Für das Jahr 2010 werden die ersten Spielfilme auf Hybrid-Medien angekündigt. Es handelt sich hierbei um zweiseitige Silberscheiben, auf der einen Seite befinden sich die Daten im BluRay-Format, auf der anderen liegen sie als DVD vor. Grundsätzlich halte ich das für eine gute Idee in Sachen Aufwärtskompatibilität beispielsweise für diejenigen, die sich beispielsweise aufgrund des Gerätepreises noch nicht mit dem Kauf eines BluRay-Players anfreunden können, oder denen die Darstellungsqualität einer DVD in Ermangelung eines hochauflösenden Displays noch ausreicht. Interessant wird allerdings sein, zu welchen Preisen die hybriden Scheiben angeboten werden sollen.
Warner Music gehört mit zu denen, die am Lautesten über die angeblich doch ach so bösen Raubmordterrorkopierer schimpfen. Hier aber wieder einmal ein Fall, der aufzeigt, wo die Musikpiraten, die sich an den Künstlern bereichern, tatsächlich sitzen: In den Chefetagen der Musikindustrie.
Auf der Webseite von Too Much Joy, einer Punkband, wird detailliert erläutert, wie Warner Music den Künstlern die Einnahmen durch Online-Inhalte vorzuenthalten trachtet. Man versucht vorzutäuschen, dass es kaum Einnahmen gibt. Dummerweise arbeitet jedoch der Webmaster der Internetpräsenz der Band bei Rhapsody, kann schon allein dort genau verfolgen, welches Material der Band gestreamt wird und weiss deswegen genau, dass die Angaben auf der Abrechnung falsch sind, von den Abrechnungen bei IODA mal ganz abgesehen.
Drei Alben * fünf Jahre online (Downloads und Streams) ergibt sagenhafte $ 62,47 (wahrscheinlich vor Steuern). Was man sich ebenfalls mal auf der Zunge zergehen lassen muss, steht weiter unten auf der Seite: Warner berechnet der Band fast 400000 Dollar Aufwand für die Produktion der Alben, ein Betrag, der für Too Much Joy auf der Minusseite steht. Der Knüller ist allerdings, dass sich dieser Betrag zwar verringert, allerdings ausschließlich durch den Anteil an Verkäufen, der der Band zusteht. Heißt im Klartext: die restlichen Erlöse sackt sich Warner komplett ein und die Künstler gehen größtenteils leer aus.
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