ZOMBIELAND 2 hat Autoren

ZOMBIELAND 2 hat Autoren

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Die schon län­ger geplan­te Fort­set­zung der Unto­ten-Komö­die ZOMBIELAND scheint in Fahrt zu kom­men. Die Dreh­buch­au­toren Paul Wer­nick und Rhett Ree­se (DEADPOOL) erzähl­ten Kevin Smith in der Sen­dung GEEKING OUT, dass sie der­zeit am Script arbei­ten und sich mit Woo­dy Har­rel­son zusam­men­set­zen wer­den, um ihm die Ide­en zu prä­sen­tie­ren.

Bereits auf dem letzt­jäh­ri­gen Cine­ma­Con in Las Vegas hat­te Sony ein Logo für den zwei­ten Tei­lo prä­sen­tiert, völ­lig über­ra­schend kommt das Ganz also nicht.

Har­rel­son, Emma Stone, Jes­se Eisen­berg und Abi­ga­il Bres­lin wer­den wohl wie­der dabei sein, bei ande­ren Stars des ers­ten Teils ist das auf­grund deren vol­ler Ter­min­ka­len­der offen­bar unsi­cher.

Der ers­te ZOMBIELAND liegt bereits eini­ge Jah­re zurück, der kam 2009 in die Kinos.

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Film und Fernsehen in der Langeweile: Gründe

Film und Fernsehen in der Langeweile: Gründe

Dominik Graf

Und viel­leicht war die­se Aus­beu­te sogar immer schon das maxi­mal Mög­li­che in einer Kino­in­dus­trie, die nach Ober­hau­sen nie mehr eine funk­tio­nie­ren­de Indus­trie war und die sich mit jeder Genera­ti­on mehr ver­strick­te in ger­ma­ni­sche Recht­ha­be­rei, klein­bür­ger­li­che Geschmacks­ver­ir­rung, in Fron­ten­bil­dung und eifer­süch­ti­gen Par­ti­ku­la­ris­mus? Domi­nik Graf

In der FAZ lässt sich Domi­nik Graf recht aus­führ­lich dar­über aus (und man soll­te das drin­gend mal lesen), war­um die weit­aus meis­ten deut­schen Fil­me und Fern­seh­pro­duk­tio­nen so sehr in Mit­tel­mä­ßig­keit ver­sin­ken, oder ein­fach nur grot­ten­schlecht sind. Hier arbei­tet unter ande­rem das Prin­zip »vie­le Köche ver­der­ben den Brei«, wenn noch der letz­te kon­ser­va­ti­ve Voll­honk an den Dreh­bü­chern und Pro­duk­tio­nen her­um­krit­teln darf. Wenn Stof­fe nicht oder nicht in der ursprüng­li­chen Form genom­men wer­den, weil man Angst vor der Mei­nung des ande­ren Redak­teurs, des Sen­de­lei­ters, des Pro­gramm­di­rek­tors oder gar Inten­dan­ten hat. Wenn Dreh­buch­au­toren schon inner­lich gekün­digt haben und in vor­aus­ei­len­dem Gehor­sam die nächs­te strunz­lang­wei­li­ge TAT­ORT-Fol­ge schrei­ben, weil sie wis­sen, dass ori­gi­nel­le oder krea­ti­ve Her­an­ge­hens­wei­sen ent­we­der gleich abge­lehnt, oder in den Redak­ti­ons­run­den so sehr zer­re­det wer­den, bis nichts mehr davon übrig bleibt. Oder eben nur der­sel­be Schmonz wie immer. Wie man es bei­spiels­wei­se bei MORGEN HÖR ICH AUF sehen konn­te, die kei­nes­wegs das deut­sche BREAKING BAD war, wie ange­kün­digt, und die jeg­li­che Inno­va­ti­ons­an­sät­ze nach der ers­ten Fol­ge sofort wie­der über Bord warf. Und am Ende sogar die Zuschau­er ver­arsch­te, weil man sie mit einem Cliff­han­ger völ­lig in der Luft … hän­gen ließ, ohne zu wis­sen, ob eine zwei­te Staf­fel je pro­du­ziert wer­den wird.

Man kann nur hof­fen, dass Schweig­hö­fer, War­ner und Ama­zon mit ihrer Pro­duk­ti­on WANTED oder eine zu erwar­ten­de deut­sche Net­flix-Pro­duk­ti­on dem inzes­tuö­sen Hau­fen mal zei­gen, wo der Bart­hel den Most  holt und dass aus dem Schock dar­aus end­lich ein Umden­ken statt­fin­det. Ich befürch­te aber, dass es schwie­ri­ger sein dürf­te, die ver­filz­ten und ver­ba­cke­nen Struk­tu­ren auf­zu­bre­chen.

Bild: Domi­nik Graf, von JCS, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA

WALKING DEAD – die zweite Staffel

Es gibt Neu­ig­kei­ten zur zwei­ten Staf­fel des TV-Zom­bie-Dra­mas THE WALKING DEAD. Nach dem über­ra­gen­den Erfolg der ers­ten Staf­fel gab es Beden­ken, weil Frank Dar­abont alle Autoren ent­las­sen hat­te und es so aus­sah, als soll­ten kei­ne neu­en ange­heu­ert wer­den und die Skripts nur von Exter­nen kom­men. Doch wie schon abzu­se­hen war, ver­hält es sich anders.

Dead­line Hol­ly­wood mel­det, dass Glen Maz­za­ra als aus­füh­ren­der Pro­du­zent ver­ant­wort­lich für die Dreh­bü­cher ange­heu­ert wur­de. Er soll direkt nach Dar­abont die zwei­te Gei­ge bei der Show spie­len. Maz­za­ra war einer der Free­lan­cer, die für die ers­te Sea­son gear­bei­tet hat­ten, er hat Erfah­rung als Showrun­ner bei HAWTHORNE oder CRASH und als aus­füh­ren­der Pro­du­zent bei THE SHIELD. Es heißt wei­ter, dass unge­fähr fünf wei­te­re Autoren an Bord kom­men sol­len, die die Sto­ries für die zwei­te Staf­fel ver­fas­sen wer­den.

Die zwei­te Staf­fel von THE WALKING DEAD soll nicht nur über sechs Epi­so­den gehen, son­dern 13 Fol­gen umfas­sen.

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THE WALKING DEAD: Autoren rausgeschmissen [Update]

Trotz der all­ge­mein posi­ti­ven Reso­nanz scheint etwas schief zu lau­fen, bei den wan­deln­den Toten. Der aus­füh­ren­de Pro­du­zent Frank Dar­abont hat sei­nen gesam­ten Stab an Dreh­buch­au­toren raus­ge­schmis­sen. Laut Dead­line sind alle Per­so­nen, die an den bis­he­ri­gen sechs Epi­so­den in Sachen Skrip­ten betei­ligt waren, nicht mehr Teil der Show sind, dazu gehört auch der ande­re aus­füh­ren­de Pro­du­zent Charles Eglee.

Dar­abont möch­te offen­bar die Dreh­bü­cher der zwei­ten Staf­fel von THE WALKING DEAD aus­schließ­lich von Free­lan­cern ver­fas­sen las­sen. Bis­her war der Stil der Arbeit an den Sto­ries der Epi­so­den eigent­lich eben­falls »free­lan­ce«, denn die Dreh­bü­cher wer­den geschrie­ben und dann von Frank Dar­abont über­ar­bei­tet und an sei­ne Wün­sche ange­passt. Aller­dings arbei­te­ten bis­her fest­an­ge­stell­te Autoren an den Skrip­ten, ab Staf­fel zwei soll das nicht mehr der Fall sein.

Eine offi­zi­el­le Begrün­dung für die­sen doch recht dras­ti­schen Schritt gibt es bis­lang nicht, es erscheint dem Beob­ach­ter aller­dings selt­sam, dass es sol­che grund­le­gen­den Ände­run­gen bei einer Serie gibt, die über­aus erfolg­reich ist und Ein­schalt­quo­ten erreicht, von denen ande­re nur träu­men kön­nen…

[Update] Ganz so dra­ma­tisch ist das Gan­ze offen­bar doch nicht. Von den sechs Epi­so­den der ers­ten Staf­fel wur­den zwei von Dar­abont selbst, zwei ohne­hin von Free­lan­cern (bei­spiels­wei­se dem Erfin­der des Comics Kirk­man) und nur zwei vom fes­ten Autoren­stab der Serie geschrie­ben. Es bleibt eine selt­sa­me Akti­on, aber so schwer­wie­gend wie zuerst gedacht ist das wohl nicht zu bewer­ten.

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