Gottfried Honnefelder ist der »Vorsteher« des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. In einer Rede erläutert er eindrücklich, wie er zum Internet steht. Man könnte es salopp als »moderner, gefährlicher Scheiß« zusammenfassen. Vorsicht, es könnte bei internetaffinen Menschen, die nicht in irgendeiner Vergangenheit leben, zu einem spontanen Abfallen des Kopfes führen, wenn man den Artikel liest, so ausgiebig wird man mit dem Kopf schütteln und sich des Gesichtspalmierens befleißigen.
Da wird ernsthaft eine »digitale Abstinenz« der Nutzer gefordert und beklagt, dass sich eine solche »in der Breite nicht werde durchsetzen lassen«. Und DRM ist selbstverständlich die Rettung.
Angesichts dieser mittelalterlichen Ansichten des Börsenvereinsvorstands wundert mich bei der Branche ehrlich gesagt nichts mehr.
Meist harmloser Nerd mit natürlicher Affinität zu Pixeln, Bytes, Buchstaben und Zahnrädern. Konsumiert zuviel SF und Fantasy und schreibt seit 1999 online darüber.
Bei der gestrigen Bundestagswahl hat sich gezeigt, dass 50 Prozent der Deutschen rückwärtsgewandte, reaktionäre, unempathische Steinzeitmenschen wählen.
Ich hatte kürzlich darüber berichtet, dass Amazon daran arbeitet zu verhindern, dass man gekaufte eBooks via USB herunter laden und beispielsweise auf ein anderes Gerät übertragen kann.
Eine neue Runde von Enshittification: Wie von verschiedenen Stellen im Web gemeldet wird, will Amazon Ende Februar die Möglichkeit entfernen, gekaufte eBooks von Geräten auf PCs oder Macs zu…
Das ist halt #Neuland für den Jungen Mann. Ich weiß auch nicht, was er da vor sich hin schwurbelt, jedoch ist es zwar von Bonmots und Anekdoten gespickt, allein für das Thema ist das alles eher hinderlich. Der kommt mir vor wie die sogenannten »Audiophilen«. Die hören leider fast nur teures Equipment und keine Musik mehr. Und bei ihm scheint es das Medium »Buch« in seiner klassischen Ausprägung zu sein, und halt nicht das was drin steht.
Wurscht. In 20, 30 Jahren gibt es sowas nimmer und alles wird seinen unaufgeregten, normalen Gang nehmen.
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Das ist halt #Neuland für den Jungen Mann. Ich weiß auch nicht, was er da vor sich hin schwurbelt, jedoch ist es zwar von Bonmots und Anekdoten gespickt, allein für das Thema ist das alles eher hinderlich. Der kommt mir vor wie die sogenannten »Audiophilen«. Die hören leider fast nur teures Equipment und keine Musik mehr. Und bei ihm scheint es das Medium »Buch« in seiner klassischen Ausprägung zu sein, und halt nicht das was drin steht.
Wurscht. In 20, 30 Jahren gibt es sowas nimmer und alles wird seinen unaufgeregten, normalen Gang nehmen.