Der Börsenverein findet Urheberrechte doof – mal wieder

Und immer wieÂder beschwert sich der BörÂsenÂverÂein des DeutÂschen BuchÂhanÂdels darÂĂĽber, dass das UrheÂberÂrecht auch fĂĽr ihn bzw. seiÂne MitÂglieÂder gilt. UnverÂschämtÂheit aber auch.
AktuÂell entÂschied sogar der EuGH einÂdeuÂtig, dass VerÂlaÂge nur dann Geld von VerÂwerÂtungsÂgeÂsellÂschafÂten bekomÂmen dĂĽrÂfen, wenn das nicht zu LasrÂten der UrheÂber geht. DarÂĂĽber berichÂtet das BörÂsenÂblatt. Uns selbstÂverÂständÂlich mault man sofort wieÂder mal darÂĂĽber, dass GesetÂze auch fĂĽr MitÂglieÂder des BörÂsenÂverÂeins gelÂten. Und forÂdert auch noch, dass die GesetÂzesÂoÂfort nach ihren WĂĽnÂschen angeÂpasst werÂden mĂĽsÂsen. Es fehlt eigentÂlich nur noch das »mit dem FuĂź aufÂstampÂfen«.
Was man sich ganz besonÂders auf der ZunÂge zerÂgeÂhen lasÂsen sollÂte, ist folÂgenÂder Satz von MatÂthiÂas Ulmer, VorÂsitÂzenÂder des VerÂleÂgerÂausÂschusÂses des BörÂsenÂverÂeins:
Wird die EuroÂpäiÂsche KomÂmisÂsiÂon hier nicht umgeÂhend tätig, werÂden VerÂlaÂge gezwunÂgen sein, ihre KalÂkuÂlaÂtioÂnen in jeder BezieÂhung anzuÂpasÂsen, auch was die AutorenÂverÂgĂĽÂtung betrifft
Man fasst es nicht, was da ganz offen ausÂgeÂsproÂchen wird. Schon jetzt lasÂsen die PubliÂkumsÂverÂlaÂge ihre Autoren am ausÂgeÂstreckÂten Arm verÂhunÂgern und zahÂlen nur lächerÂlich gerinÂge TanÂtieÂmen. Und wenn die VerÂlaÂge nun Geld nicht mehr bekomÂmen, das ihnen ĂĽberÂhaupt nicht zusteht, zahlt man den UrheÂbern noch weniÂger? Da muss man erstÂmal drauf komÂmen.
Darth Vader wäre stolz auf euch, »BösenÂverÂein«.
p.s.: Die haben natĂĽrÂlich eine HeiÂdenÂangst davor, dass der SuperÂGAU einÂtritt und GerichÂte den UrheÂbern SchaÂdensÂerÂsatzÂanÂsprĂĽÂche zubilÂliÂgen.
p.p.s.: Man kann auch mal lesen, was Tom HilÂlenÂbrand dazu meint.
