Nintendo goes 3D

[E3] Auf einer Pres­se­kon­fe­renz in Los Ange­les stell­te Nin­ten­do im Rah­men der Mes­se E3 sei­ne bereits ange­kün­dig­te Hand­held-Kon­so­le 3DS vor. Im Prin­zip ähnelt das Aus­se­hen dem der DSi, die neue 3DS bie­tet aber beim obe­ren Bild­schirm mit einer Auf­lö­sung von 800 × 240 Pixeln (400 × 240 für jedes Auge) bei 3,53 Zoll Dia­go­na­le ech­te Auto­ste­reo­sko­pie ohne Bril­le. Der 3D-Effekt lässt sich über einen Schie­be­reg­ler in der Stär­ke vari­ie­ren und auch kom­plett abschal­ten. Der unte­re Bild­schirm mit drei Zoll Dia­go­na­le und 320 × 240 Pixeln ist ein Touch­screen und bie­tet kei­ne 3D-Wie­der­ga­be, laut Nin­ten­do-Chef Saturo Iwa­ta »ver­tra­gen sich Touch und 3D nicht«. Nach Aus­sa­gen von Anwe­sen­den sah die 3D-Dar­stel­lung sehr gut aus.

An Steue­rungs­mög­lich­kei­ten bie­tet das 3Ds ein digi­ta­les Steu­er­pad und ein klas­si­sches ana­lo­ges Steu­er­kreuz sowie vier Knöp­fe, zusätz­lich einen Beschleu­ni­gungs­sen­sor und ein Gyro­skop, das bei­spiels­wei­se bei Egoshoo­tern ein zwei­tes Steu­er­kreuz für die Kame­ra­steue­rung erset­zen soll.

Die neue Kon­so­le ver­fügt über eine Innen- und zwei Außen­ka­me­ras, die letz­te­ren sind so ange­ord­net, dass das Schie­ßen von ste­reo­sko­pi­schen (3D-) Fotos mög­lich ist; die Kame­ras haben eine Auf­lö­sung von 640 x 480 Pixeln. Selbst­ver­ständ­lich kann 3DS über WiFi (WLAN) mit ande­ren Gerä­ten ver­netzt wer­den. Die Spie­le-Car­tridges fas­sen bis zu zwei Giga­byte, was genü­gend Platz auch für auf­wen­di­ge Inhal­te bie­ten soll­te. Ein Kopf­hö­rer­an­schluss ist obli­ga­to­risch.

Nin­ten­do hat ange­ge­ben, mit Hol­ly­wood-Stu­di­os wie bei­spiels­wei­se Dis­ney, War­ner und Dream­works zusam­men­ar­bei­ten zu wol­len, um 3D-Fil­me auch für die 3DS anbie­ten zu kön­nen. Ob das auf dem klei­nen Dis­play Sinn macht ist eine ande­re Fra­ge.

Bei der auf der Pres­se­kon­fe­renz gezeig­ten Kon­so­le han­delt es sich um einen funk­ti­ons­fä­hi­gen Pro­to­ty­pen, der aller­dings noch klei­ne­re Macken auf­wies.

Zum Ter­min der Markt­ein­füh­rung und zum Preis mach­te man bei Nin­ten­do noch kei­ne Anga­ben, sprach aber von einem »Gerät für die Mas­sen«, was auf einen Kampf­preis hin­deu­ten dürf­te.

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Pres­se­fo­to 3DS Copy­right 2010 Nin­ten­do.

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AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit natür­li­cher Affi­ni­tät zu Pixeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online dar­über.

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