Hilfe für von Buchblogger-Rezensionen frustrierte Autoren und Verleger

Als un­be­kann­ter Au­tor wie auch als Klein- oder Kleinst­ver­le­ger hat man es heut­zu­tage schon schwer (ich werde aus na­he­lie­gen­den Grün­den keine Na­men nen­nen, es weiß eh je­der, wer ge­meint ist). Da müht man sich als Schrei­ber ab, gießt seine Ge­dan­ken in eine Tas­ta­tur, auf dass dar­aus ein Werk werde, das der Le­ser gou­tiert. Als Ver­le­ger plat­ziert man dann Wer­bung für das Buch und steht selbst­ver­ständ­lich hin­ter dem Ver­fas­ser.

Wie kann es da sein, dass sich im In­ter­net im­mer wie­der und im­mer öf­ter her­ge­lau­fene „Blog­ger“ er­dreis­ten, ein­fach so Be­spre­chun­gen die­ser Werke zu ver­fas­sen? Der Gip­fel der Un­ver­schämht­heit ist na­tür­lich, wenn diese Re­zen­sio­nen auch noch ne­ga­tiv aus­fal­len! Das geht gar nicht!

Ich möchte den Au­to­ren und Ver­le­gern an die­ser Stelle eine kos­ten­lose Hilfe zur Ver­fü­gung stel­len. Mit­tels des nach­fol­gen­den For­mu­lars kann man sich sei­nen Kom­men­tar­text für das Blog der un­ver­schäm­ten Re­zen­sen­ten schnell zu­sam­menkli­cken, da­mit man nicht im­mer wie­der neu tip­pen muss.

Ich weise dar­auf hin, dass die ge­ne­rier­ten Texte keine Rechts­be­ra­tung dar­stel­len …

Hier geht’s los:



Na ja, von 

ei­ner 23-jäh­ri­gen Fan­tasy-Le­se­rin, die
ei­nem 80-jäh­ri­gen FDP-Mit­glied, das
ei­nem 900-jäh­ri­gen grü­nen Gnom mit Sprach­pro­ble­men, der
ei­nem Hilfs­blog­ger, der
ei­nem ge­hir­n­am­pu­tier­ten Voll­trot­tel, der
ei­nem bil­dungs­fer­nen Web­freak, der
ei­nem evo­lu­ti­ons­re­sis­ten­ten Spacko, der

mit

ge­ho­be­ner Li­te­ra­tur
an­spruchs­vol­ler Li­te­ra­tur
hoch­geis­ti­ger Li­te­ra­tur
der Bild­zei­tung
dem In­for­ma­ti­ons­blatt der Bä­cker­innung
der Apo­the­ken­um­schau
sei­nem Le­ben

nichts an­fan­gen kann und au­ßer

Harry Pot­ter
dem Te­le­fon­buch
Biss zum Mor­gen­grauen
ei­ner Klo­pa­pier­rolle
der BILD-Zei­tung
Be­ta­blo­cker-Bei­pack­zet­teln
Bier­fla­schene­ti­ket­ten
Krieg und Frie­den
der Bi­bel

noch nichts ge­le­sen hat, darf man nichts an­de­res er­war­ten als eine solch´ un­qua­li­fi­zierte Pseudo-Rezi.

Au­ßer­dem werde ich

von der Web­seite

(im Fol­gen­den auch »an­onym« ge­nannt) durch

mei­nen An­walt
mei­nen Be­wäh­rungs­hel­fer
mei­nen Haus­meis­ter
mei­nen blauen Ele­fan­ten (den ich im­mer nach dem has­ti­gen Genuß ei­ner Fla­sche Le­ber­kleis­ter sehe)
das A-Team
Chuck Nor­ris
Su­per­man
Guido Wes­ter­welle

ahn­den las­sen, denn mir sieht diese Web­seite reich­lich su­spekt aus, so als sei sie ge­gen Be­zah­lung dar­auf aus­ge­legt,

ei­nen Au­tor zu ver­nich­ten.
im Web zu fin­den zu sein.
den Welt­un­ter­gang ein­zu­lei­ten.
die UFO-Ver­schwö­rung zu ver­tu­schen.
für schlech­tes Wet­ter zu sor­gen.
mei­nen Rech­ner zu in­fi­zie­ren.
Lö­cher in meine So­cken zu ma­chen.
Guido Wes­ter­welle und Chris­tian Wulff zu dis­kre­di­tie­ren.

Au­ßer­dem ver­stößt die Re­zen­sion ge­gen

§15 UWG.
den ge­sun­den Men­schen­ver­stand.
die Sat­zung des Te­ckel­züch­ter­ver­eins Lin­sen­ge­richt.
mein über­stei­ger­tes Selbst­wert­ge­fühl.
die Re­geln der ers­ten Auf­lage Dun­ge­ons & Dra­gons.
die Haus­ord­nung der FDP-Frak­tion im Bun­des­tag.

Es kann schließ­lich nicht an­ge­hen, dass je­der im Netz ein­fach so an­onym seine Mei­nung äu­ßert und da­mit

Ver­lage
Au­to­ren
die Bun­des­bank
die Welt­wirt­schaft
Schle­cker
Grie­chen­land
Guido Wes­ter­welle

in den Ruin treibt, weil man

seine Hy­po­the­ken
seine Knei­pen­rech­nung
seine Puf­f­rech­nung
sein Bahn­ti­cket
seine Kip­pen
sei­nen Le­ber­kleis­ter

nicht mehr zah­len kann. Der Ar­ti­kel 5 des Grund­ge­set­zes zur Mei­nungs­frei­heit ist hier oh­ne­hin nicht an­wend­bar, da

er nicht für Blog­ger gilt.
ich ihn nicht kenne.
das Grund­ge­setz für Au­to­ren mit eng­li­schen Na­men so­wie mi­kro­sko­pi­sche Ver­lage oh­ne­hin nicht bin­dend ist.
meine An­lie­gen schwe­rer wie­gen als ir­gend­wel­che Men­schen­rechte.
meine fi­nan­zi­el­len An­lie­gen schwe­rer wie­gen als ir­gend­wel­che Men­schen­rechte.
mir die Grund­rechte scheiß­egal sind. Wo kom­men wir denn da hin, wenn ein­fach je­der seine Mei­nung sa­gen darf?
die Sat­zung des Te­ckel­züch­ter­ver­eins Lin­sen­ge­richt schwe­rer wiegt.

Zu­dem gibt Ih­nen Ar­ti­kel 5 des Grund­ge­set­zes noch lange nicht das Recht, 

Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät
Schwer­kri­mi­na­li­tät
Klein­kri­mi­na­li­tät
Nar­zis­mus
Selbst­ent­zün­dung
Kör­perent­haa­rung

zu be­trei­ben, in­dem Sie will­kür­lich den Ver­kauf ei­nes Pro­duk­tes

boy­kot­tie­ren
ok­tro­ie­ren
epi­brie­ren
ona­nie­ren
mus­ke­tie­ren
fla­schen­bie­ren

und zu­dem noch nicht ein­mal

Li­te­ra­tur
Sport
Nackt­schne­cken
Por­no­gra­fie
Öno­lo­gie
Wes­ter­welle

stu­diert ha­ben.

Au­ßer­dem ha­ben sie den »fan­tas­ti­schen Aben­teu­er­ro­man«

fälsch­li­cher­weise in das Genre

Fan­tasy
Sci­ence Fic­tion
Koch­buch
Porno
Stink­lang­wei­lig
Darm­krank­hei­ten
po­li­ti­sche Bil­dung

ein­ge­ord­net, da­bei ge­hört er ein­deu­tig zum Genre

fan­tas­ti­scher Aben­teu­er­ro­man.
Fan­tasy.
Sci­ence Fic­tion.
Koch­buch.
Porno.
Stink­lang­wei­lig.
Darm­krank­hei­ten.
po­li­ti­sche Bil­dung.

Ich werde

den Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels
die spa­ni­sche In­qui­si­tion
die Bä­cker­innung
die Schwei­zer Il­lu­mi­na­ten
J. R. Ewing
Darth Va­der
die Te­letubbies
Guido Wes­ter­welle

dar­über in­for­mie­ren, dass Sie auf auf Ih­rem Blog Li­te­ra­tur­kri­ti­ken ver­öf­fent­li­chen, ohne über­haupt das Werk ge­le­sen zu ha­ben. Über­le­gen Sie sich, was für Kon­se­quen­zen das al­les für Sie ha­ben wird. Das Recht ist auf mei­ner Seite!

Als Ab­schluß sei mir er­laubt, Ih­nen noch Fol­gen­des mit­zu­tei­len: so je­mand wie Sie ge­hört

mal or­dent­lich ge­poppt!
ein­ge­sperrt.
nackt ge­fes­selt und mit Ho­nig ein­ge­schmiert.
lo­bo­to­mi­siert.
ge­teert und ge­fe­dert.
in die FDP zwangs­ein­ge­tre­ten.
ge­kreu­zigt!
ge­pfählt!
zum Be­trach­ten al­ler TWI­LIGHT-Filme ge­zwun­gen.

Mit freund­li­chem Gruß,
Mit un­freund­li­chem Gruß,
Mit tiefst­emp­fun­de­nem Hass,
In auf­rich­ti­ger Liebe,
Nach Dik­tat ver­reist,
Leck mich am Arsch,



(Falls das je­mand als Ser­vice für frus­trierte Au­to­ren in sein Blog ein­bauen möchte: ich könnte das als Word­Press-Plugin zur Ver­fü­gung stel­len …)

Noch­mal!

Stefan Holzhauer

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit na­tür­li­cher Af­fi­ni­tät zu Pi­xeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zu­viel SF und Fan­tasy und schreibt seit 1999 on­line dar­über.


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