Longlist des Seraph und Indie-Preis der kein Indie-Preis ist

SeraphIn die­sem Jahr wird der Se­ra­ph, der Preis für Phan­tas­ti­sche Li­te­ra­tur, zum ers­ten Mal in Zu­sam­men­ar­beit mit der Leip­zi­ger Buch­mes­se ver­ge­ben. Gleich­zei­tig mit die­ser In­for­ma­ti­on wur­de die Lon­glist zu den bei­den Ka­te­go­ri­en „Bes­tes De­büt“ und „Bes­tes Buch“ ver­öf­fent­licht. Die Ver­lei­hung des Se­ra­ph fin­det am Don­ners­tag, den 17. März, 19 Uhr fin­det im Thea­ter­haus Schil­le „Der gro­ße Fan­ta­sy-Le­se­abend“ mit hoch­ka­rä­ti­ger Be­set­zung statt, dort wird dann auch der Preis ver­lie­hen.

Die Lon­glists:

SE­RA­PH 2016 – Ti­tel der Lon­glist „Bes­tes De­büt“:

• Bo­e­ge, Lui­se: Kas­pers Freun­din (Rei­ne­cke & Voß)
• Brox, Kirs­ten: Ma­tam­ba (Ver­lag Feder&Schwert)
• Ca­pi­ti, Car­men: Das letz­te Ar­te­fakt (Pa­pier­ver­zie­rer Ver­lag)
• Ill­ger, Da­ni­el: Skar­gat – Der Pfad des schwar­zen Lichts (Hobbit-Presse/Klett Cot­ta)
• Loe­we, Maja: Die Au­gen des Iri­den (Pa­pier­ver­zie­rer Ver­lag)
• Pfyl, Lu­zia: Ce­sa­rio Aero (Ver­lag Oh­ne­oh­ren)
• Rie­scher, Bi­an­ca M.: Mit­ter­nachts­rot – Eine Er­zäh­lung aus Dschan­or (Ver­lag Oh­ne­oh­ren)
• Waß­mann, Arndt: Der Weg der Maga (Ver­lag Tors­ten Low)
• Wei­nert, Si­mon: Tas­si­lo, der Mu­mi­en­ab­rich­ter (Ver­lag Das Be­ben)

SE­RA­PH 2016 – Ti­tel der Lon­glist „Bes­tes Buch“:

• As­ter, Chris­ti­an von: Das eher­ne Buch (Hobbit-Presse/Klett Cot­ta)
• Bla­zon, Nina: Der Win­ter der schwar­zen Rose (cbt)
• Brand­hor­st, An­dre­as: Das Schiff (Pi­per Ver­lag)
• Cor­zi­li­us, Thi­lo und Sieg­mund, Fa­bi­en­ne: Das Mäd­chen und der Leucht­turm (Ver­lag Oh­ne­oh­ren)
• El-Ba­hay, Akram: Flam­men­wüs­te 2 – Der Ge­fähr­te des Dra­chen (Bas­tei-Lüb­be)
• Fun­ke, Cor­ne­lia: Reck­less 3 – Das gol­de­ne Garn (Dress­ler Ver­lag)
• Gates, Ro­bin: Feu­er­mu­se (Gmei­ner-Ver­lag)
• Glä­ser, Mecht­hild: Die Buchsprin­ger (Loe­we)
• Has­se, Ste­fa­nie: Bo­ok­Ele­ments 1 – Die Ma­gie zwi­schen den Zei­len (Im­press /Carlsen)
• Mo­ci­kat, Anna: MUC – Die ver­bor­ge­ne Stadt (Knaur)
• Or­gel, T.S.: Die Blaustein­krie­ge 1 – Das Erbe von Be­run (Heyne Ver­lag)
• Reß, Ales­san­dra: Spie­len­de Göt­ter (Ver­lag Oh­ne­oh­ren)
• Schre­cken­berg, Mi­cha­el: No­ma­den (Juhr Ver­lag)
• Speer, Na­ta­lie: Frost­see­len (Bas­tei-Lüb­be)
• Treck­sel, Bern­hard: Ne­bel­ma­cher (Blan­va­let)

Wei­ter­hin gibt es ei­nen neu­en „Preis für Self­pu­blis­her“, näm­li­ch „Bes­ter In­de­pen­dent-Au­tor“. Da die­ser in Zu­sam­men­ar­beit mit neo­b­ooks ver­ge­ben wird, ist die Be­zeich­nung in mei­nen Au­gen lei­der nicht kor­rekt, denn in den Be­din­gun­gen liest man, dass ein­ge­reich­te Bü­cher zwin­gend bei neo­b­ooks ver­füg­bar sein müs­sen. Durch die­se Ein­schrän­kung han­delt es sich nicht um ei­nen all­ge­mei­nen In­die-Preis, son­dern um Wer­bung für neo­b­ooks. Ich fin­de die­se Ein­schrän­kung äu­ßer­st un­schön und un­ver­ständ­li­ch. ins­be­son­de­re wenn man den Vor­satz der Phan­tas­ti­schen Aka­de­mie (die den Se­ra­ph ver­gibt) be­trach­tet …

Der Phan­tas­ti­sche Aka­de­mie e.V. setzt sich für die För­de­rung und An­er­ken­nung phan­tas­ti­scher Li­te­ra­tur als gleich­be­rech­tig­te Li­te­ra­tur­form ein.

… ist die Kon­zen­trie­rung auf ei­nen ein­zi­gen An­bie­ter bei ei­nem „Self­pu­blis­her-Preis“ völ­lig un­ver­ständ­li­ch und mei­ner An­sicht nach auch in­ak­zep­ta­bel.

p.s.: Eine kor­rek­te Be­zeich­nung wäre wohl der „Neo­b­ooks-Preis“.

Bild Se­ra­ph Co­py­right Phan­tas­ti­sche Aka­de­mie e.V.

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit na­tür­li­cher Af­fi­ni­tät zu Pi­xeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zu­viel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 on­line dar­über.


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2 Kommentare

  1. Evanesca Feuerblut
    Erstellt am 12. Januar 2016 um 12:41 | Permanent-Link

    Sehe ich wie du – ent­we­der den Preis vom An­bie­ter un­ab­hän­gig ma­chen oder ihn ehr­li­ch als Neo­b­ooks-Preis be­zeich­nen.
    Wenn Neo­b­ooks ihn spon­sert, ist das ja nicht mal schlimm, es soll­te eben trans­pa­rent sein.

  2. Erstellt am 12. Januar 2016 um 13:06 | Permanent-Link

    Trans­pa­rent ist es ja, es wird nicht ver­schlei­ert. Die Be­zeich­nung „Bes­ter In­de­pen­dent-Au­tor“ an sich fin­de ich frag­wür­dig. Es ist ja ma­xi­mal „Der be­s­te In­de­pen­dent-Au­tor bei neo­b­ooks“.

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