Bereits seit etlichen Jahren gibt Erik Schreiber seinen »Phantastischen Bücherbrief« heraus. Es ist mir eine besondere Freude, dass die neuesten Ausgaben ab sofort auch hier auf PhantaNews zum Download bereit gestellt werden. Der Bücherbrief enthält üblicherweise Interviews, Artikel und jede Menge Rezensionen zu Veröffentlichungen im Bereich Phantastik.
Auch in dieser Ausgabe werden wieder deutschsprachige und internationale Romane besprochen, weiterhin Comics, Sekundärliteratur, Rollenspielmaterialien und Fanzines.
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und möchte Erik an dieser Stelle für die Möglichkeit danken, den Bücherbrief hier auf PhantaNews anbieten zu können!
Liebe »Qualitätsjournalisten« und Redakteure von Zeit Online. Es war mal en vogue sich über »Heftchen« auszulassen und sie unreflektiert zu »Schund« zu erklären. Deswegen könnte man schon nachvollziehen, dass ihr das auch mal machen wollt. Nur leider habt ihr übersehen, dass das in den 1970ern war. Damals, als die Frisuren und die Bekleidung anders waren, war auch der Journalismus anders. Ihr aber legt mit einem Artikel dieses Inhalts heute los. Ist das nicht ein klein wenig spät?
Heutzutage kann man schauen wo man will und üblicherweise wird PERRY RHODAN als das erkannt und anerkannt, was es ist: eine unterhaltende SF-Serie, die seit 50 Jahren erfolgreich ist und dieser Tage jede Woche über achtzigtausend Leser begeistert (falls eure Zahlen stimmen). Es ist nicht besonders schlau, diese Leser mit einem Artikel pauschal als Deppen abzuqualifizieren, indem man die Inhalte der Serie als »fehlerhaftes, mutiertes Kulturgut« bezeichnet (was übelst an Formulierungen gemahnt, die es vor grob 80 Jahren gab), von den anderen Entgleisungen im Artikel mal ganz abgesehen…
»…logische Paradoxien, Parallelwelten und sonstiger LSD-Schmarrn«
»Schund wird durch solche unaufrichtigen Elogen nicht interessanter«
Erneut zeigt sich der Chauvinismus einer selbsternannten Kultur-Élite, die offensichtlich nicht erkennen kann und will, dass auch die schlichte Unterhaltung um ihrer selbst Willen ihren Stellenwert und ihren Sinn in der modernen Welt hat, dass Popkultur und Science Fiction längst viel erfolgreicher sind, als von euch bevorzugtes angeblich anspruchsvolles Hochkultur-Zeug, das man mit gesundem, wachem Geist nur schwer ertragen kann. In Deutschland muss immer der erhobene Zeigefinger her, muss immer alles was euch gefällt einem nebulösen »Anspruch« gerecht werden. In anderen Ländern sieht man das deutlich entspannter, das ist auch der Grund dafür, warum Kulturprodukte aus dem Ausland in aller Regel hundertfach erfolgreicher und vor allem interessanter sind, als dröge Anspruchswerke aus deutschen Landen.
Ich weiß, dass das hier bei Zeit Online niemand lesen wird. Das macht aber auch nichts. Denn ich glaube, dass zumindest bei dem nicht genannten Autor des Artikels Johannes Thumfart ohnehin Hopfen und Malz schon vor geschätzt 40 Jahren verloren gingen – und ich sehe erneut einen Grund, warum Zeitungen eher morgen als übermorgen untergehen werden: weil dort allzu oft noch ein Muff und geistige Einstellungen herrschen, die in unsere heutige Zeit und ins Web einfach nicht mehr passen und die aus einer Ära rühren, als Zeitungen noch ein Informationsmonopol hatten. Ihr müsst jetzt ganz stark sein, liebe Print-Redakteure: dieses Monopol habt ihr dank des Internets schon lange nicht mehr und allzu oft kann man über euer Geschreibsel nur noch müde lächeln.
Tschüss, Zeit, ich werde euch und anderen angeblichen Meinungsmachern aus der Baumfäller-Ära keine Träne nachweinen, solange ihr einen solchen Bullshit verzapft! Wäre ich VPM würde ich euch wegen übler Nachrede und Geschäftsschädigung verklagen – aber vielleicht sollte man euch wegen eurer mittelalterlichen Einstellung lieber bedauern…
Ach ja:
Da die Lektüre nach wie vor nicht in Betracht kommt…
Über Dinge, dich man nicht aus eigener Anschauung kennt, kann man selbstverständlich am allerbesten kompetent schreiben, gelle?
[Edit 17:45 Uhr:] Dank an den Kommentator Starslammer für den Hinweis auf den doch genannten Autor Johannes Thumfart
Nachtrag (19:00 Uhr): Seit irgendwann nach 18:00 Uhr lautet der Titel des Artikels nun »Der Weltraum als Modelleisenbahn-Keller« statt wie vorher »Der Ersatz-Hitler aus dem All«. Da hat irgend jemand in der Redaktion den Griff ins Klo wohl eingesehen. Trotzdem inkonsequent, wenn man so etwas zulässt sollte man auch dazu stehen. Und das ändert am Rest des Artikels erst einmal nichts, der bleibt (man verzeihe mir die offenen Worte) gequirlte Kacke.
Nachtrag (19:30 Uhr): Hier ein Schmankerl aus dem Cache meines Browsers (und ist es bei Online-Medien nicht Usus, dass man auf grundlegende Änderungen im Artikel hinweist? Bei der Zeit offensichtlich nicht…):
Zeit Online: Ersatz-Hitler
Nachtrag (20:55 Uhr): Ich hatte dann doch mal einen Kommentar auf Zeit online geschrieben, da der Autor des dortigen Artikels sich dazu äußerte, nie einen Hitler-Vergleich gezogen zu haben. Interessanterweise wurde mein Kommentar wegen einer angeblichen »Beleidigung« von der Redaktion gekürzt und ich gemaßregelt. Ich weiß nicht, was man bei der Zeit für »Beleidigungen« hält – es war keinesfalls eine enthalten und ich verwehre mich nachdrücklich gegen diese Unterstellung!. Ich allerdings fühle mich als PERRY RHODAN-Leser durch den Artikel eindeutig beleidigt und verunglimpft – und nicht nur ich. Wenn man Kommentare zensiert sollte man auch in Betracht ziehen, den Artikel zu zensieren.
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»Facepalm« von Santiago García Pimentel auf flickr, CC-BY-NC-SA, Screenshot des alten Artikeltitels bei Zeit Online von mir, als Bildzitat. Also als Bild, nicht aus der Bild, obwohl man das auch annehmen könnte… ;o)
Gestern wurden auf der 69. World Science Fiction Convention in Reno, Nevada, die diesjährigen Hugo Awards vergeben.
Wie bereits bei den Nebula Awards gewannen BLACKOUT/ALL CLEAR von Connie Willis die Auszeichnung für den besten Roman (das ist bereits ihr elfter Hugo…), als beste Novelle (also für Werke, die länger als Kurzgeschichten aber kürzer als Romane sind) wurde Ted Chiangs THE LIFECYCLE OF SOFTWARE OBJECTS mit dem Preis bedacht. Als bester Comic wurde die zehnte Ausgabe des Steampunk-Comics GIRL GENIUS von Phil und Kaja Foglio geehrt. In Sachen Film griff wieder einmal INCEPTION den Preis ab und DR. WHO kann sich über eine Ehrung in Sachen TV freuen.
Die komplette Liste der Gewinner wie immer im vollständigen Artikel.
[GC] Via Facebook und Twitter berichten Aussteller und Besucher, dass es auf der GamesCom in Köln mittlerweile derart voll ist, dass keine Besucher mehr eingelassen werden. Eine Chance rein zu kommen haben nur noch Personen, die bereits über eine Karte verfügen, die Tageskassen wurden bereits geschlossen. Derzeit beträgt die Wartezeit auf Einlass für Kartenbesitzer ungefähr eine Stunde, Besucher ohne Karte gehen leer aus und müssen wieder abziehen.
Ich kann hier nur davon ausgehen, dass die Veranstalter von diesem Andrang überrascht wurden, denn das geht so gar nicht. Man stelle sich vor, dass man nach ein paar Stunden Anfahrt nicht hinein gelassen wird – ein Unding!
Ein weiteres Problem ist die Praktik der Anbieter, Warteareale zu installieren, an denen man sich anstellen muss, um bestimmte Spiele überhaupt zu Gesicht zu bekommen. Es wird davon berichtet, dass man zum Teil stundenlang warten muss, um sich dann zehn Minuten lang ein Spiel ansehen zu können, es ist bereits die Rede davon, dass die GamesCom »keine Spielemesse mehr sei, sondern ein Anstehmarathon« – auch das geht gar nicht und führt nur zu Frust bei den Besuchern. Und Frust ist kein guter Verkäufer…
Es ist zu hoffen, dass die Veranstalter aus dem Andrang ihre Lehren ziehen und im nächsten Jahr deutlich mehr Platz auf dem Messegelände zur Verfügung stellen werden. Immerhin waren Infrastrukturprobleme einer der Gründe gewesen, die größte europäische Computerspielemesse von Leipzig nach Köln zu verlegen – wenn jetzt das gewünschte Mehr an Besuchern tatsächlich kommt, muss sichergestellt sein, dass auch alle Platz finden und nicht zahllose Fans unverrichteter Dinge wieder abziehen müssen – der Imageschaden wäre groß.
Offenbar war das diesjährige GamesCom-Logo eine selbsterfüllende Prophezeihung…
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Logo GamesCom Copyright GamesCom-Veranstalter
Auch in diesem Jahr wird der Phantastik-Freund wieder umfassend informiert: soeben ist MAGIRA – JAHRBUCH ZUR FANTASY 2011 erschienen und bietet zahllose interessante Inhalte rund um das Thema Fantasy und verwandte Gebiete.
Auf 404 Seiten geht es unter anderem um Comics, beispielsweise FABLEs von Bill Willingham oder das in Deutschland frisch erschienene THE UNWRITTEN.
Weiterhin steht ein besuch beim Altmeister Michael Moorcock an, man befasst sich mit Sherlock Holmes in der Phantastik, Julian Mays MOND-Trilogie, Vampire auf dem Mississippi und mit GHORMENGHAST.
Wie immer wird auch der Freund von Kurzgeschichten bedient: neben der deutschen Erstveröffentlichung der Gewinnergeschichte des WORLD FANTASY AWARDS 2010 DIE PELICAN-BAR von Karen J. Fowler finden sich Stories von Torben Schröder und Barbara Beyß.
Zahlreiche Rezensionen, zu Büchern, Hörbüchern und Filmen sowie der umfassende Marktüberblick von Hermann Urbanek runden den Band ab.
Das Titelbild steuerte Helge C. Balzer bei, der auch für zahlreiche weitere Farbillus im Innenteil verantwortlich ist.
MAGIRA 2011 kommt als Paperback, hat 404 Seiten im Format 17 x 22 cm und kostet 14,90 Euro. Das Jahrbuch kann im Buchhandel (ISBN 978–3‑935913–11‑9) oder direkt bei den Herausgebern bestellt werden.
John … wer? FRINGE-FANS wissen selbstverständlich Bescheid, denn dort spielt der australische Schauspieler John Noble einen der Hauptcharaktere, den »Mad Scientist« Dr. Walter Bishop. Für Anhänger der Mystery-Serie dürfte nun ein Nerdgasmus folgen:
Noble wird eine neue Dokuserie moderieren, die sich mit »realen Geschichten von der dunklen Seite der Wissenschaft« befasst. Unter dem Titel DARK MATTERS – TWISTED BUT TRUE beschäftigt man sich mit den X‑Akten des realen Lebens, beispielsweise Ganzkörpertransplantationen oder UFOs. Der Starttermin für die erste Folge ist bereits am 31. August, in der ersten Staffel soll es sechs Episoden geben. In der Pilotfolge wird unter anderem das das Philadelphia-Experiment beleuchtet, aber auch noch zwei weitere Themen. In den restlichen Folgen widmet man sich ebenfalls jeweils mehreren Grenzfällen der Wissenschaft.
DARK MATTERS läuft auf dem US-amerikanischen Science Channel, die Serie wird wöchentlich ausgestrahlt. Eine Liste der Inhalte der sechs Folgen hinter dem Trailer und dem Teaserbreak.
Ganz frisch gibt es in Apfels App-Store eine kostenlose Anwendung der amerikanischen Raumfahrtbehörde mit dem Titel NASA Visualization Explorer. Mittels dieser App kann man die Erde und das uns umgebende Universum ganz einfach vom Wohnzimmersessel aus erforschen. Es werden aktuelle Texte und Artikel zu verschiedenen Projekten der NASA geboten, aber auch spektakuläre Bilder aus den Archiven. Der Download schlägt mit gerade mal 5 MB zu Buche und die App soll regelmäßig neue Inhalte anbieten, es ist also eine Internetverbindung nötig. Im Prinzip handelt es sich somit um einen Browser für das NASA-Archiv und einen Viewer für aktuelle Artikel.
Trotzdem: für Raumfahrtfans sicherlich ein Muss – und kostenlos, also gibt es kaum einen Grund, den Visualization Explorer nicht zu installieren. Ein erster Blick sagt mir soeben auf Anhieb: Bilder, Filme, Artikel, Lageausrichtungserkennung – cool!
Es kommt nicht unerwartet. Allein A GAME OF THRONES erhielt einen beachtlichen Haufen an Nominierungen für die Emmys. Und selbstverständlich wurde auch Peter Dinklage für seine Rolle als Tyrion Lannister für den Preis in der Kategorie »Best Supporting Actor« vorgeschlagen, der damit direkt gegen John Slattery von MAD MEN antritt. Wir wissen wo unsere Sympathien liegen – siehe oben… :o)
Hier die vollständige Liste, für welche Kategorien GOT weiterhin nominiert wurde:
Best Drama Series: Game of Thrones
Supporting Actor in a Drama Series: Peter Dinklage as Tyrion Lannister
Writing in a Drama Series: David Benioff and Dan Weiss for »Baelor«
Direction in a Single-Camera Series: Timothy van Patten for »Winter is Coming«
Casting in a Drama Series: Nina Gold and Robert Sterne
Costumes for a Drama Series: Michelle Clapton and Rachael Webb-Crozier for »The Pointy End«
Hairstyling in a Single-Camera Series: Kevin Alexander and Candice Banks for »A Golden Crown«
Main Title Design: Angus Wall, Robert Feng, Kirk H. Shintani, and Hameed Shaukat
Non-prosthetic Makeup in a Single-Camera Series: Paul Engelen and Melissa Lackersteen for »Winter is Coming«
Prosthetic Makeup in a Series: Paul Engelen and Conor O’Sullivan for »A Golden Crown«
Sound Editing for a Series: Stefan Hendrix, Tim Hands, Michelle McCormack, Steve Fanagan, Andy Kennedy, Jon Stevenson, Robin Whittaker, Caoimhe Doyle, and Eoghan McDonnell
Special Visual effects for a Series: Adam McInnes, Angela Barson, Lucy Ainsworth-Taylor, Raf Morant, Henry Badgett, Damien Mace, Stuart Brisdon, and Graham Hills
Stunt Coördination: Paul Jenning
Na, da sollte doch was bei herausspringen… :o) Alle weiteren Nominierungen after the break.
Auf dem Youtube-Kanal von Break Originals gibt es eine Video-Serie, in der Nerd-Ikonen die wirklich wichtigen Dinge des Lebens erklären. Diese bahnbrechenden elementaren Lebensweisheiten möchteich den Lesern natürlich nicht vorenthalten. :)
Als erstes erläutert Kaley Cuoco (BIG BANG THEORY), warum es eine schlechte Idee ist, auf Cosplays als Slave Leia aufzutauchen, danach widmet sich Nathan Fillion (FIREFLY, CASTLE) Transpirationsproblemen beim Zocken und bietet eine Lösung an.
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