BLACK PROPHECY wird abgeschaltet

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Wie soeben auf der Face­book-Sei­te des MMOs gemel­det wird, wer­den die Ser­ver des vom Ent­wick­ler Reakktor Media aus Han­no­ver stam­men­de free2play Welt­raum-Shoo­ter-MMOs BLACK PROPHECY am 26. Sep­tem­ber abge­schal­tet und das Spiel damit been­det. Offen­sicht­lich wie­der ein­mal ein viel­ver­spre­chen­des Game, das sei­ne Spie­ler­schaft nicht fin­den konn­te. Spie­ler, die gegen Echt­geld ingame-Wäh­rung gekauft haben, erhal­ten einen Gut­schein, der bei einem ande­ren Gami­go-Spiel ein­ge­löst wer­den kann. Nur gibt es dum­mer­wei­se kei­nen auch nur ansatz­wei­se ver­gleich­ba­ren Titel in deren Port­fo­lio – man wirbt mit BLACK PROPHECY TACTICS, aber das ist kein Shoo­ter, son­dern ein Echt­zeit­stra­te­gie-Titel.

BLACK PROPHECY lief damit gera­de mal andert­halb Jah­re. Ich hat­te wäh­rend der Beta einen Blick gewor­fen und auch nach dem Launch mal rein­ge­se­hen, das Spiel an sich war hübsch, es hat­te spie­le­risch Ansät­ze von ande­ren Welt­raum-Kampf­schiff­si­mu­la­to­ren und die Gra­fik war sehr ansehn­lich. Auch die Auf­rüst­op­tio­nen für die Kampf­jä­ger waren ganz anspre­chend gemacht. War­um ich damals nicht wei­ter gespielt habe? Gute Fra­ge, ich gehe ein­fach mal davon aus, dass ich zu dem Zeit­punkt gera­de ande­re Spie­le abon­niert hat­te und des­we­gen kei­ne Zeit für BLACK PROPHECY blieb.

Die Abschal­tung zeigt aber erneut, dass man sich bei free2­play-Spie­len gut über­le­gen soll­te, wo man sein Geld sei­ne Zeit inves­tiert, denn sonst lösen sich die­se Inves­ti­tio­nen ein­fach in Luft auf, wenn der Betrei­ber das Game weg­axt. Wahr­schein­lich las­sen es die Rech­te nicht zu, aber eine denk­ba­re Mög­lich­keit wäre natür­lich, den Code frei­zu­ge­ben und die Fan­ge­mein­de ihre eige­nen Ser­ver auf­set­zen und das Spiel wei­ter ent­wi­ckeln zu las­sen.

Bis zum end­gül­ti­gen Fina­le wird es laut Anga­ben der Betrei­ber noch ein paar »Ende des Universums«-Events geben. Immer­hin.

Rest In Peace.

Weils so schön war (ins­be­son­de­re die Musik), hier noch­mal einer der Trai­ler zum Spiel:

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LEGO UNIVERSE wird abgeschaltet

Nur 16 Mona­te nach dem Start wer­den die Ser­ver des Online­spiels LEGO UNIVERSE nach Aus­sa­gen des Betrei­bers (eben LEGO und War­ner Bros. Inter­ac­tive) am 31. Janu­ar 2012 abge­schal­tet. Zuletzt hat­te man noch das Geschäfts­mo­dell von Abo auf free2play geän­dert, das hat jedoch offen­sicht­lich trotz guter Spiel­er­zah­len nicht gehol­fen, genü­gend Ein­nah­men zu gene­rie­ren, um den wirt­schaft­li­chen Betrieb des Spiels sicher­stel­len zu kön­nen.

Auf der einen Sei­te kommt das nicht ganz über­ra­schend, denn die Ziel­grup­pe von LEGO UNIVERSE waren von Anfang an Kin­der. Den Eltern (wahr­schein­lich all­zu oft MMO-Analpha­be­ten) dürf­te es nur schwer zu erläu­tern sein, dass sie ihren Spröss­lin­gen zuerst in jedem Monat das Abo und spä­ter dann Gegen­stän­de aus dem Item­shop zah­len soll­ten. So weit sind wir ein­fach noch nicht – und ich habe das ange­sichts der Ziel­grup­pe von Anfang an für eine Schnaps­idee gehal­ten.

Ande­rer­seits ist das scha­de, denn wer mal einen Blick in das Spiel gewor­fen hat, der konn­te fest­stel­len, dass es abseits der kind­ge­rech­ten Gra­fik und Inhal­te tech­nisch und spie­le­risch durch­aus zu über­zeu­gen wuss­te.

Für die Spie­ler ist das wie auch bei ande­ren Anbie­tern, die Spie­le ver­gleichs­wei­se kurz nach dem Start schlie­ßen (sie­he aktu­ell auch Frogster/Gameforge), natür­lich in hohem Maße unschön. Mei­ner Ansicht nach soll­ten sich die Betrei­ber ange­sichts stän­di­ger Spiel­ein­stel­lun­gen nicht wun­dern, wenn die Reso­nanz bis auf Aus­nah­men mäßig bleibt. Denn: wenn ich einen Hau­fen Geld in ein Spiel inves­tie­re (sei es nun im Abo oder im Item­shop), dann kann ich das kom­plett abschrei­ben, wenn die Ser­ver abge­schal­tet und der Spiel­be­trieb ein­ge­stellt wer­den. Dass das für Unmut sorgt, soll­te nie­man­den wun­dern. In letz­ter Zeit geschieht dies immer öfter und so muss man sich nicht wun­dern, wenn die Kun­den vor­sich­ti­ger wer­den, wem sie ihre Koh­le anver­trau­en. Letzt­end­lich scha­det sol­ches Ver­hal­ten der Publisher dem gesam­ten MMO-Seg­ment. Ins­be­son­de­re bei Games die man zuerst voll­prei­sig kau­fen muss, die dann inner­halb kür­zes­ter Zeit auf f2p umge­stellt wer­den (Käu­fer ver­grätzt) und dann den­noch schnell abge­schal­tet wer­den (Käu­fer erneut ver­grätzt, neue Spie­ler dann gleich auch noch) ist die­se Vor­ge­hens­wei­se qua­si ein Garant für schlech­te Stim­mung bei den Kun­den.

Lei­der besteht bei sol­chen Lizen­zen wie LEGO (oder STAR WARS GALAXIES) ja nicht die Mög­lich­keit, das Spiel als Open Source frei­zu­ge­ben – bei SPELLBORN wäre die­se Opti­on aber bei­spiels­wei­se durch­aus denk­bar gewe­sen.

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