Spiele des Jahres 2012

Die SPIEL 2012 – ali­as »Inter­na­tio­na­le Spiel­eta­ge« – in Essen beginnt am Mitt­woch mit der Pres­se­kon­fe­renz und der Neu­hei­ten­show, ab Don­ners­tag ist die Mes­se mit ange­schlos­se­ner »Comic-Action« für das Publi­kum geöff­net. Grund für mich, einen Blick auf die dies­jäh­ri­gen Preis­trä­ger zum Jury­preis »Spiel des Jah­res« zu wer­fen. Hier gibt es drei Kate­go­rien: »Spiel des Jah­res«, »Kin­der­spiel des Jah­res« und »Ken­ner­spiel des Jah­res«. Auch 2012 machen die Pro­fis unter den Ver­la­gen die Num­mer wie­der unter sich aus – das ist aller­dings auch kein Wun­der, laut Vor­ga­ben kön­nen nur sol­che Spie­le teil­neh­men, die groß­flä­chig im Han­del zu fin­den sind. Wo bleibt der Preis »Inde­pen­dent-Spiel des Jah­res«?

Spiel des Jah­res ist KINGDOM BUILDER von Donald X. Vac­ca­ri­no, erschie­nen bei Queen Games

Die Spie­ler besie­deln in die­sem span­nen­den Auf­bau­spiel mit ihren jeweils 40 Holz­häus­chen Wie­sen, Can­yons, Wüs­ten, Blu­men­fel­der und Wald­ge­bie­te. Jeder schafft dabei sein eige­nes König­reich. Herr­scher am Spiel­tisch wird, wer am eif­rigs­ten die drei Auf­trä­ge der Run­de erfüllt, an Bur­gen angren­zend baut und die erwor­be­nen Son­der­ak­tio­nen gut nutzt. Wäh­rend nor­ma­ler­wei­se nur das Wei­ter­bau­en am eige­nen König­reich erlaubt ist, lernt etwa der Kop­pel-Besit­zer schnell sei­ne Besied­lungs­kar­te zu schät­zen, mit der er eine Sied­lung um bis zu zwei Fel­der ver­set­zen kann. Der varia­bel zusam­men­setz­ba­re Spiel­plan, die immer wie­der neue Kom­bi­na­ti­on der Auf­ga­ben­kar­ten und die Zufäl­lig­keit beim Nach­zie­hen der Gelän­de­kar­ten sor­gen dafür, dass jedes König­reich immer wie­der anders erschaf­fen wird.

KINDOM BUILDER, 2 – 4 Spie­ler  •  ab 8 Jah­ren  •  ca. 45 Minu­ten  • ca. 43.00 €

Als Kin­der­spiel des Jah­res wur­de aus­ge­zeich­net: SCHNAPPT HUBI! von Stef­fen Bogen, erschie­nen bei Ravens­bur­ger

Stän­dig klaut das fre­che Gespenst Hubi den Tie­ren ihre Lecke­rei­en. Da machen die Hasen und Mäu­se gemein­sa­me Sache: SCHNAPPT HUBI! ist die Devi­se. Die Tie­re gehen getrennt von­ein­an­der auf die Suche und bah­nen sich in die­sem reiz­vol­len elek­tro­ni­schen Brett­spiel ihren Weg durchs Spuk­haus. Lan­den sie dabei vor einem Durch­gang, einer Wand, einem Hasen­fens­ter, einem Mau­se­loch oder sogar vor der Zau­ber­tür? Ein magi­scher Kom­pass ver­leiht den ande­ren Tie­ren im Haus eine Stim­me. So kön­nen sie immer mal wie­der ent­schei­den­de Hin­wei­se geben, wo sich der unsicht­ba­re Geist her­um­treibt. Die ein­ge­bau­te Elek­tro­nik im Kom­pass und drei ver­schie­de­ne Schwie­rig­keits­stu­fen sor­gen dafür, dass jede Spiel­run­de anders ver­läuft. Ein span­nen­des koope­ra­ti­ves Spiel, bei dem gutes Hin­hö­ren und Kom­mu­ni­ka­ti­on gefragt sind.

SCHNAPPT HUBI, 2 – 4 Spie­ler  •  ab 5 Jah­ren  •  ca. 20 Minu­ten  • ca. 40.00 €

Den Preis »Ken­ner­spiel des Jah­res« erhielt VILLAGE von Inka und Mar­kus Brand, erschie­nen bei Eggert­spie­le

Neue Dorf­be­woh­ner wer­den gebo­ren, ver­rich­ten wert­vol­le Arbeit und ster­ben schließ­lich: Vil­la­ge ist ein Spie­gel­bild des Lebens. Bis zu vier Genera­tio­nen einer Fami­lie machen im Dorf Kar­rie­re. Die Figu­ren ern­ten Getrei­de, züch­ten Nutz­tie­re, pro­du­zie­ren Plan­wa­gen oder Pflü­ge. Sie ver­kau­fen Waren, gehen in die Poli­tik, wer­den Geist­li­che oder rei­sen her­um. Bei all die­sen Tätig­kei­ten gewin­nen die Spie­ler an Ein­fluss, der ihnen beim stra­te­gi­schen Stre­ben nach Ruhm hilft – und oft viel Zeit spart. Denn ohne die rich­ti­gen Ein­fluss­punk­te tickt die Uhr schnel­ler. Immer wenn der Zeit­stein die Brü­cke zum Jen­seits über­quert, geht eines der ältes­ten Fami­li­en­mit­glie­der in die Dorf­chro­nik ein oder wird in einem anony­men Grab bei­gesetzt. Die Dynas­tie mit den meis­ten Ruh­mes­punk­ten gewinnt.

VILLAGE, 2 – 4 Spie­ler  •  ab 12 Jah­ren  •  ca. 90 Minu­ten  • ca. 35.00 €

Box­shot KINGOM BUILDER Copy­right Queen Games, Box­shot SCHNAPPT HUBI! Copy­right Ravens­bur­ger, Box­shot VILLAGE Copy­right Eggert­spie­le. Logo »Spiel des Jah­res« Copy­right Spiel des Jah­res e. V.

Avatar

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit natür­li­cher Affi­ni­tät zu Pixeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online dar­über.

Ein Kommentar for “Spiele des Jahres 2012”

Avatar

sagt:

Scnappt Hubi hat die Aus­zei­chung Kin­der­spiel des Jah­res zu Recht ver­dient. Es macht total viel Spaß und durch die unter­schied­li­chen Schwie­rig­keits­gra­de wird es eigent­lich nie lang­wei­lig. Es hat das glei­che Spiel­prin­zip wie Wer wars. Jeder der das Spiel mag soll­te Schnappt Hubi aus­pro­bie­ren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.