Jürgen Eglseer bietet nun über eine Plattform Amrûn eine Alternative. Er schreibt dort:
Wir bieten nun folgendes: Schickt uns eure Rahmendaten (Format, Seitenzahl, gewünschte Auflage) und wir suchen die für euch sinnvollste Druckerei aus und organisieren alles weitere. Die Auftragserteilung und Abrechnung mit der Druckerei läuft über uns, ebenso werden Rückfragen während des Druckprozesses möglichst von uns erledigt, bzw. mit euch abgesprochen. Möglich sind alle gängigen Druckformate und Auflagenhöhen von eins bis unendlich.
Wichtig sind uns gut hergestellte Bücher, mögliche Fehlerquellen versuchen wir schon zu Beginn zusammen mit euch auszuschalten.
Darüber hinaus sind auch Dienstleistungen wie Lektorat, Buchsatz oder Covergestaltung möglich, selbst die Auslieferung kann Amrûn übernehmen.
Feste Preise gibt es nicht (was auch Sinn macht: es ist gerade beim Selfpublishing deutlich besser, auf jede Anfrage gezielt einzugehen, als Pauschalangebote zu machen), man kann über die Webseite ein Angebot anfordern.
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Erinnert mich im Grunde sehr stark an die Angebote von Privatverlagen.
Man kann sein Manuskript einschicken, es wird auf seine Qualität geprüft und anschließend erhält der Kunde eine Angebot zu welchem Preis sein Buch gedruckt werden kann. Der Unterschied ist eben, dass Amrûn das Ganze wesentlich offener, also ohne feste Vertragsbindung gestaltet und zudem Leistungen auch einzeln und nicht immer als komplett Paket anbietet. Wenn nun die oftmals eher negativ angesehenen Bezahlverlage ihre Dienstleitungen mit Amrûn im Augenmerk anpassen, so würden sie zum einen einen völlig neuen Kundenzweig gewinnen und könnten zum andern ihren negativen Ruf ausbügeln.
Das Problem ist, dass es bei den Book-On-Demand Anbietern gewaltige Preisunterschiede gibt. Bei 100 Büchern (DIN A4, Hardcover) kann man leicht über 1000,- € einsparen. ( Zwischen einem teuren und einem günstigen Anbieter). Und dies bei gleicher Qualität!
Bei einem teuren Anbieter zahlt man für Bücher mit Klebebindung oft deutlich mehr, als bei einer günstigen Buchdruckerei für Bücher in Fadenheftung.
I.d.R. haben die Anbieter unterschiedliche Rabattstaffelungen. Viele Anbieter gewähren bis 30–40% Mengenrabatt. Manche über 70%.
Hier einen Marktüberblick zu bekommen ist nicht ganz einfach. Ich habe auf meiner Seite über 12 Book on Demand Anbieter zusammengefasst, inkl. Online-Rechner. (darunter sind Selfpublishing-Anbieter und Buchdruckereien) [SpamLink entfernt, der Red.]
Man muss sich natürlich entscheiden, ob man zu einem Selfpublishing-Anbieter gehen will (die oft gar nicht selbst drucken, dafür Zusatzdienste anbieten) oder eine Buchdruckerei bevorzugt.
Es gibt in Deutschland Buchdruckereien, die täglich 60.000 Bücher drucken, die aber in der breiten Öffentlichkeit relative unbekannt sind. Dort lassen die großen deutschen Buchverlage drucken. Inzwischen kann man sich auch als Privatmann oder kleiner Autor an diese großen Buchdruckereien wenden. Die bieten oft bessere Konditionen als die Selfpublishing-Anbieter.
Netter Spam-Versuch, ich war so frei, die Links zu entfernen. Ich habe mir den verlinkten Preisvergleich mal kurz angesehen: mal abgesehen davon, dass Angaben zur Seitenzahl nicht gemacht werden konnten, und allein deswegen schon kein seriöses Angebot oder Vergleich möglich ist, startete das preiswerteste Angebot mit einem Preis, der mehr als doppelt so teuer wie bei CreateSpace ist. Es gibt Anbieter, die liegen nur minimal darüber, davon war allerdings dort nichts zu sehen. Ist auch kein Wunder, hier sollte offenbar nur auf eine Seite verlinkt werden, die via Affiliate-Link (o.ä.) Einnahmen generiert.
Das als Kommentar gerade unter diesen Artikel zu setzen, ist derart dummdreist, dass man fast schon wieder beeindruckt sein müsste … Bin ich aber nicht.