Spiel

DIABLO 3 wird für deutschen Markt »entschärft«

diablo 3 logo

Wie DIABLO 3-Chef­ent­wick­ler Jay Wil­son bekannt­gab, wird Bliz­zards mit Span­nung erwar­te­te nächs­te Ver­si­on der erfolg­rei­chen Spiel­rei­he in Deutsch­land in einer »ent­schärf­ten« Fas­sung ver­trie­ben wer­den. Es wer­de unter ande­rem mög­li­cher­wei­se gar kein oder »ande­res« Blut zu sehen sein, als in den ande­ren inter­na­tio­na­len Fas­sun­gen. Gegen­über dem US-Maga­zin Wired sag­te er: »Defi­ni­te­ly for regi­ons like Ger­ma­ny and Aus­tra­lia, we will have to chan­ge blood if we’re going to sell the­re. And that’s fine. Tho­se are the stan­dards for tho­se regi­ons, and we don’t real­ly have a pro­blem with cate­ring to what they need and what they want.«

Ich bezweif­le stark, dass die hie­si­gen Spie­ler wirk­lich eine kas­trier­te (zen­sier­te) Ver­si­on des Spiels brau­chen und wol­len.

Vor­pre­schen­der Gehor­sam wegen der hie­si­gen Kil­ler­spiel­dis­kus­si­on? Kri­ti­ker mögen das so äußern, aber tat­säch­lich ist der Grund ein ganz ande­rer: In der ursprüng­li­chen Form wür­de DIABLO 3 in Deutsch­land aller Wahr­schein­lich­keit nur eine Frei­ga­be ab 18 erhal­ten – wor­an ja grund­sätz­lich nichts aus­zu­set­zen wäre. Bei Bliz­zard ist man sich aber selbst­ver­ständ­lich dar­über im Kla­ren, was das für die Absatz­zah­len bedeu­tet und man möch­te des­we­gen das Spiel lie­ber ab 16 frei­ge­ge­ben haben, damit sich mehr Exem­pla­re ver­kau­fen. Und das dürf­te der ein­zi­ge schlüs­si­ge Grund für die Zen­sur des Spiels sein: Wie üblich schöder Mam­mon – und nicht weil die Spie­ler hier »das so wol­len«.

DIABLO 3‑Logo Copy­right 2009 Bliz­zard

Wir sind Gamer – Demonstrationen für Spielkultur

plakat wir sind gamer

Pres­se­mit­tei­lung von Wir​S​ind​Ga​mer​.de:

Com­pu­ter- und Video­spie­ler demons­trie­ren am 25. Juli 2009 in Ber­lin, Köln und Karls­ru­he

Com­pu­ter- und Video­spie­le wer­den in der Poli­tik zuneh­mend zum Sün­den­bock für gesell­schaft­li­che Pro­ble­me gemacht. Damit geht eine Stig­ma­ti­sie­rung sanft­mü­ti­ger Com­pu­ter- und Video­spie­ler ein­her. Wir als fried­li­che Gamer for­dern von der Poli­tik eine kon­struk­ti­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit der Jugend­kul­tur Gam­ing. Dafür gehen wir am 25. Juli 2009 in Ber­lin, Köln und Karls­ru­he auf die Stra­ße.
Nach der Absa­ge einer Liga-Ver­an­stal­tung des elek­tro­ni­schen Sports haben am 5. Juni 2009 im Rah­men der Inde­pen­dent Fri­day Night Game – Demons­tra­ti­on für Jugend­kul­tur in Karls­ru­he bereits meh­re­re hun­dert Gamer fried­lich für die Spiel­kul­tur demons­triert. Den­noch wur­de noch am glei­chen Tag von der Innen­mi­nis­ter­kon­fe­renz der Län­der Beschluss gefasst, ein »Her­stel­lungs- und Ver­brei­tungs­ver­bot« von Action-Com­pu­ter­spie­len zu for­dern. Die Hetz­jagd gegen fried­li­che Spie­ler hat danach immer absur­de­re Aus­ma­ße ange­nom­men. Ihr trau­ri­ger Höhe­punkt war die Absa­ge der Con­ven­ti­on Xtre­me in Karls­dorf-Neu­thard, einer der größ­ten und bekann­tes­ten LAN-Par­ties im süd­deut­schen Raum. Durch die Auf­la­ge der Stadt, dass auf der Ver­an­stal­tung Spie­le wie War­craft 3 (frei­ge­ge­ben ab 12 Jah­ren) oder Coun­ter Strike (frei­ge­ge­ben ab 16 Jah­ren) nicht gespielt wer­den dür­fen, muss­ten die Ver­an­stal­ter die LAN-Par­ty absa­gen. Ohne die­se bei­den über­aus belieb­ten Spie­le hät­te die LAN-Par­ty kei­nen Zuspruch der Spie­ler erhal­ten.
Wir als fried­li­che Gamer sehen nicht ein, wie­so Spie­le mit einer Frei­ga­be ab 12 oder 16 Jah­ren von Erwach­se­nen nicht gespielt wer­den dür­fen. Wir sehen es nicht ein, dass vie­le Poli­ti­ker sich mit der Jugend­kul­tur Gam­ing nicht aus­ein­an­der­set­zen, son­dern sie als All­zweck-Sün­den­bock im Vor­feld der Wah­len miss­brau­chen. Daher gehen wir Gamer wie­der auf die Stra­ße. Dabei suchen wir den Dia­log mit Poli­ti­kern und Eltern und möch­ten zei­gen, dass Com­pu­ter­spie­le zu einem Kul­tur­gut gewor­den sind. Com­pu­ter­spie­le ver­bin­den län­der­über­grei­fend Men­schen und Gene­ra­tio­nen.

Wir rufen alle Com­pu­ter­spie­ler auf, sich uns anzu­schlie­ßen.

Neben LAN-Par­ty-Ver­ei­nen, Spie­le­shops, und Gam­ing­clans haben bereits ers­te Bun­des­po­li­ti­ker ihre Unter­stüt­zung zuge­sagt.

Das Pro­gramm der jewei­li­gen Demons­tra­ti­on sowie wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind auf der Web­sei­te www​.Wir​S​ind​Ga​mer​.de zu fin­den.

Das Team von wir​s​ind​ga​mer​.de
Kon­takt:
Nor­man Sch­lor­ke
Norman.schlorke[at]gmx.de

Sam Raimi dreht WORLD OF WARCRAFT

Sam Raimi

Ain’t It Cool News und Varie­ty berich­ten unab­hän­gig von­ein­an­der, dass Sam Rai­mi (SPIDER-MAN) die Pro­duk­ti­on eines Spiel­films zum der­zeit erfolg­reichs­ten MMORPG WORLD OF WARCRAFT als Regis­seur über­neh­men wird. Aus­füh­ren­der Pro­du­zent wird laut Varie­ty Charles Roven, der auch schon beim DARK KNIGHT pro­du­ziert hat. Damit dürf­te wohl halb­wegs sicher sein, dass es sich hier tat­säch­lich um eine Mul­ti-Mil­lio­nen-Dol­lar-Pro­duk­ti­on han­deln wird, denn Rai­mi dürf­te für hal­be Sachen eben­so­we­nig zu haben sein, wie Rou­ven.

Legen­da­ry Pic­tures und der WOW-Publisher Bliz­zard Enter­tain­ment wer­den das Pro­jekt durch­füh­ren und die War­ner-Brü­der tre­ten als Co-Finan­ziers und Dis­tri­bu­to­ren auf.

Gerüch­ten zufol­ge soll Trash-Regis­seur Uwe Boll den Jungs von Bliz­zard eine grö­ße­re Men­ge Gel­des gebo­ten haben, wenn er den Job bekommt, dar­aus wur­de aller­dings – man kann nur sagen: Glück­li­cher­wei­se – nichts.

Dank an Cynx für den Hin­weis.

Update: Hier noch der Link zu Bliz­zards offi­zi­el­ler Press­mit­tei­lung.

Bild: Sam Rai­mi, aus der Wiki­pe­dia

MECHWARRIOR: Neues Computerspiel

mechwarrior 2 cover

MECHWARRIOR ist der Name einer Rei­he von Com­pu­ter­spie­len, die – eben­so wie das gleich­na­mi­ge Rol­len­spiel – auf dem Table­top-Klas­si­ker BATTLETECH der Fir­ma FASA (eben­falls Erfin­der von SHADOWRUN) beru­hen. Auch, wenn die Fir­ma selbst inzwi­schen nicht mehr am Markt ver­tre­ten ist, erfreu­en sich ihre Pro­duk­te nach wie vor eini­ger Beliebt­heit und kön­nen welt­weit zahl­lo­se Anhän­ger auf­wei­sen.

Nun hat kana­di­sche Ent­wick­ler­stu­dio Piran­ha Games (das nichts mit Piran­ha Bytes, den deut­schen Machern von RISEN zu tun hat) eine Neu­auf­la­ge des Action­spiel­klas­si­kers MECHWARRIOR ange­kün­digt. In MECHWARRIOR (wie in der Table­top-Vor­lan­ge) pilo­tiert der Spie­ler rie­si­ge Kampf­ro­bo­ter – soge­nann­te Batt­le­mechs – im Kampf gegen die Trup­pen geg­ne­ri­scher Macht­blö­cke.
In dem ange­kün­dig­ten Com­pu­ter­spiel, das für PC und X‑Box erschei­nen soll, wird es neben dem Ein­zel­spie­ler-Modus auch einen vier-Spie­ler-Koop-Mode geben, wei­ter­hin wird es online spiel­bar sein (in Grup­pen gegen­ein­an­der und Team­speak-unter­stützt hört sich das sehr attrak­tiv an).

Die Hand­lung spielt im Jahr 3015 auf dem Pla­ne­ten Desh­ler und dreht sich um den jun­gen Adli­gen Adri­an Khol, der es mit sei­nen Erz­ri­va­len vom Haus Kuri­ta zu tun bekommt, nach­dem die­ses eine Inva­si­on star­tet und Khols Fami­lie tötet.

Inter­es­san­ter Fakt: Neben Piran­ha Games ist auch das Unter­neh­men »Smith and Tin­ker« an der Ent­wick­lung betei­ligt – das gehört Jor­dan K. Weis­man, FASA-Grün­der und einer der Väter des BATT­LE­TECH-Uni­ver­sums.

Am neu erwach­ten wirt­schaft­li­chen Inter­es­se an rie­si­gen Kampf­ro­bo­tern dürf­ten wohl die TRANSFORMERS nicht ganz unschul­dig sein… (auch zu denen lie­fer­te Piran­ha Games eine Com­pu­ter­spiel­um­set­zung)

Bild: Cover MECHWARRIOR 2, Copy­right 1995 Acti­vi­si­on

DAS SCHWARZE AUGE als Kinofilm

dsa 25

DAS SCHWARZE AUGE (kurz: DSA) ist das wohl dienst­äl­tes­te deut­sche Pen & Paper Rol­len­spiel und spal­tet die Gamer schon seit vie­len Jah­ren in jene, die es lie­ben und sol­che, die es has­sen. Legen­där die Plas­tik­mas­ke der ers­ten Aus­ga­be für den Spiel­lei­ter. Soeben fei­er­te das Sys­tem sein 25jähriges Jubi­lä­um.

Der deut­sche Film­ver­lei­her KSM Film (WARLORDS) hat sich nun die Film­rech­te an DSA gesi­chert und plant, die Welt Aven­tu­ri­en auf die Kino­lein­wand zu brin­gen. Die Pres­se­mit­tei­lung:

Die KSM GmbH hat sich die Ver­fil­mungs­rech­te an der Rol­len­spiel­welt DAS SCHWARZE AUGE gesi­chert.

DAS SCHWARZE AUGE ist das bekann­tes­te und belieb­tes­te Rol­len­spiel aus Deutsch­land, exis­tiert bereits als Pen-und-Paper Spiel seit 25 Jah­ren und hat sich bis zum heu­ti­gen Datum stets wei­ter­ent­wi­ckelt.
Beglei­tet wur­de das Spiel unter ande­rem mit Büchern und einer eige­nen Zei­tung. Dar­über hin­aus gab es noch meh­re­re PC-Spie­le, wel­che sehr erfolg­reich waren.

Das zuletzt im Jahr 2008 erschie­ne­ne PC-Spiel DRAKENSANG hat sich bereits etwa 200.000 mal in Deutsch­land ver­kauft und wur­de mit dem Deut­schen Com­pu­ter­spiel­preis 2009 aus­ge­zeich­net. Eine Aus­wer­tung von DRAKENSANG erfolgt in meh­re­ren Län­dern, dar­un­ter USA, Eng­land und Frank­reich. Wei­te­re DSA PC-Spie­le fol­gen 2009 und 2010.

KSM plant die Her­stel­lung eines Kino­films auf 35mm. Der Dreh­start ist für 2010/​2011 vor­ge­se­hen.

Ich hof­fe, KSM plant, einen star­ken Part­ner ins Boot zu holen, am Bes­ten wohl einen aus den Ver­ei­nig­ten Staa­ten, sonst dürf­te das Pro­jekt – wie bei deut­schen Fil­men üblich –  wohl eher in die Trash-Ecke rut­schen. Ich bin auch immer noch nicht ganz sicher, ob es sich bei die­ser Mel­dung nicht um eine Ente han­delt (man beach­te das XAMPP-Favicon auf der Fir­men­web­sei­te; sieht man sich da ein wenig um, stellt man fest, dass sie auch »tex­tilar­me« Fil­me ver­trei­ben :o)…

Bild: Cover 25 Jah­re DSA, Copy­right Ulis­ses Medi­en & Spiel Dis­tri­bu­ti­ons GmbH

AION – Das wars dann wohl…

aion cover

NCSofts MMORPG AION – TOWER OF ETERNITY will dem­nächst auch bei uns antre­ten, um Klas­sen­pri­mus WORLD OF WARCRAFT ein paar Spie­ler abzu­knap­sen. Und tat­säch­lich sieht das, was man als Appe­tit­häpp­chen vor­ab gezeigt bekommt, sehr gut aus und macht Lust auf mehr.

Doch lei­der macht NCSoft offen­bar einen gro­ben Feh­ler: Wie auch ande­re MMORPGS wird man mit Hacks und Bots zu kämp­fen haben und setzt zur Abwehr eine Soft­ware namens NPro­tect Game­Guard ein. Die wird bei der Instal­la­ti­on von AION unge­fragt eben­falls auf dem Sys­tem auf­ge­bracht und nis­tet sich wie ein Root­kit tief in die­sem ein. Selbst Com­pu­ter­pro­fis haben Pro­ble­me die­se Soft­ware wie­der rück­stands­los zu ent­fer­nen. Etli­che Pro­gram­me wer­den Berich­ten von Tes­tern zufol­ge von Game­Guard schlicht­weg geblockt und sind danach nicht mehr zu star­ten oder erfor­dern nach dem Spie­len von AION einen Sys­tem­neu­start.

Wer also die Kon­trol­le über sei­nem Rech­ner nicht Game­Guard über­las­sen möch­te, läßt bes­ser die Fin­ger von AION. Man hat noch genug Zeit, sich das reif­lich zu über­le­gen: AION star­tet in Euro­pa am 31.12.2009.

NCSoft: Epic fail!

Cover AION, Copy­right 2009 NCSoft

Die Pfeiffers und die Ego-Shooter

Im Zusam­men­hang mit den Dis­kus­sio­nen um Com­pu­ter­spie­le, Ver­bo­te und der­glei­chen fällt immer wie­der der Name Prof. Dr. Chris­ti­an Pfeif­fer, sei­nes Zei­chens Direk­tor des Kri­mi­no­lo­gi­schen For­schungs­in­sti­tuts in Han­no­ver. Der fällt immer wie­der durch eigent­lich nur het­ze­risch zu nen­nen­de The­sen zu die­sem The­ma auf und beruft sich auch gern mal auf eige­ne Stu­di­en. Und gibt auch schon mal kom­pe­ten­te Aus­sa­gen wie die Fol­gen­de von sich:

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Pfeif­fer und sei­ne Schwes­ter, die offen­bar auf dem­sel­ben Kreuz­zug ist, waren mal auf dem Stutt­gar­ter Sym­po­si­um für Medi­en­ethik und was da abging, hat ein ande­rer Teil­neh­mer und Vor­tra­gen­der in sei­nem Blog doku­men­tiert. Und das ist abso­lut lesens­wert und zeigt deut­lich auf, welch Geis­tes Kind die Pfeif­fers sind.

Bren­nen bald Com­pu­ter­spie­le? Bücher hat­ten wir ja schon…

Innenminister einig über »Killerspiel«-Verbot

Auf der Innen­mi­nis­ter­kon­fe­renz der Län­der in Bre­mer­ha­ven beschlos­sen die Teil­neh­mer heu­te, dass »Kil­ler­spie­le« »so schnell wie mög­lich« ver­bo­ten wer­den sol­len. Die For­mu­lie­rung lau­tet: Ver­bo­ten wer­den sol­len nach Auf­fas­sung der Minis­ter Video- und Com­pu­ter­spie­le, »bei denen ein wesent­li­cher Bestand­teil der Spiel­hand­lung die vir­tu­el­le Aus­übung von wirk­lich­keits­nah dar­ge­stell­ten Tötungs­hand­lun­gen« aus­macht.

Wie immer schön schwam­mig und wie immer völ­lig sinn­frei. Es hat noch nie­mand nach­ge­wie­sen, dass soge­nann­te »Kil­ler­spie­le« die Gewalt­be­reit­schaft stei­gern, Stu­di­en, die das angeb­lich bele­gen sol­len (und die nicht sel­ten mani­pu­liert wur­den), ste­hen ande­re Unter­su­chun­gen ent­ge­gen, die das ver­nei­nen.

Hier stellt sich die Poli­tik einen Frei­brief aus, ali­bi­mä­ßig Com­pu­ter­spie­le zu ver­bie­ten, ohne jedoch gegen die wah­ren Grün­de von Amok­läu­fen und stei­gen­der Gewalt­be­reit­schaft von Jugend­li­chen in unse­rem Land vor­ge­hen zu müs­sen. Wie­der ein­mal Smo­ke­screens für das bild­zei­tungs­le­sen­de Stimm­vieh im Vor­feld der nahen­den Wah­len.

Mir ist übri­gens völ­lig unklar, wie man in einem Com­pu­ter­spiel jeman­den »wirk­lich­keits­nah« töten kön­nen soll… Aber Poli­ti­ker agie­ren nun mal gern unter der Prä­mis­se »ich habe mei­ne Mei­nung, ver­wirr mich nicht mit Fak­ten«. »Wirk­lich­keits­nah« ist fast belie­big aus­zu­le­gen, also ver­ab­schie­den wir uns schon­mal von WOW…

Viel­leicht soll­te man wirk­lich hof­fen, dass sie das durch­zie­hen, denn dann wird die Wäh­ler­grup­pe »18 – 30jährige Spie­ler« sich hof­fent­lich end­lich mal ernst­haft über­le­gen, wem sie ihre Stim­me geben.

Erste Szenen aus PRINCE OF PERSIA

prince of persia sands of time prince

Obwohl es bis zum Kino­start der Com­pu­ter­spie­le-Ver­fil­mung PRINCE OF PERSIA noch ein Jahr hin ist, gibt es ers­te Sze­nen zu bewun­dern. Pro­du­zent Jer­ry Bruck­hei­mer selbst ermög­licht den Fans eini­ge ers­te Bli­cke dar­auf, wie das The­ma umge­setzt wird.

Es spie­len unter ande­rem Jake Gyl­len­haal, Gem­ma Arterton, Alfred Moli­na, Ben King­s­ley und Toby Keb­bell, Regie führt Mike Newell (GOBLET OF FIRE) nach einem Dreh­buch von Doug Miro, Car­lo Ber­nard, Jor­dan Mech­ner und Boaz Yakin. Fir­ma hin­ter dem  Film ist Dis­ney.

In dem Fan­ta­sy-Aben­teu­er nach den Spie­len, die in letz­ter Zeit von Ubi­s­oft ver­öf­fent­licht wur­den (das Ori­gi­nal aus dem Jah­re 1989 war von Brø­der­bund), gibt Gyl­len­haal den per­si­schen Prin­zen Dastan, der sich im sechs­ten Jahr­hun­dert mit der Prin­zes­sin Tami­na (Arterton) zusam­men tut, um einen adli­gen Böse­wicht dar­an zu hin­dern den »Sand der Zeit« in sei­ne Fin­ger zu bekom­men. Mit der Hil­fe die­ses mäch­ti­gen Arte­fakts könn­te er die Zeit zurück­dre­hen und die Welt­herr­schaft an sich rei­ßen.

Der Film basiert auf PRINCE OF PERSIA: THE SANDS OF TIME, dem ins­ge­samt vier­ten Spiel um den Prot­ago­nis­ten und dem ers­ten der gleich­na­mi­gen Tri­lo­gie.

Bild: Der Prinz, Bild­schirm­fo­to aus SANDS OF TIME, aus der Wiki­pe­dia

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»Spiele, bei denen die Tötung des Gegners simuliert wird…«

…sol­len in Zukunft mit einem Buß­geld belegt wer­den, so hat es die Regie­rungs­ko­ali­ti­on heu­te beschlos­sen.

Ich blei­be fas­sungs­los zurück.

Durch die­se schwam­mi­ge For­mu­lie­rung wer­den zahl­lo­se völ­lig harm­lo­se Frei­zeit­be­schäf­ti­gun­gen min­des­tens zur Ord­nungs­wid­rig­keit und das beinhal­tet sogar schon, wenn Kin­der Cow­boy und India­ner mit Spiel­zeug­pis­to­len spie­len. Eben­so LARP und ähn­li­che Ver­an­stal­tun­gen wie bei­spiels­wei­se Jug­ger. Im Prin­zip soll­te sich schon­mal jeder prä­ven­tiv selbst anzei­gen, der in der Öffent­lich­keit Schach spielt, denn auch bei die­sem Spiel wer­den selbst­ver­ständ­lich Tötun­gen simu­liert (wobei ich zuge­ben muss, dass das nicht mit Waf­fen geschieht). Und eben­so selbst­ver­ständ­lich fällt bei­spiels­wei­se der Fecht­sport laut den Aus­sa­gen der Poli­ti­ker nicht dar­un­ter. Ist klar… Nicht, dass ich was gegen Fecht­sport habe, im Gegen­teil, aber wenn mir ein Polit-Clown ernst­haft dar­le­gen will, dass hier selbst­ver­ständ­lich nicht das Töten einer Per­son simu­liert wird, dann glau­be ich nicht nur an ernst­haf­te kogni­ti­ve Pro­ble­me bei den soge­nann­ten Volks­ver­tre­tern, son­dern sehe die ganz klar (alter­na­tiv ger­ne auch Dumm­heit oder Bigot­te­rie).

Dass es sich hier­bei um eine Far­ce und pure Wahl­kampf­kos­me­tik han­delt, hat sogar der Bund Deut­scher Kri­mi­nal­be­am­ter fest­ge­stellt, der har­sche Kri­tik an dem Geset­zes­vor­schlag übt. BDK-Chef Klaus Jan­sen erör­ter­te gegen­über der »Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung«: »Was die Koali­ti­on beschlos­sen hat, ist rei­ne Kos­me­tik. Die­sen Knie­fall vor der Waf­fen­lob­by wer­den wir Uni­on und SPD nicht durch­ge­hen las­sen.«

Eben. Paint­bal­ler und Betrei­ber ande­rer angeb­li­cher Tötungs­si­mu­la­tio­nen kann man deut­lich leich­ter drang­sa­lie­ren als die Waf­fen­lob­by.

Übri­gens muss man sich die For­mu­lie­rung »Spie­le, bei denen die Tötung des Geg­ners simu­liert wird…« wirk­lich mal auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen: Das gilt so auch für zahl­lo­se Com­pu­ter­spie­le, auch wenn es sich hier pri­mär ums Waf­fen­ge­setz dreht.

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