nen Popu­lis­mus, der von den wah­ren Pro­ble­men ablen­ken soll und Tat­sa­chen ver­zerrt. Wenn es Mil­lio­nen fried­li­che Gamer gibt, war­um soll­ten ein­zel­ne Irre ein Grund für Spiel­ver­bo­te sein?

Die Tole­ranz behielt nicht lan­ge die Ober­hand: Noch kurz vor Weih­nach­ten des letz­ten Jah­res hat­te das Akti­ons­bünd­nis Amok­lauf Win­nen­den (auch bekannt als Stif­tung gegen Gewalt an Schu­len) zusam­men mit dem VDVC (Ver­band für Deutsch­lands Video- und Com­pu­ter­spie­ler) ver­kün­det, von einem all­ge­mei­nen Ver­bot für PC- und Video­spie­le, die die Dar­stel­lung von Gewalt beinhal­ten, abzu­rü­cken.

Davon kann nun kei­ne Rede mehr sein: In einem offi­zi­el­len Appell an den Bun­des­tag for­dert das Akti­ons­bünd­nis ein gene­rel­les »Ver­bot von Kil­ler­spie­len, die dazu die­nen, vir­tu­ell Men­schen zu ermor­den«.

Jeg­li­che Hoff­nun­gen, dass die­ses Akti­ons­bünd­nis, das ein an sich wich­ti­ges Ziel ver­folgt, sich nicht von Pseu­do-Kau­sa­li­tä­ten täu­schen lässt, son­dern tat­sa­chen­ori­en­tiert arbei­tet, sind damit zunich­te. In der Tat sind direk­te Bezie­hun­gen zwi­schen Com­pu­ter­spie­len mit Gewalt­in­hal­ten und Gewalt­ta­ten in der Rea­li­tät nicht her­zu­stel­len. Es ist absurd, sich vor­zu­stel­len, dass »First Per­son Shoo­ter« etwas ande­res trai­nie­ren als bes­ten­falls Reak­ti­on und Hand-Augen-Koor­di­na­ti­on. Die Idee, dass damit das Töten von Men­schen oder auch nur der Umgang mit der Waf­fe trai­niert wer­den könn­te, ent­behrt jeder Grund­la­ge.

Die­se Erkennt­nis muss­te unlängst die US-Armee machen, die in einem Bericht zu dem Schluss kam, über­mä­ßi­ger Kon­sum von Com­pu­ter­spie­len set­ze die kör­per­li­chen Fähig­kei­ten im Umgang mit der Waf­fe maß­geb­lich her­ab. Inhal­te gan­zer Lehr­gän­ge müss­ten umge­stellt wer­den, um sich den neu­en Gege­ben­hei­ten anzu­pas­sen.

Das Akti­ons­bünd­nis Amok­lauf Win­nen­den hat von die­sen Tat­sa­chen offen­bar noch kei­ne Kennt­nis genom­men. Sie füh­ren wei­ter­hin Com­pu­ter­spie­le mit Gewalt­in­hal­ten als teil­kau­sal für Amok­läu­fe an und set­zen sich nicht mit der Rea­li­tät aus­ein­an­der, dass nicht Com­pu­ter­spie­le es sind, die Aggres­sio­nen her­vor­ru­fen und för­dern, son­dern ein aus­gren­zen­des sozia­les Umfeld und mensch­li­che Ver­ein­sa­mung. Die­se Sym­pto­me kön­nen nicht mit Ver­bo­ten von Kul­tur­gü­tern bekämpft wer­den. Viel­mehr muss die Betreu­ung von Schü­le­rin­nen und Schü­lern im Vor­der­grund ste­hen, die Maschen des sozia­len Net­zes enger gefloch­ten wer­den, damit Jugend­li­che erst gar nicht in die Situa­ti­on kom­men, einen Amok­lauf als letz­ten Aus­weg ihrer Hilf­lo­sig­keit zu sehen.

Natür­lich ist jeder ein­zel­ne Amok­lauf unsag­bar schlimm. Aber wenn ein Mensch psy­chisch so krank ist, dass er die Gren­zen zwi­schen Rea­li­tät und Fik­ti­on nicht mehr wahr­neh­men kann, dann ist ihm nicht durch den aus­sichts­lo­sen Ver­such zu hel­fen, ihn von jeg­li­chen fik­ti­ven Inhal­ten fern­zu­hal­ten. Ein Ver­bot der Fik­ti­on ist nicht nur sinn­los, son­dern auch unmög­lich – dar­über hin­aus scha­det es allen ande­ren Mit­glie­dern der Gesell­schaft. Die Nach­ah­mung fik­ti­ver Gewalt­ta­ten ist immer nur ein Ven­til, das Feh­len eines Vor­bilds ver­hin­dert nicht den Gewalt­aus­bruch.

Das Akti­ons­bünd­nis schlägt hier einen gefähr­li­chen Weg ein. Die Kri­mi­na­li­sie­rung von gro­ßen Tei­len der Jugend trägt nicht dazu bei, sie für ein sozia­les Mit­ein­an­der zu sen­si­bi­li­sie­ren. Im Gegen­teil muss die Medi­en­kom­pe­tenz von Jugend­li­chen geför­dert wer­den. Anstatt Com­pu­ter­spie­le zu dämo­ni­sie­ren, muss ein ver­ant­wor­tungs­vol­ler Umgang statt­fin­den, die Gren­zen zwi­schen Rea­li­tät und Fik­ti­on ein­deu­tig gezo­gen wer­den. Allen Betei­lig­ten muss klar sein, dass es eben nur ein Spiel ist und mit dem Ver­hal­ten in der Rea­li­tät nichts zu tun hat. Im Gegen­satz zu so man­chen selbst­er­nann­ten Jugend­schüt­zern ist die­se Ein­stel­lung in den Köp­fen der meis­ten Com­pu­ter­spie­ler auch tief ver­an­kert.

Es bleibt zu hof­fen, dass das Akti­ons­bünd­nis Amok­lauf Win­nen­den zu der Ein­sicht kommt, dass es sei­nen Zie­len durch die For­de­rung nach einem all­ge­mei­nen Ver­bot mehr scha­det als nützt. Die Ver­hin­de­rung wei­te­rer Amok­läu­fe, ob an Schu­len oder anders­wo, ist eine wich­ti­ge Auf­ga­be und es ist gut, dass ein so enga­gier­tes Bünd­nis aus Eltern sich die­ser Auf­ga­be annimmt. Solan­ge aber die Ent­mün­di­gung von Jugend­li­chen und nicht deren Erzie­hung zum erwach­se­nen und selbst­be­stimm­ten Men­schen im Vor­der­grund der Bestre­bun­gen ste­hen, trägt das Bünd­nis nichts zur Lösung des Pro­blems bei.

Gra­fik »Gam­ing Is Not A Crime« von mir, unter CC-BY-SA 2.0 frei­ge­ge­ben

TERA: Entwickler-Walkthrough

Auf der E3 wur­de TERA von den Ent­wick­lern in einer Pres­se­kon­fe­renz aus­führ­lich dar­ge­stellt. Nun neh­me ich an, dass es von mei­nen Lesern wahr­schein­lich kaum einer nach Los Ange­les geschafft hat, um sich das anzu­se­hen. :o)
Game​trai​lers​.com stellt nun eine geraff­te Ver­si­on des ingame-Vide­os vor, das auf der Enter­tain­ment-Mes­se dem anwe­sen­den Fach­pu­bli­kum gezeigt wur­de und aus­schließ­lich aus ingame-Sze­nen besteht.

Man stellt fest, dass die Gra­fi­ken der Umge­bung wirk­lich schön aus­se­hen (man soll­te aller­dings dabei immer beden­ken, dass der Deve­lo­per für sol­che Demos in aller Regel hoch­ge­züch­te­te Rech­ner ver­wen­det), die Ent­wick­ler an den Bewe­gun­gen der Figu­ren viel­leicht noch ein wenig arbei­ten kön­nen und der asia­ti­sche Touch des Gan­zen unüber­seh­bar ist. Zudem scheint das Kampf­sys­tem ein eher hek­ti­sches zu sein, bei dem man nicht nur kon­kret zie­len muss (statt wie bei WOW ein­fach nur einen Geg­ner anzu­wäh­len, der dann immer getrof­fen wird) und der Kampf vom Spie­ler ein stän­di­ges Bewe­gen des Ava­tars ver­langt. Inwie­weit das spiel­bar ist ohne zu ner­ven wird man abwar­ten müs­sen.

Vor­ge­stellt wer­den die Klas­sen Ber­ser­ker, Krie­ger, Slay­er, Zau­be­rer und Pries­ter.

Auf Game​trai​lers​.com gibt es eine HD-Ver­si­on des Clips.

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LEGO UNIVERSE

Das wahr­schein­lich abge­fah­rens­te auf der E3 vor­ge­stell­te neue MMOG ist völ­lig an mir vor­bei gegan­gen, da muss die Mar­ke­ting-Abtei­lung offen­bar noch­mal dran arbei­ten. Könn­te aber auch dar­an lie­gen, dass die ein­schlä­gi­gen MMO-Sei­ten nicht über die­ses Pro­jekt berich­ten, da es eine jün­ge­re Ziel­grup­pe haben dürf­te.

War­ner Bros. und The Lego Group haben sich zusam­men getan, um gemein­sam LEGO UNIVERSE zu rea­li­sie­ren, ein Mas­si­ve Mul­ti­play­er Online Spiel um Umfeld der bun­ten Bau­klötz­chen. Hört sich selt­sam an? Ist aber so und macht mei­ner Ansicht nach auch Sinn, denn die LEGO-Com­pu­ter­spiel-Umset­zun­gen von STAR WARS oder INDIANA JONES sind erfolg­reich, über­aus beliebt und wur­den auch von Kri­ti­kern gelobt. Zu einem übli­chen Sys­tem aus Ent­de­cken und Ques­ten kommt die Mög­lich­keit, fast belie­bi­ge Gegen­stän­de, Häu­ser oder Fahr­zeu­ge ingame aus dem Lego-Stei­nen zusam­men­bau­en zu kön­nen – da gibt es Platz für fast unend­li­che Varia­tio­nen und Optio­nen (wenn die Betrei­ber das in dem Maße zulas­sen). Auch das Pro­gram­mie­ren eige­ner »Robo­ter« im Sti­le von Mind­s­torms scheint mög­lich zu sein…

Ich muss zuge­ben, dass ich das über­aus span­nend fin­de, wenn­gleich ich ver­mu­ten wür­de, dass das eher in die casu­al game ‑Rich­tung gehen dürf­te.

Welt­wei­ter Start von LEGO UNIVERSE soll im Okto­ber 2010 sein, zur Clo­sed Beta kann man sich bereits anmel­den (was ich auch bereits getan habe; ja, lacht ruhig… :o).

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Copy­right Logo LEGO UNIVERSE 2010 The Lego Group und War­ner

Brand Trai­ler:

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Ingame buil­ding:

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