Auch die WGA klagt gegen die Paramount-Warner-Fusion
Gestern berichtete ich hier über die Klage von zwölf US-Bundesstaaten gegen die Fusion von Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery. Nun hat die US-Autorengewerkschaft WGA ebenfalls Klage eingereicht.
Writers Guild of America East und West gingen am 14. Juli 2026 gemeinsam vor Gericht. Sie sehen in der Fusion einen Verstoß gegen das US-Kartellrecht und machen konkrete Schäden für die eigene Berufsgruppe geltend: Der fusionierte Konzern wäre der mit Abstand größte Arbeitgeber für Autor°Innen und wäre motiviert, hätte die Mittel und vor allem dann auch die Marktmacht, Honorare zu drücken und weniger zu produzieren, entgegen aller Produktionszusagen. Weniger Aufträge, schlechtere Bezahlung, und Studios, die eher auf risikoarme Projekte setzen als auf originelle Stoffe. Paramount behauptet natürlich das Gegenteil, man wolle den Autor°Innen mehr Möglichkeiten geben, nicht weniger. In meinen Augen wenig glaubwürdig, denn die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, wie diese Spielchen in Hollywood gespielt werden; wir erinnern uns an die monatelangen Streiks in Tinseltown.
Mit der zweiten Klage binnen weniger Tage wächst der Druck auf den Deal. Spannend wird zu sehen, ob sich den Bundesstaaten und der WGA noch weitere Akteure anschließen werden.
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