Der kostenlose Shooter XONOTIC hat soeben Version 0.5 erreicht. XONOTIC ist ein Fork des Open Source-FPS-Projekts NEXUIZ und spaltete sich ab, nachdem einige Mitarbeiter an NEXUIZ damit unzufrieden waren, dass Projektstarter Lee Vermeulen den Namen des Spiels und die Domain nexuiz.com an das Spielestudio Illfonic lizenziert hatte. Illfonic will eine kostenpflichtige PS3-Version des Spiels entwickeln.
XONOTIC 0.5 kommt mit verbesserter Grafik und schlaueren Bots ebenso daher wie mit neuer Musik und konsistenterem Gesamtkonzept. Man kann sich die aktuelle Version auf der Webseite des Projektsherunter laden, der Download als zip schlägt mit 943 MB zu Buche, XONOTIC läuft unter Windows, OS X und Linux.
Nach Angaben der Entwickler soll die nächste Version allerdings gleich die Nummer 0.9 tragen – es ist also davon auszugehen, dass das Projekt zügig fortschreitet.
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Nachdem ich hier schon lange keinen Beitrag aus der Kategorie »für umme« mehr hatte: heute möchte ich auf das zu Unrecht völlig übersehene und unterschätzte MMO RYZOM (früher SAGA OF RYZOM) hinweisen.
RYZOM kommt auf den ersten und zweiten Blick wie eins der üblichen MMORPGs daher und weicht weder in der Steuerung noch in den Inhalten grundlegend von anderen Vertretern des Genres ab. Auffällig ist die vergleichsweise hübsche Grafik – auffällig ist aber auch die Lernkurve, die aufgrund zahlreicher Skills und Wahlmöglichkeiten von Anfang an deutlich höher ist, als bei einsteigerfreundlicheren Produkten anderer Hersteller.
RYZOM hat trotz haufenweise bekannter Versatzstücke aber auch einiges an Innovation zu bieten, an erster Stelle möchte ich hier die Möglichkeit nennen, nicht nur »user generated content« zu erstellen, also selbsterstellte Questen und Questreihen zu generieren, sondern während diese Questen durchgespielt werden, kann man wie eine Art Gamemaster die Kontrolle über NPCs übernehmen und diese damit individuell agieren lassen. Das gibt es so meines Wissens bei keinem anderen MMO.
Trotz aller Vorteile und trotz interessanter Hintergrundgeschichte und welt sowie einer soliden Umsetzung kam RYZOM leider nie so richtig zu Potte, so dass der französische Entwickler Nevrax bereits im Jahr 2006 Konkurs anmelden musste. Danach wollten ehemalige Mitarbeiter, Fans und die Free Software Foundation nach einem Spendenaufruf die Rechte am Spiel kaufen, diese gingen jedoch stattdessen an Gameforge France. Als auch die in die Insolvenz gehen mussten, und nach weiteren Turbulenzen und der Abspaltung einer Open Source-Version des Spiels übernahm in 2009 die zypriotische Firma Winch Gate Property Ltd. das Spiel und führte auch bezahlte Abos weiter.
Der Quellcode und die Spielinhalte wurden am 6. Mai 2010 an die Free Software Foundation übergeben, RYZOM sollte unter Version 3 der AGPL zugänglich gemacht, alle künstlerischen Inhalte unter Creative Commons Namensnennung–Weitergabe unter gleichen Bedingungen (CC-by-sa) gestellt werden. Dies betrifft jedoch nicht die Welt an sich, die ist nach wie vor nur über den offiziellen Server spielbar.
Die »offizielle« Version ist seit Kurzem free-to-play, man kann bis zum Level 125 aufsteigen, ohne einen Cent zu bezahlen. Wer ein Szenario abseits der ausgetretenen MMO-Pfade sucht, der sollte einen Blick riskieren. Durch die Offenlegung der Quellen gibt es inzwischen Clients nicht nur für Windows, sondern auch für Linux und Mac OS.
Die Grafik der Landschaften ist nicht mehr state-of-the-art, sieht aber immer noch recht ansprechend aus, insbesondere, wenn man bedenkt, wieviele Jahre sie bereits auf dem Buckel hat. Und wenn man mal ehrlich ist, sind die Avatare auch nicht deutlich häßlicher als die in LOTRO… ;o)
An den Allermeisten dürfte es wahrscheinlich vorbei gegangen sein (wie auch an mir), dass es ein MMO zu MYST gibt. Oder eher gab, denn so Recht war das offenbar kein Renner. Das Konzept unterscheidet sich auch deutlich von dem anderer MMOs: statt des töten/looten/kaufen/craften-Konzepts anderer Spiele geht es hier hauptsächlich um die Erfoschung der ausgedehnten Spielwelt. Man entdeckt die verlorene, mythische Stadt D´ni neu, stellt sie wieder her und erforscht die vergangene Zivilisation, die dort existierte.
Wie bereits geschrieben: der Renner war das leider nie, aber das könnte sich jetzt ändern.
Zum einen wurde der Quellcode von Client und Server (sowie ein Plugin für 3DS-Max) als Open Source freigegeben, so dass jeder diese Ressourcen als Basis für eigene Projekte nutzen kann. Allein das schon ein Knüller. Zum zweiten kann man MYST ONLINE: URU LIVE ab sofort ohne jegliche Kosten spielen, man muss nur den Client herunter laden und sich anmelden. Der Serverbetrieb finanziert sich fortan durch Spenden.
Aufgrund des Settings sollten sich insbesondere Steampunk-Fans äußerst angesprochen fühlen (allein schon die Sektion Konzeptkunst auf der MYST ONLINE-Webseite ist ein Traum!). Ich werde mir das mal ansehen, denn eine grundlegende Abwechslung vom üblichen MMO-Einerlei finde ich persönlich sehr spannend!
[UPDATE] Cyan Inc. will einen Server bereitstellen, auf dem die Fans selbsterstellte Inhalte miteinander austauschen können! Gleich mal die Server-Software herunterladen… :o)
[Update 2] Alternativer Client für Windows, Mac und demnächst auch Linux: Plasma Client
Logo und Screenshot MYST ONLINE: URU LIVE Copyright Cyan Worlds, Inc.
Neben Egoshootern und Puzzlespielen erfreuen sich auch Rennspiele seit Jahren einer ungebrochen großen Fangemeinde. Und auch hier kann dem Freund des gepflegten Bleifußes abseits kommerzieller Produkte wie DIRT oder NEED FOR SPEED geholfen werden:
SPEED DREAMS ist ein Ableger (aka Fork) des Open Source Projekt TORCS, das ebenfalls bereits seit Jahren erfolgreich versucht, physikalisch korrekte Renngefechte zu ermöglichen. Aktuell ist die SPEED DREAMS-Version 1.4.0 RC 1 erschienen, bei der die Menüs und die Grafikqualität der Fahrzeuge und der Strecken verbessert wurden; auch die KI-Gegner sollen jetzt schlauer agieren. Für ein realistisches Fahrverhalten sorgt die experimentelle Physikengine Simu V3.
Bei SPEED DREAMS geht es im Vergleich zum angestrebten Realismus in TORCS eher um Fahrspaß, beispielsweise wurden von dort übernommene Fahrzeuge kraftig virtuell getuned, so dass sie deutlich höhere Endgeschwindigkeiten erreichen können, als im »Mutterspiel«. Zudem legt die Entwicklergemeinde großen Wert darauf, dass die Nutzer Einfluss auf die weitere Entwicklung des Spiels haben.
SPEED DREAMS steht für verschiedene Linux-Geschmäcker und Windows XP, Vista sowie 7 zum Download bereit, die Größe des Downloads liegt für Win bei ca. 270 MB.
Ab sofort gibt es eine neue Rubrik hier auf PhantaNews: unter dem Titel »für umme« werde ich auf legal kostenlos Erhältliches im Netz hinweisen, seien es Open Source-Spiele, sonstige Software, eBooks oder Musik. Den Anfang macht ein Spiel.
Computer-Veteranen werden sich mindestens seit Amiga-Zeiten an WORMS von Team 17 erinnern können: putzige Miniaturwürmer liefern sich, durch die Spieler gesteuert, Schlachten mit Bazookas, Handgranaten, Landminen oder Baseballschlägern. Das Spielprinzip der Urversion war so simpel wie spaßig: Die Spieler haben eine gewisse Anzahl von Würmern zur Verfügung, die auf eine beschränkte Menge Waffen zugreifen können. In einem von der Seite zu sehenden zweidimensionalen Szenario wird nun so rundenbasiert lange aufeinander losgegangen, bis nur einer übrig bleibt.
Das Ur-Spiel hat inzwischen einige Iterationen hinter sich, es entstanden in den letzten Jahren auch Varianten in vollem 3D, die jedoch nicht immer überzeugen konnten. Für die Wii wurde das zweidimensionale Ur-Prinzip wiederbelebt, krankte aber an eigentümlicher Steuerung und Feature-Overkill.
Als Open Source-Variante der Würmer steht HEDGEWARS zur Verfügung, das im Prinzip das Originalspiel zurück bringt, aber behutsam erweitert wurde und sich vielfältig konfigurieren lässt, was die Spieloptionen angeht. Der Clou ist dabei natürlich, dass die Igel auch im Multiplayermodus aufeinander los gehen können, und das sowohl via Internet wie auch im heimischen LAN. Im Vergleich mit dem ähnlichen SOLDAT punktet HEDGEWARS eindeutig mit der Knuffelgrafik, deutlich größerer Zugänglichkeit und viel Liebe zum Detail.
HEDGEWARS steht für Linux, BSD und Windows zum freien Download zur Verfügung, eine iPhone-Version ist offenbar in der Pipeline. Spenden sind gern gesehen. Einer zünftigen Igelklopperei mit Freunden steht somit außer einem Download nichts mehr im Weg. (piepsige Stimme: incomiiiiing!)
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