Ueberreuter zieht von Wien nach Berlin

Die Ver­lags­gruppe Carl Ueber­reuter ist seit 1946 in Wien ansäs­sig, deswe­gen ist die Ankündi­gung wahrschein­lich für viele über­raschend: im Jan­u­ar 2012 will der Ver­lag von Wien nach Berlin ziehen. Als ein­er der Gründe wird genan­nt, dass sich ger­ade im Bere­ich Kinder- und Jugend­buch der Stan­dort Öster­re­ich als nachteilig erwiesen habe…

Betrof­fen von dieser Entschei­dung sind am bish­eri­gen Ver­lagssitz 27 Mitar­beit­er, davon bekom­men sieben Lek­toren und Assis­tentin­nen, vier Her­steller, ein Mar­ket­ingver­ant­wortlich­er und fünf Ver­triebler Ange­bot mit in die Bun­de­shaupt­stadt umzuziehen. Dass viele einen solch­er Schritt nicht tun wollen oder kön­nen ver­ste­ht sich von selb­st, allein schon wegen des Umzugs in ein anderes Land.

Beim Umzug mit ein­herge­hen­der Restruk­turierung soll das Label OTHERLAND eingestellt wer­den, darunter wur­den bish­er phan­tastis­che Romane für »ältere Jugendliche« (was auch immer das sein mag? Young Adult?) veröf­fentlicht, man will sich stärk­er auf die acht- bis zwölfjähri­gen Leser konzen­tri­eren. Eine Entschei­dung die ich angesichts der Aus­sage, dass der Markt in Deutsch­land bess­er sei und man deswe­gen umziehe, ehrlich gesagt nicht ganz nachvol­lziehen kann…

Was mich wun­dert: ist die Lage für Kinder- und Jugend­büch­er in Öster­re­ich denn wirk­lich so schlecht? Lesen da noch weniger als ander­swo? Oder ist die Argu­men­ta­tion vorgeschoben? Und warum schafft man ger­ade das hierzu­lande doch ange­blich so lukra­tive Young-Adult-Seg­ment ab? Alles sehr selt­sam… Mehr Details in einem Artikel des Börsen­blattes.

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Quelle: Börsen­blatt, Logo Ueber­reuter Copy­right Ver­lags­gruppe Carl Ueber­reuter

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­los­er Nerd mit natür­lich­er Affinität zu Pix­eln, Bytes, Buch­staben und Zah­n­rädern. Kon­sum­iert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online darüber.

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