Welches »Recht« haben Volksvertreter an Städten?
Es stellt sich aber in dieÂsem ZusamÂmenÂhang ganz klar eine FraÂge: WelÂche RechÂte haben die StadtÂverÂwalÂtunÂgen tatÂsächÂlich an den StädÂteÂnaÂmen? ImmerÂhin hanÂdelt es sich bei den in den StädÂten am Ruder steÂheÂnen PoliÂtiÂkern um gewählÂte VerÂtreÂter des VolÂkes, die im RahÂmen der parÂlaÂmenÂtaÂriÂschen DemoÂkraÂtie im AufÂtrag der BĂĽrÂger hanÂdeln, dadurch aber an der BunÂdesÂreÂpuÂblik oder deren TeiÂlen keiÂne BesitzÂrechÂte erwerÂben. Auch die VerÂwalÂtunÂgen sind InstiÂtuÂtioÂnen, die fĂĽr den BĂĽrÂger und gesteuÂert von der PoliÂtik eben die OrgaÂniÂstaÂtiÂon von LänÂdern, StädÂten und GemeinÂden ĂĽberÂnehÂmen, aber desÂweÂgen noch lanÂge kein BesitzÂrecht darÂan erhalÂten. Und auch BeamÂte sind sogeÂnannÂte »StaatsÂdieÂner« – und der Staat sind wir alle!
Die RechtÂspreÂchung mag das vielÂleicht anders sehen (im vorÂlieÂgenÂden Fall darf allerÂdings deutÂlich bezweiÂfelt werÂden, dass AugsÂburg vor Gericht durchÂgeÂkomÂmen wäre), aber »gehöÂren« letztÂendÂlich die RechÂte an StädÂteÂnaÂmen und ähnÂliÂchem nicht den BĂĽrÂgern, also mitÂhin uns allen? Es ist vielÂleicht noch nachÂzuÂvollÂzieÂhen, wenn Domains mit dem genauÂen Namen der GemeinÂde der VerÂwalÂtung zugeÂsproÂchen werÂden, aber es kann nicht angeÂhen, dass alle damit zusamÂmenÂhänÂgenÂden AdresÂsen vom AmtsÂschimÂmel autoÂmaÂtisch als »meins« geseÂhen werÂden.
Hier ein Update (27.11.2009): Oder war es gar VetÂternÂwirtÂschaft?
Bild: RatÂhaus AugsÂburg, aus der WikiÂpeÂdia
