Druck-Alternative für Selfpublisher: Amrûn

Ich hat­te in einem Arti­kel auf die Mög­lich­kei­ten der Ama­zon-Toch­ter Crea­teSpace hin­ge­wie­sen. Das gro­ße Pro­blem dort ist, dass man die Eigen­ex­em­pla­re der Bücher in den USA bestel­len muss. Das ist zwar immer noch deut­lich güns­ti­ger als bei deut­schen Print On Demand-Anbie­tern, aber wenn man schnell Exem­pla­re benö­tigt oder grö­ße­re Men­gen, stößt man an die Gren­zen.

Jür­gen Egl­seer bie­tet nun über eine Platt­form Amrûn eine Alter­na­ti­ve. Er schreibt dort:

Wir bie­ten nun fol­gen­des: Schickt uns eure Rah­men­da­ten (For­mat, Sei­ten­zahl, gewünsch­te Auf­la­ge) und wir suchen die für euch sinn­volls­te Dru­cke­rei aus und orga­ni­sie­ren alles wei­te­re. Die Auf­trags­er­tei­lung und Abrech­nung mit der Dru­cke­rei läuft über uns, eben­so wer­den Rück­fra­gen wäh­rend des Druck­pro­zes­ses mög­lichst von uns erle­digt, bzw. mit euch abge­spro­chen. Mög­lich sind alle gän­gi­gen Druck­for­ma­te und Auf­la­gen­hö­hen von eins bis unend­lich.

Wich­tig sind uns gut her­ge­stell­te Bücher, mög­li­che Feh­ler­quel­len ver­su­chen wir schon zu Beginn zusam­men mit euch aus­zu­schal­ten.

Dar­über hin­aus sind auch Dienst­leis­tun­gen wie Lek­to­rat, Buch­satz oder Cover­ge­stal­tung mög­lich, selbst die Aus­lie­fe­rung kann Amrûn über­neh­men.

Fes­te Prei­se gibt es nicht (was auch Sinn macht: es ist gera­de beim Self­pu­bli­shing deut­lich bes­ser, auf jede Anfra­ge gezielt ein­zu­ge­hen, als Pau­schal­an­ge­bo­te zu machen), man kann über die Web­sei­te ein Ange­bot anfor­dern.

[cc]

3 Kommentare zu „Druck-Alternative für Selfpublisher: Amrûn“

  1. Erin­nert mich im Grun­de sehr stark an die Ange­bo­te von Pri­vat­ver­la­gen.
    Man kann sein Manu­skript ein­schi­cken, es wird auf sei­ne Qua­li­tät geprüft und anschlie­ßend erhält der Kun­de eine Ange­bot zu wel­chem Preis sein Buch gedruckt wer­den kann. Der Unter­schied ist eben, dass Amrûn das Gan­ze wesent­lich offe­ner, also ohne fes­te Ver­trags­bin­dung gestal­tet und zudem Leis­tun­gen auch ein­zeln und nicht immer als kom­plett Paket anbie­tet. Wenn nun die oft­mals eher nega­tiv ange­se­he­nen Bezahl­ver­la­ge ihre Dienst­lei­tun­gen mit Amrûn im Augen­merk anpas­sen, so wür­den sie zum einen einen völ­lig neu­en Kun­den­zweig gewin­nen und könn­ten zum andern ihren nega­ti­ven Ruf aus­bü­geln.

  2. Das Pro­blem ist, dass es bei den Book-On-Demand Anbie­tern gewal­ti­ge Preis­un­ter­schie­de gibt. Bei 100 Büchern (DIN A4, Hard­co­ver) kann man leicht über 1000,- € ein­spa­ren. ( Zwi­schen einem teu­ren und einem güns­ti­gen Anbie­ter). Und dies bei glei­cher Qua­li­tät!

    Bei einem teu­ren Anbie­ter zahlt man für Bücher mit Kle­be­bin­dung oft deut­lich mehr, als bei einer güns­ti­gen Buch­dru­cke­rei für Bücher in Faden­hef­tung.

    I.d.R. haben die Anbie­ter unter­schied­li­che Rabatt­staf­fe­lun­gen. Vie­le Anbie­ter gewäh­ren bis 30–40% Men­gen­ra­batt. Man­che über 70%.

    Hier einen Markt­über­blick zu bekom­men ist nicht ganz ein­fach. Ich habe auf mei­ner Sei­te über 12 Book on Demand Anbie­ter zusam­men­ge­fasst, inkl. Online-Rech­ner. (dar­un­ter sind Self­pu­bli­shing-Anbie­ter und Buch­dru­cke­rei­en) [Spam­Link ent­fernt, der Red.]

    Man muss sich natür­lich ent­schei­den, ob man zu einem Self­pu­bli­shing-Anbie­ter gehen will (die oft gar nicht selbst dru­cken, dafür Zusatz­diens­te anbie­ten) oder eine Buch­dru­cke­rei bevor­zugt.

    Es gibt in Deutsch­land Buch­dru­cke­rei­en, die täg­lich 60.000 Bücher dru­cken, die aber in der brei­ten Öffent­lich­keit rela­ti­ve unbe­kannt sind. Dort las­sen die gro­ßen deut­schen Buch­ver­la­ge dru­cken. Inzwi­schen kann man sich auch als Pri­vat­mann oder klei­ner Autor an die­se gro­ßen Buch­dru­cke­rei­en wen­den. Die bie­ten oft bes­se­re Kon­di­tio­nen als die Self­pu­bli­shing-Anbie­ter.

  3. Stefan Holzhauer

    Net­ter Spam-Ver­such, ich war so frei, die Links zu ent­fer­nen. Ich habe mir den ver­link­ten Preis­ver­gleich mal kurz ange­se­hen: mal abge­se­hen davon, dass Anga­ben zur Sei­ten­zahl nicht gemacht wer­den konn­ten, und allein des­we­gen schon kein seriö­ses Ange­bot oder Ver­gleich mög­lich ist, star­te­te das preis­wer­tes­te Ange­bot mit einem Preis, der mehr als dop­pelt so teu­er wie bei Crea­teSpace ist. Es gibt Anbie­ter, die lie­gen nur mini­mal dar­über, davon war aller­dings dort nichts zu sehen. Ist auch kein Wun­der, hier soll­te offen­bar nur auf eine Sei­te ver­linkt wer­den, die via Affi­lia­te-Link (o.ä.) Ein­nah­men gene­riert.

    Das als Kom­men­tar gera­de unter die­sen Arti­kel zu set­zen, ist der­art dumm­dreist, dass man fast schon wie­der beein­druckt sein müss­te … Bin ich aber nicht.

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