Amazon startet Buy Local-Kampagne mit eigenen Ladengeschäften

#ff0000;«>Auch das war natür­lich ein April­scherz. Noch … #ff0000;«>Ich hal­te es durch­aus nicht für unwahr­schein­lich, dass Ama­zon das oder etwas ähn­li­ches in Zukunft tat­säch­lich durch­füh­ren könn­te (und die »Buy Local«-Kampagne des Buch­han­dels hal­te ich tat­säch­lich für völ­lig ver­fehlt, zumal sich inzwi­schen Struk­tu­ren auf­tun, die man als »mafi­ös« bezeich­nen könnte).

Der Ver­sand­händ­ler Ama­zon wird laut einer aktu­el­len Pres­se­mit­tei­lung die »Buy Local«-Bewegung des Buch­han­dels mit eige­nen Kam­pa­gnen unter­stüt­zen, beim Kon­zern heisst die Kam­pa­gne »Shop Local«. Hier­für wer­den in diver­sen deut­schen Groß­städ­ten Ama­zon-Shops ein­ge­rich­tet, die ers­ten soll es bereits bis zum Ende April 2013 in Ber­lin, Ham­burg, Mün­chen, Düs­sel­dorf, Köln und Stutt­gart geben, wei­te­re wer­den in grö­ße­ren Städ­ten suk­zes­si­ve fol­gen. Geplant ist das Ein­rich­ten die­ser Stores schon seit Län­ge­rem, jetzt macht Ama­zon offen­bar ernst. In Groß­bri­tan­ni­en kann man sei­ne Waren bereits in Laden­ge­schäf­ten abho­len.

Laut James Lir­pa, dem Public Rela­ti­ons-Mana­ger des Online­ver­sen­ders, will man durch die Laden­ge­schäf­te das loka­le Kau­fen unter­stüt­zen und dafür sor­gen, dass wie­der mehr Kun­den die Innen­städ­te zum Waren­er­werb auf­su­chen. Das Sor­ti­ment wird zum einen Bücher beinhal­ten, aller­dings soll auch Unter­hal­tungs­elek­tro­nik ange­bo­ten wer­den. Kun­den, die etwas online bestel­len, kön­nen ihre Ware in den Ama­zon-Shops abho­len, statt sie sich zusen­den zu las­sen. Ver­sand­kos­ten fal­len hier­für kei­ne an. Auch Waren, die nor­ma­ler­wei­se nur über den Ver­sand erhält­lich sind, sol­len in den Ama­zon-Shops vor­ge­hal­ten wer­den, bei­spiels­wei­se über Crea­teSpace selbst­pu­bli­zier­te Bücher. Wei­ter­hin soll es Bera­tungs­leis­tun­gen geben, man kann sich z.B. sei­nen Kind­le-eRea­der dort ein­rich­ten und erläu­tern lassen.

Ama­zon weist in der Pres­se­mit­tei­lung expli­zit dar­auf hin, dass in sei­nen Shops Gehäl­ter gezahlt wer­den sol­len, die über dem Ein­zel­han­dels­durch­schnitt in den jewei­li­gen Städ­ten liegen.

Coo­le Sache – und erneut wird Ama­zon den behä­bi­gen loka­len Buch­han­del und des­sen völ­lig untaug­li­che »Buy Local«-Kampagne damit kalt erwischen.

Bild: Ama­zon Retail Shop in Seat­tle Copy­right Amazon.com

Avatar

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit natür­li­cher Affi­ni­tät zu Pixeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online darüber.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.