Valve tönt bereits seit Längerem darüber, dass man eine »eigene« Spielekonsole entwickeln will, mit der man dann die Spiele des hauseigenen Service Steam nutzen kann. Dafür wird allerdings kein eigenes System entwickelt, es handelt sich im Prinzip über einen PC der mit einem Gamepad gesteuert werden kann. Warum man dafür eine eigene Konsole benötigt, oder warum das überhaupt »Konsole« heißt, obwohl es sich doch eigentlich auch nur um einen schnöden PC handelt, habe ich bisher noch nicht verstanden.
Die US-Firma Isys Technologies stellt nun die Xi3 Piston vor. Genaueres über das Innenleben ist noch nicht bekannt, nur dass eine mit 3.2 GHz getaktete AMD-APU in dem Gerät tickt und in Sachen Bild von einer ATI HD 7000 unterstützt wird. Dazu kommen 8GB Ram und eine SSD. Welches Betriebssystem auf der Kiste läuft ist unklar, ebenso um welchen AMD-Prozessor es sich genau handelt.
Wer bis zum 17. März bestellt, der bekommt das Gerät, das ca. ab Thanksgiving erhältlich sein soll, für 899 Dollar, danach werden 999 Dollar fällig.
Mir fällt dazu eigentlich nur eins ein: WTF? Warum sollte ich tausend Dollar für einen PC ausgeben, den ich mit gleichem oder besserem technischen Innenleben anderswo deutlich preiswerter bekomme? Wirkliche Alleinstellungsmerkmale die einen Kauf rechtfertigen würden sehe ich bei dem Ding wahrlich nicht.
Wenn man Spiele über Valves Onlineplattform Steam kauft, dann bezahlt man dafür Geld – in manchen Fällen sogar mehr als beispielsweise beim Händler oder bei Amazon. Die gekauften Spiele sind dann an das Steam-Konto gebunden. Bis hierhin eigentlich kein Problem, sollte man meinen; allerdings macht sich Valve gerade damit unbeliebt, dass sie die Geschäftsbedingungen geändert haben und man als Kunde diesen zustimmen muss. Tut man das nicht, hat man keinen Zugriff mehr auf sein Konto und kann die teuer gekauften Games nicht mehr nutzen.
Diese Geschäftspraxis ist rechtswidrig. Das wäre in etwa so, als wenn ich im Laden ein Brettspiel kaufe und ich das Spiel nur im Geschäft unter Beobachtung des Verkäufers spielen darf. Ändert der Verkäufer seine AGB, bleibt mir keine Wahl: Entweder ich stimme den Änderungen zu oder ich kann das Spiel nicht mehr nutzen, es verbleibt im Laden, und den bereits gezahlten Kaufpreis erhalte ich auch nicht zurück.
Auch wenn der Vergleich hinkt: die Intention ist die richtige. Dieses Problem dürfte sich allerdings nicht auf Steam beschränken, ich gehe davon aus, dass bei anderen Anbietern genau dasselbe geschehen würde, wenn man geänderte Nutzungsbedingungen ablehnt, von daher hat die Abmahnung oder eine eventuelle spätere Klage Symbolwirkung für die Branche.
Gibt Valve bis zum 26. September keine Unterlassungserklärung ab und ändert seine Geschäftspraktiken in dieser Sache nicht, dann wird geklagt. Und das kann dann dauern …
Seitens Valve gibt es keine Kommentare. Natürlich nicht.
Ich weiß ja nicht, was die in den Chefetagen von Ubisoft so rauchen, aber was Gutes kann es nicht sein. Aus diversen Fällen, über die ich auch hier berichtet habe ist bekannt, dass man bei dem Publisher immer wieder mal Kopierschutzsysteme in Spiele einbaut, die den Nutzer zwingen, ständig eine Onlinverbindung zu haben, da die jeweiligen Produkte sonst nicht funktionieren. Das gilt auch für Offlinespiele oder Spiele mit Offline-Modus neben einem Online-Teil.
Bei Steam steht man auf derlei Nutzergängelung nicht und untersagt deswegen in den Nutzungsbedingungen für Publisher solche harte DRM-Maßnahmen sehr eindeutig. Bei Ubisoft hatte man deswegen ausgesagt, dass ihr Spiel FROM DUST auf Steam nicht über eine solche DRM-Maßnahme verfügen würde. Das war eine offensichtliche Falschaussage, denn wie sich herausstellte, war diese dann doch im Spiel versteckt vorhanden, was ein direkter Verstoß gegen die Steam-TOS war.
Bei Steam fackelte man nicht lange, als man das heraus fand und schmiss nicht nur das Spiel aus dem Store, sondern bot den Käufern auch sofort eine Rückgabe an, bei denen sie den Kaufpreis zurück erhielten. Es ist sicher davon auszugehen, dass Steam sich die entstandenen Kosten bei Ubisoft zurück holen wird, immerhin verstießen die vorsätzlich gegen die Nutzungsbedingungen.
Auch außerhalb von Steam brachte der Kopierschutz Ubisoft derart viel Ärger ein, dass sie jetzt zu Kreuze kriechen und angekündigt haben, innerhalb von zwei Wochen einen Patch zu veröffentlichen, der die völlig untaugliche DRM-Maßnahme entfernen wird. Das Ganze soll deswegen zwei Wochen dauern, weil man sicherstellen will, dass die Spieler ihre Spielstände weiter verwenden können.
Demnächst erscheint DRIVER SAN FRANCISCO für den PC, hier hat Ubisoft angekündigt, den Kopierschutz nicht in der bisher geplanten Form einzusetzen. Das muss allerdings nichts bedeuten, denn das hatten sie bei FROM DUST ebenfalls angekündigt und ihn dann doch heimlich eingeschmuggelt.
Nach wie vor stehe ich auf dem Standpunkt, dass ich von Ubisoft so lange keinerlei Produkte kaufen werde, bis sie damit aufhören, ehrliche Kunden zu verarschen.
Und Hut ab vor Steam, die zwar auch immer wieder kritisiert werden, aber immer wieder eindeutig zeigen, dass sie auf Seiten ihrer Kunden stehen; zuletzt hatten sie Electronic Arts wegen ähnlicher DRM-Sperenzchen rausgeschmissen. Steam sind im Vergleich mit den anderen Gierlappen der Branche eindeutig die Guten.
Der Launcher – mehr habe ich vom Spiel nicht zu sehen bekommen
Steam hatte groß angekündigt, dass sie jetzt auch free-to-play-Spiele verteilen. Eigentlich eine feine Sache und nachdem ich mal einen Blick auf das – derzeit noch sehr spärliche – Angebot geworfen hatte, fiel mir das Asia-MMO FORSAKEN WORLD auf, das dann auch auf Metacritic Bewertungen bekommen hatte, die ganz okay waren.
Kostet nichts, zwischen dem Ausprobieren und mir stand nur der Download von ein paar Gigabyte, der nach 45 Minuten beendet sein sollte.
Ging auch rasend schnell, gegen die Steam-Server kann man wirklich nichts sagen. Aber dann…
Der Launcher zog noch ein paar Dateien nach und bot mir den einen leuchtenden Start-Knopf. Nach Betätigen desselben tat sich – nichts. Bei mehrmaligen weiteren Versuchen tat sich – nichts. Ein Blick in den Taskmanager zeigte mir die Leichen-Prozesse von FORSAKEN WORLD, die ich einzeln abschoß, das Spiel war aber nicht zum Sterten zu bewegen. Irgendwelche wie auch immer gerateten Fehlermeldungen wurden mir gar nicht nicht erst angeboten.
Also zur Suchmaschine der eigenen Wahl gegriffen und schnell festgestellt, dass das Problem bekannt ist und seit Monaten auftritt, ohne dass sich die europäische Dependance des chinesischen Betreibers Perfect World Entertainment dessen wirklich angenommen hätte (die Chinesen haben gerade Cryptic gekauft, wahrscheinlich weil deren mieser Support so gut zu ihrem passt… ;o) ). Das Problem tritt durch alle Windows-Geschmäcker auf, am häufigsten aber wohl unter Windows XP. Immer wieder wurde als einzige funktionierende Lösung angegeben, jegliche Antimalware-Software (Antiviren, Antispyware und Personal Firewalls) zu deinstallieren (deaktivieren reichte nicht), dann könne man das Spiel starten.
Valves Spieleplattform Steam bietet bis zum Anfang des neuen Jahres (genauer: bis zum 2. Januar) jeden Tag Spieleschnäppchen zu zum Teil dramatisch verringerten Preisen an. Beispielsweise gab es schon PORTAL für zwei Euro fünfzig, LARA CROFT AND THE GUARDIAN OF LIGHT (um Längen besser als gedacht) für EUR 5,00 und das Hightech-Jump&Run MIRROR’S EDGE ebenfalls für EUR 2,50.
Auch heute bietet Steam wieder zwei besondere Leckerbissen feil. Zum einen den preisgekrönten futuristischen Egoshooter CRYSIS aus deutschen Landen und zum anderen den optisch eindrucksvolle und spielerisch überzeugenden Rallye-Racer COLIN MCRAE DIRT 2.
CRYSIS geht für EUR 3,74 über den virtuellen Ladentisch, für DIRT 2 muss man gerade mal 4,99 Euro berappen. Gerade bei letzterem gibt es damit kaum noch eine Ausrede, nicht mal durch Ait Ben Haddou zu brettern…
Bei allen Spielen handelt es sich selbstverständlich um Download-Versionen, deswegen sollte man angesichts der Gigabyte-schweren Dateien nur mit einer halbwegs schnellen Leitung über den Kauf nachdenken…
Promo-Szenenfotos Copyright Codemasters (DIRT 2) und Crytek (CRYSIS)
Aufgrund angenommener Probleme mit dem bundesdeutschen Jugendschutz und damit einer Freigabe, hatte man sich beim Publisher Sega entschieden, das Spiel ALIENS VS. PREDATOR in Deutschland nicht auf den Markt zu bringen (wir berichteten). Unverständlicherweise, wie ich finde, denn es wäre für Erwachsene auch dann noch käuflich zu erwerben gewesen, wenn es auf den Index gekommen wäre, denn Indizierung bedeutet nicht Verkaufsverbot – wie viele fälschlich annehmen – sondern »nur« Werbeverbot. Möglicherweise hatte man aber bei Sega Angst vor schlechter Publicity aufgrund der »Killerspiele«-Hexenjagd mancher Politiker (die nach der Wahl glücklicherweise und nicht ganz unerwartet eingeschlafen zu sein scheint).
Selbstverständlich kann man sich das Spiel im Ausland bestellen und dort gibt es auch bereits eine Demoversion zum Herunterladen. Aktiviert werden müssen sowohl die Demo (siehe den Link links für Tricks, wie das funktioniert) wie auch eine zukünftige Vollversion allerdings über Steam und da stellte sich die Frage, ob man ein im Ausland erwobenes Exemplar des Spiels beim deutschen Steam-Ableger überhaupt aktivieren kann. Bislang wurde das von Sega-Support-Mitarbeitern verneint, das Produktmanagement allerdings behauptet nun laut Aussage der Zeitschrift Gamestar, dass eine Aktivierung doch möglich sein soll. Wer sicher gehen will, dem wird wohl nur übrig bleiben, bis nach der Veröffentlichung zu warten, dann weiß man mehr. AVP erscheint in Europa am 19. Februar.
Wer nicht im Ausland kaufen möchte, bekommt das Spiel gegen Vorlage eines Altersnachweises (aufgrund fehlender Alterseinstufung) allerdings auch bei Amazon.de. Fragt sich, wie lange… Andererseits sollte man davon ausgehen, dass das Spiel auch aktiviert werden kann, wenn Amazon es offiziell in Deutschland anbietet, sonst hätte der Onlineversender wohl ein Problem.
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