Raspberry Pi, The Next Generation

Raspberry Pi, The Next Generation

Grafik Raspberry Pi 3

Soeben ist die drit­te Genera­ti­on des Tüft­ler-Mini­com­pu­ters Raspber­ry Pi vor­ge­stellt wor­den. Die neue Ver­si­on ver­fügt onboard über WLAN (802.11n) und hat Blue­tooth 4.0 Low Ener­gy an Bord, was die Viel­sei­tig­keit des Klein­st­rech­ners noch­mal deut­lich erhöht. In der neu­en fas­sung wer­kelt eine Quad­core 1.2 GHz 64Bit CPU vom Typ ARMv8 (damit ist der Pi3 der ers­te aus der Rei­he mit einem 64bit-Pro­zes­sor). Die rest­li­chen Daten sind wie der Form­fak­tor iden­tisch zum Vorgänger:

  • 1 GB Speicher
  • 4 USB ports
  • 40 GPIO Anschlüsse
  • HDMI Anschluss
  • Ether­net Anschluss
  • Kom­bi­nier­te 3.5mm-Buchse für Audio und Com­po­si­te Video
  • Kame­rain­ter­face (CSI)
  • Dis­play­in­ter­face (DSI)
  • Steck­plat für Micro SD Karte
  • Video­Core IV 3D gra­phics core

Der Raspi 3B soll­te in Kür­ze bei den bekann­ten Dis­tri­bu­to­ren ver­füg­bar sein, der Preis dürf­te so lie­gen wie bei den Vor­gän­ger­mo­del­len, also ca. bei 35 Euro.

Pro­mo­gra­fik Raspi3 Copy­right raspberrypi.org

Gene Roddenberrys Floppy Disks

Gene Roddenberrys Floppy Disks

Star Trek Disk

In die­sem Jahr fei­ern wir 50 Jah­re STAR TREK. Ob der in die­sem Jahr erschei­nen­de Film STAR TREK BEYOND Grund zum Fei­ern sein wird, wis­sen wir noch nicht, es gab ja eini­ges Gemau­le wegen des Trai­lers und weil Para­mount auf einem Action-Film im Stil der GUARDIANS OF THE GALAXY beharr­te. Nun waren TREK-Kino­fil­me immer anders und action­be­ton­ter als die Fern­seh­se­ri­en, aber als Fan wünscht man sich schon gewis­ses Kopf­ni­cken sei­tens der Obe­ren in Rich­tung der ori­gi­na­len Zeit­li­nie (die ver­kla­gen statt­des­sen lie­ber Fan­film-Pro­du­zen­ten, aber das ist eine ande­re Geschich­te). Aber kom­men wir zur Überschrift:

Es wur­den Daten von 200 Flop­py Disks aus dem Besitz von Seri­en­er­fin­der Gene Rod­den­ber­ry geret­tet, ein nicht gerin­ger Teil davon dürf­te sich um STAR TREK dre­hen. Man kann nur spe­ku­lie­ren, ob Schät­ze oder Aus­schuss auf den Dis­ket­ten lagern, aber span­nend fin­de ich das allemal.

Span­nend ist die Geschich­te auch aus tech­ni­scher Sicht, denn Rod­den­ber­ry nutz­te damals in den 60ern und 70ern kei­ne Stan­dard­com­pu­ter (die gab es ja auch kaum bis nicht), son­dern zwei selbst­ge­bau­te Rech­ner, um zu schrei­ben und Noti­zen fest­zu­hal­ten. Der ers­te wur­de vor Jah­ren ver­kauft. Der zwei­te funk­tio­nier­te nicht mehr und lief unter selbst­ge­mach­tem Betriebs­sys­tem, auch die Text­ver­ar­bei­tung war kei­ne Stan­dard­soft­ware, son­dern selbst­ge­schrie­ben. Des­we­gen muss­te der Dienst­leis­ter Dri­ve­S­avers, der die Daten ret­ten soll­te zuerst ein­mal drei Mona­te inves­tie­ren, um Soft­ware zu ent­wi­ckeln, die die Daten von den Flop­pys über­haupt lesen konn­te. Die Aus­wer­tung inklu­si­ve dem eigent­li­chen Ret­ten der Daten dau­er­te dann fast ein Jahr.

Was drauf ist? Dazu gibt es bis­lang kei­ne Infor­ma­tio­nen, Dri­ve­S­avers muss­ten offen­bar eine Ver­schwie­gen­heits­er­klä­rung unter­zeich­nen. Es ist der­zeit also völ­lig unklar, was aus den Daten wer­den wird.

[Update 09.01.2016:] Offen­bar waren die ers­ten Berich­te zu die­sem The­ma nicht eben von Fach­wis­sen getrübt. Der Com­pu­ter war zwar kei­ner von der Stan­ge, aber dar­auf lief kein selbst­ge­schrie­be­nes OS, son­dern ein­fach nur CP/M, ande­re Dis­ket­ten waren mit DOS for­ma­tiert, bei­des alt, aber nicht eben exo­tisch. Details bei PC World. Pro­ble­ma­tisch ist dabei aller­dings, dass es unter CP/M kein Stan­dard-Dis­ket­ten­for­mat gab.

Bild: Flop­py Disk, von Qur­ren, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA, STAR TREK-Logo Coyp­right CBS & Paramount

Raspberry Pi Zero im XBox-Controller

Raspberry Pi Zero im XBox-Controller

Pie Zero in Gamepad

Terence Eden hat den neu­en Raspber­ry Pi Zero in einen alten XBox-Con­trol­ler ein­ge­baut. Das »Duke« genann­te Game­pad ist groß genug, um aus­rei­chend Platz für die neue Ite­ra­ti­on des DIY-Com­pu­ters zu bie­ten, wenn man die Steck­plät­ze für Memo­ry­kar­ten entfernt.

Dann muss man nur noch die Emu­la­tor­soft­ware Retro­Pie instal­lie­ren (die in einer pas­sen­den Ver­si­on vor­liegt) und hat eine Spiel­kon­so­le für die ver­schie­dens­ten Sys­te­me. Retro­Pie ist im Prin­zip eine spe­zia­li­sier­te Linux-Vari­an­te, die dann auch die USB-Ver­bin­dung zum Con­trol­ler auf Anhieb erkennt.

Der Umbau ist nicht beson­ders auf­wen­dig, alle Details dazu auf Teren­ces Web­sei­te.

Foto Copy­right Terence Eden

 

Erbärmlich: Kraftwerk trollt Kraftwerk

Erbärmlich: Kraftwerk trollt Kraftwerk

Kraftwerk

Kraft­werk ist der Name einer inno­va­ti­ven Ener­gie­zel­le, die die Dresd­ner Fir­ma eZel­le­ron via Kick­star­ter finan­ziert hat­te. Es han­delt sich um eine Zel­le, die Strom für mobi­le Gerä­te aus ganz nor­ma­lem Feu­er­zeug­gas erzeugt. Wei­te­re Details fin­den sich auf der Pro­jekt­sei­te bei Kick­star­ter. Da ich das Kon­zept ganz groß­ar­tig und auch schlüs­sig fand, hat­te auch ich mal für ein Gerät gepledged.

Nun ist der Name des Dings aller­dings eben »Kraft­werk« – auch kom­plett pas­send für ein Gerät das Ener­gie erzeugt. Dum­mer­wei­se ist der Name einer gewis­sen deut­schen Band eben­falls »Kraft­werk«. Und die haben seit Jah­ren nichts Nen­nens­wer­tes mehr ver­öf­fent­licht. Da muss man offen­bar ande­re Wege suchen, an Geld zu kom­men, bei­spiels­wei­se Mar­ken­trol­lerei­en. Wie bereits seit Län­ge­rem bekannt ist, hat Mit­grün­der Ralf Hüt­ter hier­zu­lan­de mit­tels einer Kla­ge ver­sucht, die Nut­zung des Begrif­fes ver­bie­ten zu las­sen. Das Land­ge­richt Ham­burg hat dem aller­dings glück­li­cher­wei­se eine Absa­ge erteilt, denn selbst­ver­ständ­lich darf man einen Strom­erzeu­ger Kraft­werk nen­nen und berührt damit nicht die Mar­ke einer fos­si­len Elektropop-Kombo.

Ganz anders sieht das aller­dings in den USA aus, denn das Rechts­sys­tem dort ist für Euro­pä­er bekann­ter­ma­ßen bis­wei­len schwer nach­zu­voll­zie­hen, und auch da hat Hüt­ter sei­ne Mar­ken­trol­lerei­en abge­zo­gen. Laut einem aktu­el­len Sta­tus­up­date auf der Kick­star­ter-Pro­jekt­sei­te könn­te das dazu füh­ren, dass eZel­le­ron eine Stra­fe von mehr als unfass­ba­ren zwei Mil­lio­nen Dol­lar zah­len muss.

Mal ganz deut­lich in Rich­tung Hüt­ter: Was soll der Scheiß? Wenn man in Sachen Musik nichts mehr auf die Rei­he bekommt, trollt man ein­fach ein inno­va­ti­ves Start­up, um sich so ein paar Mil­lio­nen unter den Nagel zu rei­ßen? Ich fin­de das so der­ma­ßen erbärm­lich, dass mir die Wor­te fehlen.

Lei­der kann man ihnen das nicht per­sön­lich sagen, bei­spiels­wei­se per Mail, da Kraftwerk.de über kein recht­gül­ti­ges Impres­sum ver­fügt und somit auch nicht über eine ladungs­fä­hi­ge Adres­se oder eine Kon­takt­mög­lich­keit. Bei Denic wird der Inha­ber zwar mit »Ralf Hüt­ter« ange­ge­ben, aber des­sen Adres­se via OpenIT GmbH ver­schlei­ert, und die sind nur Hosting­pro­vi­der. Es gäbe natür­lich die Mög­lich­keit, unter info(at)OpenIT.de an die zu schrei­ben, mit der Bit­te, das weiterzuleiten.

Man könn­te sei­ne Mei­nung zu die­sem The­ma auch über die ein­schlä­gi­gen sozia­len Medi­en ver­brei­ten, wenn das genug tun, kommts viel­leicht auch beim Hüt­ter an. Den ich nach die­sen Aktio­nen für einen uner­träg­li­chen Unsym­pa­then halte.

Pro­mo­fo­to Kraft­werk Copy­right eZelleron

Nur 5 Dollar: Raspberry Pi Zero

Nur 5 Dollar: Raspberry Pi Zero

Raspi Zero

Den expe­ri­men­tier­freu­di­gen Mini­rech­ner Raspber­ry Pi gibt es nun bereits eini­ge Zeit, sogar schon in meh­re­ren Inkar­na­tio­nen. Dazu kommt jetzt eine neue: der Raspber­ry Pi Zero ist soeben ver­öf­fent­licht worden.

Das auf­fä­ligs­te Merk­mal dürf­te sei­ne Grö­ße sein, oder bes­ser sei­ne gerin­ge Grö­ße, denn er ist mit gera­de mal 65mm x 30mm x 5mm deut­lich klei­ner als die bis­he­ri­gen Model­le. Leis­tungs­mä­ßig liegt er zwi­schen dem Pi1 und des­sen Nach­fol­ger Pi2.

  • Broad­com BCM2835 Prozessor 
    • 1GHz ARM11 core (40% schnel­ler als der Raspber­ry Pi 1)
  • 512MB LPDDR2 SDRAM
  • Micro-SD Card Steckplatz
  • Mini-HDMI Buch­se für 1080p60 Videoausgabe
  • Micro-USB buch­sen für Daten und Stromversorgung
  • 40-pin GPIO Anschlüs­se (ohne Stiftleiste) 
    • Iden­ti­sches Pin­out wie bei den Mode­len A+/B+/2B
  • Com­po­si­te Video Anschluss (eben­falls nur Lötpunkte)

Wer auf den bri­ti­schen Inseln lebt, kann den Zero ab heu­te kos­ten­los mit dem Mag­Pi-Maga­zin bekom­men, dem liegt der Mini-Rech­ner näm­lich als Gim­mick bei. Auch abseits die­ser Akti­on sind fünf Dol­lar für einen in Wales pro­du­zier­ten voll­wer­ti­gen Rech­ner natür­lich ein Knüllerpreis.

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Anek­do­te am Ran­de: Pho­to­shop hat sich beharr­lich gewei­gert, das Bild zu bearbeiten:

keinegeldscheine

Das gilt aller­dings offen­bar nur für US-Dol­lars, mit Euro hat das Pro­gramm kein Pro­blem, wie ein schnel­ler Test zeig­te. Gesichtspalme.

Pro­mo­fo­to Copy­right raspberrypi.org.

Für Frickler: Nintendo NES in einem Cartridge

Für Frickler: Nintendo NES in einem Cartridge

NESinacartridge

Auf Inst­ruc­ta­bles gibt es ein unglaub­li­ches Retro-Tüf­tel­pro­jekt für Nerds: Tin­ke­rer hat doch tat­säch­lich ein funk­ti­ons­fä­hi­ges Nin­ten­do NES (oder genau­er gesagt einen chi­ne­si­schen Nach­bau davon) in eine Car­tridge der orgi­na­len Kon­so­le eingebaut.

Die gesam­te Bau­an­lei­tung kann man auf Inst­ruc­ta­bles nach­voll­zie­hen und das Pro­jekt natür­lich auch nach­bau­en, wobei es even­tu­ell etwas schwie­rig sein könn­te, an das chi­ne­si­sche Kon­so­len-Boot­leg zu kom­men. Gran­dio­se Idee.

Bau Dir Dein eigenes Smartphone mit dem RasPi

Bau Dir Dein eigenes Smartphone mit dem RasPi

Tyfone

Dass man mit dem Mini­rech­ner Raspber­ry Pi jede Man­ge coo­le Pro­jek­te durch­füh­ren kann, hat sich schon her­um­ge­spro­chen. Tylers Tyfo­ne hebt das gan­ze aber auf eine neue Ebe­ne, denn man kann sich auf ver­gleichs­wei­se ein­fa­che Wei­se ein Smart­pho­ne bauen.

Basis ist ein Raspber­ry Pi, mit­tels eines Adaf­ruit Fona wird die Mobil­funk-Funk­tio­na­li­tät her­ge­stellt. Das Fona kann eine Sim­kar­te auf­neh­men und gibt dem RasPi die Mög­lich­keit, über ihn Gesprä­che abzu­wi­ckeln oder SMS zu sen­den und zu emp­fan­gen. Eben­falls mit drin ist ein Kame­ra­mo­dul und selbst­ver­ständ­lich ein TFT-Touch­screen, betrie­ben wird das Tyfo­ne mit­tels eines Akkus, es steckt in einem Gehäu­se aus dem 3D-Drucker.

Wun­der­din­ge darf man natür­lich nicht erwar­ten, so ist die Leis­tung des Mini­rech­ners beschränkt und Adaf­ruits Fona kann auch nur 2G-Mobil­funk nut­zen. Das Han­dy läuft mit einem eigens dafür pro­ghram­mier­ten Betriebs­sys­tem. Trotz der Beschrän­kung auf 2G hal­te ich das für ein außer­ord­net­lich inter­es­san­tes Pro­jekt, das wie­der ein­mal beein­dru­ckend auf­zeigt, was heu­te im Bereich DIY alles mög­lich ist.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Bil­der auf HackA­Day, die Bau­an­lei­tung fin­det sich auf Inst­ruc­ta­bles.

Bild Tyfo­ne Copy­right Tyler Spadgenske

Eine Katastrophe namens DHL

Eine Katastrophe namens DHL

Katastrophe DHL

Mal ein The­ma, das abso­lut nichts mit Phan­tas­tik zu tun hat, mich aber an den Rand des Wahn­sinns treibt, wes­we­gen ich es hier öffent­lich mache. Ich bestel­le aus den ver­schie­dens­ten Grün­den rela­tiv viel online. Weil es ein­fach ist. Weil es güns­tig ist. Weil ich mich nicht mit inkom­pe­ten­ten soge­nann­ten Fach­ver­käu­fern her­um­schla­gen muss. Weil ich Waren zurück­ge­ben kann und ins­be­son­de­re bei Ama­zon die Gewähr­leis­tungs­ab­wick­lung vor­bild­lich ist.

Dum­mer­wei­se muss das Zeug jedoch irgend­wie zuge­stellt wer­den. Das machen ver­schie­de­ne Paket­diens­te mit unter­schied­li­chen Stu­fen von Nicht-Qua­li­tät. Aus­neh­men möch­te ich vor­ne­weg UPS, bei denen funk­tio­niert die Zustel­lung seit eini­ger Zeit immer pro­blem­los, da stellt auch immer der­sel­be Fah­rer zu. Und dann sind da die ande­ren. Am unte­ren Ende der Ska­la kom­men Her­mes und DPD, da erlebt man Din­ge mit den Fah­rern, die glaubt man ein­fach nicht. Mit denen bekom­me ich es aber glück­li­cher­wei­se nicht zu oft zu tun.

wei­ter­le­sen →

Amazon »Food Unlimited« – 3D-Drucker für Nahrungsmittel

Amazon »Food Unlimited« – 3D-Drucker für Nahrungsmittel

"Food Unlimited" 3D-Drucker

Ja. Klar war es ein April­scherz. Aber ich habe immer­hin drei Stun­den für die Design­stu­die inves­tiert. Und es gibt tat­säch­lich Food­prin­ter, jetzt schon. Etwas Ähn­li­ches könn­te also schnel­ler kom­men, als man den­ken mag.

Ama­zon ist bekann­ter­ma­ßen immer für eine Über­ra­schung gut, sei es die Ankün­di­gung, dass man Waren aus­lie­fern möch­te, bevor der Kun­de sie bestellt, oder sei es der Plan, die Sen­dun­gen mit Droh­nen auf den Weg zu schi­cken. Letz­te­rer Plan wur­de erst vor Kur­zem von der US-ame­ri­ka­ni­schen Luft­fahrt­be­hör­de ver­ei­telt, da es kei­ne Geneh­mi­gung gab.

Ama­zon hat gera­de aus­ge­wähl­ten US-Jour­na­lis­ten ein neu­es Pro­jekt vor­ge­stellt, das man erneut nur als visio­när bezeich­nen kann, soll­te es denn stim­men, und das ein wenig an den Repli­ka­tor aus STAR TREK erin­nert. Beim Pro­jekt »Food Unli­mi­ted« will der Online­händ­ler sei­nen Kun­den einen 3D-Dru­cker ver­kau­fen, mit dem man Nah­rungs­mit­tel aus­dru­cken kann. Tat­säch­lich sind 3D-Prin­ter für Nah­rungs­mit­tel nichts Neu­es.

Das Prin­zip bei Ama­zons Her­an­ge­hens­wei­se ist mit For­schun­gen ver­wandt, mit deren Hil­fe erfolg­reich und medi­en­wirk­sam im Jahr 2013 ein Ham­bur­ger aus­ge­druckt wur­de. Damals hieß es noch, die Kos­ten für einen Bur­ger lägen bei 300000 Dol­lar. Doch das ist lan­ge her und Ama­zon hat dem Ver­neh­men nach eine Bio­tech-Fir­ma damit beauf­tragt, das Prin­zip nach­zu­ah­men und gleich meh­re­re Paten­te für das Ergeb­nis bean­tragt. Dabei her­aus­ge­kom­men ist ein 3D-Dru­cker, der mit Hil­fe einer bio­or­ga­ni­schen Roh­mas­se der beim Druck­pro­zess ein Enzym bei­gefügt wird, Fleisch­lap­pen her­zu­stel­len. Das Enzym regt die Bio­mas­se dazu an, Lang­ket­ten zu bil­den, was dann zu einem form­sta­bi­len Stück Fleisch führt, des­sen Kon­sis­tenz aller­dings nicht ganz der Fes­tig­keit ech­ten, gewach­se­nen Flei­sches gleich kommt. Die Zeit für den Druck eines schnit­zel­ähn­li­chen Objek­tes soll bei unter fünf Minu­ten lie­gen (das ist auch durch­aus glaub­wür­dig, da Details beim Druck irrele­vant sind und die Schicht­dick­te deut­lich höher ist, als bei 3D-Dru­ckern, die PLA ver­ar­bei­ten). Das ent­stan­de­ne Lebens­mit­tel kann dann gegrillt, frit­tiert oder gebra­ten wer­den, angeb­lich lässt sich der Geschmack über bei­gefüg­te Aro­men breit vari­ie­ren. Da die Mas­se natur­iden­tisch ist, aber nicht auf tie­ri­schen Stof­fen beruht, ist sie für Vega­ner geeignet.

Der Dru­cker weist zwei Tanks für die bei­den Stof­fe auf, die Bio­mas­se muss nicht gekühlt wer­den, das Enzym aber schon, es soll im Kühl­schrank vier Wochen halt­bar sein. Alle Mate­ria­li­en bestehen aus einem schmutz­ab­wei­sen­den, neu ent­wi­ckel­ten Kunst­stoff (ver­mut­lich ähn­lich wie »Pure­ment«), der sich ein­fach rei­ni­gen lässt. Die Hand­ha­bung des Geräts soll »idio­ten­si­cher« sein, es kommt fer­tig mon­tiert, Steue­rungs-Soft­ware wird für Win­dows, Mac OS, Android und iOS ver­füg­bar sein.

Die Bio­mas­se ist künst­lich aber »natur­nah« (was auch immer das bedeu­ten mag), eine wei­te­re Mög­lich­keit den Dru­cker zu nut­zen, ist die Ver­wen­dung einer Roh­mas­se aus Insek­ten, hier erkennt man Ähn­lich­kei­ten zu For­schun­gen, wie sie bei­spiels­wei­se der nie­der­län­di­sche Pro­fes­sor Arnold van Huis durch­führt, der die Bio­mas­se von Insek­ten in eine Art Teig umwan­delt, der dann gegrillt oder frit­tiert wer­den kann. Auch die­se Mas­se ist vom 3D-Dru­cker ver­wert­bar. Gemäß Huis kön­nen Insek­ten auf ein­fa­che Art und Wei­se jede Men­ge Nah­rungs­pro­ble­me lösen und die Her­stel­lung ist erheb­lich umwelt­freund­li­cher als die Pro­duk­ti­on von her­kömm­li­chem Fleisch. Pro­ban­den beschrei­ben den Geschmack des Insek­ten­flei­sches als nus­sig und ähn­lich dem von Geflügel.

Angeb­lich soll sich der Preis für den »Food Unlimited«-Drucker im Bereich von 200 Dol­lar bewe­gen, wie üblich zah­len Prime-Kun­den weni­ger. Über die Kos­ten für die Bio­mas­se und das Enzym oder die Insek­ten­roh­mas­se ist bis­her noch nichts bekannt, aber sie dürf­te deut­lich preis­wer­ter sein, als ech­tes Fleisch. Ver­mut­lich will Ama­zon den ver­gleichs­wei­se güns­ti­gen Gerä­te­preis über die Bio­mas­se und die Enzy­me finanzieren.

Die »Food Unlimited«-Produkte könn­ten in den USA bereits bis Ende des Jah­res 2015 auf den Markt kom­men, bei uns wird es wie immer etwas län­ger dau­ern (in tech­no­lo­gie­feind­li­chen Deutsch­land wird zudem wie üblich die Geneh­mi­gung nicht ganz ein­fach wer­den). Damit dürf­te Ama­zon nach den Buch­händ­lern nun auch Nah­rungs­mit­tel­her­stel­ler gegen sich aufbringen.

Com­pu­ter: Schnitzel!

Bild: Design­stu­die »Food Unli­mi­ted« 3D-Dru­cker, Copy­right Amazon

 

Kickstarter: QUIRKBOT – Roboter aus Strohhalmen

Kickstarter: QUIRKBOT – Roboter aus Strohhalmen

Quirkbot

Ja, ich den­ke auch, dass das die Über­schrift des Tages sein dürf­te. :) Auf Kick­star­ter kann man ein Pro­jekt namens Quirk­bot unter­stüt­zen, mit dem man unter Zuhil­fe­nah­me von Stroh­hal­men Robo­ter kon­stru­ie­ren kann. Klingt komisch? Ist aber so. Das Gan­ze ist natür­lich eher auf jün­ge­re For­scher gezielt, dürf­te für die­se aber ein Hei­den­spaß sein – und lehr­reich noch oben­drein. Herz des gan­zen ist ein Mikro­con­trol­ler, man kann damit also auch das Pro­gram­mie­ren erlernen.

Alle wei­te­ren Infor­ma­tio­nen auf der Kick­star­ter-Sei­te des Pro­jekts, das aus Schwe­den kommt, wes­we­gen auch ver­mut­lich kei­ne Pro­ble­me beim Zoll ent­ste­hen soll­ten (es sei denn, es wird aus den USA ver­sandt, das soll­te man vor dem Pleg­den erfra­gen). Auf Kick­star­ter gibt es auch ein län­ge­res Video als den nach­ste­hen­den Teaser.

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Pro­mo­fo­to Quirk­bot Copy­right kidshackday.com

DOOM auf dem Intel Edison

DOOM auf dem Intel Edison

Als eine wei­te­re neue Platt­form für Tüft­ler neben bei­spiels­wei­se Raspber­ry Pi und Bea­gle Board scheint sich nicht ganz uner­war­tet Intels Edi­son zu eta­blie­ren. Es han­delt sich dabei um einen Sys­tem-On-A-Chip (SOC) Klein­st­rech­ner mit einer 500 MHz Dual­core CPU, 1 GB RAM und 4 GB Flash-Spei­cher. Trotz der im Ver­gleich mit aktu­el­len Rech­nern natür­lich gerin­gen Leis­tungs­fä­hig­keit kann man damit eine Men­ge anfan­gen, wenn es um ver­schie­dens­te Auf­ga­ben abseits gra­fik­las­ti­ger Spie­le und rechen­in­ten­si­ver Appli­ka­tio­nen angeht.

Lutz Lat­ta hat aus dem Edi­son eine Mini-Spie­le­kon­so­le gebaut, auf der man Doom spie­len kann. Im Video sieht man mehr, eine detail­lier­te Beschrei­bung des Pro­jekts fin­det man auf sei­ner Web­sei­te. Zur Steue­rung wird ein PS4-Pad genutzt, als Bild­schirm ver­wen­det Lat­ta einen 2,8 Zoll-Bild­schirm von Adafruit.

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Druck Dir eine bionische Hand

Druck Dir eine bionische Hand

Der ita­lie­ni­sche Tech­de­si­gner Feder­i­co Cic­ca­re­se hat eine bio­ni­sche Hand ent­wi­ckelt, deren mecha­ni­sche Tei­le man sich ein­fach mit dem 3D-Dru­cker aus­dru­cken kann, die Elek­tro­nik basiert auf einem Ardui­no. Das Kon­zept ermög­licht es, dass man zu Hau­se Tei­le nach­dru­cken kann, wenn Updates ver­öf­fent­licht wer­den, oder irgend­ein Frick­ler eine gute Idee für eine Ver­bes­se­rung hat. Das­sel­be gilt für die Soft­ware, auch die kann ein­fach aktua­li­siert wer­den, da es sich um eine offe­ne Platt­form handelt.

Ardui­no haben für die­ses Pro­jekt einen spe­zi­el­len Sen­sor bereit gestellt, der die bei Mus­kel­be­we­gun­gen ent­ste­hen­den Strö­me aus­le­sen und an den Mikro­con­trol­ler schi­cken kann.

Mehr Infor­ma­tio­nen fin­det man auf Cic­ca­re­ses Web­sei­te youbionic.com. Die­ser Bei­trag ist all jenen Spin­nern gewid­met, die sofort »Waffen!!!einsölf!!« sagen, wenn sie »3D-Dru­cker« hören.

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