Entlassungen

Disney schmeißt große Teile des Marvel-Kreativteams raus

Bei Dis­ney gibt es gera­de mas­si­ve Ent­las­sun­gen, um »ihre Ope­ra­tio­nen zu stream­li­nen«, wie es im CEO-Sprech heißt. Das betrifft über tau­send Mit­ar­bei­ten­de aus allen Spar­ten. Beson­ders hart trifft es dabei laut For­bes Mar­vel.

Die ver­lie­ren Ange­stell­te in New York und Bur­bank, dar­un­ter bei­na­he alle Abtei­lun­gen der Fir­ma, inklu­si­ve Film- und Fern­seh­pro­duk­tio­nen, Comics, Fran­chise und Adm­i­nit­stra­ti­on. Das betrifft auch bei­na­he das gesam­te Visu­al Develtpment-Team bei Mar­vel Stu­di­os, die Dis­ney eini­ge Aus­zeich­nun­gen ein­ge­bracht hat­ten und die für den iko­ni­schen Look und Cha­rak­ter- sowie Set­de­sign bei Mar­vels Film- und Fern­seh­pro­duk­tio­nen ver­ant­wort­lich waren, man­che davon seit über einem Jahr­zehnt.

Bei­na­he das gesam­te Team flog raus, es bleibt nur eine Basis­crew aus Voll­zeit­kräf­ten übrig, die ab sofort »Res­sour­cen auf per Pro­jekt-Basis« anwer­ben und koor­di­nie­ren sol­len. Dabei sol­len gro­ße Tei­le der Künstler°Innen aus einem Voll­zeit­ver­hält­nis in einen Free­lan­cer-Sta­tus über­wech­seln und nur noch für Pro­jek­te  ange­heu­ert und bezahlt wer­den. Lei­der ein Vor­ge­hen, das man inzwi­schen aus Hol­ly­wood und der Spie­le­bran­che kennt. Die Gold­grä­ber­zeit sowohl im Kino als auch im Strea­ming ist offen­sicht­lich vor­bei und auf die­se Wei­se kann man Künstler°Innen natür­lich viel bes­ser unter tur­bo­ka­pi­ta­lis­ti­schen Druck set­zen, für weni­ger Geld zu arbei­ten.

Angeb­lich soll KI dabei kei­ne Rol­le gespielt haben, ein­zig der Wunsch der Dis­ney-Chef­eta­ge, Geld ein­zu­spa­ren.

Wir wer­den abwar­ten müs­sen, was das für das MCU und kom­men­de Seri­en und Fil­me bedeu­ten wird – von denen tat­säch­lich noch eini­ge in der Pipe­line sind. Man darf aber nicht davon aus­ge­hen, dass die Ent­las­sun­gen die Qua­li­tät und Fre­quenz der Pro­duk­tio­nen erhö­hen wird. Es wird dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es sich bei den ins­ge­samt 1000 Ent­las­se­nen nur um ca. 1% der Men­ge an welt­weit beim Kon­zern Ange­stell­ten han­delt, des­we­gen ist die Kon­zen­tra­ti­on auf Mar­vel aber umso auf­fäl­li­ger.

Inter­es­san­ter­wei­se gab es kei­ne Mel­dun­gen in die­sem Zusam­men­hang zu STAR WARS, es gibt des­we­gen Stim­men, die ver­mu­ten, dass man sich viel­leicht nach den eher mäßi­gen Mar­vel-Erfol­gen der letz­ten Jah­re mehr auf das ande­re Fran­chise kon­zen­trie­ren möch­te, aber das sind mög­li­cher­wei­se Spe­ku­la­tio­nen. War­ten wir mal ab, was pas­siert, nach­dem THE MANDALORIAN AND GROGU im Kino lief.

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Blizzard schmeißt 600 Mitarbeiter raus – Gedanken zu CATACLYSM

Laut einer Pres­se­mit­tei­lung trennt sich der Spie­le­ent­wick­ler Bliz­zard (WORLD OF WARCRAFT, DIABLO 3) von 600 Mit­ar­bei­tern. Man sei nach einer »Über­prü­fung des Geschäfts­be­triebs« zu der Gewiss­heit gelangt, dass es Ein­spar­po­ten­ti­al gebe. Nicht davon betrof­fen sind laut Bliz­zards Anga­ben die eigent­li­chen Spie­le­ent­wick­ler, son­dern Ange­stell­te aus den Berei­chen Ver­wal­tung, Mar­ke­tings und Kun­den­dienst. Die Spie­ler sol­len sich kei­ne Sor­gen machen.

Kei­ne Sor­gen machen bei Ein­spa­run­gen in Sachen Kun­den­dienst? Die haben viel­leicht ein son­ni­ges Gemüt …

Trotz der mas­si­ven Ein­bu­ßen der letz­ten Mona­te bei den Spie­ler­zah­len von WORLD OF WARCRAFT trifft es des­sen Ent­wick­ler nicht (war­um man das extra noch­mal beto­nen muss, obwohl es doch ohne­hin hieß, die Deve­lo­per sei­en nicht betrof­fen ent­zieht sich mei­nem Ver­ständ­nis). Eben­falls wird betont, dass weder aktu­el­le noch zukünf­ti­ge Titel wie STARCRAFT, DIABLO 3 oder die WOW-Erwei­te­rung MISTS OF PANDARIA durch die Kün­di­gun­gen nega­tiv beein­flusst wer­den sol­len. Ob von den Ent­las­sun­gen auch die euro­päi­sche Depen­dance in Paris betrof­fen sein wird, ist der­zeit unbe­kannt.

Frag­los dürf­te es aller­dings so sein, dass die soge­nann­te Erwei­te­rung CATALCYSM auf­grund ihrer unaus­ge­go­re­nen Inhal­te die Spie­ler nicht zufrie­den stel­len konn­te und sich die­se deut­lich schnel­ler als sonst wie­der ande­ren Spie­len zuwand­ten.

Dass es Pro­ble­me mit CATACLYSM gab, gibt auch Quest-Chef­ent­wick­ler Dave Kosak im offi­zi­el­len Blog zu (Über­set­zung von mir):

EVE ONLINE: CCP trennt sich von 100 Mitarbeitern

Der Spie­ler­schwund, der nach diver­sen unver­ständ­li­chen und schwer nach­voll­zieh­ba­ren Ent­schei­dun­gen sei­tens des EVE ONLINE-Ent­wick­lers ein­ge­setzt hat, könn­te umfang­rei­cher sein als ange­nom­men, denn Ent­wick­ler CCP trennt sich von ca. 20 Pro­zent sei­ner Mit­ar­bei­ter. Laut Deve­lop wer­den die weit­aus meis­ten Stel­len der welt­weit ins­ge­samt 600 im ame­ri­ka­ni­schen Atlan­ta ein­ge­spart, es sind jedoch auch ein paar Mit­ar­bei­ter in Reykja­vik betrof­fen.

Davon betrof­fen ist ins­be­son­de­re auch CCPs MMO-Umset­zung der WORLD OF DARKNESS, die in Atlan­ta ent­wi­ckelt wird. Man darf davon aus­ge­hen, dass die­ses Pro­jekt deut­lich zurück gefah­ren wird. CCP will sich nach eige­nen Anga­ben stär­ker auf EVE und den PS3-Shoo­ter DUST 514 kon­zen­trie­ren (wobei auch die Ent­schei­dung des Ent­wick­lers, die­sen mit EVE the­ma­tisch und spie­le­risch ver­ban­del­ten Titel nur für die Play­sta­ti­on 3 anzu­bie­ten, für viel Kri­tik sorg­te).

CCP berich­te­te zuvor über deut­lich gesun­ke­ne Spie­ler­zah­len beim Flagg­schiff EVE ONLINE und hat­te sich in den ver­gan­ge­nen Wochen mehr­fach unge­wohnt deut­lich bei den Spie­lern für unpo­pu­lä­re Ent­schei­dun­gen und Ände­run­gen in EVE ent­schul­digt. Man kann nur anneh­men, dass man neben den offen­sicht­lich began­ge­nen Feh­lern zudem auch noch zu zuver­sicht­lich in die Zukunft geblickt hat und die Fir­ma des­we­gen zu schnell gewach­sen ist. CCP Games kauf­te im Jahr 2006 den US-Publisher White Wolf (WORLD OF DARKNESS) und mach­te ihn, obwohl eigent­lich von einer »Fusi­on« die Rede war, zu einer unab­hän­gi­gen Toch­ter­fir­ma.

[cc]

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