EA Sports kastriert gebrauchte Spiele

EA Sports

Auf der Suche nach Mög­lich­kei­ten, den Spie­lern das Geld aus der Tasche zu zie­hen, ist EA Sports auf eine neue Metho­de ver­fal­len: Wenn man ein Sport­spiel gebraucht erwirbt, wird es zukünf­tig nicht mehr mög­lich sein, die Online-Funk­tio­nen zu nut­zen. Käu­fer einer gebrauch­ten Kopie von Fifa 11, NBA Live 11, Mad­den NFL 11, Tiger Woods PGA Tour 11 oder NHL 11 für Xbox 360 oder Play­sta­ti­on 3 müs­sen einen soge­nann­ten Online­pass erwer­ben, um die Online-Funk­tio­nen nut­zen zu können.
In den USA will man für den Online­pass zehn Dol­lar ver­lan­gen, über Prei­se für den Rest der Welt wur­den noch kei­ne Aus­sa­gen gemacht.

Man könn­te dar­in eine Ver­bes­se­rung zu der Vor­ge­hens­wei­se sehen, die Funk­ti­ons­fä­hig­keit eines Spiels von einem an den Pro­duct-Key gebun­de­nen, per­so­na­li­sier­ten Kon­to abhän­gig zu machen. Tat­säch­lich hal­te ich die­se Vor­ge­hens­wei­se aber eben­falls für höchst befrem­dend, denn bei einem Wie­der­ver­kauf wech­selt der phy­si­ka­li­sche Daten­trä­ger oder eine Lizenz den Besit­zer und der bis­he­ri­ge Inha­ber kann das Spiel über­haupt nicht mehr spie­len. Hier für die Online-Funk­tio­nen des­sel­ben Spiels noch­mal zu kas­sie­ren, ohne zusätz­li­che Leis­tun­gen zu erbrin­gen (es wer­den durch einen Ver­kauf kei­ne zusätz­li­chen Spie­ler auf die Ser­ver kom­men, es ent­ste­hen also kei­ne zusätz­li­chen Kos­ten für Traf­fic oder Infra­struk­tur) mag zwar lukra­tiv sein, ich hal­te eine sol­che Prak­tik aber für frag­wür­dig und wenig kundenfreundlich.

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AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit natür­li­cher Affi­ni­tät zu Pixeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online darüber.

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