Amazon Prime Reading

Amazon Prime Reading

amazon-LogoIn den USA baut Online­händ­ler Ama­zon sein Ange­bot für Prime-Kun­den mit »Ama­zon Prime Rea­ding« deut­lich aus. Das gan­ze wirkt wie ein Kind­le Unli­mi­ted Light, denn man kann damit über 1000 eBook, Comics, Zeit­schrif­ten und Kind­le Sin­gles ohne wei­te­re Zusatz­kos­ten aus­lei­hen. Dafür benö­tigt man nicht zwin­gend einen Kind­le, das funk­tio­niert auch mit einer App auf Andro­id oder iOS.

Man erhält bei­spiels­wei­se fol­gen­de Zeit­schrif­ten ohne Abon­ne­ment: Natio­nal Geo­gra­phic Tra­ve­ler, Peop­le und Sports Illus­tra­ted. Bei den eBooks nennt Ama­zons Pres­se­mit­tei­lung bei­spiels­wei­se The Hob­bit, Har­ry Pot­ter and the Sorcerer’s Stone, The Man in the High Cast­le, inter­es­sant erscheint hier, dass expli­zit Titel aus dem Phan­tas­tik-Bereich in den Vor­der­grund gestellt wer­den; das Ange­bot beinhal­tet aber auch Non­fic­tion.

Man kann aus dem Ange­bot belie­big vie­le Titel für eine unbe­schränk­te Zeit lei­hen.

Damit macht Ama­zon sei­ne Prime-Mit­glied­schaft wei­ter für Kun­den inter­es­san­ter. Das wun­dert auch nicht, denn offen­bar bestel­len Prime-Kun­den deut­lich mehr als nor­ma­le, der Online­händ­ler betreibt wei­ter­hin agres­si­ve Kun­den­bin­dung. Vor Kur­zem hat­te man erst Twitch Prime ein­ge­führt, mit dem man wer­be­freie Streams oder Ingame-Loot erhält. Prime-Mit­glie­der erhal­ten zudem Rabat­te auf neue Com­pu­ter- und Kon­so­len­spie­le.

Für Ver­la­ge und Autoren mit Titeln in die­sem Pro­gramm dürf­te sich damit ver­mut­lich die Zahl der gele­se­nen Sei­ten und damit die Ein­nah­men erhö­hen.

Bis­her gibt es Ama­zon Prime Rea­ding nur für Kun­den in den USA, es gibt aller­dings kei­nen Grund anzu­neh­men, dass das Pro­gramm nicht auch in Deutsch­land ein­ge­führt wer­den wird. Ob aller­dings hie­si­ge Ver­la­ge mit­spie­len wer­den, bleibt abzu­war­ten. Für mich ist aller­dings bereits das eng­lisch­spra­chi­ge Ange­bot über­aus attrak­tiv.

Ama­zon Logo Copy­right Ama­zon

Google verleiht online Filme – jetzt auch in Deutschland

Wäh­rend die Anbie­ter von Video-On-Demand hier­zu­lan­de noch vor sich hin düm­peln und vor der Online-Aus­lei­he vom Nut­zer erst ein­mal alle Daten bis zur Kon­fes­si­on des Haus­tie­res ver­lan­gen sowie eine Schufa-Aus­kunft ein­ho­len, zeigt Inter­net­gi­gant Goog­le erneut wie das ein­fach gehen kann (und muss):

Ab sofort kann man im Shop Goog­le Play, wo es bereits Bücher und Apps gab, auch Fil­me aus­lei­hen. Bei Prei­sen zwi­schen drei und fünf Euro erhält man die Mög­lich­keit, sich den aus­ge­lie­he­nen Film inner­halb von 30 Tagen ein­mal anse­hen zu kön­nen. Ist die Wie­der­ga­be gestar­tet, hat man 48 Stun­den Zeit, die­se zu been­den.

Die Wie­der­ga­be ist über Andro­id-Gerä­te oder im Web­bro­ser mög­lich. Wo aller­dings ande­re Anbie­ter nur olle Kamel­len feil­bie­ten, hat Goog­le halb­wegs aktu­el­le Strei­fen im Ange­bot, die es zum Teil erst seit Kur­zem auf Sil­ber­schei­be gibt, bei­spiels­wei­se JOHN CARTER, VERBLENDUNG oder UNDERWORLD AWAKENING.

Eine HD-Wie­der­ga­be klappt aller­dings der­zeit lei­der nur auf einem Andro­id-Gerät, nicht im Brow­ser, da gibt´s nur SD. TV-Seri­en feh­len hier­zu­lan­de noch kom­plet, in den USA sind die bereits im Shop. Lei­der lie­gen die Fil­me für die deut­sche Vari­an­te von Goog­le Play aus­schließ­lich in deut­scher Spra­che vor, eine Mög­lich­keit sie mit eng­li­scher Ton­spur zu sehen habe ich lei­der noch nicht gefun­den. Aber wie ich Goog­le ken­ne, wird das Ange­bot zügig aus­ge­baut wer­den.

In ande­ren Län­dern gab es die Online-Aus­lei­he bereits seit eini­ger Zeit, jetzt sind wir hier­zu­lan­de auch in die­ser Sache nicht mehr das Tal der Ahnungs­lo­sen. Goog­le hat­te sich vor der Ein­rich­tung der Platt­form mit diver­sen Hol­ly­wood-Stu­di­os über Zah­lungs­mo­da­li­tä­ten geei­nigt. Es gibt auch ein offi­zi­el­les Wer­be­vi­deo zum Deutsch­land­start der Film­lei­he über Goog­le Play – aber das ist dank GEMA nicht ver­füg­bar. :o)

Ich wer­de das mal aus­pro­bie­ren und dann berich­ten …

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Screen­shots Web­sei­te Copy­right Goog­le

Paramount-Filme bei YouTube und Google Play

Das Film­stu­dio Para­mount hat sich mit Goog­le über den Ver­leih von Fil­men via der Platt­for­men des Inter­net-Gigan­ten geeig­net. Damit kön­nen die Wer­ke des Stu­di­os zukünf­tig über die Platt­for­men Goog­le Play und You­Tube »aus­ge­lie­hen« wer­den. Soll hei­ßen, man kann sie gestreamt gegen einen Obo­lus anse­hen.

Malik Ducard, Mana­ger bei You­Tube, gab die Eini­gung in sei­nem Blog bekannt. Teil der Ver­ein­ba­rung sind auch Block­bus­ter wie TRANSFORMERS oder der mehr­fa­che Oscar-Gewin­ner HUGO von Regis­seur Mar­tin Scor­se­se.

Damit konn­ten man sich mit fünf der sechs gro­ßen Hol­ly­wood-Stu­di­os eini­gen, nur die 20th Cen­tu­ry Fox ist noch nicht an Bord, dazu kom­men laut Ducards Aus­sa­ge zehn inde­pen­dent-Stu­di­os, der­zeit sol­len nach sei­nen Wor­ten damit ca. 9000 Fil­me ent­leih­bar sein.

Details über den Deal wur­den selbst­ver­ständ­lich nicht bekannt gege­ben …

Natür­lich wird auch die­ses Ange­bot wie­der ein­mal nur Nut­zern aus den USA und Kana­da zur Ver­fü­gung ste­hen. Alles redet von Glo­ba­li­sie­rung, nur im Unter­hal­tungs­sek­tor wol­len sie die offen­bar nicht und lie­ber die Nut­zer welt­weit aus­schlie­ßen – bzw. die­se noch­mal spe­zi­ell absei­hen.

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Amazon ermöglicht das Verleihen von eBooks

Einer der schwer­wie­gends­ten Nach­tei­le von eBooks ist die Tat­sa­che, dass man in den meis­ten Fäl­len ein DRM-ver­seuch­tes Pro­dukt erhält, damit nur eine Lese­li­zenz an dem Werk erwirbt und es nicht in der Form »besitzt« wie ein phy­si­ka­li­sches Buch. Das kann ich an Freun­de und Ver­wand­te ver­lei­hen, bei einem DRM-geschütz­ten eBook funk­tio­niert das nicht, da das Rech­tema­nage­ment die Nut­zung auf bestimm­te Gerä­te beschränkt.

Ama­zon beschrei­tet auch in die­sem Fall Neu­land, denn der Online­ver­sen­der ermög­licht es sei­nen Kun­den jetzt, ihre eBooks an Freun­de und Ver­wand­te zu ver­lei­hen. Man gibt das Buch für 14 Tage frei und hat in die­sem Zeit­raum dann selbst kei­nen Zugriff dar­auf. Selbst­ver­ständ­lich kann man die »Ver­leih­frei­ga­be« auch ver­län­gern. Der Aus­lei­hen­de benö­tigt kei­nen Kind­le, um das eBook zu lesen, dies ist auch über Soft­ware auf ver­schie­de­nen Platt­for­men mög­lich.

Der­zeit funk­tio­niert das aller­dings nur inner­halb der USA sicher, bei der Aus­lei­he in ande­re Län­der kann es zu Pro­ble­men kom­men, wahr­schein­lich auf­grund von Lizen­sie­rungs­schwie­rig­kei­ten.

Den­noch ein Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung und wie­der ein­mal zeigt Ama­zon den ande­ren, wo es lang­geht.

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