Bandai bringt das Tamagotchi zurück

Bandai bringt das Tamagotchi zurück

Man­ch ei­ner wird sich er­in­nern kön­nen: Ende der 1990er gab es ei­nen Hype um ein Ta­schen­vie­ch aus Ja­pan na­mens Tama­got­chi, das dau­ernd Auf­merk­sam­keit woll­te und sei­nen Be­sit­zer des­we­gen stän­dig voll­piep­te.

Und weil nichts tot ist, was ewig liegt, will Ban­dai das Vieh neu auf­le­gen. Jetzt könn­te man an­neh­men, dass die Tech­nik seit­dem er­heb­li­ch fort­ge­schrit­ten ist und man heut­zu­ta­ge ein e-Nerv­tier mit tol­len Su­per­fä­hig­kei­ten im auf-den-Wecker-Ge­hen be­kommt, das sich auch noch ans Smart­pho­ne, den Com­pu­ter, die Arm­band­uhr und das Smart-TV kop­pelt, um ei­nem dau­er­haft auf die Tama­gos zu ge­hen.

Aber weit ge­fehlt, denn tat­säch­li­ch bie­tet die neue Fas­sung ein Re­tro-Fee­ling und setzt auf nost­al­gi­sche Ge­füh­le, denn es han­delt sich ein­fach um eine klei­ne­re Ver­si­on des Tama­got­chis aus den 90ern.

Bei Ama­zon Ja­pan wird es be­reits an­ge­bo­ten, der Preis be­trägt 1900 Yen, das sind der­zeit ca. 17 Euro.

Pro­mo­gra­fik Tama­got­chi Co­py­right Ban­dai

Na endlich: Tamagotchi für iOS und Android

Man­ch ei­ner wird sich noch er­in­nern kön­nen: Ende der Neun­zi­ger wa­ren die gel­ben Pla­stik­ei­er mit Elek­tro­nik-In­nen­le­ben in al­ler … Hän­de: Tama­got­chis. Die klei­nen Mist­din­ger nerv­ten als eine Art vir­tu­el­les Haus­tier den Be­sit­zer stän­dig da­mit, dass man sie füt­tern soll­te, ihre Pi­xel-Aus­schei­dun­gen ent­fer­nen und sie im Krank­heits­fall ver­hät­scheln mus­s­te. Wo heut­zu­ta­ge stän­dig aufs Smart­pho­ne ge­starrt wird, starr­ten nicht We­ni­ge da­mals auf die piep­sen­den Pla­stik­ei­er der Fir­ma Ban­dai (und zahl­lo­ser Epi­go­nen). Da man mein­te, mir als Tech-Geek eins schen­ken zu müs­sen, ge­hör­te ich eben­falls kurz zu den stol­zen Be­sit­zern, al­ler­dings ver­schied mein Mi­ni­mon­strum auf­grund man­geln­den In­ter­es­ses und Nerv-Fak­tor recht schnell an … al­lem.

Jetzt könn­te das in­län­di­sche But­to­so­zi­al­pro­dukt er­neut ge­fähr­det sein und die al­len­hal­ben her­ums­tak­sen­den Smart­pho­ne-Zom­bies ani­miert wer­den, noch dau­er­haf­ter auf die Bild­schir­me ih­rer Ge­rä­te zu star­ren: Ban­dai hat an­ge­kün­digt, Tama­got­chi-Ver­sio­nen als Apps für iOS (also iPho­ne, iPod, iPad) und An­dro­id auf den Markt zu brin­gen.

Das Gan­ze wird den Ti­tel TAMA­GOT­CHI L.I.F.E. tra­gen und ist na­tür­li­ch ge­gen­über dem Ori­gi­nal deut­li­ch auf­ge­peppt und mit zu­sätz­li­chen Mi­ni­ga­mes an­ge­rei­chert wor­den. Für Nost­al­gi­ker oder Pu­ri­sten exi­stiert al­ler­dings auch ein »clas­sic mode«, der den da­ma­li­gen Schlüs­sel­an­hän­ger emu­liert. Glück­li­cher­wei­se gibt es dies­mal eine Spei­cher­mög­lich­keit, so dass das klei­ne Bie­st nicht stän­dig im Hin­ter­grund lau­fen und ei­nen ner­ven muss. Ei­nen ge­nau­en Er­schei­nungs­ter­min nann­te Ban­dai nicht, nur, dass TAMA­GOT­CHI L.I.F.E. »bald« er­schei­nen wird.

End­li­ch mal wie­der eine sinn­vol­le An­wen­dung für´s Smart­pho­ne … ;o)

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