Russell T Davies: Hass gegen ihn begann mit Trans-Figur in DOCTOR WHO
Davies sagt, der Hass im Netz gegen ihn habe in genau dem Moment angefangen, als er eine Trans-Figur in DOCTOR WHO eingeführt hat. Gemeint ist Rose, gespielt von Yasmin Finney aus HEARTSTOPPER, die 2023 in den 60-Jahre-Specials als Tochter von Donna Noble eingeführt wurde. Seitdem habe das nicht mehr aufgehört »mit Wahnsinnigen und Idioten« (Zitat Davis), und das schwappe inzwischen aus dem Netz in die reale Welt.
TIP TOE selbst behandelt genau diese Themen, mit Alan Cumming und David Morrissey als zwei Nachbarn, die in einer immer stärker polarisierten Gesellschaft aneinandergeraten. Davies sagt, er habe das schreiben müssen, weil er sehe, wie sehr Freund°Innen aus der queeren Community gerade unter Druck stehen.
Gegen den »woke«-Vorwurf, der reflexhaft seit seiner Rückkehr gegen die Serie geführt wird, hatte Davies sich schon letztes Jahr in der BBC gewehrt: Was die einen Diversität nennen, sei für ihn schlicht eine offene Tür, und er habe keine Sekunde Zeit für diese alberne Debatte. Im HuffPost-Interview geht es jetzt aber nicht mehr um die Serie, sondern darum, was die ganze Sache mit ihm persönlich gemacht hat.
Einen direkten Zusammenhang zwischen dem Ausstieg und dem geschilderten Druck durch Rechte und Trolle stellen weder Davies noch die BBC her. Aber dass die Trollarmeen den Ausstieg als ihren Sieg feiern werden, ist absehbar. Und dass die Führungsetage bei der BCC dem Vernehmen nach deutlich konservativer und offenbar auch zumindest in teilen LGBTIQ+-feindlich geworden ist, geistert ebenfalls seit einiger Zeit durch die Communities, so dass ich persönlich durchaus Zusammenhänge sehen würde.
Bild Russel T Davies von Gary Kirk, aus der Wikipedia, CC BY-SA
