Buchbranche: Was Bertelsmann darf, darf Aldi noch lange nicht
DerÂzeit freut man sich beim BörÂsenÂblatt und andersÂwo darÂĂĽber, dass ein Gericht Aldi Nord verÂboÂten hat, TaschenÂbĂĽÂcher fĂĽr 1,99 Euro zu verÂkauÂfen. Es hanÂdelt sich dabei um AusÂgaÂben, die gegenÂĂĽber den OriÂgiÂnal In Sachen LayÂout und Umschlag verÂänÂdert wurÂden. Ich wĂĽrÂde mal davon ausÂgeÂhen, dass sie auch eine andeÂre ISBN hatÂten, auch wenn merkÂwĂĽrÂdiÂgerÂweiÂse in keiÂnem der ArtiÂkel etwas dazu zu finÂden ist.
Die GenosÂsenÂschaft eBuch hatÂte dageÂgen geklagt und jetzt vor einem EsseÂner Gericht Erfolg gehabt, das unterÂsagÂte Aldi die PraÂxis. eBuch-Anwalt Peter EhrÂlinÂger sagÂte dazu, dass »die FestÂsetÂzung unterÂschiedÂliÂcher EndÂpreiÂse fĂĽr einen bestimmÂten Titel sachÂlich gerechtÂferÂtigt sein muss, so schreiÂbe es das PreisÂbinÂdungsÂgeÂsetz vor«. Und dass geringÂfĂĽÂgiÂge Ă„ndeÂrunÂgen beim BuchÂforÂmat und BuchÂdeÂckel nicht ausÂreiÂchend seiÂen.
Das verÂwunÂdert mich insÂbeÂsonÂdeÂre desÂweÂgen, weil der berĂĽhmt-berĂĽchÂtigÂte BerÂtelsÂmann Club dasÂselÂbe jahrÂzehnÂteÂlang ohne BeanÂstanÂdung durchÂgeÂfĂĽhrt hatÂte. Na gut, nicht mit derÂart drasÂtiÂschen PreisÂunÂterÂschieÂden wie bei Aldi, aber ansonsÂten war das KonÂzept naheÂzu idenÂtisch.
Jetzt kann man mal ĂĽber FolÂgenÂdes nachÂdenÂken: BerÂtelsÂmann gehört zur BuchÂbranÂche. Aldi nicht.



