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MexxBooks Hambel Bandel: 45 Exemplare?

Wie der ein oder ande­re wis­sen mag, ver­sucht sich Mexx­Books mit einer hie­si­gen Vari­an­te des US-Hum­ble Bund­le. Es wird also ein Paket mit eBooks eine gewis­se Zeit lang ange­bo­ten, man kann dafür bezah­len was man will. Da die Rechts­ab­tei­lung des Bör­sen­ver­eins mir gegen­über aus­ge­sagt hat­te, dass ein Hum­ble Bund­le bei uns auf­grund der Buch­preis­bin­dung nicht mög­lich sei (da der Preis pro Buch fest­ge­legt sein muss – und das trotz in letz­ter Zeit sich wider­spre­chen­der Aus­sa­gen des Ver­eins und sei­ner Treu­hän­der), beeilt man sich bei Mexx­Books dar­auf hin­zu­wei­sen, dass die Bücher (Zitat von der Ham­bel Ban­del-Web­sei­te)

mit inter­pre­tie­ren­den und wei­ter­füh­ren­den mul­ti­me­dia­len Ele­men­ten ange­rei­chert wur­den und daher nach herr­schen­der Mei­nung der Preis­bin­dungs­treu­hän­der nicht unter das Buch­preis­bin­dungs­ge­setz fal­len.

Das mag so sein oder nicht, wie der Bör­sen­ver­ein und des­sen Treu­hän­der reagie­ren, wird die Zukunft zei­gen. Mei­ner Ansicht nach wären sie in ihrem Inter­es­se gut bera­ten, kei­nen Prä­ze­denz­fall in Sachen Buch­preis­bin­dung und Self­pu­bli­shing zu schaf­fen. Im Sin­ne der Indie-Autoren und der Kun­den wäre ein sol­cher Prä­ze­denz­fall jedoch sicher­lich zu begrü­ßen.

Für viel inter­es­san­ter hal­te ich im Moment aller­dings, dass bis jetzt gera­de mal 45 »Ham­bel Ban­dels« abge­setzt wer­den konn­ten, eine fast lächer­lich gerin­ge Men­ge. Wor­an mag das lie­gen? Mei­ner Ansicht nach gibt es hier­für meh­re­re Grün­de:

1. Es wird ein Min­dest­preis von 5 Euro vor­ge­ge­ben. Bei der US-Vari­an­te ist das nicht der Fall. Ent­we­der es han­delt sich um eine ech­te »zahl’ was Du willst«-Aktion oder nicht. Wird dann doch ein Min­dest­preis vor­ge­ge­ben, hat das ein Geschmäck­le.

2. Es gibt im Netz diver­se Kri­tik an Mexx­Books Infor­ma­ti­ons­po­li­tik im Zusam­men­hang bei­spiels­wei­se mit Kind­le-Ver­käu­fen, aber auch mit Bestel­lun­gen all­ge­mein zu fin­den. Ich gehe davon aus, dass sich poten­ti­el­le Kun­den vor einem Kauf eines Bund­les infor­mie­ren und even­tu­ell von den nega­tiv-Mel­dun­gen ver­un­si­chert sind.

3. Die Zusam­men­stel­lung der eBooks lässt eine kla­re Linie ver­mis­sen. Zwei­mal Phan­tas­tik, ein­mal Crowd­fun­ding, ein­mal die Geschich­te des eBooks und eine Sto­ry­samm­lung mit Geschich­ten aus dem Leben. Wo ist denn da die Ziel­grup­pe? Das ame­ri­ka­ni­sche Vor­bild setz­te auf eine Nerd-taug­li­che Zusam­men­stel­lung mit aus­schließ­lich Phan­tas­tik-Titeln, dar­un­ter auch wel­che von nam­haf­ten Autoren. Hät­te man das auch hier so gehand­habt, wäre viel­leicht eher etwas dar­aus gewor­den. So blei­ben noch fünf Tage und es sind gera­de mal 45 Bund­les abge­setzt.

Zudem wäre wirk­lich inter­es­sant zu sehen, wie­viel Geld mit die­sen 45 ver­kauf­ten Ein­hei­ten ein­ge­nom­men wur­de. Die Hum­ble Bund­le Inc. infor­miert zu jeder Zeit trans­pa­rent über die Ein­nah­men. War­um macht Mexx­Books das nicht?

So bleibt das Gan­ze ein durch­aus inter­es­san­tes Expe­ri­ment, das mit ver­än­der­ten Para­me­tern in Zukunft viel­leicht erfolg­rei­cher wie­der­holt wer­den könn­te. Und es bleibt span­nend abzu­war­ten, ob der Bör­sen­ver­ein sich dazu kon­kret noch äußert oder nicht (oder sogar über die Treu­hand-Kanz­lei Maß­nah­men ergreift), alle Vari­an­ten wür­den aber wahr­schein­lich zu einem Gesichts­ver­lust füh­ren.

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Bild: eBook-Para­graph von mir, CC BY-NC-SA

Verlagschef Ulmer möchte Monopol auf das Verleihen von eBooks – it’s not a bug, it’s a feature!

Auch nach der Erfin­dung des Buch­drucks waren Bücher noch lan­ge Zeit Pri­vi­le­gier­ten wie Kir­chen und Rei­chen vor­be­hal­ten. Doch irgend­wann ver­brei­te­te sich die Tech­nik und damit auch das Buch und die Her­stel­lung wur­de so ein­fach, dass man die brei­te Mas­se mit gedruck­ten Wer­ken ver­sor­gen konn­te. Und eins der unschlag­ba­ren Fea­tures des Buches ist es, dass man es wei­ter geben kann, sei es nun zum Ver­schen­ken, zum Ver­kau­fen oder zum Ver­lei­hen. In Zei­ten von kun­den­feind­li­chem DRM und in denen man Lese­li­zen­zen erwirbt, statt das Buch, sind die­se Mög­lich­kei­ten zu Unguns­ten des Nut­zers erheb­lich ein­ge­schränkt.

Eini­ge Stadt­bü­che­rei­en haben auf das sich ändern­de Lese­ver­hal­ten reagiert und soge­nann­te »Onlei­hen« ein­ge­rich­tet, über die man eBooks online aus­lei­hen kann. Für den Nut­zer über­aus prak­tisch, man muss noch nicht ein­mal mehr das Haus ver­las­sen – und Senio­ren kön­nen die Schrift­grö­ße anpas­sen, wenn sie nicht mehr so gut sehen kön­nen. Ein win-win-Sze­na­rio, soll­te man mei­nen – und auch recht­lich unkri­tisch, da hier grund­sätz­lich nicht viel anders ist, als beim Aus­lei­hen phy­sisch vor­han­de­ner Wäl­zer.

Doch Mat­thi­as Ulmer, geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter des Eugen-Ulmer-Ver­lags, sieht das anders, wie man aus einem Hei­se-Arti­kel ent­neh­men kann. Offen­bar stuft er die »unge­brems­te Aus­lei­he« sogar als noch pro­ble­ma­ti­scher als Pira­te­rie an, denn die­se ist völ­lig legal. Einem Ver­le­ger, der ange­sichts der stei­gen­den eBook-Absät­ze Dol­lar­zei­chen in den Augen hat, kann so etwas natür­lich nicht gefal­len, er möch­te offen­bar ein Mono­pol für das Ver­lei­hen von eBooks bei der Buch­bran­che sehen. Und träumt bereits von bran­chen­ei­ge­nen Ver­leih­sys­te­men und abstru­sen Mond­prei­sen wie 2,99 Euro für das Ent­lei­hen eines Buches via Apple. Aus­lei­hen soll laut Ulmer das zen­tra­le Geschäfts­mo­dell wer­den. Wenn das die lan­ge über­fäl­li­ge Anpas­sung des Geschäfts­mo­dells an die Inter­net-Zeit sein soll, dann gute Nacht, Guten­berg.

Des­we­gen sol­len die Biblio­the­ken die Dienst­leis­tung nach sei­ner Mei­nung erheb­lich ein­schrän­ken und nur noch sozi­al oder finan­zi­ell schwa­che damit bedie­nen. Was für ein Wohl­tä­ter …

Es bleibt für den Bür­ger nur zu hof­fen, dass der Gesetz­ge­ber hier nicht erneut vor der Lob­by ein­knickt, denn man darf davon aus­ge­hen, dass auch ande­re Buch­ver­le­ger ähn­lich abstru­se und wie­der ein­mal bür­ger­feind­li­che Gedan­ken hegen. Eine der­ar­ti­ge unnö­ti­ge Ein­schrän­kung des Biblio­theks­be­triebs ist nicht hin­zu­neh­men. Es ist nicht ein­zu­se­hen, war­um ein Ser­vice, den es bereits sehr lan­ge gibt, nicht mehr breit ange­bo­ten wer­den soll, nur weil sich das Medi­um mini­mal ändert. Es ist zudem nicht ein­zu­se­hen, dass das aus­schleiß­lich aus wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen der Ver­la­ge geschieht. Das All­ge­mein­wohl wiegt hier deut­lich schwe­rer.
Wäh­rend Ulmer sich auf öffent­li­che Biblio­the­ken ein­schießt, machen Ama­zon oder Skoo­be der­weil schon­mal das Geschäft. Per­sön­lich den­ke ich, dass ein ganz ein­fa­cher Weg, um die Umsät­ze kräf­tig anzu­kur­beln der wäre, ein­fach ver­nünf­ti­ge und kun­den­ge­rech­te Prei­se für eBooks anzu­sa­gen, statt sol­cher, die sich am Hard­co­ver ori­en­tie­ren. Aber das ist wahr­schein­lich zu ein­fach – und nicht gewinn­träch­tig genug … (face­palm)

Wir wer­den genau beob­ach­ten müs­sen, was die Bran­che in die­ser Hin­sicht plant, um nöti­gen­falls dage­gen vor­zu­ge­hen.

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Petition: 7% Mehrwertsteuer auf eBooks

Vie­le Peti­tio­nen, die auf der e‑Pe­ti­ti­ons-Platt­form des Bun­des­ta­ges ein­ge­reicht wer­den, sind lang  und umständ­lich for­mu­liert. Das ist bei die­ser hier nicht der Fall:

Umsatz­steu­er – Redu­zier­ter Steu­er­satz für eBooks (7%)

Text der Peti­ti­on
Der Bun­des­tag möge beschlie­ßen, dass eBooks mit dem glei­chen Mehr­wert­steu­er­satz besteu­ert wer­den wie gedruck­te Bücher, d.h. mit 7%.

Begrün­dung
Für gedruck­te Bücher gilt der redu­zier­te Mehr­wert­steu­er­satz von 7%, da Bücher als Kul­tur­gut gel­ten, das allen Bevöl­ke­rungs­schich­ten zu erschwing­li­chen Prei­sen zur Ver­fü­gung ste­hen soll­te. Da dies in glei­chem Maße auch auf eBooks zutrifft, soll­te für elek­tro­ni­sche Bücher der glei­che Steu­er­satz gel­ten. Des wei­te­ren soll­ten Men­schen mit einer Seh­schwä­che, die auf eBooks wegen der Mög­lich­keit der Schrift­ver­grö­ße­rung ange­wie­sen sind, nicht steu­er­lich benach­tei­ligt wer­den.

Die Peti­ti­on Peti­ti­on Num­mer 37573 kann seit dem 12.11.2012 gezeich­net wer­den. Ich habe aller­dings die Befürch­tung, dass der Peti­ti­ons­aus­schuss sich mög­li­cher­wei­se ein­fach für nicht zustän­dig erklä­ren wird, wie er es in letz­ter Zeit zu oft tut, wenn ihm eine erfolg­rei­che ePe­ti­ti­on nicht passt. Wahr­schein­lich hat beim Ein­rich­ten der ePe­ti­tio­nen kei­ner bei der Polit-Mesch­po­ke damit gerech­net, dass das Instru­ment so eif­rig und erfolg­reich genutzt wird.

Das Ansin­nen der Peti­ti­on ist aber natür­lich völ­lig kor­rekt: es kann nicht ange­hen, dass eBooks zwar nach dem Buch­preis­bin­dungs­ge­setz zwin­gend als Bücher gel­ten, in Sachen MWSt jedoch nicht – das ist nicht nach­voll­zieh­bar. Erfah­rungs­ge­mäß ist der Weg einer sol­chen Peti­ti­on auch bei einem Erfolg aber lang – und es ist nicht gesagt, dass dabei das gewünsch­te Ergeb­nis her­aus kommt – zudem erst ein­mal die not­wen­di­gen Mit­zeich­ner mobi­li­siert wer­den müs­sen und ich bin nicht sicher, dass das bei die­sem The­ma klap­pen wird. Ich bin übli­cher­wei­se nicht für Steu­er­ge­schen­ke an Bran­chen (sie­he »Fast Drei Prozent« und die Hote­liers), aber in die­sem Fall wür­de ich zustim­men. Ob die Ver­la­ge den geän­der­ten USt-Satz dann auch an die Ver­brau­cher durch­rei­chen oder ein­fach ein­sa­cken ist noch ein­mal eine ande­re Fra­ge.

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Bild »Sie­ben Pro­zent« von mir

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Der Text im Titel steht in den Nut­zungs­be­din­gun­gen von Ama­zons Kind­le Store. Was das bedeu­tet ist klar: man erwirbt kei­ne Eigen­tums­rech­te an gekauf­ten Inhal­ten (vul­go: eBooks) son­dern nur Nut­zungs­rech­te – und die­se kön­nen im Prin­zip auch jeder­zeit wie­der ent­zo­gen wer­den.

Wohin das kon­kret füh­ren kann, muss­te gera­de eine Ama­zon-Nut­ze­rin aus Nor­we­gen fest­stel­len, der ihr Kon­to wegen angeb­li­chen Ver­sto­ßes gegen die Nut­zungs­be­din­gun­gen gesperrt wur­de und die dadurch kei­nen Zugriff mehr auf ihre gekauf­ten eBooks hat­te, dar­über berich­tet heu­te der Hei­se-Ticker. Das Pro­blem wur­de inzwi­schen zwar sei­tens Ama­zon gelöst, aller­dings erst, nach­dem eine Wel­le der Empö­rung durchs Web zog. Ama­zon behaup­tet zwar, dass der Zugriff auf die eige­ne Kind­le-Biblio­thek nicht vom Sta­tus des Kon­tos abhän­gig sei, doch dem war offen­sicht­lich nicht so. Anfra­gen an den Sup­port wur­den von die­sem igno­riert.

Hier zeigt sich wie­der ein­mal, wie der Kun­de durch DRM und ähn­li­che Maß­nah­men sowie durch die Nut­zungs­be­din­gun­gen um sein Geld gebracht wer­den soll. Zum einen schreibt der Anbie­ter vor, auf wel­chen Gerä­ten das eBook genutzt wer­den darf – das ist aller­dings bei ande­ren Anbie­tern, die bei­spiels­wei­se Ado­be-DRM nut­zen nicht anders. Wenn man nur Nut­zungs­rech­te erwirbt, aber kei­ne Besitz­rech­te, und die­se auch noch jeder­zeit ent­zo­gen wer­den kön­nen, ist über­haupt nicht mehr zu akzep­tie­ren, dass eBooks der­art teu­er sind. Ange­sichts der Gefahr, sei­ne gesam­te Biblio­thek zu ver­lie­ren, nur weil der Anbie­ter das so will, oder weil er einen Feh­ler macht, sind die ange­sag­ten eBook-Prei­se nah am Print­buch nicht akzep­ta­bel, das wären sie nur dann, wenn man sie unein­ge­schränkt nut­zen kann. Denn man erhält ein kas­trier­tes Pro­dukt, das sich jeder­zeit in Luft auf­lö­sen kann.

Ich hof­fe, dass die Ver­brau­cher­schüt­zer schnell auf das The­ma auf­merk­sam wer­den, sich im Sin­ne des Kun­den ein­set­zen und auch mal Ama­zon wegen kun­den­feind­li­cher Pas­si in den Nut­zungs­be­din­gun­gen abmah­nen.

Und genau das ist auch der Grund, war­um ich nur in beson­de­ren Aus­nah­me­fäl­len eBooks bei Ama­zon kau­fe, mein gera­de ange­schaff­ter neu­er eRea­der ist ein Sony PRS-T2, mit dem bin­de ich mich nicht an einen ein­zel­nen Anbie­ter. Und soll es doch aus­nahms­wei­se mal ein Kind­le-eBook sein: auf dem Sony läuft eine Android-Vari­an­te, die ist bereits geja­ilb­rea­k­ed und ich könn­te die Kind­le-App dar­auf instal­lie­ren. Alle­mal der bes­se­re Weg, als sich allein an einen Anbie­ter fes­seln zu las­sen.

Glück­li­cher­wei­se ver­zich­ten immer mehr Anbie­ter auf har­te DRM-Maß­nah­men – und genau die­se soll­te man unter­stüt­zen und den Rest boy­kot­tie­ren.

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Foto Ama­zon-Kar­tons von mir, CC BY-NC-SA

Das Humble eBook Bundle: fünf weitere Bücher

Kürz­lich wur­de das ers­te Hum­ble eBook-Bund­le gestar­tet, ich hat­te dar­über berich­tet: Kurz­fas­sung: ähn­li­che wie bei den Spie­le­bund­les des Anbie­ters erhält man eini­ge eBooks und kann dafür bezah­len, was man möch­te.

Wie auch schon bei den Spie­len, kamen nun zu den bis­he­ri­gen Büchern fünf wei­te­re hin­zu. Wer bereits bezahlt hat, fin­det die­se auto­ma­tisch in sei­nem Down­load­be­reich. Es han­delt sich um zwei Wer­ke vom Web­co­mic Pen­ny Arca­de, näm­lich ATTACK OF THE ROBOT BACON und MAGIC SWORD KINGS, zwei eBooks von Satur­day Mor­ning Break­fast Cere­al (eben­falls ein Web­co­mic): SAVE YOURSELF MAMMAL! und THE MOST DANGEROUS GAME, sowie XKCD: VOLUME 0 von xkcd (ihr wisst schon, was das ist …).

Wer das Bund­le noch nicht gekauft hat, kann die zusätz­li­chen eBooks bekom­men, wenn er mehr als den durch­schnitt­lich bezahl­ten Betrag aus­gibt. Auch die neu­en eBooks sind selbst­ver­ständ­lich DRM-frei, da es sich um Comics han­delt, lie­gen sie im PDF-For­mat vor.

In der Regel kommt bei den Hum­ble Bund­le-Aktio­nen mäch­tig Geld für die teil­neh­men­den Autoren und Ent­wick­ler ‘rum. Eines der Bücher des ursprüng­li­chen Bund­les, Cory Doc­to­rows PIRATE CINEMA, war erst kurz vor der Akti­on erschie­nen, es han­delt sich also kei­nes­falls um »alten Kram«. Bei uns wäre eine sol­che »zahl was Du willst«-Aktion dank der Buch­preis­bin­dung wohl nicht mög­lich. Scha­de, denn dadurch ent­geht Autoren eine Mög­lich­keit nicht nur Wer­bung für ihre Bücher zu machen, son­dern dabei sogar Geld zu ver­die­nen.

Damit es nicht bei »wohl nicht mög­lich« blei­ben muss, habe ich eine Anfra­ge beim Jus­ti­zi­ar des Bör­sen­ver­eins gestellt, ob eine sol­che Akti­on bei uns durch­führ­bar wäre, oder ob sie sei­ner Ansicht nach – wie ich oben ver­mu­te – gegen die Buch­preis­bin­dung ver­stößt.

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Das neue Humble Bunde: Phantastik-eBooks statt Spiele

Seit Jah­ren erhält man im Rah­men des HUMBLE INDIE BUNDLE immer wie­der Inde­pen­dent-Spie­le für ver­schie­de­ne Platt­for­men (Win­dows, Mac OS, Linux und Android), für die man ein­fach bezah­len, kann, was man möch­te. Jetzt gibt es zum ers­ten Mal ein Hum­ble Bund­le mit eBooks.

Und die Wer­ke des Bund­le kön­nen sich sehen las­sen, zum einen han­delt es sich fast durch­weg um eBooks aus dem Bereich Phan­tas­ik, also SF, Fan­ta­sy und ver­wand­te The­men, zum ande­ren konn­te man nam­haf­te Autoren wie Cory Doc­to­row, Neil Gai­man oder Pao­lo Baci­g­alu­pi für die ers­te Aus­ga­be des HUMBLE EBOOK BUNDLE gewin­nen. Die ent­hal­te­nen eng­lisch­spra­chi­gen eBooks sind:

Wer mehr zahlt, als den durch­schnitt­lich ent­rich­te­ten Obo­lus (aktu­ell ca. 12 Dol­lar), der erhält noch dazu:

Die acht eBooks sind selbst­ver­ständ­lich frei von DRM und lie­gen in den For­ma­ten PDF, ePub und mobi vor, damit wird jedes nicht zu exo­ti­sche Lese­ge­rät bedient. Wie üblich gehen Tei­le der Ein­nah­men an die Autoren, an Hum­ble Bund­le, sowie Spen­den an die Elec­tro­nic Fron­tier Foun­da­ti­on (EFF) und die Child’s Play Cha­ri­ty.

Es ist also wie­der mal Zeit für mich, Geld aus­zu­ge­ben. Im Video zum Bund­le spricht Cory Doc­to­row per­sön­lich ein paar Wor­te:

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libri​.de wird zu ebook​.de

Der Online­shop des Buch­groß­händ­lers Libri war nun seit etli­chen Jah­ren im Web prä­sent. Man prä­sen­tier­te sich, um gegen den Bran­chen­pri­mus Ama­zon anstin­ken zu kön­nen, bei­spiels­wei­se mit Aktio­nen wie der, dass man sei Buch online kauft und dann bei einem Buch­händ­ler vor Ort abholt. Was sich erst ein­mal wie gute Idee anhör­te (ich hät­te gern loka­le Buch­händ­ler auf die­se Wesie unter­stützt) stell­te sich nach mei­nen Erfah­run­gen lei­der all­zu oft als Null­num­mer her­aus. Bei­spiels­wei­se wenn der Buch­händ­ler beim Abho­len dann von mir mehr Geld haben möch­te, als beim Online-Kauf ange­zeigt wur­de. Nach deut­schem Recht nicht zuläs­sig und den­noch muss­te ich das mit Geschäft­füh­rern aus­dis­ku­tie­ren.
Auch die Prä­sen­ta­ti­on bei libri​.de war lei­der nicht son­der­lich ergo­no­misch und die Such­funk­ti­on sub­op­ti­mal. Von mei­nen nicht erfolg­rei­chen Aben­teu­ern mit Libri im Zusam­men­hang damit, dass ich Affi­lia­te-Deeplinks auf Arti­kel in deren Shop set­zen woll­te, mal gar nicht zu reden. Offen­bar hat man es nicht nötig, Blog­gern tech­nisch brauch­ba­re Lösun­gen anzu­bie­ten, wie Ama­zon das ohne Pro­ble­me kann.

Der alte Shop wird am 10. Okto­ber durch den neu­en unter der Adres­se eBook​.de ersetzt. Einer der Hin­ter­grün­de ist laut Libri-Aus­sa­ge, dass man über die bis­he­ri­ge Web­sei­te bereits heu­te mehr eBooks absetzt, als gedruck­te Bücher. Wie das mit dem Bran­chen­la­men­to dar­über zusam­men­passt, dass so weni­ge eBooks ver­kauft wer­dent? Kei­ne Ahnung.

Den Aus­sa­gen des Unter­neh­mens zufol­ge will man zu »Deutsch­lands ers­ter Adres­se für E‑Books und E‑Book-Rea­der« wer­den. Da wird sich aller­dings an der Preis­ge­stal­tung für inter­na­tio­na­le Titel noch eini­ges tun müs­sen. Um nur mal ein Bei­spiel zu nen­nen: THE HUNGER GAMES (deutsch: Die Tri­bu­te von Panem) kos­tet aktu­ell bei libri​.de 6,99 Euro, bei Ama­zon nur 5,65 Euro. Sol­che ekla­tan­ten Preis­un­ter­schie­de wer­den die Kun­den nicht eben in Scha­ren zu ebook​.de spü­len … Per­sön­lich wür­de ich es schät­zen, gäbe es eine brauch­ba­re Alter­na­ti­ve zu Ama­zon, die auf ePub statt mobi setzt. Die­se Prei­se las­sen mich aller­dings nicht dar­an glau­ben, dass ebook​.de eine sol­che sein wird, aber ich las­se mich mal über­ra­schen, wenn der Shop online geht.

Dem Namen der neu­en Domain zum Trotz sol­len aller­dings auch auf ebook​.de wei­ter­hin gedruck­te Bücher feil gebo­ten wer­den.

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Screen­shot ebook​.de Copy­right Libri

TWINE: verzweigende Stories erzählen

Nach län­ge­rer Zeit möch­te ich an die­ser Stel­le mal wie­der eine Soft­ware vor­stel­len, die kein Spiel ist. Für die Vor­stel­lung hole ich mal etwas aus: auch wenn der Begriff Hyper­text aus dem Web heut­zu­ta­ge durch­aus kein Fremd­wort mehr ist, so hat das Set­zen von Links und damit das Ver­zwei­gen von Geschich­ten in der Pro­sa nach wie vor kaum Bedeu­tung. Auch mit der flä­chen­de­cken­den Ein­füh­rung von eBooks, Smart­phones und Tablets liest man Bücher und Sto­ries noch wie vor hun­dert Jah­ren: line­ar. Wir hat­ten schon zu Print-Zei­ten etwas ähn­li­ches, vor etli­chen Jah­ren gab es mal Rol­len­spiel­bü­cher, wie bei­spiels­wei­se die Rei­he EINSAMER WOLF. Dar­in konn­te man sich an neur­al­gi­schen Punk­ten ent­schei­den, wie es mit der Geschich­te wei­ter gehen soll­te. Dazu wähl­te man sei­ne Opti­on und las dann auf der ent­spre­chen­den Sei­te wei­ter.

Obwohl heut­zu­ta­ge die ent­spre­chen­den Tech­ni­ken im Netz längst nicht mehr beson­ders beach­te­ter Stan­dard sind, haben sie ins schrift­li­che Geschich­ten erzäh­len nach wie vor qua­si kei­nen Ein­gang gefun­den. Was ich per­sön­lich ehr­lich gesagt ziem­lich selt­sam fin­de, aller­dings kann ich nach­voll­zie­hen, dass eine sol­che ver­zweig­te Sto­ry einen deut­li­chen Mehr­auf­wand im Schaf­fens­pro­zess bedeu­tet.

Und genau hier kommt TWINE ins Spiel. TWINE ist eine Soft­ware, die es ermög­licht, inter­ak­ti­ve Geschich­ten in Text­form – genau­er: HTML – und mit Ver­zwei­gungs­punk­ten in Form von Hyper­links auf ein­fa­che und über­sicht­li­che Art und Wei­se zu erstel­len. Durch den gra­fi­schen Ansatz hat man die Struk­tur sei­ner Geschich­te stän­dig im Blick und kann zudem ein­zel­ne Ele­men­te belie­big ver­schie­ben und auch neu ver­knüp­fen.

Wer also mal mit Hyper­tex­ten und Geschich­ten, expe­ri­men­tie­ren möch­te, die Alter­na­ti­ven statt eines linea­ren Ablaufs beinhal­ten, der soll­te drin­gend einen Blick auf TWINE wer­fen. Die Geschich­ten kön­nen dank der Umset­zung als sin­gle-file-HTML ein­fachst publi­ziert oder an Drit­te wei­ter gege­ben wer­den; dank des ver­wen­de­ten For­mats kann man die erstell­ten Datei­en auf einer rie­si­gen Men­ge von Gerä­ten betrach­ten, vom Com­pu­ter über den eRea­der (wenn er das Ver­fol­gen von Links beherrscht) bis hin zum Smart­phone – oder sogar exo­ti­sche­re, wie Spie­le­kon­so­len mit Brow­ser. Das Bes­te dar­an: es han­delt sich um eine Open Source-Soft­ware unter der GNU Public Licen­se. Mehr zum Pro­gramm auf der Web­sei­te des Pro­jekts. Twi­ne gibt es in Ver­sio­nen für Win­dows und Mac OS X. Das Gan­ze läuft für Hard­core-Nut­zer unter dem Namen Twee auch via Python von der Kom­man­do­zei­le aus.

Das fol­gen­de Video zeigt eine klei­ne Ein­füh­rung:

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Als eBook ab sofort preiswerter: die SF-Reihe SUNQUEST

SUNQUEST ist eine Rei­he von Sci­ence Fic­tion-Roma­nen (teil­wei­se mit Fan­ta­sy-Ein­schlag), die in Uschi Zietschs Faby­lon-Ver­lag erschie­nen sind. Wer sich noch nicht dazu durch­rin­gen konn­te, die Serie zu lesen, der hat jetzt die Gele­gen­heit, das für ver­gleichs­wei­se klei­nes Geld nach­zu­ho­len. Ab sofort sind alle Roma­ne als eBooks zum Preis von 2,99 Euro erhält­lich.

Colo­nel Shani­ja Ran, Kom­man­dan­tin der Mari­ne-Eli­te­ein­heit »Wild Rams«, ist mit ihrem Raum­jä­ger in wich­ti­ger Mis­si­on unter­wegs zur Erde. Die Exis­tenz der Mensch­heit steht auf dem Spiel, der galak­ti­sche Krieg gegen die rät­sel­haf­ten Quin­ter­nen scheint ver­lo­ren – bis jetzt, denn Shani­ja Ran ist im Besitz von Plä­nen, die eine ent­schei­den­de Wen­de her­bei­füh­ren wer­den.
Ver­folgt von den Quin­ter­nen, muss Shani­ja Ran ein wag­hal­si­ges Manö­ver ris­kie­ren – und wird durch eine Anoma­lie in einem frem­den Sys­tem aus­ge­spuckt, des­sen gewal­ti­ge Kräf­te sich sofort aus­wir­ken und sie zur Lan­dung auf einem erd­ähn­li­chen Mond zwin­gen, bei der ihr Schiff völ­lig zer­stört wird.
Shani­ja Ran fin­det sich in einem unmög­lich erschei­nen­den Sys­tem wie­der – eine Welt mit drei Son­nen.
Die Einstein’schen Geset­ze sind hier außer Kraft gesetzt. Tech­nik, die über Mecha­nik hin­aus­geht, ist nicht mög­lich. Dafür aber besitzt jedes orga­ni­sche Geschöpf, Intel­li­genz, Flo­ra und Fau­na, die Fähig­keit zur Psima­gie, die jedoch nur schwer kon­trol­lier­bar ist und sich bei jedem anders aus­wirkt.

Unter den Autoren der Serie fin­den sich bekann­te Namen, bei­spiels­wei­se etli­che Autoren, die auch bei PERRY RHODAN mit­schrei­ben. Die Roma­ne sind in aller Regel um die 240 Sei­ten stark.

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Cover SUNQUEST Band eins Copy­right Faby­lon-Ver­lag

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Umdenken bei eBooks: Tor Books verzichtet auf Kopierschutz

Das wird die DRM-Ver­fech­ter in der deut­schen Ver­lags­bran­che hart tref­fen – wenn sie es denn über­haupt wahr­neh­men (denn mit dem Inter­net haben es vie­le dar­in bekannt­lich nicht so): wie der Spie­gel heu­te berich­tet, will der auf Sci­ence Fic­tion und Fan­ta­sy spe­zia­li­sier­te Ver­lag Tor Books bei sei­nen eBook-Publi­ka­tio­nen auf jeg­li­che har­te DRM-Maß­nah­men ver­zich­ten.

Im ver­lags­ei­ge­nen Blog schreibt Tor-Chef Tom Doh­erty (Über­set­zung von mir):

Unse­re Autoren und Leser haben bereits lan­ge Zeit danach gefragt. Sie sind ein tech­nisch ziem­lich auf­ge­klär­ter Hau­fen und DRM ist für sie ein stän­di­ges Ärger­nis. Es hin­dert sie dar­an, ehr­lich erwor­be­ne eBooks auf völ­lig lega­le Arten zu nut­zen, bei­spiels­wei­se sie auf ver­schie­de­nen Rea­dern lesen zu kön­nen.

Our aut­hors and rea­ders have been asking for this for a long time. They’re a tech­ni­cal­ly sophisti­ca­ted bunch, and DRM is a con­stant annoyan­ce to them. It pre­vents them from using legi­ti­m­ate­ly-purcha­sed e‑books in per­fect­ly legal ways, like moving them from one kind of e‑reader to ano­ther.

Laut der Mit­tei­lung im Blog sol­len ab Juli 2012 alle eBooks ohne DRM erhält­lich sein, also sowohl bereits erhält­li­che wie auch neue. Der bri­ti­sche Able­ger Tor UK kün­dig­te dies heu­te eben­falls an. Die eBooks sol­len bei allen bis­lang bekann­ten Ver­käu­fern ohne Kopier­schutz zu bekom­men sein, zudem wird man die Bücher auch über Platt­for­men ver­trei­ben, die ohne­hin bereits Wert dar­auf legen, nur DRM-freie eBooks anzu­bie­ten und bei denen man die Publi­ka­tio­nen des Ver­lags bis­lang nicht bekam.

Groß­ar­tig! Es bleibt abzu­war­ten, wer als nächs­tes folgt.

Geht es nach den deut­schen Ver­le­gern, dürf­te damit aller­dings der Unter­gang des Abend­lan­des ein­ge­läu­tet sein. :o)

[cc]

Logo Tor Copy­right Tom Doh­erty Asso­cia­tes

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