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Hinweise auf Selfpublishing-eBooks

Ich möch­te ver­su­chen, an die­ser Stel­le – also auf die­sem Por­tal – ver­mehrt auch auf selbst­ver­öf­fent­lich­te eBooks noch eher unbe­kann­ter Autoren auf­merk­sam zu machen, die Ande­ren­orts (zum Bei­spiel in soge­nann­ten »pro­fes­sio­nel­len Publi­ka­tio­nen«, die in mei­nen Augen unter ande­rem durch ihre Nähe zur Buch­bran­che arge Stan­des­dün­kel pfle­gen – oder die Kon­kur­renz unter­drü­cken möch­ten) nicht ver­öf­fent­licht wer­den.

Wenn also jemand ein eBook aus dem Bereich Phan­tas­tik publi­ziert hat, darf er oder sie sich gern per eMail (sie­he Impres­sum) mit einer Pres­se­infor­ma­ti­on an mich wen­den. In der soll­te ver­merkt sein, wor­um es geht (mög­lichst nicht mit der Län­ge über­tei­ben, es soll­te in der Form eines »Klap­pen­tex­tes« sein) wo man das eBook genau bezie­hen kann (Ama­zon, etc.), wel­chen Umfang es hat und auch in wel­chen For­ma­ten es vor­liegt (z.B. Kind­le, ePub, PDF). Sinn­voll ist es, wenn es eine Lese­pro­be gibt, denn ich behal­te mir vor, Bücher nicht vor­zu­stel­len, die grund­le­gen­de Ansprü­che an Ortho­gra­fie, Dra­ma­tur­gie oder Stil nicht erfül­len. Wenn eine ISBN exis­tiert ist es natür­lich schlau, auch die anzu­ge­ben.

Aber: Bit­te kei­ne zig-Mega­byte-Gigant­mails ohne vor­he­ri­ge Rück­spra­che, das Cover muss bei­spiels­wei­se für eine Abbil­dung im Web kei­ne Druck­aus­ma­ße haben. :o)

Ich wer­de dann eine ent­spre­chen­de Nach­richt dazu ver­fas­sen.

Heute kostenlos für Kindle: Haruki Murakamis 1Q84

Ama­zon stellt heu­te in sei­nem Kind­le Shop das eBook 1Q84 des Autoren Haru­ki Mura­ka­mi kos­ten­los zum Down­load zur Ver­fü­gung. Auch wer kei­nen Kind­le sein iegen nennt, kann in den Genuss des Romans kom­men, wenn er eine der kos­ten­lo­sen Kind­le-Appli­ka­tio­nen für den Com­pu­ter oder diver­se mobi­le Devices instal­liert.

1984. Aomame hat zwei ver­schie­den gro­ße Ohren. Beim Ren­dez­vous mit einem rei­chen Ölhänd­ler zückt sie eine Nadel und ersticht ihn. Ein Auf­trags­mord, um altes Unrecht zu süh­nen.
Ten­go ist Hob­by-Schrift­stel­ler. Er soll einen Roman der exzen­tri­schen 17-jäh­ri­gen Fukae­ri über­ar­bei­ten, damit sie einen Lite­ra­tur­preis bekommt. Der Text ist äußerst ori­gi­nell, aber schlecht geschrie­ben, ein ris­kan­ter Auf­trag.
Aomame wun­dert sich, war­um die Nach­rich­ten ihren Mord nicht mel­den. Ist sie in eine Par­al­lel­welt gera­ten? Um die­se Sphä­re vom gewöhn­li­chen Leben im Jahr 1984 zu unter­schei­den, gibt Aomame der neu­en, unheim­li­chen Welt den Namen 1Q84.

Die FAZ schrieb zum Buch:

Mura­ka­mi ist in for­ma­ler Hin­sicht zwei­fel­os einer der gewief­tes­ten Erzäh­ler, den wir haben und 1Q84 dies­be­züg­lich sein Meis­ter­werk. Wie hier Topoi und Struk­tu­ren aus Lite­ra­tur, Reli­gi­on und Musik ver­mischt wer­den, wie die Per­spek­ti­ven gewech­selt, die Zei­ten mit­ein­an­der ver­schlif­fen wer­den, das hat man noch nie gele­sen.

In gedruck­ter Form ist der Roman 1021 Sei­ten dick, kos­tet als Hard­co­ver 32 Euro, und erschien hier­zu­lan­de  im Dezem­ber 2010. Eine Fort­set­zung gibt es eben­falls bereits.

Cover Copy­right Dumont.

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Rant: Erst jahrelang tief schlafen und dann Amazon als »das Böse« ausmachen?

Anlass hier­für ist ein läng­li­cher Arti­kel auf René Kohls Blog, in dem die­ser sich über Ama­zon und des­sen markt­be­herr­schen­de Stel­lung aus­lässt (ich wei­se dar­auf hin, dass sich die­ser Rant nur auf den Arti­kel bezieht und ihn nicht direkt inhalt­lich the­ma­ti­siert).

Ich fin­de es immer wie­der put­zig, wie man sich inner­halb der deut­schen Buch­bran­che ins­be­son­de­re im Bereich Mas­sen­pu­bli­ka­tio­nen über die angeb­li­che Macht und Markt­be­herr­schung Ama­zons mokiert, um damit von jah­re­lan­gen ekla­tan­ten eige­nen Ver­säum­nis­sen abzu­len­ken. Ama­zon kommt als agi­les, Inter­net-zen­trier­tes Unter­neh­men daher und ver­kauft auf ein­fa­che und wei­test­ge­hend kun­den­freund­li­che Art Bücher (und was weiß ich sonst noch alles). Statt dar­aus eine Leh­re zu zie­hen und mal in Wal­lung zu kom­men, um eben­falls kun­den­freund­lich zu agie­ren, ergeht man sich in immer neu­en Lamentos, wie »böse« Ama­zon doch sei (und arbei­tet selbst­ver­ständ­lich den­noch mit dem Rie­sen zusam­men, denn die Absatz­zah­len stim­men)…

Der Hin­weis auf die Bar­nes & Noble-Prak­tik, DC-Comics aus den Rega­len zu neh­men (und der zwi­schen den Zei­len zu lesen­de Applaus zu die­ser Groß­tat) ist beson­ders ulkig. Es ist also bes­ser, den Kun­den Ware die sie gern erwer­ben wür­den gar nicht anzu­bie­ten, um Ama­zon eins aus­zu­wi­schen? Wer auf sowas kommt, muss schon an einer beson­ders üblen Form der Hirn­erwei­chung lei­den oder mög­li­cher­wei­se gewohn­heits­mä­ßig Betäu­bungs­mit­tel miss­brau­chen. (face­palm)

Der Buch­han­del hat mich lan­ge ver­lo­ren. Es steht nie das im Regal, was ich möch­te. Fra­ge ich nach Phan­tas­tik, schaut man mich an wie einen Trieb­tä­ter oder führt mich schnur­stracks zu dem Regal mit »Roman­t­a­sy« ali­as Schmu­se­vam­pi­ren & Co. Möch­te ich US-Taschen­bü­cher erwer­ben, nennt man mir dafür Prei­se, die in aller Regel dop­pelt so hoch lie­gen, wie bei Ama­zon oder sogar libri​.de – und ist auch noch ver­grätzt, wenn ich die selbst­ver­ständ­lich nicht zah­len möch­te. Und es soll mir bit­te nie­mand damit kom­men, dafür wür­de ich ja in einer Buch­hand­lung eine fach­li­che Bera­tung erhal­ten – sie­he den Trieb­tä­ter oben; mal davon abge­se­hen, dass mich in diver­sen Ket­ten ohne­hin nur noch umeti­ket­tier­te Flei­sche­rei­fach­ver­käu­fe­rin­nen bedie­nen (nichts, abso­lut nichts, gegen Flei­sche­rei­fach­ver­käu­fe­rin­nen, aber bit­te im rich­ti­gen Job).

Ich freue mich schon auf das erneu­te Geheu­le inklu­si­ve Rufen nach staat­li­cher Kon­trol­le und Leis­tungs­schutz­recht, wenn Goog­le dem­nächst sei­nen eBook-Shop auch in Deutsch­land eröff­net.

Man ver­ste­he mich nicht falsch: ich hal­te Mono­po­le für schlecht. Die Mit­be­wer­ber Ama­zons (und dem­nächst Goo­gles), also die Publi­kums­ver­la­ge und Buch­händ­ler, soll­ten aber end­lich das Dau­er­ge­jam­mer auf­ge­ben und statt­des­sen anfan­gen im Sin­ne der Kun­den (und in Sachen eBooks auch im Sin­ne der Autoren) agie­ren, statt auf immer nur noch grö­ße­re Gewin­ne zu schie­len (oder auf sin­ken­de Gewin­ne, weil man sich nicht anpas­sen kann) – und ihr Ange­bot nicht skla­visch an den Vor­schlags- und Best­sel­ler­lis­ten von Ama­zon aus­rich­ten… Das Geschäfts­mo­dell gründ­lich reno­vie­ren, statt es mit immer neu­en Krü­cken in einer halb ver­fal­le­nen Ver­si­on künst­lich am Leben zu erhal­ten.

Weni­ger Räu­cher­stäb­chen und ande­ren Nip­pes in Buch­hand­lun­gen aus­zu­le­gen statt Büchern wür­de viel­leicht eben­falls hel­fen.

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Bild: Ama­zon-Kar­tons von mir, CC BY-NC-SA

Spyware und rechtlich fragwürdige EULA werden zum PR-Desaster für Electronic Arts

Ich hat­te ges­tern dar­über berich­tet, dass Elec­tro­nic Arts sich beim aktu­el­len Spiel BATTLEFIELD 3 umfang­rei­che Zugriffs­rech­te auf die Rech­ner der Spie­ler inklu­si­ve Daten­wei­ter­ga­be und Schnüf­fe­lei nach angeb­lich ille­gal instal­lier­ten Spie­len ein­räu­men. Ein Anwalt hat­te zudem für die Zeit­schrift GAMESTAR die EULA, also den Lizenz­ver­trag, ana­ly­siert und die­sen in wei­ten Tei­len als nicht kon­form mit deut­schem Recht ein­ge­stuft.

Inzwi­schen wei­tet sich das Gan­ze zu Recht zu einem PR-Desas­ter für den Publisher aus. Wirft man einen Blick auf die deut­sche Ama­zon-Sei­te zum Spiel, dann fin­den sich dort inzwi­schen tau­sen­de haupt­säch­lich nega­ti­ve Ein­trä­ge, die das Ver­hal­ten EAs anpran­gern und dazu auf­ru­fen, das Spiel nicht zu kau­fen.

Rich­tig so! Nur indem man mög­lichst breit über EAs Unver­schämt­hei­ten und das völ­li­ge Igno­rie­ren der Rech­te sei­ner Kun­den kann man die Ver­ant­wort­li­chen beim Publisher unter Druck set­zen.

Ich schlie­ße mich dem an: kauft BATTLEFIELD nicht, solan­ge Elec­tro­nic Arts die­se völ­lig über­zo­ge­nen Maß­nah­men nicht voll­um­fäng­lich wie­der zurück nimmt!

Hal­lo Frau Aigner: das wäre ein sinn­vol­les Betä­ti­gungs­feld. Wür­de sicher auch für Sym­pa­thien bei den Gamern sor­gen, das wäre dann auch mal eine wirk­lich neue Erfah­rung für die CSU… ;o)

Update: ich habe soeben eine Pres­se­an­fra­ge bei BioWare/​LucasArts gestellt, ob »Ori­gin« und die EULA auch bei SWTOR zum Ein­satz kom­men wer­den.

Update: in einem aktu­el­len Bericht mel­det PCGa­mes, dass zum einen die EULA geän­dert wer­den soll, aber auch, dass »Ori­gin« das Sys­tem bereits scannt BEVOR die AGBs bestä­tigt wur­den! Man soll­te auch mal einen Blick in die Kom­men­ta­re hier wer­fen, da gibt es einen Screen­shot, WAS Ori­gin scannt. Dank an Roger von Teil​zeit​hel​den​.de

Update: mehr dazu auch auf theo​ri​gin​.de

Update: auf buf​fed​.de fin­det sich der Hin­weis, dass bei SWTOR die Instal­la­ti­on von Ori­gin nur bei der Down­load-Ver­si­on not­wen­dig ist:

Das für den 20. Dezem­ber 2011 ange­kün­dig­te MMORPG Star Wars: The Old Repu­blic wird ledig­lich in der digi­ta­len Down­load-Ver­si­on eine Instal­la­ti­on der Online-Platt­form Ori­gin vor­aus­set­zen. Wie Bio­Wa­res Ste­phen Reid im offi­zi­el­len Forum ver­si­cher­te, wird die han­dels­üb­li­che Laden­ver­si­on nicht auf den EA-Dienst zurück­grei­fen und somit auch nicht zum Spie­len erfor­der­lich sein.

Damit hat sich mei­ne Anfra­ge bei Bio­Wa­re wohl erle­digt…

Update: auch SPON berich­tet,

Elec­tro­nic Arts lehn­te es ab, sich gegen­über SPIEGEL ONLINE zu die­ser Sache zu äußern.

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Bild »EA IS EVIL!« ist von mir, CC BY, und stellt eine Mei­nungs­äu­ße­rung dar.

Amazons Science Fiction-Verlag startet

Im Mai wur­de ver­schie­dent­lich dar­über berich­tet, dass Ama­zon ins SF-Ver­le­ger-Geschäft ein­stei­gen möch­te und die­ser Plan nimmt nun kon­kre­te Gestalt an. Die Ver­lags­mar­ke des Online-Ver­sen­ders wird 47North hei­ßen und und noch im Okto­ber wird die­ser neue Ver­lag damit anfan­gen, SF-Titel zu ver­öf­fent­li­chen, sowohl als gedruck­tes Buch, wie auch im Kind­le-For­mat, die Print­aus­ga­ben sol­len in den USA auch in den Buch­lä­den ste­hen. Her­aus gebracht wer­den sol­len zum einen nicht mehr erhält­li­che aber bereits ein­mal erschie­ne­ne Gen­re-Roma­ne, aber auch neue Wer­ke.

Erschei­nen wer­den vor­erst:

Okto­ber 2011:

FACE OF EVIL von Lee Gold­berg und Wil­liam Rab­kin ist der ers­te Roman in der THE DEAD MAN-Rei­he. Der Held Matthew Cahill erlangt nach einem schreck­li­chen Unfall die Fähig­keit in die »Nether­world« zu sehen und das macht sein Leben zu einem Alp­traum.

Janu­ar 2012:

AGAINST THE LIGHT von Dave Dun­can. Die Geschich­te eines jun­gen, magisch begab­ten Man­nes im Lan­de Albi, der wegen Häre­sie und Ver­rat ein­ge­ker­kert wird
RESURRECTION von Arwen Elys Day­ton. SF-Roman über zwei glück­lo­se Pilo­ten und krieg­füh­ren­de Ali­en­ras­sen.

März 2012:

Eine bis­lang offen­bar noch unbe­nann­te neue Serie von Ste­phen Lea­ther die die Aben­teu­er des nicht über­mä­ßig erfolg­rei­chen Pri­vat­de­tek­tivs und Ex-Cops Jack Night­in­gale ver­folgt, der – nach­dem er ein Haus erbt – damit kon­fron­tiert wird, dass Dämo­nen real sind.

April 2012:

THE MONGOLIAD – BOOK ONE. Die Nebu­la- und Hugo-Gewin­ner Neal Ste­phen­son und Greg Bear haben sich mit wei­te­ren Autoren zusam­men getan, um die »FORE­WORLD-Serie zu rea­li­sie­ren und die Aben­teu­er die­ser Rei­he erschie­nen zuerst im Web. 47North bringt sie im April in Buch­form.

Mai 2012:

FURTHER: BEYOND THE THRESHOLD von Chris Rober­son. Der Autor hin­ter DC Comics´ iZOM­BIE und CINDERELLA erzählt die Geschich­te eines Welt­raum-Pio­niers, der zu lan­ge in einer Sta­sis bleibt und in einem unbe­kann­ten und erschre­cken­den Uni­ver­sum wie­der erwacht.

Noch offen ist, wie die Preis­ge­stal­tung aus­se­hen wird; in den USA sind die Reak­tio­nen auf Ama­zons Ver­lag ins­be­son­de­re in der Fach­welt gemischt – wahr­schein­lich, weil man zu Recht annimmt, dass die Prei­se deut­lich unter jenen der Mit­be­wer­ber lie­gen wer­den (ein Blick auf Ama­zons Sei­te zu 47North scheint das zu bestä­ti­gen). Für die Kon­su­men­ten gilt wahr­schein­lich wie immer: Kon­kur­renz belebt das Geschäft.

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Bild: Ama­zon-Kar­tons, von mir, CC-BY-NC-SA

Nochmal Amazon: der 80-Dollar-Kindle

Neben dem gera­de erwähn­ten Tablet-PC »Kind­le Fire«, hat Ama­zon heu­te auch noch neue Model­le sei­nes eRea­ders Kind­le vor­ge­stellt. Auf die ver­schie­de­nen Vari­an­ten möch­te ich an die­ser Stel­le nicht wei­ter ein­ge­hen, mehr dar­über wird man in den nächs­ten Tagen ohne­hin über­all im Netz mehr als genug lesen kön­nen.

Wor­über ich jedoch noch etwas schrei­be, ist die Mini­mal-Vari­an­te: der kleins­te Kind­le soll in den USA gera­de mal 80 Dol­lar kos­ten, das wären zum der­zei­ti­gen Kurs lum­pi­ge 59 Euro – dazu kom­men natür­lich bei einer Ein­fuhr nach Deutsch­land Zöl­le und Steuern.Das ist die »Spe­cial Offer-Ver­si­on«, der Nor­mal­preis beträgt 109 Dol­lar, bei uns soll die­se Nor­mal­ver­si­on  für 99 Euro ange­bo­ten wer­den, sie wird ab Mit­te Okto­ber lie­fer­bar sein. Das Ein­stei­ger­mo­dell ver­zich­tet auf eine Tas­ta­tur, hat aber natür­lich ein eInk-Dis­play mit sechs Zoll und ver­fügt über WLAN – in die­ser Preis­klas­se bis­lang ein­zig­ar­tig.

Trotz­dem ist auch das ein Kampf­preis und ein ein­deu­ti­ges Signal nicht nur in Rich­tung der Mit­be­wer­ber, die eben­falls Lese­ge­rä­te anbie­ten, son­dern auch in Rich­tung Ver­la­ge: mit der Ein­füh­rung eines preis­wer­ten Rea­ders wer­den noch mehr Kun­den als bis­her das noch ver­gleichs­wei­se neue (oder zumin­dest neu ins Bewusst­sein gekom­me­ne) Medi­um »eBook« wahr­neh­men und zu nut­zen begin­nen. Mei­nes Ansicht nach han­delt es sich beim dem preis­wer­ten »Volks-Kind­le« um einen wei­te­ren Durch­bruch, der dem eBook wei­te­ren Vor­schub ver­schafft. Nach die­sem Angriff Ama­zons wer­den die Chi­ne­sen nicht lan­ge auf sich war­ten las­sen und Gerä­te auf den Markt wer­fen, die den Kind­le-Preis deut­lich unter­bie­ten. Und es ist davon aus­zu­ge­hen, dass Ama­zon eher über kurz als lang eBook-Abon­ne­ments ver­kau­fen wird, die einen kos­ten­lo­sen Ein­fach-Kind­le beinhal­ten.

Für eBook-Fans und Self­pu­blisher sehr gute Nach­rich­ten! Ins­be­son­de­re die in Sachen eBook nach wie vor viel zu zöger­li­che deut­sche Buch­bran­che wird aller­dings nicht amü­siert sein…

[Update:] bei Tha­lia bekommt man den OYO jetzt eben­falls für 99 Euro – sechs Zoll eInk mit WLAN. Vor­teil: ePub-fähig und man ist nicht an Ama­zon gebun­den.

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Pro­mo-Foto: Ama­zon Kind­le, »kleins­te« Aus­füh­rung , Copy­right 2011 Ama­zon

Amazons Tablet: »Kindle Fire« – 7 Zoll und Multitouch

Ama­zon stellt heu­te offi­zi­ell sein Android-basier­tes Tablet vor, das den Namen »Kind­le Fire« tra­gen wird. Auf einer Web­sei­te Ama­zons gibt es schon hau­fen­wei­se Details und Bil­der.

Die gelis­te­ten Leis­tungs­da­ten sind ins­be­son­de­re dann beein­dru­ckend, wenn man den Preis für den Tablet-Com­pu­ter liest: gera­de mal 199,- Dol­lar sagt der Buch­ver­sen­der-Bran­chen­pri­mus für das Gerät an. Wie sehen die tech­ni­schen Daten denn nun aus?

Der Fire kommt mit einem mul­ti­touch-fähi­gen, kratz­fes­ten 7‑Zoll IPS-Farb­bild­schirm in Wide­screen mit 1024 x 600 Pixeln und 169 ppi daher, das Dis­play kann 16 Mil­lio­nen Far­ben dar­stel­len. Ange­trie­ben wird das Gerät über einen nicht näher benann­ten Dop­pel­kern­pro­zes­sor, die Ver­bin­dung mit dem Rest der Welt wird via WiFi (WLAN mit 802.11b, 802.11g, 802.11n, or 802.1X, Unter­stüt­zung von WEP, WPA und WPA2) her­ge­stellt. Der inter­ne Spei­cher ist aller­dings mit gera­de mal 8 Giga­byte nicht eben üppig bemes­sen und dürf­te schnell an sei­ne Gren­zen sto­ßen, ins­be­son­de­re wenn man zahl­rei­che Apps aus dem Ama­zon-eige­nen Store instal­liert oder Fil­me auf das Gerät wirft – Bücher benö­ti­gen da ver­gleichs­wei­se eher weni­ger Platz. Fire ver­fügt über einen USB‑2.0‑Anschluss, der als Micro-B-Con­nec­tor aus­ge­führt ist (wie auch bei ande­ren Mobil­ge­rä­ten üblich). Dane­ben exis­tiert auch eine Klin­ken­buch­se für Kopf­hö­rer­an­schluss und an der obe­ren Gerä­te­sei­te sind zwei Laut­spre­cher für Ste­reo­wie­der­ga­be instal­liert.

Das Tablet unter­stützt die For­ma­te: Kind­le (AZW), TXT, PDF, unpro­tec­ted MOBI, PRC natively, Audi­ble (Audi­ble Enhan­ced (AA, AAX)), DOC, DOCX, JPEG, GIF, PNG, BMP, non-DRM AAC, MP3, MIDI, OGG, WAV, MP4, VP8. Wo ist ePub? Wenn die Unter­stüt­zung hier­für tat­säch­lich fehlt, wäre das ein schwe­res Argu­ment gegen das Gerät (die Unter­stüt­zung soll­te aller­dings via Firm­ware-Update oder App ein­fach nach­zu­rüs­ten sein).

Mit einer vol­len Akku­la­dung (für die man 4 Stun­den benö­tigt) soll man angeb­lich 8 Stun­den lesen und sogar 7,5 Stun­den Vide­os anse­hen kön­nen. Ob das tat­säch­lich stimmt, wer­den wir sehen. Jeg­li­cher über Ama­zon bezo­ge­ner Con­tent kann kos­ten­frei in der Cloud des Anbie­ters gespei­chert wer­den.

Selbst­ver­ständ­lich ver­fügt die Wun­der­kis­te über Inter­net-Brow­ser (Silk) und Email-Cli­ent. Ob das Gerät in der Pra­xis etwas taugt, wer­den wir sicher­lich nach ers­ten Tests in den nächs­ten Tagen erfah­ren. Ob, wann und für wel­chen Preis der Fire hier­zu­lan­de ange­bo­ten wird, ist noch nicht bekannt. Die für die USA genann­ten 199 USD sind aber eine kla­re Kampf­an­sa­ge an die ande­ren Tablet-Her­stel­ler.

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Bild: Pro­mo-Foto Kind­le Fire Copy­right 2011 Ama­zon

Deutscher Amazon eBook-Shop ist live

Ama­zon hat sei­nen deut­schen Shop für eBooks online gestellt, nach­dem es bereits mehr­fach Hin­wei­se dar­auf gab (es waren Hilf­e­sei­ten bereits erreich­bar und es gab Links, die auf ein bal­di­ges »Scharf­stel­len« hin­deu­te­ten). Den eRea­der Kind­le bie­tet der Online-Ver­sen­der seit 2009 auch hier­zu­lan­de an, einen spe­zi­el­len eBook-Shop für Deutsch­land gab es aller­dings bis­her noch nicht.

Im Ange­bot sind ca. 25.000 deut­sche Bücher. Das ist nicht viel, erschwe­rend kommt hin­zu, dass etli­che davon »Klas­si­ker« sind, die kos­ten­los ange­bo­ten wer­den und die auch bei­spiels­wei­se über das Pro­jekt Guten­berg bezo­gen wer­den kön­nen. Es han­delt sich in aller Regel um Wer­ke, bei denen die Urhe­ber­rech­te abge­lau­fen sind. Zudem kann man deut­sche eBooks aus der Self-Ser­vice-Platt­form für digi­ta­le Tex­te (DTP), es han­delt sich hier­bei um die Ver­öf­fent­li­chungs­platt­form für Autoren, die dar­über direkt elek­tro­ni­sche Bücher an Inter­es­sier­te ver­kau­fen kön­nen – bei Mar­gen die weit über dem lie­gen, womit Autoren übli­cher­wei­se von Ver­la­gen abge­speist wer­den.

Eben­falls kann man aus dem inter­na­tio­na­len eBook-Ange­bot von Ama­zon wäh­len und hat damit Zugriff auf über 650.000 Bücher.

Neben Büchern kann man auch elek­tro­ni­sche Aus­ga­ben von Zei­tun­gen erwer­ben, der­zeit ste­hen die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung, das Han­dels­blatt und Die Zeit zur Ver­fü­gung.

Die Preis­eti­ket­ten für elek­tro­ni­sche Lite­ra­tur in Ama­zons Shop ten­die­ren auf­grund der in Deutsch­land aus­ge­ru­fe­nen Buch­preis­bin­dung auch für eBooks zwi­schen albern und lächer­lich, eng­lisch­spra­chi­ge Lese­wa­re gibt es dort deut­lich preis­wer­ter.

Lei­der nutzt Ama­zon für den Kind­le ein pro­prie­tä­res For­mat und hat bereits bewie­sen, dass man Inhal­te von den Lese­ge­rä­ten der Kun­den löschen kann, des­we­gen ste­he ich der Platt­form eher kri­tisch gegen­über und set­ze per­sön­lich auf DRM-frei­es ePub als For­mat der eige­nen Wahl. DRM-frei­en elek­tro­ni­schen Lese­stoff bekommt man bei­spiels­wei­se bei Beam eBooks – deut­lich sym­pa­thi­scher und unter­stüt­zens­wer­ter als der Online-Gigant Ama­zon.

[Update(13:10):] Ach ja, Kind­le-Lese­ge­rä­te kann man in dem Shop natür­lich eben­falls bestel­len.

Bild: »Ama­zon« von mir – passt natür­lich nicht zum The­ma :)

Amazon ist auch nicht mehr das was es mal war…

Ich bin seit knapp über zwei Jah­ren Prime-Kun­de bei Ama­zon. Ich hat­te die Prime-Mit­glied­schaft damals abge­schlos­sen, da ich aus ver­schie­de­nen Grün­den für die nächs­te Zeit damit rech­ne­te, Hard- oder Soft­ware schnell vor Ort haben zu müs­sen und die Zusi­che­rung, Bestel­lun­gen sei­en am nächs­ten Tag bei mir, war ein Argu­ment. Ein wei­te­rer Grund war, dass Ama­zon eben in vie­len Berei­chen aber ins­be­son­de­re auch in Sachen Hard- und Soft­ware unge­schla­gen preis­güns­tig ist, teil­wei­se lie­gen die Prei­se unter denen von bei­spiels­wei­se Hard­ware-Groß­händ­lern oder den Geiz-gei­len Dis­coun­tern.

Lei­der hat Ama­zon es irgend­wann für nötig befun­den, statt wie frü­her aus­schließ­lich mit DHL Express (im Gegen­satz zu DHL lie­fern die sou­ve­rän und pünkt­lich am nächs­ten Tag – es sei denn es herrscht Schnee­cha­os), auch mit UPS und Her­mes aus­zu­lie­fern und damit fing der Ärger an. Denn deren Lie­fer­ver­hal­ten ist mit schlam­pig nur sehr freund­lich umschrie­ben.

Amazon-Links ab sofort gekennzeichnet

Ich hat­te bereits an ande­rer Stel­le dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ich bis­wei­len Affi­lia­te-Links zu Ama­zon set­ze, mei­ne Teil­nah­me am Part­ner­pro­gramm ist auch im Impres­sum ver­merkt. Ich ver­lin­ke auch zu wei­te­ren Infor­ma­tio­nen bei­spiels­wei­se zu Büchern und DVDs ganz gern mal zu Ama­zon, weil man da in aller Regel wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen fin­det und man die Ware bei Gefal­len auch gleich bestel­len kann – wenn man will. Ich habe die­se Links zu Ama­zon jetzt mit einem klei­nen Icon gekenn­zeich­net, damit man gleich weiß, wor­an man ist und sich dann ggfs. ent­schei­den kann, dem Link eben nicht zu fol­gen. Ich hof­fe, das ist der Trans­pa­renz wei­ter för­der­lich. Soll­te Libri sich irgend­wann mal her­ab­las­sen, auf mei­ne Affi­lia­te-Anfra­ge zu ant­wor­ten, wer­de ich das ggfs. auch für die­sen Ver­sen­der so durch­füh­ren. Sie­he Bild:

Noch was zur Tech­nik: Das funk­tio­niert in allen aktu­el­len Brow­sern, aber natür­lich nicht im Inter­net Explo­der 7 und schon gar nicht im IE6, wer die­se Fos­si­li­en noch ein­setzt ist aber selbst schuld.
Wer wis­sen möch­te wie man das mit rei­nem CSS löst, wirft einen Blick auf mein ande­res Blog »Vir­tu­el­le Irrea­li­tät«, da habe ich das mal in einem Arti­kel erläu­tert.

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