Die RIFT-Datenbank – Trion unterstützt Spieler

Es hat­te bei WORLD OF WARCRAFT eini­ge Zeit gedau­ert, bis es Addons und Web-Daten­ban­ken gab, in denen man sich Gegen­stän­de (und ande­res) und deren Sta­tis­ti­ken anse­hen konn­te. Mög­lich war das, weil Spie­ler mit Sam­mel­wut aus­ge­stat­tet sind und weil ande­re in den Ein­ge­wei­den des Spiels in Datei­pa­ke­ten und XML-Files gegra­ben haben.

Tri­on Worlds geht bei RIFT einen ganz ande­ren und sehr viel spie­ler­freund­li­chen Weg, denn man stellt die­se Daten ein­fach so zur Ver­fü­gung, expli­zit dafür gedacht, dass die inter­es­sier­te Spie­ler dar­aus Item-Daten­ban­ken und Web­ap­pli­ka­tio­nen bau­en kön­nen. Dabei wird aller­dings nicht der gesam­te Inhalt so offen gelegt, son­dern »nur« Items, die irgend­wo auf den Ser­vern ber­teits von Spie­lern gefun­den und erwähnt wor­den sind (im glo­ba­len Chat, über Ser­ver­mit­tei­lun­gen, Links und Info-PopUps).

Die Infor­ma­tio­nen ste­hen jeder­spie­ler (lies: jeder­mann) unter ftp://ftp.trionworlds.com/rift/ bereit und dür­fen expli­zit im Rah­men der Nut­zungs­be­din­gun­gen ver­wen­det wer­den.

Auch das zeigt erneut, dass Tri­on in Sachen Kom­mu­ni­ka­ti­on und Bereit­stel­lung von Infor­ma­tio­nen ganz ande­re und fri­sche Wege geht, als sei­ne Mit­be­wer­ber – und ich begrü­ße das aus­drück­lich! Ast­rein, Tri­on, wei­ter so!

Ein ers­tes Ergeb­nis der Daten­frei­ga­be kann man sich auf Gameplorers.de anse­hen, dort wur­de eine durch­such­ba­re Item-Lis­te online gestellt.

Cover RIFT Copy­right Tri­on Worlds, Spiel erhält­lich bei­spiels­wei­se bei Ama­zon

DEAD SPACE 2 bekommt USK-Freigabe – gegen bayerischen Widerstand

Fünf Prüf­durch­gän­ge für eine USK-Frei­ga­be ab 18 hat­te Elec­tro­nic Arts´ SF-Hor­ror-Spiel DEAD SPACE 2 bereits erfolg­reich hin­ter sich gebracht und soll­te ver­öf­fent­licht wer­den, als das baye­ri­sche Sozi­al­mi­nis­te­ri­um ein Veto ein­leg­te und eine wei­te­re Prü­fung for­der­te – mit dem Zweck, dass DS2 ent­we­der auf den Index gesetzt oder sogar ver­bo­ten wer­den soll­te.

Die­ser Ein­spruch der in Sachen Com­pu­ter­spie­le immer wie­der ver­blüf­fend spie­ßi­gen und rück­stän­di­gen baye­ri­schen Behör­de hat zwar zu einer sechs­ten Prü­fung geführt – die die Ver­öf­fent­li­chung in Deutsch­land deut­lich ver­zö­ger­te – aber nicht zu einem ande­ren Ergeb­nis (wie es die Spaß­brem­sen vom Sozi­al­mi­nis­te­ri­um offen­bar erwar­tet hat­ten): DEAD SPACE 2 erhielt von der USK eine Frei­ga­be für Erwach­se­ne ohne wei­te­re Ein­schrän­kun­gen.

Bei der deut­schen Fas­sung wur­de das »Fri­end­ly Fire« ent­fernt, man kann also kei­ne Ver­bün­de­ten ver­let­zen, die­se Ände­rung wur­de aber schon im Zuge der fünf­ten Prüf­run­de ein­ge­führt. Wei­te­re Ver­än­de­run­gen des Spiels durch die sechs­te Prü­fung gab es offen­bar nicht. So einen Hum­bug gibt’s wahr­schein­lich aus­schließ­lich in Deutsch­land…

Tja, Sozi­al­mi­nis­te­ri­um, was ist denn da pas­siert? Nicht laut genug »Kil­ler­spiel« geru­fen? Zu wenig »Arbeit« im Hin­ter­grund betrie­ben? Und falls jetzt wie­der irgend­ein ahnungs­lo­ser CSU-Poli­ti­ker bemän­geln möch­te, dass die Spiele­indus­trie für die USK-Frei­ga­ben ver­ant­wort­lich ist und selbst­ver­ständ­lich alles »durch­lässt« (wie bereits gesche­hen), prä­ven­tiv ein Zitat aus der Wiki­pe­dia (Her­vor­he­bung von mir):

Trä­ger der USK ist seit dem 31. Mai 2008 die Frei­wil­li­ge Selbst­kon­trol­le Unter­hal­tungs­soft­ware GmbH in Ber­lin. […] Als Gesell­schaf­ter der GmbH fun­gie­ren der Bun­des­ver­band Inter­ak­ti­ve Unter­hal­tungs­soft­ware e.V. (BIU) und der Bun­des­ver­band der Ent­wick­ler von Com­pu­ter­spie­len G.A.M.E. e.V.. Gemäß dem Prin­zip einer halb­staat­li­chen Selbst­kon­trol­le gewähr­leis­tet die USK die Orga­ni­sa­ti­on der Prü­fun­gen, die jewei­li­gen Alters­ent­schei­dun­gen fäl­len jedoch von den Län­dern benann­te Sach­ver­stän­di­ge in Zusam­men­ar­beit mit dem stän­di­gen Ver­tre­ter der Obers­ten Lan­des­ju­gend­be­hör­den bei der USK.

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