The fucking Oscars have been awarded

War­um denn jetzt die­se Über­schrift? Melis­sa Leo sprach das böse F‑Wort dreis­ter­wei­se bei ihrer Dan­kes­re­de anläss­lich des Oscars für die bes­te Neben­dar­stel­le­rin – aller­dings haben die ame­ri­ka­ni­schen Fern­seh­zu­schau­er es nicht zu hören bekom­men, weil weg­ge­piepst. Seit Nipple­ga­te wird ja nichts mehr live aus­ge­strahlt und so sen­det man auch die Aca­de­my-Awards mit einer Ver­zö­ge­rung von ca. einer Minu­te, um alles was man für pein­lich hält schnell noch ent­fer­nen zu kön­nen. Spinner.

Das war dann offen­sicht­lich auch der Höhe­punkt einer ansons­ten eher lah­men Ver­an­stal­tung ohne Über­ra­schun­gen. Auch hier ist THE KINGS SPEECH erneut der gro­ße Gewin­ner mit den Prei­sen in den Kate­go­rien Bes­ter Film, Bes­ter Haupt­dar­stel­ler (Colin Firth), Bes­te Regie, und Bes­tes Ori­gi­nal­dreh­buch. Der Preis für die bes­te Haupt­dar­stel­le­ring ging auch bei den Oscars an Nata­lie Port­man für ihre Dar­stel­lung in BLACK SWAN.

INCEPTION hat zwar eben­falls vier der Gold­män­ner abge­grif­fen, aller­dings »nur« in den Kate­go­rien Bes­te Kame­ra, Bes­ter Ton, Bes­ter Ton­schnitt und Bes­te visu­el­le Effekte.

Als Gen­re-Fil­me wären noch zu erwäh­nen ALICE IN WONDERLAND (Bes­tes Sze­nen­bild, Bes­tes Kos­tüm­de­sign), WOLFMAN (Bes­tes Make­up) und TOY STORY (Bes­ter Ani­ma­ti­ons­film, Bes­ter Song).

Das TRUE GRIT-Remake hielt man kei­ner Aus­zeich­nung für wert – äußerst traurig…

Die kom­plet­te Gewin­ner­lis­te im voll­stän­di­gen Artikel.

Bes­ter Film
prä­sen­tiert von Ste­ven Spielberg

The King’s Speech – Iain Can­ning, Emi­le Sher­man und Gareth Unwin
127 Hours – Chris­ti­an Col­son, Dan­ny Boyle und John Smithson
Black Swan – Mike Meda­voy, Bri­an Oli­ver und Scott Franklin
The Figh­ter – David Hober­man, Todd Lie­ber­man und Mark Wahlberg
Incep­ti­on – Chris­to­pher Nolan und Emma Thomas
The Kids Are All Right – Gary Gil­bert, Jef­frey Levy-Hin­te und Celi­ne Rattray
The Social Net­work – Scott Rudin, Dana Bru­net­ti, Micha­el De Luca und Ceán Chaffin
Toy Sto­ry 3 – Dar­la K. Anderson
True Grit – Ethan Coen, Joel Coen und Scott Rudin
Winter’s Bone – Anne Rosel­li­ni und Alix Madigan

Bes­te Regie
prä­sen­tiert von Kathryn Bigelow

Tom Hooper – The King’s Speech
Dar­ren Aron­of­sky – Black Swan
Ethan Coen, Joel Coen – True Grit
David Fin­cher – The Social Network
David O. Rus­sell – The Fighter

Bes­ter Hauptdarsteller
prä­sen­tiert von San­dra Bullock

Colin Firth – The King’s Speech
Javier Bar­dem – Biutiful
Jeff Brid­ges – True Grit
Jes­se Eisen­berg – The Social Network
James Fran­co – 127 Hours

Bes­te Hauptdarstellerin
prä­sen­tiert von Jeff Bridges

Nata­lie Port­man – Black Swan
Annet­te Bening – The Kids Are All Right
Nico­le Kid­man – Rab­bit Hole
Jen­ni­fer Law­rence – Winter’s Bone
Michel­le Wil­liams – Blue Valentine

Bes­ter Nebendarsteller
prä­sen­tiert von Ree­se Witherspoon

Chris­ti­an Bale – The Fighter
John Haw­kes – Winter’s Bone
Jere­my Ren­ner – The Town – Stadt ohne Gnade
Mark Ruf­fa­lo – The Kids Are All Right
Geoff­rey Rush – The King’s Speech

Bes­te Nebendarstellerin
prä­sen­tiert von Kirk Douglas

Melis­sa Leo – The Fighter
Amy Adams – The Fighter
Hele­na Bon­ham Car­ter – The King’s Speech
Hai­lee Stein­feld – True Grit
Jacki Wea­ver – König­reich des Verbrechens

Bes­tes Originaldrehbuch
prä­sen­tiert von Javier Bar­dem und Josh Brolin

The King’s Speech – David Seidler
Ano­t­her Year – Mike Leigh
The Figh­ter – Scott Sil­ver, Paul Tama­sy und Eric Johnson
Incep­ti­on – Chris­to­pher Nolan
The Kids Are All Right – Lisa Cho­lo­den­ko und Stuart Blumberg

Bes­tes adap­tier­tes Drehbuch
prä­sen­tiert von Javier Bar­dem und Josh Brolin

The Social Net­work – Aaron Sorkin
127 Hours – Dan­ny Boyle und Simon Beaufoy
Toy Sto­ry 3 – Micha­el Arndt, John Las­se­ter, Andrew Stan­ton und Lee Unkrich
True Grit – Ethan und Joel Coen
Winter’s Bone – Debra Gra­nik und Anne Rosellini

Bes­ter Animationsfilm
prä­sen­tiert von Mila Kunis und Jus­tin Timberlake

Toy Sto­ry 3 – Lee Unkrich
Dra­chen­zäh­men leicht gemacht (How to Train Your Dra­gon) – Dean DeBlois und Chris Sanders
L’Illusionniste – Syl­va­in Chomet

Bes­ter fremd­spra­chi­ger Film
prä­sen­tiert von Helen Mir­ren und Rus­sell Brand

In einer bes­se­ren Welt (Däne­mark) – Regie: Susan­ne Bier
Biuti­ful (Mexi­ko) – Regie: Ale­jan­dro Gon­zá­lez Iñárritu
Kyn­odon­tas (Grie­chen­land) – Regie: Gior­gos Lanthimos
Die Frau die singt – Incen­dies (Kana­da) – Regie: Denis Villeneuve
Hors-la-loi (Alge­ri­en) – Regie: Rachid Bouchareb

Bes­ter ani­mier­ter Kurzfilm
prä­sen­tiert von Mila Kunis und Jus­tin Timberlake

The Lost Thing – Shaun Tan und Andrew Ruhemann
Day & Night – Ted­dy Newton
Der Grüf­felo (The Gruf­fa­lo) – Jakob Schuh und Max Lang
Let’s Pol­lu­te – Geef­wee Boedoe
Mada­gas­kar – Ein Rei­se­ta­ge­buch (Mada­gas­car, car­net de voya­ge) – Bas­tien Dubois

Bes­ter Kurzfilm
prä­sen­tiert von Amy Adams und Jake Gyllenhaal

God of Love – Luke Matheny
The Con­fes­si­on – Tanel Toom
The Crush – Micha­el Creagh
Na Wewe – Ivan Goldschmidt
Wish 143 – Ian Bar­nes und Saman­tha Waite

Bes­tes Szenenbild
prä­sen­tiert von Tom Hanks

Ali­ce im Wun­der­land – Robert Strom­berg und Karen O’Hara

Har­ry Pot­ter und die Hei­lig­tü­mer des Todes: Teil 1 – Stuart Craig und Ste­phe­nie McMillan
Incep­ti­on – Guy Hen­drix Dyas, Lar­ry Dias und Dou­glas A. Mowat
The King’s Speech – Eve Ste­wart und Judy Farr
True Grit – Jess Gon­chor und Nan­cy Haigh

Bes­te Kamera
prä­sen­tiert von Tom Hanks

Incep­ti­on – Wal­ly Pfister
Black Swan – Mat­thew Libatique
The King’s Speech – Dan­ny Cohen
The Social Net­work – Jeff Cronenweth
True Grit – Roger Deakins

Bes­tes Kostümdesign
prä­sen­tiert von Cate Blanchett

Ali­ce im Wun­der­land – Col­le­en Atwood
I Am Love – Anto­nel­la Cannarozzi
The King’s Speech – Jen­ny Beavan
The Tem­pest – San­dy Powell
True Grit – Mary Zophres

Bes­ter Dokumentarfilm
prä­sen­tiert von Oprah Winfrey

Insi­de Job – Charles H. Fer­gu­son und Audrey Marrs
Exit Through the Gift Shop – Banksy
Gas­Land – Josh Fox
Rest­re­po – Tim Hethe­ring­ton und Sebas­ti­an Junger
Was­te Land – Lucy Walker

Bes­ter Dokumentar-Kurzfilm
prä­sen­tiert von Amy Adams und Jake Gyllenhaal

Stran­gers No More – Karen Good­man und Kirk Simon
Kil­ling in the Name
Pos­ter Girl
Sun Come Up – Jen­ni­fer Red­fearn und Tim Metzger
The War­ri­ors of Qiugang – Ruby Yang und Tho­mas Lennon

Bes­ter Schnitt
prä­sen­tiert von Robert Dow­ney juni­or und Jude Law

The Social Net­work – Kirk Bax­ter und Angus Wall
127 Hours – Jon Harris
Black Swan – Andrew Weisblum
The Figh­ter – Pame­la Martin
The King’s Speech – Tariq Anwar

Bes­tes Make-Up
prä­sen­tiert von Cate Blanchett

Wolf­man – Rick Baker und Dave Elsey
Barney’s Ver­si­on – Adri­en Morot
The Way Back – Edouard F. Hen­ri­ques, Greg Funk und Yolan­da Toussieng

Bes­te Filmmusik
prä­sen­tiert von Nico­le Kid­man und Hugh Jackman

The Social Net­work – Trent Rez­nor und Atti­cus Ross
127 Hours – A. R. Rahman
Dra­chen­zäh­men leicht gemacht – John Powell
Incep­ti­on – Hans Zimmer
The King’s Speech – Alex­and­re Desplat

Bes­ter Filmsong
prä­sen­tiert von Jen­ni­fer Hudson

Toy Sto­ry 3 – Ran­dy New­man (We Belong Together)
127 Hours – A. R. Rah­man, Rol­lo Arm­strong und Dido (If I Rise)
Coun­try Strong – Tom Dou­glas, Hil­la­ry Lind­sey und Troy Ver­ges (Com­ing Home)
Rapun­zel – Neu ver­föhnt – Alan Men­ken und Glenn Sla­ter (I See the Light)

Bes­ter Ton
prä­sen­tiert von Scar­lett Johans­son und Mat­thew McConaughey

Incep­ti­on – Lora Hirsch­berg, Gary Riz­zo und Ed Novick
The King’s Speech – Paul Ham­blin, Mar­tin Jen­sen und John Midgley
Salt – Jef­frey J. Haboush, Wil­liam Saro­kin, Scott Mil­lan und Greg P. Russell
The Social Net­work – Ren Kly­ce, David Par­ker, Micha­el Sema­nick und Mark Weingarten
True Grit – Skip Liev­say, Craig Ber­key, Greg Orloff und Peter F. Kurland

Bes­ter Tonschnitt
prä­sen­tiert von Scar­lett Johans­son und Mat­thew McConaughey

Incep­ti­on – Richard King
Toy Sto­ry 3 – Tom Myers und Micha­el Silvers
Tron: Lega­cy – Gwen­d­o­lyn Yates Whitt­le und Addi­son Teague
True Grit – Skip Liev­say und Craig Berkey
Unstopp­a­ble – Außer Kon­trol­le – Mark P. Stoeckinger

Bes­te visu­el­le Effekte
prä­sen­tiert von Robert Dow­ney juni­or und Jude Law

Incep­ti­on – Paul Fran­k­lin, Chris Cor­bould, Andrew Lock­ley und Peter Bebb
Ali­ce im Wun­der­land – Ken Rals­ton, David Schaub, Carey Vil­le­gas und Sean Phillips
Har­ry Pot­ter und die Hei­lig­tü­mer des Todes: Teil 1 – Tim Bur­ke, John Richard­son, Chris­ti­an Manz und Nico­las Aithadi
Here­af­ter – Das Leben danach – Micha­el Owens, Bryan Grill, Ste­phan Tro­jan­sky und Joe Farrell
Iron Man 2 – Janek Sirrs, Ben Snow, Ged Wright und Dani­el Sudick

Ehren-Oscars

Irving G. Thal­berg Memo­ri­al Award: Fran­cis Ford Cop­po­la (Regis­seur)
Ehre­nos­car: Jean-Luc Godard (Regis­seur), Eli Wal­lach (Schau­spie­ler) und Kevin Brown­low (Film­his­to­ri­ker)

Lis­te der Gewin­ner aus der Wiki­pe­dia, Bild: Nata­lie Port­man 2010 von Josh Jen­sen, aus der Wiki­pe­dia

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit natür­li­cher Affi­ni­tät zu Pixeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online darüber.

3 Kommentare for “The fucking Oscars have been awarded”

Bandit

sagt:

-
Der Stan­dard für den Ver­satz von Live-Sen­dung zu Aus­strah­lung liegt bei 10 Sekun­den. ABC hat ange­ge­ben, bei den Oscars sogar nur sie­ben Sekun­den Ver­satz zu haben.

Stefan Holzhauer

sagt:

Hast Du eine Quel­le für die Ver­satz­zeit? Ich suche nach einer…

Bei sie­ben Sekun­den müs­sen die »Bear­bei­ter« aber ver­dammt schnell arbei­ten, um mal eben einen »Piep« ein­spie­len zu kön­nen, aber wahr­schein­lich muss man doch nur an der rich­ti­gen Stel­le im Broad­cast-Stream einen Knopf drü­cken… Oder geschieht das etwa per »word recognition«-Software?

Bandit

sagt:

-
http://en.wikipedia.org/wiki/Broadcast_delay
Das wäre mal die ers­te, les­ba­re Quelle.
Da ich per­sön­lich Wiki­pe­dia nur bedingt ver­traue, geh ich mal wei­ter auf die Suche.
Auf irgend­ei­ner offi­zi­el­len Super-Bowl-Sei­te habe ich auch die­se Infor­ma­ti­on bekommen.
In Dei­ner eige­nen Ver­lin­kung zu Nipple­ga­te wer­den die weni­gen Sekun­den auch genannt.
Aber das ist die deut­sche Wiki­pe­dia, da sind mehr Feh­ler drin, als in mei­ner Rechtschreibung.
Dei­ne Nach­fra­ge bringt mich aber dazu, mal bei uns im Sen­der die rich­ti­gen Leu­te zu bequat­schen und mir das ver­ständ­lich erklä­ren zu las­sen. Viel­leicht wäre das sogar einen Arti­kel wert. Blöd, das ich da nicht schon eher drauf gekom­men bin.

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