Amazon und die eBooks

KindleEs ging als Rau­schen durch den vir­tu­el­len Blät­ter­wald: Online-Ver­sen­der und Kind­le-Mut­ter Ama­zon ver­kün­de­te, am ers­ten Weih­nachts­tag erst­mals mehr eBooks ver­kauft zu haben, als gedruck­te Bücher. Ist das tat­säch­lich so eine Sen­sa­ti­on, wie allent­hal­ben kol­por­tiert?

Ich den­ke nein, denn Ama­zon mel­det wei­ter­hin, die ver­schie­de­nen Kind­le-Inkar­na­tio­nen sei­en das meist­ver­schenk­te (!) elek­tro­ni­sche Gerät zu die­sem Weih­nachts­fest gewe­sen. Das ist auch die eigent­lich inter­es­san­te Nach­richt, dar­aus erge­ben sich auch die erstaun­li­chen eBook-Zugriffs­zah­len zum ers­ten Fei­er­tag eigent­lich auto­ma­tisch: an dem wird in den USA näm­lich tra­di­tio­nell Weih­nach­ten gefei­ert und wenn ein eRe­ader unter dem Baum liegt, möch­te man natür­lich auch gleich mal die Down­load-Funk­tio­na­li­tät aus­pro­bie­ren. Die­ser Fakt dürf­te für den Boom in Sachen angeb­lich gekauf­ter eBooks bei Ama­zon der Grund sein. Man muss dem Online-Ver­sen­der die­se gan­zen Zah­len auch erst­mal abkau­fen, denn selbst­ver­ständ­lich legt man sei­ne Ver­käu­fe nicht offen und somit blei­ben die voll­mun­di­gen Mel­dun­gen erst ein­mal Mar­ke­ting und man soll­te sie mit Vor­sicht genie­ßen.

Außer­dem wur­de eben­falls gemel­det, dass es sich beim fei­er­täg­li­chen eBook-Boom mit­nich­ten um tat­säch­lich ver­kauf­te Bücher han­deln könn­te, denn haupt­säch­lich kos­ten­lo­se eBooks ste­hen bei Ama­zon an der Spit­ze der Down­load-Charts. Das wie­der­um bestä­tigt mei­ne obi­ge The­se, wie die Down­load-Spit­ze am 25.12. ent­stan­den sein könn­te…

Bild: Kind­le, Copy­right Ama­zon