Microsoft und der »Universal Translator«

Wenn man über Microsoft spricht, dann tut man es oft, um sich über die Fir­ma lustig zu machen, weil sie Entschei­dun­gen tre­f­fen, die abso­lut nicht nachzu­vol­lziehen sind, oder weil sie wieder irgen­deinen Mist auf den Markt gewor­fen haben, den so kein­er braucht – siehe aktuell Win­dows 8. Nur Wenige die nicht mit IT zu tun haben wis­sen, dass Microsoft aber auch eine Menge Forschun­gen finanziert und zudem zahllose exper­i­mentelle Pro­jek­te unter­stützt.

Wenn man über STAR TREK spricht, dann erin­nert man sich vielle­icht an den Uni­ver­sal Trans­la­tor, der es möglich machte, sich mit Alien-Rassen zu unter­hal­ten. In TOS sah das Ding noch so aus, wie ein über­großes Mikro­fon, in TNG war der Über­set­zer bere­its in die Com-Badges inte­gri­ert. Auch aus der PERRY RHODAN-Serie ken­nt man Trans­la­toren, die eine Sprache analysieren und diese dann über­set­zen kön­nen.

Die fol­gende, ca. neun Minuten lange, Präsen­ta­tion vom 25. Okto­ber 2012 sollte man sich drin­gend anse­hen, falls man Englisch ver­ste­ht. Sie zeigt, dass man Microsoft dur­chaus nicht unter­schätzen sollte. Die Qual­ität der Spracherken­nungs-Tech­niken kon­nte sig­nifikant verbessert wer­den und man hat sie mit Über­set­zungsal­go­rith­men kom­biniert. Der Präsen­ta­tor – Microsofts Chief Research Offi­cer Rick Rashid – spricht Englisch und die Soft­ware über­set­zt in ein Chi­ne­sisch das so gut, ist, dass die 2000 in Tian­jin anwe­senden chi­ne­sis­chen Stu­den­ten bei jedem Satz applaudieren. Ich finde das Gezeigte bere­its in dieser frühen Form über­aus bemerkenswert. Oder es ist ein gut gemachter Fake, aber das kann ich mir nicht vorstellen.
Angesichts der Über­set­zungsqual­ität von Sys­tem wie Google Trans­late müsste man allerd­ings derzeit bei ein­er solchen Sprachüber­set­zung vielle­icht noch Angst haben, dass der Chi­nese gegenüber uns aus dem Stand mit einem Karate-Move umhaut, weil wir ihn belei­digt haben. ;o) Deswe­gen ist es wohl gut, dass es noch ein weit­er Weg bis zum Massen­markt ist. Mehr zum The­ma in einem Blog­post auf Microsofts Tech­net.

Wer sich die Präsen­ta­tion ansieht, sollte bei der Nahauf­nahme des Sprech­ers drin­gend auf dessen Krawat­te acht­en! :o)

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AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­los­er Nerd mit natür­lich­er Affinität zu Pix­eln, Bytes, Buch­staben und Zah­n­rädern. Kon­sum­iert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online darüber.

2 Kommentare for “Microsoft und der »Universal Translator«”

sagt:

Gut gemachter Fake? Sowas wie eine Ani­ma­tion von einem Betrieb­ssys­tem weil man das noch nicht auf die Kette bekom­men hat? Microsoft doch nicht. ;)

Sieht sehr vielver­sprechend aus.

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