In einer erschĂĽtÂternÂden AblehÂnung des WilÂlens von fĂĽnf MilÂlioÂnen Online-PetenÂten und ĂĽber 100.000 DemonsÂtranÂten an dieÂsem WochenÂenÂde hat das EuroÂpäiÂsche ParÂlaÂment den gesunÂden MenÂschenÂverÂstand und den Rat von WisÂsenÂschaftÂlern, TechÂnoÂloÂgen und UN-MenÂschenÂrechtsÂexperÂten aufÂgeÂgeÂben und das UrheÂberÂrecht in der digiÂtaÂlen BinÂnenÂmarktÂrichtÂliÂnie in seiÂner GesamtÂheit gebilÂligt.
Es gibt jetzt nur noch wenig, was verÂhinÂdern kann, dass dieÂse BestimÂmunÂgen zum Gesetz der LänÂder in ganz EuroÂpa werÂden. Es ist theoÂreÂtisch mögÂlich, dass der endÂgĂĽlÂtiÂge Text auf der Tagung des EuroÂpäiÂschen Rates Ende dieÂses Monats nicht die ZustimÂmung einer MehrÂheit der MitÂgliedÂstaaÂten finÂden wird, aber dazu mĂĽssÂte minÂdesÂtens ein SchlĂĽsÂselÂland seiÂne MeiÂnung ändern. Zu dieÂsem Zweck verÂdopÂpeln deutÂsche und polÂniÂsche AktiÂvisÂten bereits ihre BemĂĽÂhunÂgen, die wichÂtigsÂten StimÂmen ihrer RegieÂrung zu verÂschieÂben.
Wenn dieÂser VerÂsuch fehlÂschlägt, werÂden die ErgebÂnisÂse langÂfrisÂtig und chaoÂtisch sein. Im GegenÂsatz zu EU-VerÂordÂnunÂgen wie der DSGVO, die zu einem Gesetz werÂden, indem sie durch die zenÂtraÂlen EU-InstiÂtuÂtioÂnen verÂabÂschieÂdet werÂden, mĂĽsÂsen EU-RichtÂliÂniÂen umgeÂsetzt werÂden: sie mĂĽsÂsen zu natioÂnaÂlem Recht jedes MitÂgliedsÂlanÂdes werÂden. Die LänÂder haben bis 2021 Zeit, um die UrheÂberÂrechtsÂrichtÂliÂnie umzuÂsetÂzen, aber die EU hält ihre MitÂglieÂder selÂten an dieÂse Frist, so dass es noch länÂger dauÂern könnÂte.
LeiÂder ist es wahrÂscheinÂlich, dass die ersÂte UmsetÂzung der RichtÂliÂnie von den LänÂdern komÂmen wird, die ihre AnnahÂme am meisÂten unterÂstĂĽtzt haben. Die derÂzeiÂtiÂge GrupÂpe der franÂzöÂsiÂschen PoliÂtiÂker hat sich stets fĂĽr die schlimmsÂten TeiÂle der RichtÂliÂnie einÂgeÂsetzt, und die Macron-RegieÂrung könnÂte verÂsuÂchen, einen frĂĽÂhen Sieg fĂĽr die MediÂenÂunÂterÂnehÂmen des LanÂdes zu erzieÂlen.
LänÂder, deren PoliÂtik stärÂker gespalÂten war, werÂden zweiÂfelÂlos länÂger brauÂchen. In Polen wurÂden die PoliÂtiÂker von wĂĽtenÂden WähÂlern belaÂgert, die wollÂten, dass sie die RichtÂliÂnie ablehÂnen, wähÂrend sie gleichÂzeiÂtig mit schamÂloÂsen DroÂhunÂgen von natioÂnaÂlen und lokaÂlen ZeiÂtungsÂbeÂsitÂzern konÂfronÂtiert wurÂden, die warnÂten, dass sie jeden PoliÂtiÂker, der gegen ArtiÂkel 11 gestimmt hatÂte, »nicht verÂgesÂsen« wĂĽrÂden. Die VerÂabÂschieÂdung der RichtÂliÂnie wird dieÂse TrenÂnung zwiÂschen dem polÂniÂschen Volk und dem MediÂenÂunÂterÂnehÂmen aufÂrechtÂerhalÂten, wobei die PoliÂtiÂker darÂum kämpÂfen, eine innerÂstaatÂliÂche Lösung zu finÂden, die ihre AusÂsichÂten bei keiÂner der beiÂden GrupÂpen beeinÂträchÂtigt.
Die RheÂtoÂrik in DeutschÂland in den letzÂten Tagen war nicht viel besÂser. DeutÂsche PoliÂtiÂker behaupÂteÂten mit unbeÂwegÂten GesichÂtern, dass die TechÂnoÂloÂgieÂunÂterÂnehÂmen die DemonsÂtranÂten an dieÂsem WochenÂenÂde fĂĽr den Marsch auf die StraÂĂźe bezahlt hätÂten. UnterÂdesÂsen legÂte die ChristÂlich-DemoÂkraÂtiÂsche UniÂon, die ParÂtei von AngeÂla MerÂkel, deren eigeÂner Axel Voss als AnfĂĽhÂrer der RichtÂliÂnie agierÂte, einen poliÂtiÂschen VorÂschlag vor, der vorÂschlug, ArtiÂkel 13 nicht mit FilÂtern, sonÂdern mit einem pauÂschaÂlen LizenzÂsysÂtem umzuÂsetÂzen. JurisÂten haben bereits erklärt, dass dieÂse LizenÂzen nicht den strenÂgen AnforÂdeÂrunÂgen von ArtiÂkel 13 entÂspreÂchen werÂden – aber es wird fĂĽr die CDU schwieÂrig werÂden, von dieÂser VerÂpflichÂtung jetzt Abstand zu nehÂmen.
Das bedeuÂtet, dass es am euroÂpäiÂschen JusÂtizÂsysÂtem und dem lanÂgen, langÂsaÂmen Weg zu einer endÂgĂĽlÂtiÂgen EntÂscheiÂdung des ObersÂten Gerichts der EU, des EuroÂpäiÂschen GerichtsÂhofs (EuGH) lieÂgen wird, das Gesetz zu korÂriÂgieÂren.
Wir könÂnen davon ausÂgeÂhen, dass die MediÂen und RechÂteÂinhaÂbern sich fĂĽr mögÂlichst draÂkoÂniÂsche natioÂnaÂle GesetÂze einÂsetÂzen und dann umgeÂhend zu den GerichÂten marÂschieÂren, um GeldÂbuÂĂźen zu verÂhänÂgen, wenn jemand online ĂĽber die unscharÂfen GrenÂzen des GesetÂzes wanÂdert. Die RichtÂliÂnie ist so geschrieÂben, dass jeder EigenÂtĂĽÂmer von urheÂberÂrechtÂlich geschĂĽtzÂtem MateÂriÂal von einem InterÂnetÂdienst ErfĂĽlÂlung verÂlanÂgen kann, und wir haben bereits geseÂhen, dass die RechÂteÂinhaÂber keiÂnesÂwegs einig sind, was Big Tech tun soll. Was auch immer InterÂnetÂunÂterÂnehÂmen und ‑OrgaÂniÂsaÂtioÂnen tun, um 27 oder mehr natioÂnaÂle GesetÂze einÂzuÂhalÂten – von der vollÂstänÂdiÂgen EinÂstelÂlung von Links zu euroÂpäiÂschen NachÂrichÂtenÂseiÂten ĂĽber die ErhöÂhung ihrer ohneÂhin schon ĂĽberÂempÂfindÂliÂchen FilÂterÂsysÂteÂme bis hin zu GeschäfÂten mit wichÂtiÂgen MediÂenÂkonÂzerÂnen – wird von der einen oder andeÂren FrakÂtiÂon der RechÂteÂinhaÂber in FraÂge gestellt werÂden.
Aber es gibt auch MögÂlichÂkeiÂten fĂĽr die GerichÂte, die RichtÂliÂnie in den Griff zu bekomÂmen – oder sogar ihre schlimmsÂten ArtiÂkel ganz zu streiÂchen. Ein zenÂtraÂles ParaÂdoÂxon, das den Kern der RichtÂliÂnie ausÂmacht, muss sehr bald gelöst werÂden. ArtiÂkel 13 soll mit der älteÂren E‑ComÂmerÂce-RichtÂliÂnie verÂeinÂbar sein, die ausÂdrĂĽckÂlich jede VerÂpflichÂtung zur proÂakÂtiÂven ĂśberÂwaÂchung der DurchÂsetÂzung von geisÂtiÂgem EigenÂtum verÂbieÂtet (eine BestimÂmung, die vom EuGH 2011 bestäÂtigt und verÂstärkt wurÂde). Alle gesetzÂlich vorÂgeÂschrieÂbeÂnen FilÂter könnÂten angeÂfochÂten werÂden, um dieÂse InkonÂsisÂtenz zu beseiÂtiÂgen.
Aber wer wird die InterÂnetÂnutÂzer vor Gericht verÂtreÂten? Big Tech hat einiÂge BewegÂgrĂĽnÂde und MilÂlioÂnen, es zu tun, aber nach dieÂser schweÂren NieÂderÂlaÂge könÂnen dieÂse zunehÂmend defenÂsiÂven RieÂsen durchÂaus entÂscheiÂden, dass es besÂser sein wird, sich auĂźerÂgeÂrichtÂlich zu einiÂgen und ein Geschäft abzuÂschlieÂĂźen, das den etaÂblierÂten MediÂen in EuroÂpa ein DaneÂgeld zahlt – zu einem Preis, der potenÂziÂelÂle Tech-Upstarts bequem aus dieÂsem Markt ausÂschlieĂźt und die MarktÂdoÂmiÂnanz der GroÂĂźen zemenÂtiert.
Das bedeuÂtet, dass sich die euroÂpäiÂschen InterÂnetÂnutÂzer nicht auf die TechÂnoÂloÂgieÂunÂterÂnehÂmen verÂlasÂsen könÂnen, sich gegen das Gesetz zu wehÂren. Der Kampf muss fortÂgeÂsetzt werÂden, wie es in den letzÂten Wochen der Fall war, wobei sich MilÂlioÂnen von AllÂtagsÂnutÂzern online und auf der StraÂĂźe zusamÂmenÂschlieÂĂźen, um ihr Recht auf ZenÂsurÂfreiÂheit und freie KomÂmuÂniÂkaÂtiÂon ohne algoÂrithÂmiÂsche ZenÂsoÂren oder willÂkĂĽrÂliÂche LizenzÂforÂdeÂrunÂgen zum AusÂdruck zu brinÂgen.
Und auĂźerÂhalb EuroÂpas werÂden sich die FreunÂde des InterÂnets darÂauf einÂstelÂlen mĂĽsÂsen, gegen UrheÂberÂrechtsÂmaÂxiÂmisÂten vorÂzuÂgeÂhen, die verÂsuÂchen, dieÂse schreckÂliÂche RichtÂliÂnie in den Rest der Welt zu exporÂtieÂren. Wir mĂĽsÂsen und werÂden uns zusamÂmenÂschlieÂĂźen und zusamÂmenÂhalÂten, um dieÂse RichtÂliÂnie in EuroÂpa zu stopÂpen und ihre weiÂteÂre VerÂbreiÂtung zu verÂhinÂdern.
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Ende März wird das EuroÂpäiÂsche ParÂlaÂment ĂĽber die neue UrheÂberÂrechtsÂrichtÂliÂnie abstimÂmen, eine beiÂspielÂloÂse KataÂstroÂphe in der GeschichÂte der InterÂnetÂreÂguÂlieÂrung, die die Macht besitzt, den TechÂnoÂloÂgieÂsekÂtor der EU ausÂzuÂlöÂschen und die perÂmaÂnenÂte KonÂtrolÂle ĂĽber das InterÂnet an groÂĂźe US-TechÂkonÂzerÂne zu ĂĽberÂgeÂben, alles im Namen des SchutÂzes des UrheÂberÂrechts (bei gleichÂzeiÂtiÂger EntÂrechÂtung der KĂĽnstÂler).
UnmitÂtelÂbar nach dieÂser wichÂtiÂgen AbstimÂmung werÂden sich die EuroÂpaÂabÂgeÂordÂneÂten in ganz EuroÂpa auf den Weg machen und in ihre HeiÂmatÂlänÂder zurĂĽckÂkehÂren, um dort fĂĽr die Mai-WahÂlen zu kämpÂfen. DieÂser ZeitÂpunkt ist entÂscheiÂdend, denn er bedeuÂtet, dass die AbgeÂordÂneÂten wirkÂlich darÂan interÂesÂsiert sind, ob ihre AktioÂnen sie die UnterÂstĂĽtÂzung der WähÂler kosÂten werÂden.
Die WähÂler hasÂsen die UrheÂberÂrechtsÂrichtÂliÂnie und ihren interÂnetÂzerÂstöÂreÂriÂschen ArtiÂkel 13. Die PetiÂtiÂon zur AbschafÂfung von ArtiÂkel 13 hat mehr UnterÂschrifÂten als jede andeÂre in der GeschichÂte der EU erhalÂten, und wenn es in dieÂsem TemÂpo weiÂter geht, wird die PetiÂtiÂon in weniÂgen Tagen zur beliebÂtesÂten PetiÂtiÂon in der GeschichÂte der MenschÂheit werÂden.
Wenn Sie in EuroÂpa leben, könÂnen Sie Ihrem AbgeÂordÂneÂten mitÂteiÂlen, dass Ihre StimÂme von seiÂner StimÂme abhängt: Das »2019 Pledge«, das Ihnen von EpiÂcenÂter Works zur VerÂfĂĽÂgung gestellt wird, forÂdert die AbgeÂordÂneÂten auf, sich öffentÂlich zu verÂpflichÂten, ArtiÂkel 13 zurĂĽckÂzuÂweiÂsen. 44 AbgeÂordÂneÂte des EuroÂpäiÂschen ParÂlaÂments haben es bisÂher unterÂzeichÂnet, und die Arbeit hat geraÂde erst begonÂnen.
Auf der WebÂsite von »2019 Pledge« könÂnen Sie Ihr Land und Ihre TeleÂfonÂnumÂmer einÂgeÂben, und Sie werÂden mit MitÂglieÂdern des EuroÂpäiÂschen ParÂlaÂments verÂbunÂden, die die ZusaÂge noch nicht angeÂnomÂmen haben, und Sie könÂnen mit ihnen darÂĂĽber spreÂchen, warÂum es wichÂtig ist, dass sie es tun.
Dies ist ein SchlĂĽsÂselÂpunkt, ein Moment, in dem das SchickÂsal des InterÂnets selbst in der SchweÂbe ist (und nicht nur in EuroÂpa). Es ist auch ein Moment, in dem deiÂne StimÂme wirkÂlich zählt. KeiÂner dieÂser AbgeÂordÂneÂten wird auf der GrundÂlaÂge seiÂner Arbeit zur VerÂabÂschieÂdung der UrheÂberÂrechtsÂrichtÂliÂnie fĂĽr eine WieÂderÂwahl kanÂdiÂdieÂren, aber sie wisÂsen, dass ihre GegÂner ihre KamÂpaÂgne starÂten werÂden, um jeden AbgeÂordÂneÂten, der fĂĽr die ZerÂstöÂrung des InterÂnets gestimmt hat, bloĂźÂzuÂstelÂlen.
UploadÂfilÂter werÂden das InterÂnet zerÂstöÂren:
Schlecht fĂĽr die BenutÂzer: ZenÂsurÂmaÂschiÂnen
Alles, was wir posÂten wolÂlen, muss zuerst von fehÂlerÂanÂfälÂliÂgen Upload-FilÂtern genehÂmigt werÂden WeniÂger DinÂge, die wir online erleÂdiÂgen mĂĽsÂsen.
MilÂlioÂnen von WebÂsites, Apps, KanäÂlen, VideÂos und mehr werÂden in der EU gesperrt.
Schlecht fĂĽr die SchöpÂfer: KreaÂtiÂviÂtät bloÂckiert
ParÂodien, FilmÂkriÂtiÂken, Let’s Play VideÂos, Memes und alles andeÂre, was auf urheÂberÂrechtÂlich geschĂĽtzÂtem MateÂriÂal basiert, werÂden in den FilÂtern aufÂgeÂhalÂten.
SchulÂdig bis zum Beweis der Unschuld: Die SchöpÂfer mĂĽsÂsen stänÂdig kämpÂfen, um FilÂterÂfehÂler zu beheÂben.
Schlecht fĂĽr InnoÂvaÂtioÂnen: Big PlayÂer werÂden gröÂĂźer
RieÂsiÂge InterÂnetÂplattÂforÂmen werÂden die einÂziÂgen sein, die es sich leisÂten könÂnen, die AnforÂdeÂrunÂgen zu erfĂĽlÂlen.
WeniÂger InnoÂvaÂtiÂon: In der EU werÂden weniÂger neue Apps und WebÂsites einÂgeÂfĂĽhrt, weil sie zu risÂkant sind.
ArtiÂkel 13 ist der immerwieÂder umstritÂteÂne VorÂschlag, prakÂtisch jede Online-ComÂmuÂniÂty, jeden Online-Dienst und jede Online-PlattÂform fĂĽr rechtsÂverÂletÂzenÂdes MateÂriÂal, das von ihren NutÂzern verÂöfÂfentÂlicht wurÂde, rechtÂlich haftÂbar zu machen, auch wenn es fĂĽr den Online-DienstÂleisÂter keiÂne denkÂbaÂre MögÂlichÂkeit gab, von einer UrheÂberÂrechtsÂverÂletÂzung zu erfahÂren.
Dies erforÂdert unvorÂstellÂbaÂre SumÂmen, um es ĂĽberÂhaupt zu verÂsuÂchen, und der VerÂsuch wird scheiÂtern. Das ErgebÂnis von ArtiÂkel 13 wird eine radiÂkaÂle VerÂrinÂgeÂrung der AlterÂnaÂtiÂven zu den US-Big-Tech-PlattÂforÂmen und den rieÂsiÂgen MediÂenÂkonÂzerÂnen sein. Das bedeuÂtet, dass MediÂenÂunÂterÂnehÂmen in der Lage sein werÂden, KreaÂtiÂve weniÂger fĂĽr ihre Arbeit zu bezahÂlen, denn die KreaÂtiÂven werÂden keiÂne AlterÂnaÂtiÂve zu den mulÂtiÂnaÂtioÂnaÂlen UnterÂhalÂtungsÂrieÂsen haben.
Die Schöpfer ordentlich vorgeführt
Die MediÂenÂunÂterÂnehÂmen brachÂten die UrheÂberÂgrupÂpen dazu, ArtiÂkel 13 zu unterÂstĂĽtÂzen, indem sie arguÂmenÂtierÂten, dass MediÂenÂunÂterÂnehÂmen und die von ihnen verÂtrieÂbeÂnen UrheÂber die gleiÂchen InterÂesÂsen hätÂten. Aber im EndÂspiel von ArtiÂkel 13 haben die MediÂenÂunÂterÂnehÂmen ihre SchöpÂferÂkolÂleÂgen ordentÂlich verÂarscht und forÂderÂten die StreiÂchung von KlauÂseln, die die RechÂte der KĂĽnstÂler auf eine angeÂmesÂseÂne EntÂschäÂdiÂgung durch die MediÂenÂunÂterÂnehÂmen schĂĽtzÂten, was zu völÂlig gerechtÂferÂtigÂten Zorn bei dieÂsen verÂraÂteÂnen KĂĽnstÂlerÂrechtsÂgrupÂpen fĂĽhrÂte.
Aber die ReaÂliÂtät ist, dass ArtiÂkel 13 immer schlecht fĂĽr die UrheÂber sein wĂĽrÂde. BesÂtenÂfalls konnÂte ArtiÂkel 13 nur hofÂfen, dass er ein paar Euro von der Bilanz von Big Tech in die Bilanz von Big ConÂtent verÂschieÂben wĂĽrÂde (und das wäre wahrÂscheinÂlich ohneÂhin eine vorÂĂĽberÂgeÂhenÂde SituaÂtiÂon). Weil ArtiÂkel 13 die MögÂlichÂkeiÂten fĂĽr SchöpÂfer verÂrinÂgern wĂĽrÂde, indem er unabÂhänÂgiÂge MediÂen- und TechÂnoÂloÂgieÂunÂterÂnehÂmen zerÂschlägt, wĂĽrÂden alle MitÂnahÂmeÂefÂfekÂte, die MediÂenÂunÂterÂnehÂmen machÂten, an ihre FĂĽhÂrungsÂkräfÂte und AktioÂnäÂre gehen, nicht an die KĂĽnstÂler, die keiÂne andeÂre Wahl hätÂten, als das zu schluÂcken und das zu nehÂmen, was ihnen angeÂboÂten wird.
Denn: Wann hat ein MediÂenÂunÂterÂnehÂmen zuletzt ein besonÂders proÂfiÂtaÂbles Jahr gefeiÂert, indem es seiÂne LizenzÂabÂgaÂben erhöht hat?
Es sollten schon immer Filter sein.
Die ersÂten VerÂsioÂnen von ArtiÂkel 13 forÂderÂten UnterÂnehÂmen auf, UrheÂberÂrechtsÂfilÂter nach dem VorÂbild des »ConÂtent ID«-Systems von YouÂTube zu bauÂen: YouÂTube lädt eine ausÂgeÂwählÂte GrupÂpe verÂtrauÂensÂwĂĽrÂdiÂger RechÂteÂinhaÂber ein, MusÂter von WerÂken hochÂzuÂlaÂden, die sie als ihr UrheÂberÂrecht gelÂtend machen, und bloÂckiert dann das Video eines BenutÂzers, das dieÂsen UrheÂberÂrechtsÂanÂsprĂĽÂchen zu entÂspreÂchen scheint (oder leiÂtet EinÂnahÂmen davon ab).
Es gibt vieÂle ProÂbleÂme mit dieÂsem SysÂtem. EinerÂseits beschweÂren sich groÂĂźe MediÂenÂunÂterÂnehÂmen darÂĂĽber, dass sie fĂĽr engaÂgierÂte VerÂletÂzer viel zu leicht zu umgeÂhen sind, und andeÂrerÂseits erkennt ConÂtent ID alle mögÂliÂchen Arten von legiÂtiÂmen AusÂdrucksÂforÂmen, einÂschlieĂźÂlich StilÂle, VogelÂgeÂsang und Musik, die der eigentÂliÂche KĂĽnstÂler zur VerÂbreiÂtung auf YouÂTube hochÂgeÂlaÂden hat. ManchÂmal liegt das darÂan, dass ein RechÂteÂinhaÂber fälschÂliÂcherÂweiÂse UrheÂberÂrechÂte beanÂsprucht hat, die ihm nicht gehöÂren; manchÂmal liegt es darÂan, dass ConÂtent ID ein »falÂse posiÂtiÂve« erzeugt hat (d.h. einen FehÂler macht); und manchÂmal liegt es darÂan, dass SoftÂware einÂfach nicht den UnterÂschied zwiÂschen einer verÂletÂzenÂden NutÂzung eines urheÂberÂrechtÂlich geschĂĽtzÂten WerÂkes und einer NutÂzung, die unter »faiÂres HanÂdeln« fällt erkenÂnen kann, wie beiÂspielsÂweiÂse KriÂtik, KomÂmenÂtar, ParÂodie, etc. NieÂmand hat einen AlgoÂrithÂmus zur ErkenÂnung von ParÂodien traiÂniert, und nieÂmand wird dies in naher Zukunft tun (es wäre schon toll, wenn wir MenÂschen dazu brinÂgen könnÂten, ParÂodien zuverÂläsÂsig zu erkenÂnen!).
CopyÂright-FilÂter sind eine schreckÂliÂche Idee. GoogÂle hat 100 MilÂlioÂnen DolÂlar (und mehr) ausÂgeÂgeÂben, um einen sehr begrenzÂten UrheÂberÂrechtsÂfilÂter zu erstelÂlen, der nur VideÂos betrachÂtet und nur BeiÂträÂge einer ausÂgeÂwählÂten GrupÂpe von vorÂab geprĂĽfÂten RechÂteÂinhaÂbern bloÂckiert. ArtiÂkel 13 umfasst alle mögÂliÂchen urheÂberÂrechtÂlich geschĂĽtzÂten WerÂke: Text, Audio, Video, Fotos, SoftÂware, ĂśberÂsetÂzunÂgen. Und einiÂge VerÂsioÂnen von ArtiÂkel 13 verÂlanÂgen von PlattÂforÂmen, dass sie rechtsÂverÂletÂzenÂde VerÂöfÂfentÂliÂchunÂgen jedes urheÂberÂrechtÂlich geschĂĽtzÂten WerÂkes bloÂckieÂren, selbst solÂche, von denen ihnen nieÂmand erzählt hat: IrgendÂwie wird Ihr ForÂumd fĂĽr HunÂdeÂfreunÂde seiÂne NutÂzer darÂan hinÂdern mĂĽsÂsen, 50 JahÂre alte ZeiÂtungsÂarÂtiÂkel, BeiÂträÂge von andeÂren MesÂsaÂge-Boards, Fotos, die von Social Media herÂunÂterÂgeÂlaÂden wurÂden, zu plaÂgiÂieÂren, etc. Sogar die milÂdeÂren »KomÂproÂmissÂverÂsioÂnen« von ArtiÂkel 13 sahen vor, dass Online-DiensÂte die VerÂöfÂfentÂliÂchung von allem, worÂĂĽber sie inforÂmiert worÂden waren, bloÂckieÂren mussÂten, mit schweÂren StraÂfen fĂĽr die NichtÂeinÂhalÂtung einer ForÂdeÂrung und keiÂnerÂlei StraÂfen fĂĽr falÂsche AnsprĂĽÂche seiÂtens der VerÂwerÂter.
Aber selbst wenn FilÂter DinÂge bloÂckieÂren, die keiÂne UrheÂberÂrechtsÂverÂletÂzung darÂstelÂlen, so ermögÂliÂchen sie doch dediÂzierÂten SchutzÂrechtsÂverÂletÂzern, ohne gröÂĂźeÂre ProÂbleÂme weiÂter zu machen. Das liegt darÂan, dass FilÂter relaÂtiv einÂfaÂche, staÂtiÂsche TechÂniÂken verÂwenÂden, um BenutÂzer-Uploads zu inspiÂzieÂren, und VerÂletÂzer könÂnen die BlindÂstelÂlen der FilÂter ausÂtesÂten und verÂschieÂdeÂne TechÂniÂken ausÂproÂbieÂren, bis sie auf MögÂlichÂkeiÂten trefÂfen, sie zu umgeÂhen. BeiÂspielsÂweiÂse könÂnen einiÂge BildÂfilÂter umganÂgen werÂden, indem man das Bild von links nach rechts dreht oder es anstelÂle von FarÂbe in Schwarz-WeiĂź wieÂderÂgibt. FilÂter sind »Black Boxes«, die von engaÂgierÂten SchutzÂrechtsÂverÂletÂzern wieÂderÂholt getesÂtet werÂden könÂnen, um zu sehen, was durchÂkommt.
FĂĽr ehrÂlich eNutÂzer – die DelÂfiÂne, die in den ThunÂfischÂnetÂzen des UrheÂberÂrechts gefanÂgen sind – gibt es keiÂnen UnterÂgrund mit HinÂweisÂgeÂbern, die NieÂderÂlaÂgeÂtechÂniÂken teiÂlen, um Ihre InhalÂte zu entÂstauÂen. Wenn Sie ein AIDS-ForÂscher sind, desÂsen VideÂos fälschÂliÂcherÂweiÂse von AIDS-LeugÂnern beanÂsprucht wurÂden, um sie zu zenÂsieÂren, oder GegeÂner von PoliÂzeiÂbruÂtaÂliÂtät, deren BodyÂcam-VideÂos von PoliÂzeiÂdienstÂstelÂlen bloÂckiert wurÂden, die verÂsuÂchen, der KriÂtik zu entÂgeÂhen, opeÂrieÂren Sie bereits an der GrenÂze Ihrer FähigÂkeiÂten und verÂfolÂgen nur Ihre eigeÂne Sache. Sie könÂnen verÂsuÂchen, zusätzÂlich zu Ihrer ForÂschung, AktiÂvisÂmus oder KomÂmuÂniÂkaÂtiÂon ein FilÂter-breÂchenÂder ExperÂte zu werÂden, aber es gibt nur 24 StunÂden am Tag, und die ĂśberÂschneiÂdung zwiÂschen MenÂschen die etwas zu sagen haben und MenÂschen, die herÂausÂfinÂden könÂnen, wie man ĂĽberÂeifÂriÂge (oder kaputÂte) UrheÂberÂrechtsÂfilÂtern umgeht, ist schlicht nicht sehr groĂź.
All dies brachÂte die FilÂter in einen so mieÂsen Ruf, dass deren ErwähÂnung aus ArtiÂkel 13 gestriÂchen wurÂde, aber trotz der VerÂschleieÂrung war klar, dass der Zweck von ArtiÂkel 13 darÂin bestand, FilÂter verÂpflichÂtend zu machen: Es gibt einÂfach keiÂne MögÂlichÂkeit, sich vorÂzuÂstelÂlen, dass jeder Tweet, jedes FaceÂbook-Update, jeder MesÂsaÂge-Board-KomÂmenÂtar, jedes Social Media Foto und andeÂre benutÂzerÂgeÂneÂrierÂte InhalÂte ohne ein autoÂmaÂtiÂsierÂtes SysÂtem auf die EinÂhalÂtung der UrheÂberÂrechÂte evaÂluÂiert werÂden könÂnen. Und wenn Sie Online-Foren fĂĽr die VerÂletÂzung durch ihre NutÂzer verÂantÂwortÂlich machen, mĂĽsÂsen sie einen Weg finÂden, um alles zu bewerÂten, was deren NutÂzer verÂöfÂfentÂliÂchen.
Nur weil KĂĽnstler Medienunternehmen unterstĂĽtzen, bedeutet das nicht, dass Medienunternehmen KĂĽnstler unterstĂĽtzen.
HunÂderÂte von MilÂlioÂnen Euro fĂĽr den Bau von FilÂtern ausÂzuÂgeÂben, die nicht UrheÂberÂrechtsÂverÂletÂzer zu stopÂpen, stattÂdesÂsen aber legiÂtiÂme MateÂriaÂliÂen unzuÂläsÂsig zenÂsieÂren (sei es aufÂgrund von BosÂheit, InkomÂpeÂtenz oder SchlamÂpeÂrei), wird kein Geld in die Taschen der KĂĽnstÂler brinÂgen.
Das heiĂźt nicht, dass dieÂse (zuminÂdest fĂĽr eine WeiÂle) nicht das GleichÂgeÂwicht zu den MediÂenÂunÂterÂnehÂmen beeinÂflusÂsen werÂden. Weil FilÂter immer minÂdesÂtens einiÂge Zeit ausÂfalÂlen werÂden, und weil ArtiÂkel 13 UnterÂnehÂmen nicht von der HafÂtung befreit, wenn dies geschieht, muss Big Tech zu einer Art ĂśberÂeinÂkunft mit den größÂten MediÂenÂunÂterÂnehÂmen komÂmen – »Du kommst aus dem GefängÂnis frei«-Karten, zusamÂmen mit direkÂten KomÂmuÂniÂkaÂtiÂonsÂkaÂnäÂlen, die MediÂenÂunÂterÂnehÂmen verÂwenÂden könÂnen, um ihr eigeÂnes MateÂriÂal zu entÂferÂnen, wenn es fälschÂliÂcherÂweiÂse durch einen FilÂter bloÂckiert wird. (Es ist erstaunÂlich, wie oft ein Teil eines groÂĂźen MediÂenÂkonÂzerns seiÂne eigeÂnen InhalÂte sperrt, die von einem andeÂren Teil desÂselÂben RieÂsenÂkonÂzerns hochÂgeÂlaÂden wurÂden.)
Aber es ist ziemÂlich naiv sich vorÂzuÂstelÂlen, dass der GeldÂtransÂfer von Big Tech zu Big ConÂtent KĂĽnstÂler bereiÂchern wird. Da es sich kleiÂneÂre euroÂpäiÂsche TechÂnoÂloÂgieÂunÂterÂnehÂmen nicht leisÂten könÂnen, ArtiÂkel 13 einÂzuÂhalÂten, werÂden KĂĽnstÂler keiÂne andeÂre Wahl haben, als sich bei den groÂĂźen MediÂenÂunÂterÂnehÂmen anzuÂmelÂden, auch wenn ihnen der angeÂboÂteÂne Deal nicht gefällt.
KleiÂneÂre UnterÂnehÂmen spieÂlen heuÂte eine wichÂtiÂge RolÂle im TechÂnoÂloÂgie-Ă–koÂsysÂtem der EU. Es gibt natioÂnaÂle AlterÂnaÂtiÂven ähnÂlich wie InstaÂgram, GoogÂle und FaceÂbook, die die US Big Tech in ihren HerÂkunftsÂlänÂdern ĂĽberÂtrefÂfen. DieÂse werÂden den KonÂtakt mit ArtiÂkel 13 nicht ĂĽberÂleÂben. Die winÂziÂgen AusÂnahÂmen von ArtiÂkel 13 fĂĽr kleiÂneÂre TechÂnoÂloÂgieÂunÂterÂnehÂmen waren ohneÂhin nur MakuÂlaÂtur, und die neuÂesÂte VerÂsiÂon von ArtiÂkel 13 macht dieÂse AusÂnahÂmen nutzÂlos.
KleiÂneÂre MediÂenÂunÂterÂnehÂmen – oft von unabÂhänÂgiÂgen KĂĽnstÂlern gefĂĽhrt, um ihre eigeÂnen KreaÂtioÂnen oder die einiÂger weniÂger FreunÂde zu verÂmarkÂten – werÂden ebenÂfalls keiÂnen Platz am Tisch mit Big Tech finÂden und dieÂse kleiÂnen AnbieÂter mĂĽsÂsen sich ausÂschlieĂźÂlich darÂauf konÂzenÂtrieÂren, die MediÂenÂrieÂsen davon abzuÂhalÂten, die BestimÂmunÂgen von ArtiÂkel 13 zu nutÂzen, um sie ganz aus dem Geschäft zu dränÂgen.
In der ZwiÂschenÂzeit werÂden »FilÂter fĂĽr alles« eine GoldÂgruÂbe fĂĽr BetrĂĽÂger und GauÂner sein, die KĂĽnstÂler ausÂnutÂzen. ArtiÂkel 13 wird dieÂse SysÂteÂme zwinÂgen, sich auf der SeiÂte der ĂśberÂbloÂckieÂrung potenÂziÂelÂler UrheÂberÂrechtsÂverÂletÂzunÂgen zu irren, und das ist ein GlĂĽcksÂfall fĂĽr ErpresÂser, die gefälschÂte UrheÂberÂrechtsÂanÂsprĂĽÂche nutÂzen könÂnen, um die Feeds von KĂĽnstÂlern abzuÂschalÂten und Geld zu verÂlanÂgen, um die AnsprĂĽÂche aufÂzuÂheÂben. TheoÂreÂtisch könÂnen auf dieÂse WeiÂse schiÂkaÂnierÂte KĂĽnstÂler verÂsuÂchen, die PlattÂforÂmen dazu zu brinÂgen, den Betrug zu erkenÂnen, aber ohne den Schutz eines groÂĂźen MediÂenÂunÂterÂnehÂmens mit seiÂnen RĂĽckÂkaÂnäÂlen in die groÂĂźen TechÂnoÂloÂgieÂunÂterÂnehÂmen mĂĽsÂsen sich dieÂse KĂĽnstÂler hinÂter MilÂlioÂnen andeÂrer MenÂschen anstelÂlen, die zu Unrecht gefilÂtert wurÂden, um ihren Fall zu verÂtreÂten.
Wenn du jetzt schon denkst, dass Big Tech schlecht ist…
KurzÂfrisÂtig kippt ArtiÂkel 13 das SpielÂfeld in RichÂtung MediÂenÂunÂterÂnehÂmen, aber dieÂser VorÂteil wird schnell dahin sein.
Ohne die NotÂwenÂdigÂkeit, aufÂstreÂbenÂde KonÂkurÂrenÂten in EuroÂpa zu kauÂfen oder zu verÂnichÂten, werÂden die ameÂriÂkaÂniÂschen TechÂnoÂloÂgieÂrieÂsen nur gröÂĂźer und schwieÂriÂger zu zähÂmen sein. Selbst die aggresÂsiÂve KarÂtellÂarÂbeit der EuroÂpäiÂschen KomÂmisÂsiÂon wird wenig zur FörÂdeÂrung des WettÂbeÂwerbs beiÂtraÂgen, wenn der WettÂbeÂwerb gegen Big Tech im RahÂmen der GeschäftsÂtäÂtigÂkeit HunÂderÂte von MilÂlioÂnen Euro fĂĽr die EinÂhalÂtung des UrheÂberÂrechts erforÂdert – KosÂten, die Big Tech wähÂrend des WachsÂtums nie zu traÂgen hatÂte, und die die TechÂnoÂloÂgieÂunÂterÂnehÂmen verÂnichÂtet hätÂten, bevor sie wachÂsen konnÂten.
Zehn JahÂre nach der VerÂabÂschieÂdung von ArtiÂkel 13 wird Big Tech gröÂĂźer denn je und noch entÂscheiÂdenÂder fĂĽr den Betrieb von MediÂenÂunÂterÂnehÂmen sein. Die Big Tech-UnterÂnehÂmen werÂden dieÂse Macht nicht als eine öffentÂliÂche TreuÂhandÂgeÂsellÂschaft behanÂdeln, die fĂĽr alle gerecht verÂwalÂtet wird: Sie werÂden sie als einen wirtÂschaftÂliÂchen VorÂteil behanÂdeln, der auf jede erdenkÂliÂche WeiÂse genutzt werÂden kann. Wenn der Tag kommt, an dem die FIFA, UniÂverÂsal oder Sky die TechrieÂsen GoogÂle, FaceÂbook oder Apple viel mehr benöÂtiÂgen als umgeÂkehrt, werÂden die TechÂnoÂloÂgieÂunÂterÂnehÂmen ausÂpresÂsen, ausÂpresÂsen und ausÂpresÂsen.
Dies wird natĂĽrÂlich dem ErgebÂnis der MediÂenÂunÂterÂnehÂmen schaÂden. Aber weiĂźt du, wem es noch schaÂden wird?
KĂĽnstÂlern.
Denn MediÂenÂrieÂsen, wie andeÂre UnterÂnehÂmen, die einen KäuÂferÂmarkt fĂĽr ihre RohÂstofÂfe – also Kunst und andeÂre kreaÂtiÂve ArbeiÂten – haben, teiÂlen ihre EinÂnahÂmen nicht mit ihren LieÂfeÂranÂten, aber sie erwarÂten von ihren LieÂfeÂranÂten unbeÂdingt, dass sie ihre VerÂlusÂte mitÂtraÂgen.
Wenn MediÂenÂunÂterÂnehÂmen verÂhunÂgern, nehÂmen sie KĂĽnstÂler mit. Wenn KĂĽnstÂler keiÂne andeÂre Wahl haben, werÂden sie von den MediÂenÂunÂterÂnehÂmen noch stärÂker ausÂgeÂpresst.
Was ist zu tun?
Weder MediÂenÂrieÂsen noch TechÂnoÂloÂgieÂrieÂsen haben die InterÂesÂsen von KĂĽnstÂlern im Blick.
BeiÂde Arten von UnterÂnehÂmen sind voll von MenÂschen, die sich um KĂĽnstÂler kĂĽmÂmern, aber instiÂtuÂtioÂnell hanÂdeln sie fĂĽr ihre AktioÂnäÂre, und jeder Cent, den sie einem KĂĽnstÂler geben, ist ein Cent, den sie nicht an dieÂse InvesÂtoÂren zurĂĽckÂgeÂben könÂnen.
Eine wichÂtiÂge KonÂtrolÂle dieÂser DynaÂmik ist der WettÂbeÂwerb. Den KarÂtellÂbeÂhörÂden steÂhen vieÂle InstruÂmenÂte zur VerÂfĂĽÂgung, die seit mehr als einer GeneÂraÂtiÂon weitÂgeÂhend ungeÂnutzt sind. UnterÂnehÂmen wurÂde erlaubt durch FusioÂnen oder durch die ĂśberÂnahÂme aufÂkomÂmenÂder WettÂbeÂwerÂber zu wachÂsen, so dass KĂĽnstÂler weniÂger MediÂenÂunÂterÂnehÂmen und weniÂger TechÂnoÂloÂgieÂunÂterÂnehÂmen als AnsprechÂpartÂner haben, was bedeuÂtet, dass dieÂse UnterÂnehÂmen KĂĽnstÂler noch enger in den WĂĽrÂgeÂgriff nehÂmen und ihnen noch weniÂger Geld fĂĽr ihre Arbeit geben könÂnen. KarÂtellÂämÂter könnÂten das verÂhinÂdern.
Ein weiÂteÂrer wichÂtiÂger MechaÂnisÂmus könnÂte eine echÂte UrheÂberÂrechtsÂreÂform sein, wie die NeuÂorÂgaÂniÂsaÂtiÂon des bestehenÂden RechtsÂrahÂmens fĂĽr das UrheÂberÂrecht oder die FörÂdeÂrung neuÂer SysÂteÂme zur AufÂteiÂlung der EinÂnahÂmen, wie freiÂwilÂliÂge RahÂmenÂliÂzenÂzen, die es KĂĽnstÂlern ermögÂliÂchen könnÂten, sich fĂĽr einen Pool von UrheÂberÂrechÂten gegen LizenzÂgeÂbĂĽhÂren zu entÂscheiÂden.
Ein solÂches SysÂtem muss darÂauf ausÂgeÂrichÂtet sein, hisÂtoÂriÂsche ForÂmen der KorÂrupÂtiÂon zu bekämpÂfen, wie z.B. VerÂwerÂtungsÂgeÂsellÂschafÂten, die LizenzÂzahÂlunÂgen ungeÂrechtÂferÂtigt verÂteiÂlen, oder MediÂenÂunÂterÂnehÂmen, die dieÂse beanÂspruÂchen. Das wäre die Art von zukunftsÂsiÂcheÂrer Reform, die die UrheÂberÂrechtsÂrichtÂliÂnie hätÂte beschreiÂten könÂnen, bevor sie von den InterÂesÂsenÂverÂtreÂtern in Beschlag genomÂmen wurÂde.
Ohne dieÂse RichtÂliÂniÂen werÂden wir am Ende die MediÂenÂunÂterÂnehÂmen bereiÂchern, aber nicht die KĂĽnstÂler, deren WerÂke sie verÂkauÂfen. Auf einem unfaiÂren MarktÂsegÂment einÂfach mehr UrheÂberÂrechÂte an VerÂwerÂter zu verÂgeÂben, ist wie einem gemobbÂten Kind zusätzÂliÂches EssensÂgeld zu geben: Die BulÂlies nehÂmen sich das zusätzÂliÂche Geld auch noch, und das Kind wird weiÂterÂhin hungÂrig sein.
KĂĽnstÂler sollÂten auf der SeiÂte des freiÂen AusÂtauschs steÂhen.
Es ist einÂfach, sich auf MediÂen und Kunst zu konÂzenÂtrieÂren, wenn man an ArtiÂkel 13 denkt, aber dort wird desÂsen priÂmäÂre WirÂkung nicht zu sehen sein.
Die PlattÂforÂmen, auf die sich ArtiÂkel 13 richÂtet, sind nicht in ersÂter Linie UnterÂhalÂtungsÂmeÂdiÂen: Sie werÂden fĂĽr alles genutzt, von der RomanÂtik bis zum FamiÂliÂenÂleÂben, von der BeschäfÂtiÂgung bis zur UnterÂhalÂtung, von GesundÂheit bis FreiÂzeit, von PoliÂtik und StaatsÂbĂĽrÂgerÂschaft und mehr.
UrheÂberÂrechtsÂfilÂter werÂden sich auf alle dieÂse AktiÂviÂtäÂten ausÂwirÂken, da sie alle mit den gleiÂchen ProÂbleÂmen wie FalÂse-PosiÂtiÂves, ZenÂsur, Betrug und mehr konÂfronÂtiert sein werÂden.
Die Kunst hat sich schon immer fĂĽr die freie MeiÂnungsÂäuÂĂźeÂrung fĂĽr alle einÂgeÂsetzt, nicht nur fĂĽr KĂĽnstÂler. Big Tech und Big Media ĂĽben bereits eine enorÂme KonÂtrolÂle ĂĽber unser öffentÂliÂches und gesellÂschaftÂliÂches Leben aus. DieÂse KonÂtrolÂle nochÂmals zu erhöÂhen ist schlecht fĂĽr uns alle, nicht nur fĂĽr dieÂjeÂniÂgen von uns die KĂĽnstÂler sind.
KĂĽnstÂler und PubliÂkum haben ein gemeinÂsaÂmes InterÂesÂse darÂan, das Leben von KĂĽnstÂlern zu förÂdern: MenÂschen kauÂfen keiÂne BĂĽcher, Musik oder FilÂme, weil sie MediÂenÂunÂterÂnehÂmen unterÂstĂĽtÂzen wolÂlen, sie tun es, um KreaÂtiÂve zu unterÂstĂĽtÂzen. Wie immer ist fĂĽr KĂĽnstÂler die richÂtiÂge SeiÂte, auf der sie sein könÂnen, die SeiÂte des PubliÂkums: die SeiÂte der freiÂen MeiÂnungsÂäuÂĂźeÂrung, ohne unterÂnehÂmeÂriÂsche TorÂwächÂter jegÂliÂcher Art.
ĂśberÂsetzt mit www​.DeepL​.com/​T​r​a​n​s​l​a​tor, Ă„ndeÂrunÂgen von mir (ja, ich weiĂź, dass einiÂge ForÂmuÂlieÂrunÂgen besÂser sein könnÂten, ich habe bereits diverÂse ĂĽble PatÂzer von DeepL entÂfernt, aber hier geht es meiÂner Ansicht nach mehr um die Sache als um perÂfekÂte Form)
Den ganÂzen Monat ĂĽber tagt der »TriÂlog« der EuroÂpäiÂschen UniÂon hinÂter verÂschlosÂseÂnen TĂĽren, um den endÂgĂĽlÂtiÂgen WortÂlaut der neuÂen UrheÂberÂrechtsÂrichtÂliÂnie ausÂzuÂarÂbeiÂten, einer einst unumÂstritÂteÂnen VerÂordÂnung, die zu einer hefÂtig umstritÂteÂnen AngeÂleÂgenÂheit wurÂde, als in letzÂter MinuÂte eine ReiÂhe extreÂmisÂtiÂscher VorÂschläÂge zum UrheÂberÂrecht hinÂzuÂgeÂfĂĽgt und angeÂnomÂmen wurÂden.
Einer dieÂser VorÂschläÂge ist ArtiÂkel 11, die »Link-SteuÂer«, die eine ausÂgeÂhanÂdelÂte, bezahlÂte Lizenz fĂĽr Links erforÂdert, die »AusÂzĂĽÂge« von NachÂrichÂten entÂhalÂten. Die RichtÂliÂnie ist äuĂźerst vage, was einen »Link« oder eine »NachÂrichÂtenÂstoÂry« defiÂniert, und impliÂziert, dass ein »AusÂzug« aus mehr als einem einÂziÂgen Wort aus einer NachÂrichÂtenÂstoÂry besteht (vieÂle URLs entÂhalÂten mehr als ein einÂziÂges Wort aus der SchlagÂzeiÂle).
ArtiÂkel 11 ist so schlecht forÂmuÂliert, dass es schwieÂrig ist, herÂausÂzuÂfinÂden, was er verÂbieÂtet und was er erlaubt (desÂhalb haben wir an die TriÂlog-UnterÂhändÂler geschrieÂben, um sie zu bitÂten, die wichÂtigsÂten PunkÂte zu kläÂren). Was zu erkenÂnen ist, ist zutiefst beunÂruÂhiÂgend.
Eine der »ErwäÂgungsÂgrĂĽnÂde« der RichtÂliÂnie ist ErwäÂgungsÂgrund 32:
»(32) Der orgaÂniÂsaÂtoÂriÂsche und finanÂziÂelÂle BeiÂtrag der VerÂlaÂge zur ErstelÂlung von PresÂseÂpuÂbliÂkaÂtioÂnen muss anerÂkannt und weiÂter geförÂdert werÂden, um die NachÂhalÂtigÂkeit der VerÂlagsÂbranÂche und damit die VerÂfĂĽgÂbarÂkeit zuverÂläsÂsiÂger InforÂmaÂtioÂnen zu gewährÂleisÂten. Daher ist es notÂwenÂdig, dass die MitÂgliedÂstaaÂten auf UniÂonsÂebeÂne einen RechtsÂschutz fĂĽr PresÂseÂverÂöfÂfentÂliÂchunÂgen in der UniÂon fĂĽr digiÂtaÂle ZweÂcke vorÂseÂhen. DieÂser Schutz sollÂte wirkÂsam gewährÂleisÂtet werÂden, indem im UniÂonsÂrecht urheÂberÂrechtÂlich geschĂĽtzÂte RechÂte fĂĽr die VerÂvielÂfälÂtiÂgung und öffentÂliÂche ZugängÂlichÂmaÂchung von PresÂseÂverÂöfÂfentÂliÂchunÂgen im ZusamÂmenÂhang mit der digiÂtaÂlen NutÂzung einÂgeÂfĂĽhrt werÂden, um eine angeÂmesÂseÂne und angeÂmesÂseÂne VerÂgĂĽÂtung fĂĽr dieÂse VerÂwenÂdunÂgen zu erhalÂten. PriÂvaÂte NutÂzunÂgen sollÂten von dieÂsem HinÂweis ausÂgeÂnomÂmen werÂden. DarÂĂĽber hinÂaus sollÂte die AufÂnahÂme in eine SuchÂmaÂschiÂne nicht als faiÂre und anteiÂliÂge VerÂgĂĽÂtung angeÂseÂhen werÂden.« (HerÂvorÂheÂbung hinÂzuÂgeÂfĂĽgt)
Sobald Sie sich hier durch das EuroÂkraÂtisch gearÂbeiÂtet haben haben erkenÂnen Sie, dass ErwäÂgung 32 vorÂschlägt, dass (1) jeder, der mit den NachÂrichÂten verÂlinÂken möchÂte, eine sepaÂraÂte, komÂmerÂziÂelÂle Lizenz haben muss; und (2) NachÂrichÂtenÂunÂterÂnehÂmen nicht auf dieÂses Recht verÂzichÂten könÂnen, noch nicht einÂmal durch CreaÂtiÂve ComÂmons-LizenÂzen und andeÂre Tools zur ErteiÂlung einer pauÂschaÂlen GenehÂmiÂgung.
VieÂle NachÂrichÂtenÂorÂgaÂniÂsaÂtioÂnen ermögÂliÂchen es jedem, auf ihre Arbeit zu verÂlinÂken, darÂunÂter einiÂge der weltÂweit fĂĽhÂrenÂden NewsÂgatheÂrer: ProÂPuÂbliÂca (»Die MisÂsiÂon von ProÂPuÂbliÂca ist es, dass unser JourÂnaÂlisÂmus WirÂkung zeigt, d.h. die Reform vorÂanÂtreibt«), GloÂbal Voices (eine fĂĽhÂrenÂde QuelÂle fĂĽr gloÂbaÂle NachÂrichÂten, die von ReporÂtern vor Ort auf dem ganÂzen PlaÂneÂten verÂfasst wurÂden) und vieÂle andeÂre. DieÂse CreaÂtiÂve ComÂmons NachÂrichÂtenÂagenÂtuÂren verÂlasÂsen sich oft auf öffentÂliÂche SpenÂden, um ihre ausÂgeÂzeichÂneÂte, tieÂfe und invesÂtiÂgaÂtiÂve Arbeit zu leisÂten. Die kosÂtenÂloÂse WieÂderÂverÂwenÂdung ist ein wichÂtiÂger Weg, um ihre SpenÂder davon zu ĂĽberÂzeuÂgen, dieÂse FinanÂzieÂrung fortÂzuÂsetÂzen. Ohne CreaÂtiÂve ComÂmons könÂnen einiÂge dieÂser NachÂrichÂtenÂanÂbieÂter einÂfach aufÂhöÂren zu exisÂtieÂren.
AbgeÂseÂhen von den QuelÂlen traÂdiÂtioÂnelÂler NachÂrichÂten stellt ein stänÂdig wachÂsenÂder Teil der wisÂsenÂschaftÂliÂchen PubliÂkaÂtiÂonsÂwelt (wie die fĂĽhÂrenÂde GesundÂheitsÂorÂgaÂniÂsaÂtiÂon CochÂraÂne) einen Teil oder das gesamÂte Werk im SinÂne von »Open Access« zur freiÂen WieÂderÂverÂwenÂdung zur VerÂfĂĽÂgung – die Idee dahinÂter ist, dass WisÂsenÂschaft und ForÂschung davon proÂfiÂtieÂren, wenn wisÂsenÂschaftÂliÂche WerÂke so frei wie mögÂlich verÂbreiÂtet werÂden.
Das HerÂumÂtramÂpeln auf CreaÂtiÂve ComÂmons und Open Access in ArtiÂkel 11 ist kein Zufall: Bevor die LinksteuÂer auf EU-EbeÂne erschien, hatÂten einiÂge EU-LänÂder ihre eigeÂnen natioÂnaÂlen VerÂsioÂnen ausÂproÂbiert. Als DeutschÂland es verÂsuchÂte, gewährÂten die groÂĂźen ZeiÂtunÂgen GoogÂle einÂfach eine kosÂtenÂloÂse Lizenz zur NutÂzung ihrer WerÂke, weil sie es sich nicht leisÂten konnÂten, vom SuchÂrieÂsen boyÂkotÂtiert zu werÂden. Als SpaÂniÂen seiÂne eigeÂne Link-SteuÂer verÂabÂschieÂdeÂte, verÂsuchÂte die RegieÂrung zu verÂhinÂdern, dass ZeiÂtunÂgen den gleiÂchen Weg einÂschlaÂgen, indem sie alle NachÂrichÂten zwang, ein eigeÂnes, unverÂzichtÂbaÂres HanÂdelsÂrecht zu haben. SpaÂniÂsche VerÂlaÂge verÂloÂren prompt 14% ihres TrafÂfics und 10.000.000.000 €/​Jahr.
All dies ist ein guter Grund, ArtiÂkel 11 ganz aufÂzuÂgeÂben. Die Idee, dass SchöpÂfer »geschĂĽtzt« werÂden könÂnen, indem man ihnen verÂbieÂtet, ihre WerÂke zu teiÂlen, ist perÂvers. Wenn das UrheÂberÂrecht die InterÂesÂsen der UrheÂber schĂĽtÂzen soll, sollÂte es alle InterÂesÂsen schĂĽtÂzen, einÂschlieĂźÂlich der InterÂesÂsen von MenÂschen, die wolÂlen, dass ihre MateÂriaÂliÂen so weit wie mögÂlich verÂbreiÂtet werÂden.
ĂśberÂsetzt mit www​.DeepL​.com/​T​r​a​n​s​l​a​tor, ĂśberÂsetÂzung bearÂbeiÂtet durch SteÂfan HolzÂhauÂer
Manch einer mag es vielÂleicht schon begrifÂfen haben: ich bin stockÂsauer ĂĽber die IdioÂtiÂen, die skruÂpel- und/​oder ahnungsÂloÂse PoliÂtiÂker vorÂgesÂtern im EU-ParÂlaÂment beschlosÂsen haben und die unabÂsehÂbaÂre AusÂwirÂkunÂgen auf das InterÂnet und desÂsen NutÂzung fĂĽr uns alle haben werÂden (sieÂhe der soeben verÂöfÂfentÂlichÂte Text von Cory DocÂtoÂrow). Und nur um das haltÂloÂse MimÂiÂmi einiÂger frei dreÂhenÂder, bĂĽrÂgerÂfeindÂliÂcher WirtÂschaftsÂunÂterÂnehÂmen zu befrieÂdiÂgen wird das freie InterÂnet geopÂfert, es werÂden freie InhalÂte verÂschwinÂden, es wird durch ZenÂsurÂfilÂter zu masÂsiÂvem OverÂbloÂcking komÂmen und man darf keiÂne Fotos von öffentÂliÂchen Orten mehr posÂten, sobald die Gefahr besteht, dass irgendÂein urheÂberÂrechtÂlich geschĂĽtzÂtes MateÂriÂal als BeiÂwerk darÂauf zu sehen ist. Ja, im Ernst, das ist so. Gegen all das ist die DSGVO ein KinÂderÂgeÂburtsÂtag!
Ich habe frĂĽÂher bereits immer wieÂder mal zu NetzÂtheÂmen geschrieÂben, wenn es notÂwenÂdig war.
Es ist jetzt wieÂder notÂwenÂdig. Es ist sogar drinÂgend notÂwenÂdig.
Ich werÂde euch hier auf PhanÂtaÂNews in Zukunft also abseits des eigentÂliÂchen TheÂmas PhanÂtasÂtik wieÂder verÂmehrt mit NetzÂtheÂmen auf den Wecker gehen, und das so lanÂge, bis ihr die KonÂseÂquenÂzen desÂsen verÂsteht, was da geraÂde pasÂsiert und dann euer WahlÂverÂhalÂten entÂspreÂchend anpasst. Und vielÂleicht auch derÂmaÂĂźen viel Druck auf die VerÂantÂwortÂliÂchen ausÂĂĽbt, dass die aufÂgrund der ProÂtesÂte ihre EntÂscheiÂdung ĂĽberÂdenÂken. Axel Voss (CDU), du hast noch lanÂge nicht gewonÂnen!
We sufÂfeÂrÂed a crusÂhing setÂback today, but it doesÂn’t chanÂge the misÂsiÂon. To fight, and fight, and fight, to keep the InterÂnet open and free and fair, to preÂserÂve it as a place wheÂre we can orgaÂniÂse to fight the other fights that matÂter, about ineÂquaÂliÂty and antiÂtrust, race and genÂder, speech and demoÂcraÂtic legiÂtiÂmaÂcy.
Wenn ich ohneÂhin schon an der TasÂtaÂtur sitÂze, kann ich auch gleich noch einen ArtiÂkel schreiÂben. Und der hat es in sich. Die beiÂden Nerd-IkoÂnen und SF-Autoren Charles Stross und Cory DocÂtoÂrow haben sich zusamÂmen getan, um gemeinÂsam einen Roman zu verÂfasÂsen. Und wie man es bei einer KolÂlaÂboÂraÂtiÂon solÂcher KoryÂphäÂen erwarÂten kann, ist der inhaltÂlich … ungeÂwöhnÂlich!
WelÂcoÂme to the fracÂtuÂred future, at the dusk of the twenÂty-first cenÂtuÂry.
Earth has a popuÂlaÂtiÂon of roughÂly a bilÂliÂon homiÂniÂds. For the most part, they are hapÂpy with their lot, living in a preÂserÂve at the botÂtom of a graÂviÂty well. ThoÂse who are unhapÂpy have emiÂgraÂted, joiÂning one or anoÂther of the swarmÂing densÂethinÂker clades that fog the inner solar sysÂtem with a dust of moleÂcuÂlar machiÂnery so thick that it obscuÂres the sun.
The splinÂtery metaÂconÂsciousÂness of the solar-sysÂtem has larÂgeÂly sworn off its pre-post-human couÂsins dirtsÂide, but its minds someÂtiÂmes wander…and when that hapÂpens, it casualÂly spams Earth’s netÂworks with plans for cataÂclysÂmiÂcalÂly disÂrupÂtiÂve techÂnoÂloÂgies that emulÂsiÂfy whoÂle indusÂtries, culÂtures, and spiÂriÂtuÂal sysÂtems. A sane speÂciÂes would ignoÂre theÂse get-evolÂved-quick scheÂmes, but there’s always someone who’ll take a bite from the forÂbidden apple.
So until the overÂminds bore of stirÂring Earth’s antÂhill, there’s Tech Jury SerÂvice: ranÂdom humans, selÂecÂted arbiÂtraÂriÂly, charÂged with assesÂsing dozens of new invenÂtiÂons and ruling on wheÂther to let them looÂse. Young Huw, a techÂnoÂphoÂbic, misÂanÂthroÂpic WelshÂman, has been selÂecÂted for the latest jury, a task he does his best to perÂform despiÂte an itchy techÂnoÂviÂrus, the apaÂthy of the proÂleÂtaÂriÂat, and a couÂple of truÂly awful moments on bathÂroom floÂors.
RAPTURE OF THE NERDS erscheint am nächsÂten DiensÂtag, also dem 4. SepÂtemÂber 2012, bei Tor Books als HardÂcoÂver, der Preis beträgt 17,95 Euro, fĂĽr die KindÂle-VerÂsiÂon muss man 14,62 Euro hinÂblätÂtern. NatĂĽrÂlich in engÂlisch, auf eine deutÂsche AusÂgaÂbe wird man – wie immer – wahrÂscheinÂlich noch etwas warÂten mĂĽsÂsen.
HeuÂte abend um 19:00 Uhr liest der Autor, UrheÂberÂrechtsÂspeÂziaÂlist und NetzÂakÂtiÂvist Cory DocÂtoÂrow (von dem ich ein groÂĂźer AnhänÂger bin) im RahÂmen einer VerÂanÂstalÂtung von LoveÂlyÂbooks in MĂĽnÂchen aus seiÂnem MMO-GoldÂfarÂmer-Roman FOR THE WIN. In ZusamÂmenÂarÂbeit mit dem VerÂanÂstalÂter präÂsenÂtiert PhanÂtaÂNews an dieÂser StelÂle den LiveÂstream.
Mehr dazu finÂdet sich auch auf der SeiÂte zur Lesung bei LoveÂlyÂbooks. Man hat nach der Lesung die MögÂlichÂkeit, Cory via TwitÂter und FaceÂbook FraÂgen zu stelÂlen, auf TwitÂter nutzt man dazu den HashÂtag #lbliÂve.
DieÂser BeiÂtrag wird heuÂte ein StiÂcky bleiÂben, also als ersÂter ArtiÂkel auf der SeiÂte verÂweiÂlen, damit man das Event nicht verÂpasst. :o)
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Wer meiÂne SeiÂte schon länÂger verÂfolgt, der weiĂź, dass ich ein AnhänÂger des Autors, NetzÂakÂtiÂvisÂten, BlogÂgers und UrheÂberÂrechtsÂreÂforÂmers Cory DocÂtoÂrow bin. DocÂtoÂrow verÂsteht es nicht nur, BĂĽcher zu verÂfasÂsen, die ĂĽberÂaus spanÂnend Netz- und verÂwandÂte TheÂmen sowie BĂĽrÂger- und MenÂschenÂrechÂte theÂmaÂtiÂsieÂren, er engaÂgiert sich auch fĂĽr ein freiÂes Netz und gegen die ĂśberÂmacht der RechÂteÂverÂwerÂter.
Der Autor stellt alle seiÂne RomaÂne auch kosÂtenÂlos auf seiÂner WebÂseiÂte cra​phound​.com in verÂschieÂdeÂnen ForÂmaÂten zum DownÂload zur VerÂfĂĽÂgung. WarÂum er das macht? Weil er dadurch bekannÂter wird und mehr gedruckÂte ExemÂplaÂre absetzt. Eine ErläuÂteÂrung DocÂtoÂrows zu dem TheÂma hatÂte ich ĂĽberÂsetzt. Zudem schreibt er KolumÂnen fĂĽr den GuarÂdiÂan und andeÂre renomÂmierÂte OnlineÂproÂjekÂte und ist MitÂgrĂĽnÂder des »Nerd-Blogs« Boing Boing.
Mein LiebÂlingsÂbuch von Cory ist der Roman LITTLE BROTHER (Link zum kosÂtenÂloÂsen DownÂload, Link zu AmaÂzon), der sich mit einem AttenÂtat in den USA befasst und wie darÂaufÂhin eine HomeÂland SecuÂriÂty-MaschiÂneÂrie anläuft und ein Gebiet der VerÂeiÂnigÂten StaaÂten quaÂsi in einen PoliÂzeiÂstaat verÂwanÂdelt. Ein leiÂder zu reaÂlisÂtisch anmuÂtenÂdes SzeÂnaÂrio. WeiÂter wird berichÂtet, wie JugendÂliÂche mit dne techÂniÂschen MögÂlichÂkeiÂten des InterÂnet dageÂgen vorÂgeÂhen. Das ist alles ĂĽberÂaus spanÂnend geschrieÂben, aber denÂnoch mit auch fĂĽr LaiÂen verÂständÂliÂchen ErkläÂrunÂgen der verÂwenÂdeÂten TechÂnoÂloÂgien angeÂreiÂchert.
Ich hatÂte zuerst das kosÂtenÂloÂse Buch in RekordÂzeit geleÂsen und darÂaufÂhin mir sofort eine PrintÂverÂsiÂon gekauft. Zudem habe ich LITTLE BROTHER bereits mehrÂfach an FreunÂde verÂschenkt. Das vom Autor gewĂĽnschÂte Ziel durch die AbgaÂbe kosÂtenÂloÂser eBooks wurÂde also auch in meiÂnem Fall erreicht.
In ZusamÂmenÂarÂbeit mit LoveÂlyÂbooks präÂsenÂtieÂren wir auf PhanÂtaÂNews eine Lesung von Cory DocÂtoÂrow, die am 9. NovemÂber in MĂĽnÂchen stattÂfinÂden wird und wähÂrend der er aus seiÂnem hierÂzuÂlanÂde bei HeyÂne erschieÂneÂnen Roman FOR THE WIN (Link zum DownÂload, Link zu AmaÂzon) vorÂtraÂgen wird. FOR THE WIN beschäfÂtigt sich mit jugendÂliÂchen GoldÂfarÂmern in MMORPGs und wie sie die MögÂlichÂkeiÂten des NetÂzes nutÂzen, um sich zu orgaÂniÂsieÂren und gegen ihre miseÂraÂblen ArbeitsÂbeÂdinÂgunÂgen aufÂzuÂlehÂnen.
Die Lesung wird als LiveÂstream hier bei PhanÂtaÂnews zu sehen sein. WeiÂteÂre InforÂmaÂtioÂnen zur techÂniÂschen DurchÂfĂĽhÂrung folÂgen, ich denÂke aber, ich werÂde eine SeiÂte dafĂĽr anleÂgen.
Direkt nach der Lesung hat man die MögÂlichÂkeit, Cory via FaceÂbook und TwitÂter (HashÂtag: #lbliÂve) FraÂgen zu stelÂlen, die dann ebenÂfalls live beantÂworÂtet werÂden.
Cory DocÂtoÂrow zu CopyÂright, UrheÂberÂrechÂten und Web. Der Mann ist einÂfach ein Held!
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FOR THE WIN ist der aktuÂelÂle Roman des SciÂence-FicÂtion-SchriftÂstelÂlers und NetzÂakÂtiÂvisÂten Cory DocÂtoÂrow, der bereits mit WerÂken wie DOWN AND OUT IN THE MAGIC KINGDOM, MAKERS oder insÂbeÂsonÂdeÂre LITTLE BROTHER einiÂgen Erfolg aufÂweiÂsen konnÂte.
Das BesonÂdeÂre an seiÂnenÂRoÂmaÂnen: zwar kann man sie in einer herÂkömmÂliÂchen DruckÂform gouÂtieÂren, ebenÂso bieÂtet er sie aber auf seiÂner WebÂseiÂte zum kosÂtenÂloÂsen DownÂload in verÂschieÂdeÂnen eBook- und TextÂforÂmaÂten an.
FOR THE WIN ist eine spanÂnenÂde GeschichÂte ĂĽber KinÂder und JugendÂliÂche rund um die Welt, die als »GoldÂfarÂmer« arbeiÂten. GoldÂfarÂmer sind PerÂsoÂnen, die in OnlineÂspieÂlen wie WORLD OF WARCRAFT sich wieÂderÂhoÂlenÂde AufÂgaÂben durchÂfĂĽhÂren, um virÂtuÂelÂle ReichÂtĂĽÂmer anzuÂsamÂmeln, die man dann gegen harÂtes – und vor allem echÂtes – Geld an SpieÂler verÂkauÂfen kann, die sich das aus FaulÂheit oder ManÂgel an Geduld im Spiel nicht selbst erarÂbeiÂten wolÂlen. Die (oft wie SklaÂven ausÂgeÂnutzÂten) GoldÂfarÂmer nutÂzen verÂnetzÂte ComÂpuÂterÂspieÂle und andeÂre verÂnetzÂte SysÂteÂme, um eine weltÂweiÂte HanÂdelsÂverÂeiÂniÂgung zu grĂĽnÂden, die ihnen dabei helÂfen soll, ihre RechÂte zu verÂtreÂten. Der Roman beschäfÂtigt sich mit wie immer von Cory auf höchst unterÂhaltÂsaÂme WeiÂse aufÂgeÂarÂbeiÂteÂten TheÂmen wie Ă–koÂnoÂmie, WeltÂpoÂliÂtik, die ArbeiÂterÂbeÂweÂgung sowie TheoÂrie und PraÂxis von ComÂpuÂterÂspieÂlen.
In den USA erscheint FOR THE WIN bei Tor Books, in GroĂźÂbriÂtanÂniÂen bei HarÂper CollÂins, RanÂdom House proÂduÂzierÂte eine ungeÂkĂĽrzÂte HörÂbuch-VerÂsiÂon, die man DRM-frei und ohne dass man seiÂne SeeÂle verÂkauÂfen muss, auf Corys SeiÂte erwerÂben kann.
Und selbstÂverÂständÂlich gibt es auch dieÂsen Roman wieÂder zum kosÂtenÂloÂsen DownÂload auf seiÂner SeiÂte cra​phound​.com. NichtÂkomÂmerÂziÂelÂle VerÂbreiÂtung und das ErstelÂlen abgeÂleiÂteÂter WerÂke sind unter CC-Lizenz erlaubt. Wer also eine Fan-ĂśberÂsetÂzung erstelÂlen möchÂte: immer los, das ist von Cory DocÂtoÂrow ausÂdrĂĽckÂlich erwĂĽnscht! :o)
BilÂder: Cover FOR THE WIN, CopyÂright 2010 Tor Books, bei AmaÂzon kann man bisÂlang leiÂder nur die UK-VerÂsiÂon vorÂbeÂstelÂlen. Bild Cory DocÂtoÂrow CopyÂright Cory DocÂtoÂrow.
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