Eigentlich sollte man annehmen wollen, dass das Thema »Found Footage«-Filme, also Handkameragewackel und semi-Dokumentairsches im Stil von BLAIR WITCH oder PARANORMAL ACTIVITY nun mal durch ist und das keiner mehr sehen will. Doch es gibt ein Genre, das bislang noch keine solche Behandlung erhalten und (und sie eigentlich auch nicht braucht): die derzeit ach so beliebten Superhelden.
Zu den zahllosen Superhelden in Film und Fernsehen gesellt sich ein weiterer: SyFy hat erst einmal nur einen einstündigen Pilotfilm zum DC-Charakter BOOSTER GOLD bestellt.
BOOSTER GOLD-Comics erschienen erstmalig in den 1980ern. Der »Held« ist ein abgehalfterter Footballspieler aus der Zukunft, genauer gesagt dem Gotham City des 25. Jahrhunderts, der in unsere Zeit reist, um hier mit Hilfe der technologischen Möglichkeiten seiner Epoche als Superheld zu agieren. Dabei geht es ihm allerdings nicht unbedingt darum, Gutes zu tun, sondern um den Ruhm, das Rampenlicht und zünftige Feiern. Auch in der letzten Staffel von SMALLVILLE hatte der eher untypische Superheld einen Auftritt.
Ausführender Produzent ist Greg Berlanti (GREEN LANTERN, ELI STONE) mit seiner Produktionsfirma; das Drehbuch wird von Andrew Kreisberg verfasst, der ansonsten beispielsweise für FRINGE schreibt, zudem ist auch er ausführender Produzent. Ebenfalls im Boot ist selbstverständlich DC Comics.
Auch hier ist der Start des Piloten noch unklar, er könnte sowohl im Sommer 2012 stattfinden, als auch im Herbst. Ist er erfolgreich, kann eine Serie folgen.
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Cover BOOSTER GOLD – PAST IMPERFECT Copyright 2011 DC Comics, erhältlich beispielsweise bei Amazon
Es wirkt ein wenig wie eine Mischung aus TRON und der zu Recht vergessenen TV-Serie AUTOMAN: Bollywoods Antwort auf die Superhelden-Manie der Vereinigten Staaten. Unter dem Titel RA.ONE und selbstverständlich mit dem unvermeidlichen Shah Rukh Khan wird es neben den aus solchen Streifen bekannten Kampfszenen und Dreipunktlandungen selbstverständlich auch die für Bollywood-Produktionen typischen Tanzeinlagen und Herzschmerz geben.
Regisseur und Drehbuchautor des Films ist Anubhav Sinha, der hatte 30 Millionen Dollar zur Verfügung, damit ist RA.ONE der bisher teuerste indische Film überhaupt, die Laufzeit beträgt 156 Minuten (exklusive vorsichtshalber eingebauter Pinkelpause). Wie ebenfalls üblich ist der Film eine bunte Genre-Mischung aus Familien-Screwball-Komödie, Krimi, Thriller und in diesem Fall eben auch Superhelden-Geschichte. Khan spielt Shekhar Subramanium, einen Videogame-Designer, der seinen Sohn, der Iron Maiden hört, den Spitznamen Lucifer trägt und auf Superbösewichter steht, mit dem ultimativen Computerspiel-Bösewicht RA.ONE und dessen Helden-Gegenspieler G.ONE beeindrucken will. Der postapokalyptische Superschurke wurde aus den zehn bösesten Personen der Menschheitsgeschichte zusammen gefrickelt, der Held trägt neben einem TRON-ähnlichen Anzug natürlich das Gesicht von Khan.
Dummerweise schafft es RA.ONE in die reale Welt… Na klar.
Hier ein Trailer. Wer mehr davon möchte, besucht den Youtube-Kanal des Films. Doch Vorsicht! Der sofort gezeigte Flashfilm ist nicht was man denkt (und ziemlich witzig)… :o)
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Kinoplakat RA.ONE Copyright Eros International Worldwide
Den neuen Trailer zum Spandex-MMO DC UNIVERSE ONLINE sollten sich die Macher von Superhelden-Filmen mal ganz genau ansehen. Wow!
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Superhelden dominieren zwar nicht das Kino, aber ein Boom ist wohl auch für Hinterwälder unübersehbar. Würde mich jemand nach einer Parodie des Genres fragen, fiele mir SUPERHERO MOVIE nicht ein, denn der war platt und weitestgehend zuckeresk-unoriginell. Was mir allerdings dazu einfällt, ist MYSTERY MEN, jenes völlig übersehene, aber höchst brilliante Kleinod, genau so muss eine Parodie aussehen: Erkennbare Sachkenntnis und achtungsvoll mit dem Genre umgehen, ohne auf Witz und auch Klamauk verzichten zu müssen.
Im April tritt nun KICK-ASS an, um dem grassierenden Spandex-Getue eine lustige Seite abzugewinnen, der Trailer sieht zumindest schonmal nicht schlecht aus. Es spielen unter der Regie von Matthew Vaughn: Aaron Johnson, Christopher Mintz-Plasse, Chloe Grace Moretz, Nicolas Cage und Lyndsy Fonseca. Die Comic-Vorlage stammt von Mark Millar and John Romita Jr.
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