Laut Amazon kamen im letzten Monat auf 100 verkaufte Hardcover 180 abgesetzte eBooks, damit setzt sich ein Trend fort, der sich in den drei Monaten davor mit 100 : 143 bereits abgezeichnet hatte. Im ersten Halbjahr 2010 haben sich die eBook-Umsätze beim Online-Händler laut dessen Aussagen verdreifacht. Nicht in diese Statistik eingegengen sind allerdings die Taschenbuch-Verkäufe, Amazon vergleicht ausschließlich eBooks mit Hardcovern, bezieht man die Paperbacks mit ein, dürfte das Verhältnis ganz anders aussehen. Ebenfalls nicht mit in der Statistik sind allerdings eBooks, die kostenlos angeboten werden, weil beispielsweise ihre Urheberrechte abgelaufen sind.
Angeblich ist der Kindle in den USA nach wie vor das meistverkaufte elektronische Gerät der Online-Shopping-Plattform. Zusätzlich bietet man aber auch Software-Kindles für eine Vielzahl von Devices an, beispielsweise iPhone, iPad, BlackBerry, Android-Handys sowie Macs und PCs. Hinzu kommt, dass Hardcover jenseits des großen Teichs durchschnittlich ca. 26 Dollar kosten, die eBook-Versionen jedoch für ca. 10 Dollar angeboten werden.
Amazons eBook-Store umfasst derzeit ca. 630000 Bücher, dazu kommen 1.8 Millionen urheberrechtsfreie Werke.
Man muss die Zahlen – die man ohnehin nicht nachvollziehen kann – also mit ein wenig Vorsicht betrachten. Dennoch ist wohl klar, dass das eBook in den Vereinigten Staaten offenbar im Mainstream angekommen ist. Das sollte der hierzulande höchst zögerlichen Branche zu denken geben…
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