Kinect für PC – wird teuer

Auf der aktuell stat­tfind­en­den CES in Las Vegas hat Microsoft bestätigt, dass es ab dem 1. Feb­ru­ar 2012 eine Kinect-Ver­sion für Win­dows-PCs geben wird, inklu­sive passender Soft­ware und einem SDK. Das ist schw­er­lich eine Sen­sa­tion, immer­hin gibt es bere­its haufen­weise Free­ware- und Open Source-Bib­lio­theken für die Kon­solen­ver­sion. Zudem will Microsoft die Nutzung der PC-Ver­sion ein­schränken: mit der Ein­führung darf man nach dem Willen des Konz­erns (und den Lizenzbes­tim­mungen) nur noch ihren SDK ver­wen­den, um Anwen­dun­gen für die Bewe­gungss­teuerung zu entwick­eln (großzügig erlaubt man, mit der Betaver­sion des SDK auch für die X-Box-Kinect entwick­eln zu dür­fen).

Bitte?

Microsoft sieht die Kinect für PC zudem als »Eingabegerät für ern­sthafte Anwen­dun­gen«, also nicht mehr vor­rangig als Spi­ele­con­troller – offen­bar ist inzwis­chen sog­ar in Red­mond aufge­fall­en, was man mit dem Ding tat­säch­lich alles anstellen kann. Diese »ern­sthaften Anwen­dun­gen« schla­gen sich dann auch im Preis nieder, man will für die PC-Fas­sung hierzu­lande (geschätzt) 250 Euro ver­lan­gen, statt nur 100 Euro­nen wie für die Kon­solen­ver­sion (Straßen­preis). Offiziell begrün­det Microsoft den ekla­tan­ten Preisun­ter­scheid damit, dass die Win­dows-Ver­sion der Kinect nicht über Spielepreise quer­fi­nanziert wird. Dabei ist die neue Fas­sung qua­si iden­tisch zur alten, soll nur einen anderen Auf­druck besitzen, zudem möglicher­weise schreibtis­chtauglich kürzere Kabel besitzen und eventuell auch eine Optik einge­baut haben, die auf kürzere Dis­tanzen aus­gelegt ist.

WTF? Bekomme weniger, zahl´ mehr?

Ger­adezu albern mein­er Ansicht nach die Bedin­gun­gen, die vorschreiben wollen, dass man ihren SDK benutzt, wenn man Anwen­dun­gen für die Kinect pro­gram­miert. Was geht es Microsoft an, wie ich meine erwor­bene Hard­ware anspreche?

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Bild: Kinect für die X-Box, aus der Wikipedia, geme­in­frei

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­los­er Nerd mit natür­lich­er Affinität zu Pix­eln, Bytes, Buch­staben und Zah­n­rädern. Kon­sum­iert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online darüber.

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