Springer-Chef: »Freier Zugang zu Informationen ist kommunistisch«

BLÖD!Auf dem soeben stattge­fun­de­nen Mona­co Media Forum sagte Axel-Springer-Chef Math­ias Döpfn­er im Rah­men ein­er Podi­ums­diskus­sion:

»Es ist ein­fach falsch zu denken, im Web müsse alles kosten­los sein. Die The­o­rie, dass es einen freien Zugang zu Infor­ma­tio­nen geben soll, gehört zum Absur­desten, was ich jemals gehört habe. Dies ist ein spätes ide­ol­o­gis­ches Ergeb­nis von Webkom­mu­nis­ten: Nur wenn alles kosten­los ist, ist es demokratisch.«

Er fügte hinzu, dass es auch Bier im Super­markt nicht umson­st gebe und ana­log dazu ein Geschäftsmod­ell mit freien Inhal­ten im Web nicht funk­tion­ieren könne.

Dem möchte ich zus­tim­men, denn es dürfte schwierig wer­den, Per­so­n­en zu find­en, die Wil­lens sind, für min­der­w­er­tige Inhalte wie die der BILD-Zeitung online etwas bezahlen zu wollen. Abge­se­hen davon will da offen­sichtlich ein­er krampfhaft völ­lig ver­al­tete Geschäftsmod­elle in eine Zeit portieren, in der diese nicht mehr funk­tion­ieren kön­nen, statt sich neue auszu­denken. Symp­to­ma­tisch für die Branche.

Als »Webkom­mu­nist« verzichte ich in diesem Artikel bewußt auf direk­te Links zum Axel Springer Ver­lag oder Math­ias Döpfn­er und ver­linke stattdessen in das Zen­tralor­gan des kom­mu­nis­tis­chen Web: Wikipedia. :o)

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­los­er Nerd mit natür­lich­er Affinität zu Pix­eln, Bytes, Buch­staben und Zah­n­rädern. Kon­sum­iert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online darüber.

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