Lovelybooks entdeckt englische Bücher

Lovelybooks Read English„Let‘s read in Eng­lish 2016“ heißt eine ak­tu­elle Kam­pa­gne bei der so­ge­nann­ten Buch­com­mu­nity Lovely­books. Man be­wirbt das Ganze mit:

You are a fan of rea­ding in Eng­lish or want to read more Eng­lish books? We have the per­fect rea­ding chal­lenge for you: ‘Let’s read in Eng­lish’! Read Eng­lish books, join the fun and win great pri­zes!

Nun ist das Ge­schäfts­mo­dell von Lovely­books je­dem klar: Man bie­tet den Le­ser ein so­zia­les Netz­werk rund um Bü­cher, lässt sich von de­nen so­gar im Prin­zip den ge­sam­ten Con­tent in Form von Be­spre­chun­gen und Le­se­run­den schrei­ben ohne ei­nen Cent Ver­gü­tung zah­len zu müs­sen (und so­gar die Bü­cher für Le­se­run­den kom­men von Au­to­ren und Ver­la­gen selbst – bril­li­an­tes Ge­schäfts­kon­zept, da hätte ich drauf kom­men sol­len …), und ver­dient an den Af­fi­liate-Links zu Ama­zon und Buch­han­del. Jetzt ist man of­fen­sicht­lich auf den Trich­ter ge­kom­men, dass man auch mit eng­lisch­spra­chi­gen Bü­chern ein paar Euro ma­chen kann. Aus Sicht von Lovely­books si­cher keine ganz schlechte Idee.

Das Pro­blem da­bei ist al­ler­dings, dass man so­wohl für eng­lisch­spra­chige Print­bü­cher wie eBooks beim tra­di­tio­nel­len Buch­han­del ab­seits von Ama­zon Preise be­zah­len soll, die mit „Mond“ noch sehr freund­lich um­schrie­ben sind. Wer mehr zu dem Thema wis­sen möchte, sollte sich mei­nen Ar­ti­kel zu Ge­müte füh­ren, in de­nen ich das mal de­tail­liert ana­ly­siert hatte. Zu­dem hatte ich bei den ver­ant­wort­li­chen hie­si­gen Ag­gre­ga­to­ren nach­ge­fragt. Die Quint­es­senz der da­bei her­aus ge­kom­me­nen Aus­sage war sa­lopp aus­ge­drückt: „Die Preise sind eh egal, weil eng­lisch­spra­chige Bü­cher hier keine Sau in­ter­es­sie­ren!“ Eine Re­ak­tion, die ich als je­mand der in­zwi­schen über­wie­gend eng­li­sche Ori­gi­nale liest, höchst in­ter­es­sant fand.

Und was ist nun mit Lovely­books? Stimmt die mir ge­gen­über ge­machte Aus­sage nicht und es wer­den doch so viele eng­li­sche Bü­cher ge­le­sen, dass sich so et­was lohnt? Oder ver­sucht man es ein­fach mal, weil das ohne gro­ßen Auf­wand eine zu­sätz­li­che Ein­nah­me­quelle dar­stellt? Ich werde mal be­ob­ach­ten, wie die Re­so­nanz ist.

Und wer sol­che Bü­cher kau­fen möchte, sollte ganz drin­gend die Preise ver­glei­chen, denn seit dem Er­schei­nen des Ar­ti­kels in 2013 hat sich in der Hin­sicht nicht viel (bis nichts) ge­tan.

Screen­s­hot Pro­mo­gra­fik Co­py­right Lovely­books

Stefan Holzhauer

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit na­tür­li­cher Af­fi­ni­tät zu Pi­xeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zu­viel SF und Fan­tasy und schreibt seit 1999 on­line dar­über.


. Bookmarken: Permanent-Link
. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL.