Das Massive Multiplayer Online Spiel AGE OF CONAN aus dem Hause Funcom war angetreten, um Blizzards Branchenprimus WORLD OF WARCRAFT das Fürchten zu lehren. Die Ansätze waren auch interessant: Keine Cartoongrafik sondern realistische Darstellungen, der Hintergrund aus Robert E. Howard CONAN-Universum entlehnt, technische und spielerische Verbesserungen zu WOW wie zum Beispiel elaboriertes Gildenmanagement und schließlich eine erwachsene Zielgruppe durch brutale Spielinhalte (und entsprechende Altersfreigabe).
Hätte klappen können, doch offenbar funktioniert das ganze Konzept nicht und AoC ist kein muskelbepackter Barbar sondern ein schwindsüchtiger Pygmäe. Man kommt nicht auf Spielerzahlen und von den wenigen, die sich angemeldet haben, wandern viele frustriert wieder ab (zum Beispiel zurück zu WOW). Das führt inzwischen dazu, dass es zu viele Server gibt und die Betreiber deswegen welche davon abschalten wollen. Die sich darauf befindenden Spieler werden auf andere migriert, wobei Gilden gemeinschaftlich wecheln können.
Für die Nichtspieler: Zu wenige Teilnehmer auf einem Server führen zu gähnender Leere in der Spielwelt, was gerade bei einem Online-Spiel nicht sinnvoll ist, insbesondere dann, wenn es sich um kooperative Inhalte handelt, die man nur zusammen mit Mitstreitern bewältigen kann (ein zentraler Punkt eines Multiplayer-Games). Dumm auch, wenn man sich im PvP (Player versus Player) mit Anderen messen möchte, aber leider keine Anderen da sind. Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin. :o)
Nach Aussagen eines englischen Spielers aus meiner WOW-Gilde, der ebenfalls »zurück gekommen« ist, sind die Probleme vielfältig: Diverse technische Schwierigkeiten, unlogische Questen und zum Teil frustrierende Spielerlebnisse mit völlig unbalancierten Gegnern sind nur ein paar der Kritikpunkte, die er nannte.
Woran man wieder sehen kann: Zu einem erfolgreichen MMORPG gehört mehr als eine starke Lizenz. Man wird sehen, wie sich das inzwischen ebenfalls angetretene WARHAMMER ONLINE schlägt.
Möglich ist das in der Form wohl nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, aber der Ausgang dürfte auch bei uns Akzente setzen: Eine amerikanische Spielerin hat Electronic Arts wegen des beim Evolutionsspiel SPORE verwendeten Kopierschutzes SecuRom (von der Firma Sony) mit seinem restriktiven DRM auf sagenhafte fünf Millionen Dollar verklagt. In der Begründung heißt es unter anderem, sie sie bei der Installation nicht hinreichend darauf hingewiesen worden, dass ein weiteres, unerwünschtes, Programm – eben SecuRom – mit installiert werde. Außerdem liest man in der Klageschrift, dieses Software sei auch nicht wieder vom System zu entfernen.
Entfernen kann man es zwar, aber dafür muß man über einige Kenntnisse über Computer und Betriebssystem verfügen, der Ottonormaluser dürfte hier heillos überfordert sein. Nicht umsonst bezeichnen viele Kritiker SecuRom als »Rootkit« (was technisch möglicherweise nicht ganz korrekt sein könnte).
Im offiziellen SPORE-Forum drohte ein Moderator (Mitarbeiter von EA) einem Spieler, der sich wiederholt und massiv gegen das DRM ausgesprochen hatte, sogar mit der Sperrung des Kontos. Nicht des Forenkontos, wohlgemerkt, des Spielkontos, so dass das Spiel nicht mehr funktionsfähig gewesen wäre. Nach offenbar massiven Protesten nahm ein anderer Moderator das zurück und entschuldigte sich für »das Mißverständnis«.
Für SPORE selbst gibt es – wie berichtet – inzwischen einen Patch, der das DRM etwas lockert und diverse Fehler behebt. Leider hilft mir das nichts. Ich hatte zwar den dämlichen EA Download Manager nachinstalliert, der weigert sich aber, irgendwas zu tun und lädt mir somit auch den Patch nicht herunter. Außerdem hat mein Rechner seit der Installation des Scheißdings DM Probleme beim Booten. Das kann natürlich niemals was mit dem Download-Manager zu tun haben, würde mir EA garantiert schnell versichern, wenn ich mich an den Support wende. Das muß ich aber nicht, ich habe die Zusatzsoftware (mitsamt SPORE) deinstalliert und seitdem klappts auch wieder mit dem Computerstart.
Nach wie vor gilt: Finger weg von SPORE! Massiv fehlerbehaftet (Bananensoftware – reift beim Kunden) und unverschämter Kopierschutz, der die ehrlichen Käufer bestraft.
Die Spieleschmiede Pro Ludo enthüllt ihre drei Gesellschaftsspiel-Neuigkeiten, die auf der Spiel 2008 dem Publikum vorgestellt werden. Die Namen lauten: AGE OF EMPIRES III, TIME’S UP! und FORMULA D. Pro Ludo schreibt dazu:
AGE OF EMPIRES III – Das Zeitalter der Entdeckungen
Pro Ludo lässt die Herzen der Strategiefans höher schlagen: Ab sofort verlegt und vertreibt die Konstanzer Spieleschmiede die deutschsprachige Brettspiel-Version des beliebten Computerspiels Age of Empires III. Zwei bis fünf Abenteuerlustige entdecken im 15. Jahrhundert als stolze Herrscher der europäischen Kolonialmächte die Neue Welt. Ihre Siedler errichten in den Kolonien große Bauwerke, Missionare treffen auf die Ureinwohner Amerikas und Soldaten verteidigen den Besitzanspruch gegenüber der Konkurrenz. Die Spieler senden mit exotischen Waren beladene Handelsschiffe über den großen Teich, vermehren so den Reichtum ihrer Nation und sichern sich ihre Vormachtstellung in Europa – oder auch nicht, denn natürlich kann nur einer gewinnen …
Das Strategiespiel in acht Runden bietet verschiedene Wege, um den Sieg davon zu tragen. Es geht hier nicht ausschließlich kämpferisch zu – im Gegenteil: der Krieg bietet sich weniger als Strategie an, sondern eher als Werkzeug. Für besonders erfahrene Spieler hält Age of Empires III einen variierenden Spielaufbau parat.
Nach dem Erscheinen von Will Wrights »Evolutionsspiel« SPORE am Anfang dieses Monats hagelte es Proteste von Spielern: allzu restriktiv ist das verwendete Kopierschutzverfahren SecuROM und das damit einhergehende Digital Rights Management (DRM). Das Spiel darf beispielsweise zwar auf drei Rechnern installiert werden, für jede weitere Installation muß man sich jedoch an den kostenpflichtigen Support von Electronic Arts wenden. Auch wenn man Teile des Rechners austauscht kann die Aktivierung verloren gehen, was ebenfalls einen Anruf erforderlich macht. Weiterhin ist abzusehen, dass das Spiel zu einem teuren Bierdeckel wird, sollte EA irgendwann mal die Lizenzserver abschalten.
Nach zahllosen Protesten und tausender negativer Bewertungen auf amazon.com gibt es jetzt ein Statement von Electronic Arts: Man will in naher Zukunft einen Patch veröffentlichen, mit dem sich eine Aktivierung wieder rückgängig machen läßt (beispielsweise bei einer Deinstallation). Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass EA ohnehin behauptete, bei einer Deinstallation werde das Produkt automatisch deaktiviert? Weiterhin tat man kund, dass man bei einer Abschaltung der Lizenzserver mit einem weiteren Patch das DRM entfernen würde, diese Abschaltung aber ohnehin »nie« geschehen werde. Gelächter.
Interessant auch die Tatsache, dass im Handbuch (auf Seite 62) davon die Rede ist, dass man für eine Installation mehrere Benutzerkonten einrichten könne, das geht aber nicht und ist laut Aussage einer EA-Mitarbeiterin sei das »nur ein Druckfehler«. Das wird Familien freuen, bei denen nun nicht jedes Mitglied ein eigenes Konto einrichten kann. Von der Rechtslage in Deutschland zum Thema »fehlerhaftes Handbuch« mal ganz abgesehen, denn so einfach ist das nicht zu widerrufen.
Von den Aussagen vieler enttäuschter und erboster Spieler SecuROM sei ein Virus und Spyware distanziert man sich.
Eigentlich hätte ich zum Spiel gern einen Artikel auf unserer Mutterseite geschrieben, aber leider ist es bei mir aufgrund eines schweren Grafikfehlers unspielbar. Die üblichen Fehlerbehebungsmethoden (clean install des neuesten Catalyst sowie DirectX 9.0 vom August 2008) brachten keinerlei Verbesserung, der Support von EA ignoriert meine Anfragen geflissentlich. Gut, dass ich mir den verbuggten Mist nicht gekauft habe, sondern meine Holde. Bei der ist es zumindest spielbar, hat aber diverse weitere Fehler (ich habe aber nach den bisherigen Erfahrungen mit EA nichts anderes erwartet).
Im Moment kann ich nur sagen: Finger weg!
Übrigens hat EA durch den verwendeten Kopierschutz erst das erreicht, was sie verhindern wollten: Die Raubkopie (die bereits vor dem offiziellen Start zu erhalten war) ist aufgrund der geschätzten Downloadzahlen das mit Abstand erfolgreichste illegal beschaffte Spiel aller Zeiten. Offenbar entschieden sich zahllose Spieler aufgrund des restriktiven DRM, auf die Raubkopie zurück zu greifen. Tja, dumm gelaufen, EA. Wenn es für den Benutzer erheblich einfacher und bequemer ist, eine Raubkopie zu nutzen, als das Original und der ehrliche Kunde bestraft wird… Kein Mitleid!
Über den Twinity-Client kann man jetzt virtuell die Bundeshauptstadt besuchen. Am Freitag wurde die Open-Beta-Phase der Berlin-Implementierung offiziell vom regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit freigegeben. Der wußte allerdings offenbar auch nicht so recht, was er davon halten soll, denn in seiner Rede zur Eröffnung sagte er unter anderem: »…wie kann man das mit einem praktischen Nutzen verbinden?«
Das Ganze sieht ein bißchen nach SECOND LIFE aus und persönlich frage ich mich, was ich in so einem virtuellen Berlin eigentlich soll, aber als Marketing-Gag ist das wohl ganz nett. Leider sieht auch hier die grafische Präsentation gemessen an modernen MMORGs wieder mal ziemlich fossil aus.
Wer Interesse hat und experimentierfreudig ist kann sich den ca. 120 MB grossen Twinity-Client herunterladen und die virtuelle Hauptstadt mal ausprobieren und erkunden. Die offene Testphase dient ausdrücklich auch dazu, die Inhalte mit Hilfe der freiwilligen Helfer zu optimieren.
Zum neuesten Bond-Abenteuer QUANTUM OF SOLACE soll es natürlich auch ein passendes Computerspiel geben, solche Lizenzprodukte erfreuen sich ja immer wieder grosser Beliebtheit – zumindest bei den Herstellern. Das Spiel zum Film ist in diesem Fall ein Egoshooter und dem hat die USK die Jugendfreigabe verweigert, offenbar in vorauseilendem Gehorsam gegenüber manch jaulenden Politikern.
Das wäre als Meldung jetzt noch kein Knüller. Sehr interessant wird das Ganze allerdings dadurch, dass (erwachsene) Testspieler der Ansicht sind, die Handlung des Egoshooters sei nicht brutaler als beispielsweise der Kinofilm CASINO ROYALE und der hatte eine Freigabe ab 12 erhalten, ebenso wie der Streifen QUANTUM OF SOLACE selbst. Zweierlei Maß? Gibt es verschiedene Arten von Gewalt, abhängig vom Medium? Albern!
Wie soll man das anders interpretieren als: Die Spielezensur und Bevormundung der Spieler in Deutschland schreitet fort?
Kinoposter QUANTUM OF SOLACE Copyright 2008 Columbia Pictures
…lautet der Titel einer Aktion, die von der renommierten Computerspielezeitschrift PC GAMES ins Leben gerufen wurde. Auf der Webseite des Magazins kann man sich einen Mustertext herunterladen, den man unterschrieben an die Kandidaten der byerischen CSU schicken oder faxen kann.
Bigotte CSU-Moralapostel wie beispielsweise Beckstein oder der bayrische Innenminister Joachim Herrmann hatten vor kurzem mit zum Teil harschen Worten eine weitere Verschärfung der Gesetze zum »Schutz der Jugend vor Killerspielen« gefordert, und das, obwohl wir bereits jetzt eins der schärfsten Jugendschutzgesetze weltweit haben und obwohl der konstruierte Zusammenhang zwischen Spielen und Gewalttaten auch von namhaften Soziologen bezweifelt wird.
Gegenüber der Tatsache, dass die Gründe für erhöhte Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen ganz wo anders liegen, als bei Computerspielen, sind viele Politiker nach wie vor resistent – evolutionsresistent möchte man sagen (es ist natürlich auch viel einfacher, schnell einen schwarzen Peter auszumachen und gen Scheiterhaufen zu schieben, statt sich mal über die tatsächlichen Probleme in unserem Land Gedanken zu machen. Nur müßte man dann leider jahrzehntelange Versäumnisse und eine katastrophale Sozialpolitik zugeben). Aber was soll man auch von Personen halten, die auf der einen Seite gegen » ‘Killerspiele« wettern und auf der anderen Seite Schießstände einweihen?
Spielern, die im Freistaat Bayern wohnen, kann man nur nahe legen, von dem Musterbrief Gebrauch zu machen. Und für andere Bundesländer, in denen ja auch demnächst wieder Wahlen anstehen, kann man das Schreiben adaptieren.
Die Gesellschaftsspiele der schweizerischen Firma GameWorks, von denen es beispielsweise JAMAICA in die Nominierungsliste zum »Spiel des Jahres« 2008 geschafft hat, werden in Deutschland von ProLudo vertrieben. Von ProLudo wurde uns jetzt folgende Pressemitteilung weitergereicht:
GameWorks und Asmodée haben eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet, dank der sich GameWorks voll auf den verlegerischen Aspekt seiner Aktivitäten konzentrieren kann und zu einem reinen Spiele-Entwicklerstudio wird. Asmodée wird dadurch zum exklusiven Vertriebspartner aller GameWorks-Spiele.
Der schweizerische Verlag behält dabei seine gesamte verlegerische Freiheit, wird sich aber zukünftig auf das konzentrieren, was er am besten kann:
Großartige Spiele in bester Qualität. Auf der anderen Seite wird Asmodée die Fertigung übernehmen und so GameWorks die Möglichkeit geben, von seinem leistungsstarken Vertriebsnetz zu profitieren. Diese gegenseitige Vereinbarung wird beiden Seiten von Nutzen sein.
Sébastien Pauchon von GameWorks sagt: »Wir sind sehr zufrieden mit dieser Vereinbarung. Dadurch können wir mehr Zeit und Energie in die Weiterentwicklung unserer Produktlinie investieren. Bis jetzt mussten Malcolm Braff und ich alles machen, und wir haben sehr viel Zeit mit dem Vertriebsaspekt verloren, weil wir darin keine Erfahrung haben. Dank dieser Vereinbarung können wir nun das Know-How von Asmodée in Fertigung und Vertrieb für uns nutzen und uns zu 100 Prozent dem Entwerfen und Verlegen neuer Spiele widmen.«
Pierre Gaubil von Asmodée stimmt dem zu: »GameWorks hat ein unglaubliches kreatives Talent, das es wirklich verdient, besser in Europa und dem Rest der Welt vertrieben zu werden. Bei Asmodée freuen wir uns sehr über diese Vereinbarung. Solch erfolgreiche Spiele wie Jamaica werden jetzt ein größeres Publikum finden, da wir es in 20 Ländern vertreiben werden.«
Es war ja zu erwarten, dass sich zur Games Convention in Leipzig (RIP) was tun würde: Es gibt einen neuen Trailer zur zweiten Erweiterung der massiven Zeitsenke WORLD OF WARCRAFT.
Ich bin mal so dreist und bette ihn hier ein, mal sehen wie lange er online bleibt… ;o)
Eins muss man Blizzard ja neidlos zugestehen: Rendern können sie…
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24 Jahre nach dem ersten Kinofilm (einer meiner liebsten) und 23 Jahre nach dem damals bahnbrechenden Computerspiel (heute würde es wohl keinen mehr hinter dem Ofen hervorlocken) bringt Activision ein neues Videospiel um die Geisterjäger raus. Und die Ghostbusters sind tatsächlich zurück, denn den Spielfiguren werden die Stimmen geliehen von keinen Geringeren als den Helden der beiden Filme: Dan Aykroyd (Ray Stantz), Harold Ramis (Egon Spengler), Bill Murray (Peter Venkman) und Ernie Hudson (Winston Zeddemore).
Die unkonventionellen Geisterjäger mit dem Hang zu Trümmern sind von der Stadt New York City angeheuert worden und arbeiten unter dem Stinkstiefel Walter Peck. Und wieder dräut natürlich eine Katastrophe am Horizont. In dem Spiel nach einem Script von Aykroyd und Ramis ist der Spieler das jüngste Mitglied der Truppe und jagt mit den anderen im ECTO‑1 los, um Geister zu fangen.
Das Spiel kommt offenbar in einem 3rd-person-view daher und soll sowohl längere wie auch kürzere Missionen beinhalten, möglicherweise begegnen wir auch Gozer und dem Marshmallow-Man wieder. Auf jedenfall dabei sind Slimer und Eleanor Twitty (der Bücherei-Geist) und es gibt jede Menge Möglichkeiten Kram kaputt zu machen.
Weitere Details finden sich auf der offiziellen Webseite, da gibts auch einen Trailer und – man vergebe mir meine Euphorie – der sieht richtig geil aus! Ein absolutes must have (für mich zumindest)! Wenn ichs habe gibt es natürlich auch eine Rezension auf der Mutterseite.
GHOSTBUSTERS – THE VIDEO GAME erscheint für PS3, XBOX 360, Wii, Nintendo DS und PC.
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