Der Phantastische Bücherbrief 597 – August 2013

Der Phantastische Bücherbrief 597 – August 2013

Cover Zwielicht 3Auch zum Monat August stellt Erik Schrei­ber wie­der einen Phan­tas­ti­schen Bücher­brief zur Ver­fü­gung. Auf der ers­ten Sei­te fin­det sich das Titel­bild von ZWIELICHT 3, einer 421 Sei­ten star­ken Kurz­ge­schich­ten­samm­lung, die von Micha­el Schmidt her­aus gege­ben wur­de und die bei Saphir im Stahl erschie­nen ist.

Danach wid­met sich Erik erneut deut­scher und inter­na­tio­na­ler Phan­tas­tik, sowie Heft­rome­nen, Fan­zines  und auch Comics.

Deut­sche Phan­tas­tik bei­spiels­wei­se: Achim Köp­pen – DIE ERBEN DES LICHTS, Tho­mas Thie­mey­er – MAGDA UND BEN oder Richard Schwarz – DIE FESTUNG DER TITANEN.

Inter­na­tio­na­le Phan­tas­tik unter ande­rem: Jona­than Stroud – DIE SEUFZENDE WENDELTREPPE, Cas­san­dra Cla­re – CLOCKWORK PRINCE oder Helen Dou­glas – LICHTJAHRE ZU DIR.

Der Phan­tas­ti­sche Bücher­brief liegt als PDF-Datei mit einer Grö­ße von ca. 460 kB vor und kann hie rher­un­ter gela­den wer­den.

Der Phan­tas­ti­sche Bücher­brief 597 August 2013

Cover ZWIELICHT 3 Copy­right Saphir Im Stahl

Jubiläum: PERRY RHODAN NEO Band 50 – RHODANS WEG

Jubiläum: PERRY RHODAN NEO Band 50 – RHODANS WEG

Cover "Rhodans Weg"Als der ers­te Band des Reboots der erfolg­reichs­ten deut­schen SF-Serie mit dem Titel PERRY RHODAN NEO erschien, hiel­ten vie­le das für eine Schnaps­idee. Doch der Able­ger erwies sich als lang­le­bi­ger, als vie­le gedacht haben. Bereits am 16. August 2013 erschien der Jubi­lä­ums­band mit der Num­mer 50. Er trägt den Titel RHODANS WEG.

Der fünf­zigs­te Band mar­kiert einen Höhe­punkt: Wäh­rend sich auf der Erde die aktu­el­len Span­nun­gen zwi­schen »nor­ma­len« Men­schen und den »Mutan­ten« mit ihren selt­sa­men Bega­bun­gen zuspit­zen, erfährt Per­ry Rho­dan mehr über sei­ne Ver­gan­gen­heit. Der Raum­fah­rer erkennt, dass er schon in sei­ner Jugend im Visier kos­mi­scher Mäch­te stand. Sein Wunsch, die Mensch­heit zu den Ster­nen zu füh­ren, soll­te sabo­tiert wer­den. Aber wer sind die­se Mäch­te, die ihn damals gegen ihn vor­gin­gen – und wer sind die geheim­nis­vol­len Beschüt­zer, die auf der Erde wir­ken?
In »Rhodans Weg« stellt Frank Borsch Per­ry Rho­dan als einen gewöhn­lich wir­ken­den Men­schen mit unge­wöhn­li­chen Fähig­kei­ten dar, den ein kos­mi­sches Geheim­nis umgibt.

PERRY RHODAN NEO erscheint alle zwei Wochen in Taschen­heft-Form und natür­lich auch als eBook. Mit Band 50 beginnt nach Aus­sa­gen der Redak­ti­on ein neu­er Hand­lungs­ab­schnitt, er stellt damit den idea­len Roman für Neu­ein­stei­ger dar.

Cover RHODANS WEG Copy­right VPM

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Der PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF 594

Der PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF 594

Cover WolfsmärchenLeicht ver­spä­tet (die Schuld liegt bei mir und dem Phan­ta­News-Umzug) hier die Aus­ga­be 594 von Erik Schrei­bers PHANTASTISCHEM BÜCHERBRIEF für die Monat Mai 2013. Dier ers­te Sei­te ziert eine Abbil­dung der bei sei­nem Ver­lag Saphir im Stahl erschie­ne­nen Mär­chen­samm­lung WOLFSMÄRCHEN, die wie der Titel bereits sug­ge­riert Mär­chen zum The­ma Wöl­fe zusam­men­stellt. Die Tex­te stam­men aus den ver­schie­dens­ten Regio­nen der Erde.

Im Bücher­brief fin­det man an ers­ter Stel­le einen Nach­ruf auf den US-ame­ri­ka­ni­schen Autor Andrew J. Offut, bekannt unter ande­rem für die Figur Han­se aus dem DIE­BES­WELT-Zyklus. Danach fol­gen wei­te­re Ehrun­gen ver­stor­be­ner Autoren: Debo­rah J. Mil­ler und Jack Van­ce.

Wei­ter­hin selbst­ver­ständ­lich wie immer reich­lich Bespre­chun­gen deut­scher und inter­na­tio­na­ler Phan­tas­tik, dar­un­ter Andrea Bott­lin­gers AETERNUM (den auch ich bereits rezen­siert habe), des ers­ten Ban­des von SKULLDUGGERY PLEASANT oder des ers­ten Ban­des der Neu­auf­la­ge von E. C. Tubbs Earl Duma­rest-Aben­teu­ern beim Atlan­tis-Ver­lag. Eben­falls betrach­tet wer­den zwei Aus­ga­ben des von Jür­gen Egl­se­er her­aus­ge­ge­be­nen Maga­zins PHANTAST. Das alles füllt sagen­haf­te 45 Sei­ten.

Den Phan­tas­ti­schen Bücher­brief gibt es wie immer zum Her­un­ter­la­den imPDF-For­mat

Der Phan­tas­ti­sche Bücher­brief 594 Mai 2013

Cover WOLFSMÄRCHEN Copy­right Saphir im Stahl

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HORROR FACTORY – die neue digitale Horror-Reihe bei Bastei Lübbe

HORROR FACTORY – die neue digitale Horror-Reihe bei Bastei Lübbe

Der Ver­lag Bas­tei Lüb­be ist schon seit eini­ger Zeit sehr umtrie­big, was eBooks angeht und hat erst vor kur­zem mit­ge­teilt, dass elek­tro­ni­sche Bücher bereits ca. 30 Pro­zent des Umsat­zes aus­ma­chen. Die neu­es­te Publi­ka­ti­ons­rei­he im Bereich eBook nennt sich HORROR FACTORY: alle vier­zehn Tage soll neu­er Gru­sel­stoff aus allen Berei­chen des Hor­ror ver­öf­fent­licht wer­den: Gothic bis Dark Fan­ta­sy, Vam­pi­re, Zom­bies, Seri­en­mör­der und sons­ti­ges »Grau­en, das in der mensch­li­chen See­le wohnt«. Den Start macht am heu­ti­gen Tag Wolf­gang Hohl­beins PAKT MIT DEM TOD, zwei Wochen spä­ter erscheint CRAZY WOLF von Chris­ti­an End­res.

Her­man hat nichts getan. Außer viel­leicht, zur fal­schen Zeit am fal­schen Ort zu sein. Sei­ne Pei­ni­ger prü­geln ihn halb­tot, und in den Augen sei­ner Geg­ner erblickt Her­man zum ers­ten Mal das Böse. Das wirk­lich Böse! Um zu über­le­ben, geht Her­man einen Pakt mit dem Tod ein, und ab sofort sind die fried­li­chen Tage im beschau­li­chen Mil­ton, Mas­sa­chu­setts, vor­bei. Wer ist der merk­wür­di­ge hin­ken­de Frem­de, der plötz­lich an Her­mans Sei­te ist? Kommt er als Freund oder ver­steckt sich hin­ter sei­ner lächeln­den Mas­ke der Teu­fel? Die Wahr­heit ist eben­so grau­sam wie töd­lich.

Hier­mit bestä­tigt sich mei­ne mehr­fach geäu­ßer­te Ver­mu­tung, dass eBooks auch die Heft­ro­ma­ne des 21. Jahr­hun­derts wer­den (kön­nen). Bas­tei Lüb­be, seit Jahr­zehn­ten im Roman­heft­be­reich tätig, setzt das Kon­zept somit kon­se­quent ins neue For­mat um. Bei HORROR FACTORY han­delt es sich um eine der ers­ten »Heft­ro­man­se­ri­en« eines gro­ßen Ver­lags, die aus­schließ­lich in eBook-Form ver­öf­fent­licht wird. Es wird span­nend wer­den, zu beob­ach­ten, ob die Hor­ror­fans das For­mat anneh­men wer­den. Das eBook ist für die Publi­ka­ti­ons­form gera­de­zu opti­mal geeig­net, allein schon, weil die gesam­te Druck- und Trans­port­lo­gis­tik – und damit die Kos­ten dafür – weg­fal­len.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­det man auf der Web­sei­te zur HORROR FACTORY. Erhält­lich sind die eBooks dort, bei Ama­zon oder auch bei Beam eBooks, der Preis pro Aus­ga­be beträgt 1,49 Euro.

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von Viral Lab gespon­sor­ter Post, Cover PAKT MIT DEM TOD Copy­right Bas­tei Lüb­be

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Neu: PERRY RHODAN-KOMPAKT

Neu: PERRY RHODAN-KOMPAKT

Die in Sachen eBooks schon lan­ge sehr umtrie­bi­ge PERRY RHO­DAN-Redak­ti­on bringt ein neu­es Pro­dukt als Expe­ri­ment auf den Markt. Unter dem Titel PERRY RHODAN-KOMPAKT erschei­nen ergän­zen­de Geschich­ten und Details zu den ers­ten vier Roma­nen des gera­de mit Band 2700 ange­lau­fe­nen neu­en Zyklus´.

Das E‑Book trägt den Titel LUNA IM VISIER und erscheint vor­aus­sicht­lich am 4. Juni 2013 – Details hier­zu wer­den noch fol­gen. Andre­as Esch­bach, Chris­ti­an Mon­til­lon, Marc A. Her­ren und Bernd Per­plies haben laut Chef­re­dak­teur Klaus N. Frick mit Begeis­te­rung Tei­le des Gesche­hens ergänzt, an die im Vor­aus nie­mand dach­te.

Für das Ver­ständ­nis der Haupt­hand­lung ist das eBook nicht erfol­der­lich, es stellt also ledig­lich eine Ergän­zung für Inter­es­sier­te dar. Ich ver­mu­te, dass die­se Anmer­kung des­we­gen so her­aus gestellt wer­den muss, damit die Papier­fe­ti­schis­ten unter den Hard­core- und Alt­fans, die eBooks ableh­nen, nicht Zeter und Mor­dio schrei­en (sie wer­den es den­noch tun). ;)

Wei­te­re Details zum neu­en eBook-Able­ger der PERRY RHO­DAN-Serie, bei­spiels­wei­se der Preis, fol­gen in Kür­ze.

Pro­mo­bild PERRY RHODAN Copy­right VPM

Am Freitag erscheint: ICH, RHODANS MÖRDER

Am Freitag erscheint: ICH, RHODANS MÖRDER

Am Frei­tag, dem 17.05.2013 (also mor­gen) erscheint schon der 24. Pla­ne­ten­ro­man in Neu­auf­la­ge als Taschen­heft. Dies­mal ist es ein beson­de­res Schman­kerl, denn es han­delt sich um ICH, RHODANS MÖRDER, einen Roman von Wil­liam Voltz, der die PERRY RHODAN-Serie über Jah­re prä­gend mit­ge­stal­tet hat. Klap­pen­text:

Das Sola­re Impe­ri­um der Mensch­heit hat Mit­te des 24. Jahr­hun­derts die Fol­gen des Krie­ges gegen das Zwei­te Impe­ri­um der Blues sowie den Auf­stand der Kolo­nie Plo­phos über­stan­den. Die Milch­stra­ße ist ver­gleichs­wei­se ruhig. Und doch gärt es an man­chen Stel­len …
Ver­schwö­rer gegen das Impe­ri­um haben Dunn Bey­n­on, einen ter­ra­ni­schen Aus­wan­de­rer, in die Fal­le gelockt und ihn zum wil­len­lo­sen Trä­ger einer Bom­be gemacht, die eine gan­ze ter­ra­ni­sche Kolo­ni­al­welt ver­nich­ten soll – und den Groß­ad­mi­nis­tra­tor selbst, der das eigent­li­che Ziel des Anschla­ges ist.
Der Plan der Ver­schwö­rer ist eben­so teuf­lisch wie per­fekt. Nichts und nie­mand scheint sie auf­hal­ten zu kön­nen. Nur eines haben sie in ihre Kal­ku­la­ti­on nicht mit ein­be­zo­gen: die Exis­tenz der Sta­tis­ti­ker des Uni­ver­sums …

Der Roman wur­de wie immer behut­sam von Rai­ner Nagel über­ar­bei­tet, zudem ent­hält er ein Nach­wort, das ihn ins »Per­ry­ver­sum« ein­ord­net. Das Titel­bild stammt von Dirk Schulz.

Erhält­lich ist ICH, RHOODANS MÖRDER ab dem 17.05.203 an allen übli­chen Ver­kaufs­stel­len, der Preis für das 160 Sei­ten star­ke Taschen­heft beträgt 3,90 Euro (in Öster­reich 4,50 Euro, in der Schweiz 7,60 Fran­ken). Selbst­ver­ständ­lich bekommt man den Pla­ne­ten­ro­man auch als eBook, in die­ser Form kos­tet er 2,99 Euro.

Cover ICH, RHODANS MÖRDER Copy­right VPM

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Blitzmeldung: Walt Disney Corporation kauft PERRY RHODAN

Ja, natür­lich war das ein April­scherz. Aber wie ich fest­stel­le, hat er für viel Erhei­te­rung gesorgt. :)

Der Knül­ler zum Oster­mon­tag: wie soeben via Enter­tain­ment Wee­kly aus den USA ver­lau­tet, hat der Walt Dis­ney-Kon­zern nach Mar­vel und STAR WARS nun auch die Rech­te an der deut­schen Sci­ence Fic­tion-Serie PERRY RHODAN für eine noch nicht näher bezif­fer­te Sum­me vom Bau­er-Ver­lag  erwor­ben.

Ein Dis­ney ‑Spre­cher sagt dazu:

We are always loo­king for new oppor­tu­nities to expand our IP-port­fo­lio and we were seaching for qui­te some time for a new SF-rela­ted fran­chise. PERRY RHODAN seems the next logi­cal choice, as it has a long-stan­ding fan­ba­se in ger­ma­ny and we think with our help and resour­ces it will beco­me a tre­men­dous inter­na­tio­nal suc­cess. We are plan­ning books, comics and of cour­se a tv-show and movies over the next few years.

Er fügt noch hin­zu, dass Dis­ney sich der­zeit auch in ande­ren Län­dern nach loka­len »Intel­lec­tu­al Pro­per­ties« umsieht, die man inter­na­tio­nal aber auch ins­be­son­de­re in den USA bekannt machen kann, weil sie für die Ame­ri­ka­ner neue, unver­brauch­te Stof­fe dar­stel­len.

Aus der Redak­ti­on gab es hier­zu noch kei­ne Reak­ti­on, da Klaus Frick aller­dings bereits auf Goog­le+ schrieb, dass die Büro­räu­me über Ostern ver­waist sei­en, muss man sich dar­über nicht wun­dern. Nun wird auch der wah­re Grund für die Abwe­sen­heit des gesam­ten Teams offen­sicht­lich: eine Rei­se in die USA, um den Deal fest­zu­klop­fen.

Für das Fort­be­stehen der Serie sind das natür­lich gran­dio­se Nach­rich­ten und auch der seit Jahr­zehn­ten gewünsch­te Film kommt nun end­lich in die Gän­ge. Es wird aller­dings inter­es­sant sein, zu sehen, wie­viel Eigen­stän­dig­keit der deut­schen Serie bleibt.

Creative Commons License

Bild: Per­ry Rho­dan von Rena­to Casa­ro, Copy­right VPM

Buchmesse Leipzig: Phantastik nein danke! Wie wär´s mit Köln?

Buchmesse Leipzig: Phantastik nein danke! Wie wär´s mit Köln?

Liest man die ein­schlä­gi­gen Web­pu­bli­ka­tio­nen wie Bör­sen­blatt und ähn­li­cher Cla­queu­re, dann war die Buch­mes­se Leip­zig ein vol­ler Erfolg und die bes­te Ver­an­stal­tung seit der Erfin­dung des Buch­drucks. Man beweih­räu­chert sich gegen­sei­tig, basht zwi­schen­durch kräf­tig  Ama­zon und plat­ziert sich lie­ber mit irgend­wel­chen halb­ga­ren »buy local«-Initiativen, statt tat­säch­lich etwas an der Kun­den­freund­lich­keit des Buch­han­dels zu ver­bes­sern, was tat­säch­lich mög­li­cher­wei­se dazu füh­ren könn­te, dass ich lokal kau­fe. Wenn da aller­dings nur ein »buy local«-Schild klebt und sich am Ser­vice nichts ändert, ist das pure Fas­sa­de und blin­der (und dum­mer) Aktio­nis­mus.

Das aber nur am Ran­de. Ich war selbst nicht auf der Buch­mes­se Leip­zig, unter ande­rem, weil sie für mich zu weit weg ist und ich den Nut­zen nicht sehe. Bis­her war die­se jedoch nach über­ein­stim­men­den Ausa­gen diver­ser Ver­la­ge und Autoren ein wich­ti­ger Treff­punkt rund um die Phan­tas­tik.

Wenn ich jetzt jedoch die Kom­men­ta­re von Oli­ver Plasch­ka oder Uschi Zietsch lese, dann sind die bekann­ten Stan­des­dün­kel der Bran­che und ihrer Eli­tis­ten gegen­über Phan­tas­tik im all­ge­mei­nen offen­sicht­lich in Leip­zig ange­kom­men. Zusätz­lich ent­blö­det sich der Mes­se­ver­an­stal­ter nicht, Phan­tas­tik ein­fach mal mit Kin­der­li­te­ra­tur gleich­zu­stel­len. Wie im fins­te­ren Mit­tel­al­ter. Liest man dann noch, wie hoch­herr­schaft­lich sich die­ser Ver­an­stal­ter gegen­über den Teil­neh­men­den benimmt, dann muss man sich fra­gen, ob die bei der Mes­se Leip­zig nicht wis­sen, wer ihnen die Ein­nah­men bringt oder ob es ihnen egal ist?

Zitat Oli­ver Plasch­ka:

Ein wei­te­rer Grund, wie­so ich mich hier dem Vor­wurf der Segre­ga­ti­on aus­set­ze, ist der Eli­tis­mus der Kri­tik.Ins­be­son­de­re die Fan­ta­sy (die seit den Neun­zi­gern in Deutsch­land unfrei­wil­lig zum Platz­hal­ter für jede Art von fan­tas­ti­scher Lite­ra­tur gewor­den ist) kämpft seit gefühl­ten Zeit­al­tern (d.h., min­des­tens seit 1939) dar­um, dass man sie nicht als »was für Kin­der« abtut – die­ses dümms­te aller Argu­men­te, das sich letzt­lich gar nicht mal gegen uns, son­dern gegen die Kin­der­buch­au­toren und vor allem die Kin­der selbst rich­tet, und das aus dem Ver­sa­gen der grund­le­gends­ten aller lite­ra­tur­kri­ti­schen Kate­go­ri­en erwächst, näm­lich: »Wenn da was mit Zau­be­rei drin vor­kommt, ist das doch Unsinn.«

Zitat Uschi Zietsch:

Wor­an liegt es? Am »neu­en« Kon­zept der Mes­se, das ja nun schon zwei Jah­re alt ist. Obwohl immer wie­der ver­si­chert wird, wie wich­tig die Hal­le 2 mit der Phan­tas­tik sei, wird alles dazu getan, um die Leu­te zu ver­grau­len. Das fängt damit an, dass wir nicht mehr ver­kau­fen dür­fen, und es geht damit wei­ter, dass die Cos­Play­er, die wegen der Medi­en­auf­merk­sam­keit angeb­lich »sehr geschätzt« sind, ans hin­te­re Ende der Hal­le ver­bannt wer­den, wo sie »auf einen Hau­fen gedrängt« dann TV-wirk­sam in Sze­ne gesetzt wer­den kön­nen. Aber bit­te­schön den »nor­ma­len« (seriö­sen?) Ablauf der Mes­se nicht stö­ren sol­len. […]

Es ärgert mich auch, dass ich kurz vor der Mes­se noch ein­mal eine Mail mit dras­ti­schen Wor­ten erhal­ten habe, in der deut­lich dar­auf hin­ge­wie­sen wur­de, dass ich mich gefäl­ligst an alle Bedin­gun­gen zu hal­ten habe, andern­falls dro­hen enor­me Stra­fen. Und eine Bit­te von mir wur­de – zur Hälf­te – »aus­nahms­wei­se erlaubt«. Das ist ein Ton, den ich mir ver­bit­te, denn ich bin die­je­ni­ge, die den Stand bezahlt und damit der Mes­se ihr Über­le­ben garan­tiert.

Die aus­führ­li­chen Berich­te der bei­den soll­te man unbe­dingt mal gele­sen haben (sind oben unter den Namen der Autoren ver­linkt), wenn das nicht von Per­so­nen stam­men wür­de, die vor Ort waren und abso­lut glaub­wür­dig sind, könn­te man es nicht glau­ben wol­len. Mir fällt zu dem, was da in Leip­zig abge­gan­gen ist, ehr­lich gesagt nicht mehr viel ein, außer dass so etwas sym­pto­ma­tisch für die Bran­che zu sein scheint – und dass die Ver­an­stal­ter in ihrer Arro­ganz mei­ner Ansicht nach einen Socken­schuss haben.

Wie wäre denn der Plan einer rei­nen Phan­tas­tik-Buch­mes­se zeit­gleich zur Role Play Con­ven­ti­on in Köln? Es wür­den durch die Ver­bin­dung zwei­er sol­cher Ver­an­stal­tun­gen an einem Ter­min und Ort sicher­lich Syn­er­gie­ef­fek­te ent­ste­hen und die Ziel­grup­pe treibt sich dort defi­ni­tiv her­um. Köln liegt zen­tral, schon die Games­Com war ja auf­grund von hef­ti­gen Infra­struk­tur-Pro­ble­men in Leip­zig in die Rhein­me­tro­po­le gezo­gen, Stadt und Mes­se sind ver­kehrs­tech­nisch opti­mal ange­bun­den. Zwei Hal­len RPC mit coo­lem Außen­ge­län­de, jede Men­ge erwünsch­te Gewan­de­te, Cos­play­er und LAR­Per, das wäre mei­ner Ansicht nach ein opti­ma­ler Rah­men für eine zusätz­li­che Lite­ra­tur-Ver­an­stal­tung, die sich rein um Phan­tas­tik dreht. Und die Kul­tur­chau­vi­nis­ten kön­nen blei­ben, wo der Anspruchs-Pfef­fer wächst.

Viel­leicht wür­de das mehr brin­gen, als eine Ver­an­stal­tung wie die Buch­mes­se Leip­zig, die Phan­tas­tik-Ver­la­ge und ‑Autoren schein­bar nur als not­wen­di­ges Übel ansieht?

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Logo Leip­zi­ger Buch­mes­se Copy­right Leip­zi­ger Mes­se GmbH

PERRY RHODAN Planetenroman 23: EXPEDITION DER TODGEWEIHTEN

In der Rei­he der neu auf­ge­leg­ten PERRY RHODAN-Pla­ne­ten­ro­ma­ne in Form von Taschen­hef­ten erscheint am 22. März 2013 bereits die Num­mer 23. Sie trägt den Titel PLANET DER TODGEWEIHTEN und stammt von Peter Ter­rid. Der Roman spielt früh in der Seri­en­his­to­rie, näm­lich im Jahr 2326 n. Chr., in der Zeit des Ver­ein­ten Impe­ri­ums der Arko­ni­den und Ter­ra­ner, noch bevor man auf die Jül­ziish traf, die damals Blues genannt wer­den wür­den.

Im Zen­trum des Romans vol­ler Tra­gik ste­hen jene Män­ner und Frau­en, die nach der Zer­stö­rung der Kunst­welt Wan­de­rer durch das Geis­tes­we­sen ES nicht mehr auf die lebens­ver­län­gern­de Zell­du­sche zurück­grei­fen konn­ten und die dadurch dem Tod geweiht waren. Rück­bli­cke schil­dern ihre Ent­schei­dun­gen in jenen Tagen, und fast 75 Jah­re spä­ter macht sich Regi­nald Bull dar­an, end­lich ihrem Schick­sal auf den Grund zu gehen …

Aus dem Rücken­text:

Die Geschich­te der Mensch­heit ist vol­ler Tra­gö­di­en. Eine davon ereig­ne­te sich im Jahr 2326 alter galak­ti­scher Zeit­rech­nung: Das Geis­tes­we­sen ES ent­zog den Ter­ra­nern die Mög­lich­keit, mit­tels Zell­du­sche für einen Zeit­raum von 62 Jah­ren rela­tiv unsterb­lich zu wer­den. Als Ersatz gab es 25 Zellak­ti­va­to­ren.
25 Unsterb­lich­keit spen­den­de Gerä­te – für Hun­der­te mög­li­cher Emp­fän­ger. Was geschah mit jenen Män­nern und Frau­en, die kei­nen Zellak­ti­va­tor zu erhal­ten hoff­ten? Sie ver­schwan­den, kehr­ten Ter­ra schwei­gend den Rücken. Ein­zig eine Funk­son­de im All weist den Weg zu ihnen.
Jahr­zehn­te danach geht Regi­nald Bull gemein­sam mit eini­gen Nach­kom­men der Tod­ge­weih­ten dar­an, das Schick­sal der Ver­schwun­de­nen zu klä­ren. Die Spur führt nach Shakoo­tee, einer Welt der töd­li­chen Über­ra­schun­gen …

PLANET DER TODGEWEIHTEN wur­de von Rai­ner Nagel sorg­fäl­tig und behut­sam über­ar­bei­tet, zudem erleich­tert ein Nach­wort die Ein­ord­nung ins Per­ry­ver­sum. Das Titel­bild steu­er­te Dirk Schulz bei.

Pla­ne­ten­ro­man Num­mer 23 erscheint am Frei­tag, den 22. März 2013, und wird über­all im Zeit­schrif­ten- und Bahn­hofs­buch­han­del erhält­lich sein. Das Taschen­heft umfasst 160 Sei­ten und kos­tet 3,90 Euro (in Öster­reich sind es 4,50 Euro, in der Schweiz 7,60 Fran­ken). Selbst­ver­ständ­lich liegt der Roman auch als eBook in den For­ma­ten Kind­le und ePub vor, die­ses kos­tet 2,99 Euro.

Cover­ab­bil­dung Copy­right VPM

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Andreas Eschbach schreibt PERRY RHODAN 2700

Andreas Eschbach schreibt PERRY RHODAN 2700

Am 17. Mai 2013 star­tet der nächs­te Zyklus der deut­schen Sci­ence Fic­tion-Serie PERRY RHODAN. Der neue Hand­lungs­ab­schnitt, der von Chris­ti­an Mon­til­lon und Wim Van­de­ma­an als Expo­se-Team betreut wird, heißt DAS ATROPISCHE TRIBUNAL.

Begin­nen wird der neue Zyklus mit einem sogen­nann­ten Jubi­lä­ums­band unter dem Titel DER TECHNO-MOND und der Num­mer 2700. Wie sei­tens der Redak­ti­on gemel­det wur­de, schreibt die­sen aller­dings kein Stam­m­au­tor aus dem PERRY RHODAN-Team, wie sonst, son­dern der bekann­te deut­sche SF-Schrift­stel­ler Andre­as Esch­bach. Das ist unge­wöhn­lich.

Esch­bach hat­te bereits Gastro­ma­ne und kür­ze­re Tex­te zur Serie bei­getra­gen, er ist durch Ver­öf­fent­li­chun­gen wie DAS JESUS-VIDEO, EINE BILLION DOLLAR oder HERR ALLER DINGE zu einem der bekann­tes­ten und erfolg­reichs­ten deut­schen Phan­tas­tik-Autoren gewor­den.

Creative Commons License

Bild: Andre­as Esch­bach im Okto­ber 2011 auf dem PERRY RHO­DAN-Welt­con, von mir, CC BY-NC-SA

Der Phantastische Bücherbrief 591

Es ist Monats­an­fang und Erik Schrei­ber stellt einen neu­en Phan­tas­ti­schen Bücher­brief zur Ver­fü­gung. Logi­scher­wei­se han­delt es sich um die Febru­ar­aus­ga­be und sie trägt die Num­mer 591.

Den Auf­takt bil­det dies­mal eine Erin­ne­rung an den lei­der Mit­te Febru­ar ver­stor­be­nen Kin­der­buch­au­tor Otfried Preuß­ler.

Wei­ter­hin fin­den sich wie immer Bespre­chun­gen von deut­scher und inter­na­tio­na­ler Phan­tas­tik, unter ande­rem Wolf­gang Hoh­le­beins PESTMOND oder FEUER DER GÖTTER von Ste­fa­nie Simon. Im inter­na­tio­na­len Bereich begeg­nen einem bei­spiels­wei­se Umber­to Ecos DER FRIEDHOF IN PRAG, Ken­neth Oppels EIN DUNKLER WILLE oder DAS KALTE SCHWERT von Richard Mor­gan. Unter der Rubrik »Heft­ro­ma­ne« wird PERRY RHODAN NEO Num­mer 35 bespro­chen, der trägt den Titel GEISTER DES KRIEGES.

Der Bücher­brief 591 liegt wie immer als pdf-Datei vor und ist knapp 200 kB groß.

Bücher­brief 591 Febru­ar 2013

Der Phantastische Bücherbrief 590

Erik Schrei­bers Phan­tas­ti­scher Bücher­brief mit der Num­mer 590 ist die Aus­ga­be für den Janu­ar und beschäf­tigt sich wie­der ein­mal mit zahl­lo­sen Gen­re-Publi­ka­tio­nen in den ver­schie­de­nen Medi­en.

Im Bereich deut­sche Phants­tik fin­det man unter ande­rem Bespre­chun­gen zu Chris­toph Mar­zis GRIMM, Dieth­mar Daths PULSARNACHT oder HUNGER von David Gras­hoff und Pas­cal Kamp.

Die inter­na­tio­na­le Phan­tas­tik wird ver­tre­ten durch Jack McDe­vitts MELVILLE AUF IAPETUS, Zoe Archers EIN UNWIDERSTEHLICHER SCHURKE oder Gavin Smiths DER VETERAN – und vie­le wei­te­re. Im Bereich Heft­ro­ma­ne kon­zen­triert sich alles auf ver­schie­de­ne Facet­ten rund um den dienst­al­tes­ten SF-Hel­den aus deut­schen Lan­den: PERRY RHODAN.

Der Phan­tas­ti­sche Bücher­brief liegt wie immer als PDF vor und hat eine Datei­grö­ße von knapp 300 Kilo­byte.

Der Phan­tas­ti­sche Bücher­brief 590