eBooks im Buchhandel – das darf alles nicht wahr sein …

eBooks im Buchhandel – das darf alles nicht wahr sein …

eReader-Facepalm

Beim Lesen der Über­schrift und des Teasers nahm ich noch an, dass es jetzt – end­lich – soweit sei, und man eBooks ein­fach auch im sta­tio­nä­ren Buch­han­del kau­fen und auf sein Lese­ge­rät über­tra­gen kann. Das Bör­sen­blatt ver­kün­det voll­mun­dig und wer­be­wirk­sam pünkt­lich zur Buch­mes­se:

E‑Books im sta­tio­nä­ren Sor­ti­ment
Rauf auf den Rea­der
E‑Books für Kun­den in der Cloud spei­chern oder direkt im Laden auf den E‑Reader zie­hen: Das Bar­sor­ti­ment Umbreit und E‑Rea­der-Pro­du­zent Pocket­Book rüs­ten beim E‑Rea­ding-Ser­vice im Sor­ti­ment nach.

Liest man dann wei­ter, bleibt aller­dings erneut wie­der nur, sich aus­dau­ernd an den Kopf zu fas­sen: Die­ses Ange­bot ist aus­schließ­lich im Zusam­men­hang mit dem Gerät Pocket­Book Touch Lux nutz­bar. Das ist unge­fähr so, als müss­te man in einem bestimm­ten Auto­mo­dell an einer Tank­stel­le vor­fah­ren, um Sprit zu bekom­men, oder als erhiel­te man sei­ne Kaf­fee­boh­nen nur, wenn man eine Kaf­fee­müh­le des Typs 08/15 von Edu­scho hat. Die­se Beschrän­kung auf ein ein­zel­nes Gerät – noch nicht ein­mal auf einen Her­stel­ler – ist der­art hane­bü­chen und welt­fremd, da bleibt mir die Spu­cke weg. Zumal es sich bei Pocket­book noch nicht ein­mal ansatz­wei­se um einen Markt­füh­rer im Bereich eRea­der abseits des Kind­le-Öko­sys­tems han­delt. Das ist kei­ne tol­le Neue­rung, das ist nur noch pein­lich.

Die­se Schmer­zen … die­se unend­li­chen Schmer­zen …

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Bild: eRea­der von mir, Face­palm von Fabio Ven­ni auf flickr, CC BY-SA

BeBook Mini bei Umbreit

BeBook Mini

Bar­sor­ti­men­ter Umbreit hat das BeBook Mini in sein Lie­fer­pro­gramm auf­ge­nom­men, das mel­den ver­schie­de­ne Quel­len, unter ande­rem auch buchmarkt.de. buchmarkt.de irrt aller­dings, wenn man behaup­tet, das BeBook Mini habe einen 6‑Zoll Bild­schirm und Hand­schrift­er­ken­nung: auf der Sei­te des Her­stel­lers erkennt man deut­lich, dass der eRea­der über ein 5″ Viz­plex eInk Dis­play ver­fügt und von Hand­schrift­er­ken­nung ist nicht die Rede – hät­te mich für den Preis auch gewun­dert. Auch die­ser Preis ist aller­dings ein ande­rer, buchmarkt.de nennt EUR 210,-, bei BeBook sagt man nur EUR 199,- an – zuge­ge­be­ner­ma­ßen zuzüg­lich Ver­sand­kos­ten.

Tech­nisch ent­spricht das Gerät in etwa dem Han­von N 516, bie­tet aller­dings zusätz­lich Mobi­po­cket-Unter­stüt­zung (.mobi oder .prc, ohne DRM). Ange­sichts der in letz­ter Zeit pil­zähn­lich aus dem Boden schie­ßen­den Kon­kur­renz und dem damit ein­her­ge­hen­den Preis­ver­fall erscheint das BeBook Mini unter Betrach­tung der gebo­te­nen Fea­tures zu teu­er.

Detail­lier­te tech­ni­sche Daten des Gerä­tes im erwei­ter­ten Arti­kel.

wei­ter­le­sen →